Breath of the Wild Erweiterungspass



A Christmas Adventure
Hier findet ihr den Anfang einer etwas anderen Weihnachtsfanfiction. Verfasst wurde sie von Kathy.

Autor: Kathy




Prolog:

Seit die Göttinnen die Welt erschufen gab es bei den Kokiri - den Kindern des Waldes - einen Brauch. Dieser Brauch besagte, dass sie einmal im Jahr, kurz vor der Jahreswende, wenn der erste Schnee fällt die Bäume schmücken und all den jungen Bäumen einen Stern auf die Spitze setzen sollten. Dies ward das Zeichen der Weihung. Wenn ein junger Baum solch einen Stern auf der Spitze trug, hieß dass für die Kokiri, dass dieser Baum nun in die ‚Gemeinschaft des Waldes' aufgenommen war. Dies alles wurde noch von einem Segen, welcher spät am Abend gesprochen wurde, unterstrichen, mit dem der Deku-Baum die Kokiri, die alten und vor allem die jungen Bäume segnete, auf dass sie lange leben und gedeihen mögen. Die Kokiri feierten anlässlich dieses besonderen Tages steht's ein Fest, an welchem sie ihren besten Freunden, als Zeichen der Freundschaft, selbstgebastelte Geschenke überreichten.

Irgendwann erfuhren, durch heute unbekannte Umstände, die restlichen Bewohner von Hyrule auch von diesem Brauch und beschlossen, ihn auch bei sich einzuführen. Sie fällten Bäume, brachten sie in ihre Häuser, schmückten sie und feierten den Bäumen zu Ehren ein Fest, bei dem sie ihren Liebsten Geschenke überreichten.

Auch der Name von eben jenem Fest wurde von den Kokiri übernommen, er lautet ‚Weihnachten'.


Kapitel 1:
Beleidigt trottete Link aus dem Schloss, Zelda hatte ihn doch glatt rausgeschmissen, einfach so, nur weil sie angeblich eine Überraschung für ihn vorbereiten wollte. Dies war, Links Meinung nach, jedoch kein Grund ihn gleich aus dem Schloss zu schmeißen.
Das ist einfach unverschämt, dieses dumme Miststück! Solange sie nur ihren Willen durchsetzten kann! Miststück! Damisches Weibsbild! Was fällt der eigentlich ein! Pf, soll sie doch sehen wo sie ohne mich bleibt! Wer hat sie denn vor Ganondorf gerettet?! Ich war das! Wer hat ganz Hyrule vor Ganondorf gerettet?! Ich war das! Wer hat... die Kokiri vor Ganondorf gerettet?! Das war auch ich! Und wer hat die Gor...

"Wah!", Link stieß einen markerschütternden Schrei aus, als er im kalten Wasser landete. Eigentlich wollte er zum Kokiriwald, war allerdings, in Gedanken versunken wie er war, viel zu früh nach links abgebogen und im Zorafluss gelandet. Vor Kälte zitternd kletterte er fluchend aus dem Eiswasser.
"Ja, das musste jetzt natürlich wieder sein! Wunderbar! Na toll, einen Schnupfen hab ich mir jetzt auch noch geholt, oder was?", Link nieste uns fluchte dann unbeirrt weiter: "Und bei Malon durfte ich auch nicht bleiben! Hatschi! Wenn ich dann nicht mal mehr bei den Kokiri bleiben darf, dann ertränk ich mich hier im Fluss! Hatschi!", Link schüttelte sich wie ein nasser Hund und trottete verstimmt in Richtung Kokiriwald weiter. "Welcher Idiot hat eigentlich den Fluss da hingestellt? Gekreuzigt gehört er dafür!"

Salia blickte recht erstaunt, als Link auf einmal, triefend nass und vor Kälte zitternd, durch den Eingang zu Kokiriwald kam. Verwirrt schüttelte sie den Kopf: "Link, ich will ja nicht meckern, aber, findest du nicht, dass es nicht so ganz die geeignete Jahreszeit ist, um im Freien zu Baden?"
"Ha, ha, ha, wirklich lustig Salia! Wirklich, voll der Schenkelklopfer!", Link blickte sie bitterböse an.

Salia lachte: "Ach, Link jetzt nimm doch nicht immer gleich alles so ernst! Aber, es ist gut das du hier bist, ich bräuchte da nämlich mal deine Hilfe."
"Hä?", Link blickte Salia verwirrt an und folgte ihr auf ihren Wink hin zu Links Hütte. Behände kletterte Salia die Leiter nach oben und sagte fröhlich: "Ich hab's bei dir verstreckt, weil da nie jemand reingeht, die meisten haben schiss vor der komischen Kuh, also ich finde Milka lustig."

"Wer ist Milka?"
"Deine Kuh!"
"Was? Du hast meine Kuh Milka genannt?"
"Ja, Link ich hab irgendwie das Gefühl, dass der Name mal bedeutungsvoll wird."
"Na ja, Salia, wenn du meinst... AH... autsch", Link hatte sein Baumhaus betreten, seine Kuh gesehen und einen Satz rückwärts gemacht. Doch leider war dort kein Boden mehr und Link lag ziemlich verstimmt am Boden.
Salia schaute zu ihm hinunter: "Stimmt etwas nicht?"
"Warum ist meine Kuh lila?"

"Hä? Ach, das meinst du. Ja, wir dachten, dass sie vielleicht friert und haben ihr einen Mantel gestrickt. Allerdings hatten wir nur noch die Farben Lila und Weiß und da dachten wir uns halt: Okay, stricken wir ihr einen lila Mantel mit weißem Fleckenmuster!", Salia lächelte Link treuherzig zu und dieser fragte sich, wie man nur auf so eine Idee kommen konnte, kletterte die Leiter wieder hoch und versuchte Milka zu ignorieren.
Salia kramte derweil unter Link Bett und zog etwas Rot-weißes hervor. Sie schüttelte den Kopf: "Link, du musst unbedingt mal unter deinem Bett sauber machen!"
"Ja, schon gut, aber was soll das denn sein?"
"Sekunde…", Salia schüttelte den Staub aus dem roten Stoff, hustete und hielt Link das grüne Ding triumphierend unter die Nase: "Na, was sagst du zu dem roten Nikolauskostüm?"

"Hä? Äh, ja schön... und?"
"Was, und?"
"Warum zeigst du es mir?"
"Ich dachte, du könntest vielleicht dieses Jahr den Weihnachtsmann spielen!"
"WAS? Ich?"
"Ja, du! Ich dachte ja nur..."
"Ja, okay, aber nur, weil du es bist Salia!"
"Echt, oh Link, danke!!!", Salia umarmte ihn stürmisch, was jedoch ziemlich dämlich aussah, da sie ihm gerade mal bis zur Hüfte ging. Dann blickte sie zu ihm auf: "Äh, Link, könntest du dann vielleicht auch noch die Geschenke besorgen?"

"Hä? Warum ich?"
"Na ja, ich würd's ja selber machen, aber ich kann einiges von dem Zeug nicht bekommen!"
"Was denn zum Beispiel?"
"Äh… Mido zum Beispiel, er hätte gerne eine kleine Flasche Bier."
"Was? Der? Bier? Warum denn das?"
"Na ja, er meint, er sei jetzt alt genug und wenn er kein Kokiri wäre, dann wäre er jetzt so allmählich erwachsen..."
"Ah ja... soll er doch darin ertrinken!"
"Link, bist du ihm etwa immer noch wegen früher böse?"
"Ja, das bin ich!"

"Ach, komm Link, gönn' ihm doch den Spaß... bitte, tu es für mich.", Salia schmiegte sich an ihn und Link errötete leicht.
"Okay, Salia... ach, wo ich grad' mal hier bin, ich hätte mal eine Frage zu dem... äh... Leben der Kokiri."
"Äh... gut, okay, ich hoffe ich kann dir weiterhelfen."
"Gut, also, stell dir vor, ich wäre jetzt... Ganondorf-"
"Hihi, dann hättest du dich selbst besiegt.", Salia kicherte vergnügt und Link versuchte, es zu überhören.
"Ja, na und? Auch egal, aber, angenommen ich bin Ganondorf, würde aus der Hölle ausbrechen und hier ein paar Kokiri töten... was würde dann aus denen werden?"

"Du bist gemein!", Salia rümpfte verächtlich die Nase.
"Aber falls so etwas passieren würde, ich und Mido, wir müssten sie begraben."
"Ach, wir haben hier einen Friedhof?"
"Ja, das haben wir!"
"Äh? Wo?"

"In den Verlorenen Wäldern, soll ich ihn dir zeigen?"
"Ja. Warum hat man mir davon nie etwas erzählt?"
"Nur ich, die Weise des Waldes, und Mido, unser... Chef, wissen davon, wir wollen nicht, dass die anderen Kokiri, die so etwas überleben würden, dann immer an den Gräbern ihrer Freunde trauern. Wir würden ihnen dann halt erzählen, dass sie zu einem Teil des Deku-Baums geworden sind. Aber jetzt sollten wir aufhören zu labern! Du musst ja noch Geschenke besorgen, aber komm, ich zeig' dir jetzt den Friedhof, wenn du ihn sehen willst..."
"Ja, das will ich."
"Okay, dann folge mir!", Salia rannte in die Verlorenen Wälder, Link im Schlepptau.

Der Friedhof lag tief in den Verlorenen Wäldern und Link war froh, dass er Salia bei sich hatte, denn er war sich sicher, alleine hätte er dort nie und nimmer rausgefunden. Es gab insgesamt fünf Gräber, davon war eines leer.
Auf Links verwirrten Blick hin erklärte Salia: "Nun ja, wir schaufeln immer welche auf Vorrat."
"Aha, na gut, wenn ihr meint... auf Vorrat, na ja, wenn's euch gefällt… mir soll's ja recht sein..."
"Also gut, du hast mich ertappt!", Salia zog hörbar die Luft ein, zeigte auf das offene Grab uns seufzte: "Hier liege ich vielleicht bald drinnen."
"Sei nicht albern. Wieso solltest du sterben?"
"Nun ja." Salia machte eine kurze dramatische Pause und fuhr dann fort "Wegen all den roten Punkten im Gesicht... außerdem ist da noch dieses Ding auf meinem Zeigefinger."

Sie streckte ihm ihre Hand entgegen und Link konnte eine winzige, kaum wahrnehmbare Warze erkennen.
"Siehst du?", fragte das Waldmädchen betroffen.
"Sieht ganz so aus, als müsste ich sterben!"
"Wegen einer Warze und ein paar Sommersprossen?", fragte Link belustigt.
"Link, sei nicht albern!" unterbrach ihn Salia bestimmt.
"Wieso solltest du sonst sterben?"

"Es sind nicht nur diese Dinge, sondern auch noch etwas anderes.", druckste sie herum.
"Wenn du nicht wegen den Sommersprossen stirbst, wieso dann?", fragte Link erheitert.
"Weil mir wer das Herz gebrochen hat.", gestand Salia. Sie griff in ihre Hosentasche, holte ein Blatter heraus riss es in Fetzen und warf sie wütend in die Luft.
"Was war das?", Link blickte sie etwas verwirrt an und Salia seufzte so steinerweichend, dass es Link schon fast wieder leid tat gefragt zu haben.
"Ein ekelhafter Brief von Mido, Link, das WAR ein ekelhafter Brief von Mido!"
"Echt? Was stand denn drin?"

"Dass ich das schönste Mädchen der Welt bin. Nur der Welt! Weiß dieser Vollidiot nicht, dass ich das schönste Mädchen des ganzen Universums bin? Außerdem findet er mein Gesicht urhübsch. Und was ist mit dem Rest meines Körpers? Über meine tollen Beine und Brüste verliert er keine Silbe!", fing sie an rumzumeckern.
Link schluckte. Salia kann wirklich eine furchtbare Zicke sein.
"Und stell dir vor Link, er wollte sich morgen mit mir treffen, morgen erst! Wieso hat er heute keine Zeit für mich? Ob er wenigstens bei meiner Beerdigung dabei sein wird?"
"Äh", Link kratzte sich am Kopf, "Ich werde auf jeden Fall da sein."
"Was, du willst mich also tot sehen?!"
"Nein, Salia!"

"Pf, ihr Jungs seit doch alle gleich! Und jetzt besorg' endlich die dummen Geschenke, in drei Tagen ist Weihnachen!", mit erhobenem Haupt schritt Salia davon.
Link stand einen Moment da, wie Bestellt und nicht Abgeholt, dann fiel ihm allerdings wieder ein, dass er Salia brauchte, um aus den Verlorenen Wäldern wieder heraus zu kommen. Er schluckte hörbar und rannte hinter Salia her: "Salia warte auf mich! SALIA!!!"

Kapitel 2:

Ganondorf blickte auf die große, dunkle Kugel die das Geschehen in Hyrule zeigte. Er war verstimmt und murmelte die ganze Zeit etwas Unverständliches vor sich hin. Eine dunkle, maskierte Gestalt, die Ganondorf irgendwie an Shiek erinnerte, beobachtete ihn.
Der einzige Unterschied zwischen Shiek und dem Unbekannten bestand darin, dass die Kleidung und das Haar der Gestalt dunkel waren und das Wappen der Shiekah fehlte. Außerdem waren die Shiekah etwas dünner und größer.


Langsam schritt die Gestalt auf Ganondorf zu und fragte: "Alles in Ordnung? Du wirkst irgendwie verstimmt, Ganondorf"
Ganondorf zuckte zusammen, als er so jäh aus seinen Gedanken gerissen wurde. Er drehte den Kopf und fauchte: "Du hast gut reden Agahnim, warum sollte ich dir verraten, was mich bedrückt, wenn du mir noch nicht einmal deinen Namen verrätst."
Agahnim legte den Kopf schief und sagte: "Wie ich schon öfters gesagt habe, ich habe keinen Namen."
"Ja, ja, ja und ein Geschlecht hast du auch nicht, stimmt's oder hab ich recht?!"
"Vielleicht hast du recht.", Agahnim zuckte mit den Schultern, "Vielleicht aber auch nicht, aber nun sag mir, was bedrückt dich?! Sogar deine eigenen Dämonen machen einen Bogen um dich, obwohl sie schon längst tot sind, dass muss etwas zu bedeuten haben, aber selbst wenn du es mir nicht verrätst, ich werde es rausbekommen, da kannst du Gift drauf nehmen!"


"Wenn du es unbedingt wissen willst, ich finde das einfach unfair!"
"Was?"
"Alle dürfen feiern, nur wir nicht!"
"Hä? Sag mal, wovon redest du eigentlich?"
"Na rate mal!"
"Ich schwöre, ich habe keine Ahnung, wer darf was feiern? ... Zum Teufel noch mal, Ganondorf, rede mit mir!"
"Die da oben in Hyrule dürfen Weihnachten feiern und wir hier unten nicht! Sogar die im Himmel dürfen Weihnachten feiern!"
"So weit ich weiß, soll der derzeitige Engelschor allerdings ziemlich mies sein."
"Dass hat damit überhaut nichts zu tun! Es geht dabei nur ums Prinzip!"
"Meinst du?! Aber, Ganondorf, das ist doch total idiotisch, stell dir mal vor, das merkt einer, was wird dann aus unserem guten... oder eher bösem Ruf?! Jetzt schau nicht so deprimiert!"


"Aber ich will auch Weihnachten feiern dürfen! Wir feiern hier es so gut wie nix, kein Tag des Kürbisses, kein Geburtstag, kein Sterbe- oder Verbannungstag, kein Kirschblütenfest, kein Tag des Triforce und auch kein… ach was weiß ich!"
"Wenn dir so viel an diesem... Weihnachten liegt, warum fragst du dann nicht einfach?"
"Wen soll ich denn fragen?"
"Na, überlag' mal! Wen könntest du denn fragen? Komm, ganz einfach und gar nicht schwer!"
"Doch nicht etwa den Boss?!"


"Doch, genau den, den ‚Gott der Unterwelt', allerdings wird er dir vermutlich das Gleiche sagen, was ich dir jetzt sage, also hör gut zu, Ganondorf! Das ist eine totale Schnapsidee! Hallo, aufwachen, willkommen in der Realität, wir sind hier in der Hölle, wir können hier doch kein Weihnachten feiern!"
"Warum nicht? Ich mag Weihnachten!"
"Du spinnst doch!", Agahnim schüttelte den Kopf und fragte dann plötzlich: "Du, Ganondorf, du lebtest doch in der Wüste. Gab es da eigentlich auch Winter, ich meine so mit Schnee und allem?!"
"Was soll das jetzt schon wieder... ich bin grad' am überlegen, also stör mich nicht... soll ich jetzt zum großen Boss gehen oder nicht... Ach, auch egal, ich versuch es einfach mal! Hey, Agahnim, danke für die geniale Idee.", Agahnim sank demonstrativ zu Boden und blieb dort einige Sekunden liegen. Doch Ganondorf beachtete ihn gar nicht und machte sich, so schnell es ging, auf den Weg zum Gott der Unterwelt.
Agahnim erhob sich, starrte Ganondorf einige Sekunden nach und schüttelte wieder den Kopf: "So ein Vollidiot, wenn er wüsste, was er sich für einen Ärger einhandeln wird... obwohl.... genug Hirn um die ganze Sache dann abzublasen hätte er dennoch nicht... na dann mal viel Spaß... bin schon gespannt wie alles genau vor sich gehen wird..."

Impa lief im Schloss auf und ab. Sie stand kurz vor einem Nervenzusammenbruch. So etwas hatte sie noch nie erlebt. Bei den Vorbereitungen zum Fest schien aber auch alles schief zu gehen. Der Weihnachtsbaum war, durch ein Missgeschick, abgebrannt, irgendjemand hatte statt Blumen für das Weihnachtsfest, Blumen für eine Beerdigung geholt und der Chefkoch litt an Depressionen, weil irgendein Küchenjunge ihm gesagt hatte, dass er die Idee mit dem Baumkuchen für einfallslos hielt. Daraufhin hatte der Koch ihn aus der Küche gejagt, wodurch der Unfall mit dem Weihnachtsbaum passiert war. Anfangs hatte Impa noch versucht es gelassen zu nehmen, aber jetzt ging ihr kriegerisches Blut mit ihr durch: "Verdammt! Wir brauchen einen neuen Baum! Ihr da! Warum steht ihr hier rum? Sorgt gefälligst dafür, dass wir einen neuen Baum bekommen! UND ZWAR EIN BISSCHEN PLÖTZLICH!!!"
"Äh, aber, Lady Impa, wir sind die Psychiater, die für den Chefkoch gerufen worden sind! Und dadurch sind wir nicht qualifiziert einen Baum zu fällen und diesen Baum dann hier her zu bringen!", erklärte einer der Männer.

Impa schnaubte: "Das ist mir egal! Dann überreden sie jemand anders den Baum zu holen, von mir aus den Chefkoch!", wütend stapfte Impa davon.
Einer der Psychiater blickte ihr nach und sagte: "Kollegen, ich glaube nach diesem Fest werden wir ein paar Überstunden schieben müssen!", seine Kollegen nickten nur zustimmend. Ein Schrei von Impa durchbrach den Lärm und es augenblicklich still wurde: "AH! Welcher Idiot hat vergessen die Einladungskarten zu verschicken? WER WAR DAS? Welcher Depp war dafür zuständig?"
Irgendeine besonders mutige Zofe meinte daraufhin vorsichtig: "Nun ja, Lady Impa, derjenige, der das hätte machen müssen, ist leider vor dem Burgtor auf dem Glatteis ausgerutscht und in den Burggraben gefallen..."
"Ja, und? Was hat das damit zu tun?"
"Na ja... er konnte nicht schwimmen…"
"WAS???", Impa taumelte zu dem nächstbesten Stuhl und lies sich darauf nieder. Sie fühlte sich auf einmal müde, furchtbar müde.

"Mhm… also noch mal die Liste für heute durchgehen… Also… die rosa Hausschuhe mit Hasenmuster... haben wir, die Packung Bundstifte haben wir auch, das Wörterbuch Neu Hylianisch - Alt Hylianisch haben wir auch, das Bier... ja, das müssten wir auch haben... obwohl, vielleicht sollte ich es ein wenig verdünnen...", durstig öffnete Link die Flasche und trank einen Schluck. Er schüttelte sich: "Igitt, bäh, das schmeckt ja abartig! Nein, das kann ich Mido nicht antun, wie sehr ich ihn auch hasse, nein, das geht zu weit!" Link ließ den Sack mit Geschenken auf den Boden fallen und ging die paar Schritte bis zum Brunnen in Kakariko und mit einem ‚Oh, es ist sogar Wasser drin!', füllte er Wasser in die Flasche. Link betrachtete die Flüssigkeit: "Mh, vorher war sie viel dunkler... na ja, macht nichts, das ist halt... Weißbier!", Link schritt zufrieden zu dem Sack mit Geschenken zurück, schulterte ihn und stöhnte: "Oh, bei Din, das schaff ich ja nie bis zurück zu Salia!", kraftlos ließ er den Sack wieder fallen: "Obwohl... hihi, wozu hat man ein Pferd?", Link zog den Sack mühsam bis zum Eingang von Kakariko, die Treffen runter bis kurz vor die Brücke.

Dort blieb er stehen und schnaufte: "Okay, Epona, jetzt bist du dran.", er zückte seine Ocarina und spielte Eponas Lied. Sogleich kam die Stute angerannt, die ihm freudig zu wiehert. Sie kam direkt vor Link zum stehen und blickte ihn treuherzig an.
Link lächelte ihr zu: "Okay, Epona, ich verlass' mich auf dich", mühsam hob er den schweren Sack hoch und hievte ihn auf Eponas Rücken.
Diese wieherte erschreckt auf und blickte Link vorsichtig, fragend, fast schuldig an, als wollte sie sagen: "Bitte, sag mir jetzt nicht, dass du auch noch aufsteigen möchtest!"

Link tätschelte sein Pferd liebevoll und meinte: "Keine Sorge, Epona, ich bin nicht so schwer.", er stieg in den Sattel und gab Epona die Sporen. Diese allerdings taumelte nur einige Schritte zur Seite und fiel um. Link purzelte von ihrem Rücken und landete unsanft im schneebedeckten Graß. Er erhob sich, klopfte den Schnee von seiner Kleidung und aus seinen Ohren und blickte Epona an: "Okay, dann halt nicht", er machte den Sack wieder los und machte sich, den Sack hinter sich her zerrend, auf den Weg zu Salia.

Link war erst ein paar Meter weit gekommen, als ihm auffiel, wie kalt ihm um seinen Kopf war. Er wollte seine Mütze zurecht rutschen, griff jedoch ins Leere. Er erschrak fürchterlich. Jemand hat mir meine Mütze geklaut! Das gibt es doch nicht! JEMAND HAT MIR MEINE MÜTZE GEKLAUT... ne... Moment, das stimmt ja gar nicht... ich hab sie ja in dem Wirtshaus, wo ich das Bier gekauft habe, abgesetzt! Uff, da muss sie noch liegen, na, besser ich hole sich gleich, bevor sie sich noch jemand krallt!

Link lies den Sack an Ort und Stelle zurück und rannte zurück nach Kakariko, die Treppe hinauf und in das Wirtshaus. Dort kam er keuchend zum stehen und fragte: "Hat hier irgendjemand meine Mütze gesehen? Ich habe sie hier vergessen"
Der Wirt blickte kurz auf und sagte: "Ach, du, du hat übrigens deine Mütze hier vergessen. Hier!", er warf sie Link zu und beschäftigte sich dann wieder mit etwas, das außerhalb von Links Blickfeld lag.

Erleichtert verließ Link das Wirtshaus wieder, als er um ein Haar mit einem Mann zusammenstieß, der eine Schnur hinter sich her zog. Link blickte ihm verwirrt nach und rief dem Mann dann hinterher:
"Hey Sie!"
"Ja?"
"Warum ziehen Sie denn eine Schnur hinter sich her?"
"Na ja, Sie müssen wissen, junger Freund, schieben hat einfach nicht funktioniert!"
"Äh...", Link blieb mit offenem Mund stehen und starrte dem Mann verwirrt nach. Schließlich schüttete er den Kopf und ging wieder zurück zu dem Sack mit Geschenken, der immer noch in der Steppe lag.

Müde kam Link, den Sack wieder hinter sich herziehend, im Kokiri Wald an. Es war schon dunkel und die Kokiri hatten sich bereits schlafen gelegt, alle bis auf Salia. Diese hatte seit mehreren Stunden auf der Hängebrücke auf Link gewartet. Sie lächelte Link zur Begrüßung an und sagte: "Hallo Link, wo warst du denn so lange? Ich hab mir schon Sorgen gemacht und außerdem, warum ziehst du denn den Sack hinter dir her?"
"Hallo, Salia, ja, ich hab halt ein bisschen länger gebraucht und zu der Sache mit dem Sack, also, erstens mein Pferd hat unter dieser Last und mir schlapp gemacht und zweitens - um den Herren aus Kakariko zu zitieren - ziehen geht einfacher als schieben!"
"Äh, Gut, okay, komm, ich helfe dir das Zeug in dein Baumhaus zu bringen, da können wir es einpacken und verstecken."
Gesagt, getan. Nachdem Link und Salia es endlich geschafft hatten den Sack in Links Baumhaus zu bringen, holte Salia noch das Geschenkpapier aus ihrer Hütte. Schweigend packten die beiden die Geschenke ein und beschrifteten sie.

Nach einer guten halben Stunde waren sie fertig. Salia blickte sich um, kratzte sich am Kopf und sagte: "Äh, Link, wie wäre es, wenn du heute bei mir schlafen würdest? Nur, wir mussten ja eh schon Milka nach unten verfrachten..."
"Sorry, dass ich dich unterbreche Salia, aber sag mal, wie willst du Milka wieder nach oben bringen? Nun… eine Leiter runterfallen kann jede Kuh, aber ob... Milka Leitern nach oben klettern kann... äh... also, ich wage das zu bezweifeln."
"Abwarten. Das klären wir, wenn es so weit ist. Aber du solltest vielleicht wirklich besser bei mir schlafen, hier ist, wenn du mich fragst, einfach kein Platz mehr."
"Wo du Recht hast, hast du rech.t", Link blickte sich verzweifelt in seinem, mit Geschenken vollgestopften, Baumhaus um, gähnte und sagte: "Okay, komm Salia, hier sind wir fertig."
Müde gingen die beiden in Salias Haus, wobei Link auf dem Boden schlafen musste, was ihm allerdings nichts ausmachte, da er, wie er selbst sagte, so müde war, dass er sogar neben Ganondorf hätte einschlafen können.

Kapitel 3:

In der Hölle schrie derweil eine laute Stimme: "Was?! Aber sonst geht's dir schon noch gut, oder? Sag mal, DAS soll doch jetzt ein Witz sein, oder? Komm, Ganondorf, das ist NICHT witzig!", der Gott der Unterwelt starrte Ganondorf aus rotglühenden Augen an. Seine schwarzen Lippen bebten vor Wut, als er fragte: "Welcher Depp hat dich auf die Idee gebracht? ANTWORTE!"
Ganondorf blickte den in einen langen, schwarzen Mantel gekleideten Gott nervös an: "Äh... ich dachte ja nur, weil alle dürfen Weihnachten feiern! Die da oben in Hyrule und die im Himmel erst recht! Das ist einfach unfair... ich mein ja nur…", der einst so mächtige Ganondorf schien unter dem Blick des Gottes der Unterwelt um einige Zentimeter zu schrumpfen als er vorsichtig fragte: "Und?"
"Hör mir jetzt bitte gut zu, Ganondorf: Das ist eine totale Schnapsidee! Hallo, aufwachen, willkommen in der Realität, wir sind hier in der Hölle! Wir KÖNNEN hier kein Weihnachten feiern!"

"Agahnim hatte recht, er hat genau das Gleiche gesagt.", murmelte Ganondorf vor sich hin, als der Gott der Unterwelt plötzlich sagte: "Außerdem haben wir keinen passenden Baum." Ganondorf blickte ihn verwirrt an: "Was? Baum? Ach so, die olle Lärche."
"Ich muss mich setzen.", sagte der Gott der Unterwelt und ließ sich erschöpft in seinen Stuhl sinken: "Ganondorf, hat dir jemals jemand etwas über Nadelbäume erzählt? Vor allem über Lärchen?"
"Nein, warum?"
"Ganz einfach, Lärchen haben im Winter keine Nadeln!"
"Ach so... aber das macht doch nichts, so haben wir später zumindest nicht so viel Dreck in der Bude rum liegen!"
Der Gott der Unterwelt raufte sich verzweifelt die Haare, sah aber ein, dass es keinen Sinn hätte, Ganondorf zu erklären, dass seiner Ansicht nach, ein Baum mit Nadeln viel schöner sei. Ganondorf blickte ihn erwartungsvoll an: "Und? Was ist jetzt? Ich würde' mich auch bereit erklären den Baum zu holen."
"Verdammt, wir sind hier in der Hölle... wir hier und Weihnachten..."
"Es war auch nicht meine Idee... es war die Idee von diesem X... ich hab ihm ja von Anfang an gesagt, dass das eine totale Schnapsidee ist..."
"Mh... aber warte mal... mh... eigentlich scheint mir die Idee aber gar nicht so schlecht zu sein..."
"Ich hab's ja von Anfang an gesagt! Wir müssen hier mit der Zeit gehen!", Ganondorf grinste den Gott der Unterwelt verlegen an und fragte: "Also, darf ich den Baum holen?"
"Ja, von mir aus, aber..."

"Aber was?"
"Aber, erstens brauch' ich die Zustimmung der Herrin des Himmelreichs, und zweitens, wenn du mir mit einer Lärche ankommst, sorge ich dafür, dass du wiedergeboren wirst und zwar als das erste Kind von LINK!"
"Wah!", Ganondorf machte einen Satz rückwärts, "Okay... keine Lärche... okay!"
"Ich geh dann mal Laura fragen."
"Wen?"
"Ja wen wohl, die Herrin des Himmelreichs! Wen denn sonst?"
"Äh... gute Frage, nächste Frage?!"
"Halt bloß deine Klappe... und warte hier auf mich!", und ihm nächsten Moment war der Gott der Unterwelt verschwunden.
Ganondorf starrte verwirrt auf die nun leere Stelle, an welcher eben noch die zwei Meter große Gestalt des Gottes der Unterwelt gestanden hatte. Ganondorf schüttelte den Kopf: "Der hatte es aber echt eilig."

Ein Wirrwahr aus Stimmen in den unterschiedlichsten Tonlagen schlug den Herren der Unterwelt entgegen. Es war einfach nur grässlich: "Oh, verdammt, ich habe ja schon gehört, dass der diesjährige Chor nicht so gut sein soll... aber das?! Dass hält ja der stärkste Teufel nicht aus! Wenn sie wenigstens alle das gleiche Lied singen würden!", der Herr der Unterwelt hielt sich die Ohren zu, aber dennoch schaffte er es nicht den ‚Gesang' zu überhören. Plötzlich brüllte eine glockenhelle Stimme: "RUHE!!! RUHEEEE!!!... KLAPPE HALTEN!!", und schlagartig wurde es still. Die Stimme keuchte und sagte: "Okay, das probieren wir später noch einmal und ich bitte euch... einigt euch bis dahin ob ihr jetzt ‚Alle meine Entchen', ‚Vom Himmel hoch, da komm' ich her' oder doch lieber ‚Hoppe, Hoppe Reiter' singen wollt, okay?!", ein einstimmiges ‚Okay' war die Antwort, als plötzlich jemand sagte: "Große Herrin, ihr scheint Besuch zu haben!", ein Kichern machte sich in den Reihen breit, als alle den Gott der Unterwelt bemerkten, welcher sich immer noch krampfhaft die Ohren zuhielt.
Die Herrin des Himmelreichs lächelte und schritt langsam auf ihn zu. Eigentlich wäre sie ja lieber gerannt, aber das ging in dem langen, weißen Kleid nicht, sie hatte es einmal probiert und war dabei so auf die Nase geflogen, dass sie sich geschworen hatte, nie wieder zu rennen.
Sie lächelte: "Hallo, lange nicht mehr gesehen, was also führt dich zu mir?"

Der Gott der Unterwelt musste sich sehr beherrschen um ihr nur das zu sagen, weswegen er sie aufsuchte: "Also... das ist so..."
"Ja?"
"Ja... lass mich doch reden... also, ich habe mir überlegt, ob wir in der Hölle nicht auch Weihnachten feiern sollten und...", weiter kam er nicht, da die Herrin des Himmelreichs begann wie eine Irre zu lachen.
"Ihr? Weihnachten? Ihr Heinis aus der Hölle und Weihnachten?! Komm, hör auf mich zu verarschen!"
"Ich verarsche dich nicht! Das ist mein voller ernst!"
"Ja, und? Was willst du dann hier? Willst du wissen wie man Weihnachten feiert, oder was?!"
"Nein, nur wir brachen noch einen Baum, ich hätte ja schon einen, der ihn mir besorgen würde... aber ich bräuchte noch deine Genehmigung, bevor ich ihn wieder zurück schicken kann."

"Ja, meinen Segen hast du. Aber sag, wer ist es und wo will er hin?"
"Es ist Ganondorf und er will nach Hyrule!"
"Ganondorf... Ganondorf... ach der! Warum hast du das nicht gleich gesagt... und nach Hyrule... okay, aber er sollte aufpassen. Din und ihre beiden Schwestern... dieses Miststück von Farore und diese Schlage Nayru werfen gerade wieder ein Auge auf Hyrule!"
"Aber du kannst mir doch sicher helfen, Ganondorf dennoch sicher nach Hyrule zu bringen, oder?!"
"Wer weiß, wer weiß..."
"Was soll das denn jetzt schon wieder?"
"Okay, ich lenk' die Drei ab und du schmuggelst deinen Freund durch, aber pass auf, wenn irgendjemand davon Wind bekommt, dass wir da was mit zu tun haben, dann haben wir ein großes, großes Problem, verstanden?!"
"Ja, ich weiß, aber was soll uns schon passieren? Wir sind Götter und damit auch unsterblich!"
"Aber in letzter Zeit kursiert das Gerücht, dass es wieder Leute geben soll, welche über die Fähigkeit Götter zu töten verfügen sollen."
"Ach, Laura, wenn du alles glaubst was irgendjemand, irgendwo in der Gerüchteküche verbreitet, dann bist du arm dran."
"So, bin ich das?", die Herrin des Himmelreichs fixierte ihn mit ihren dunkelblauen Augen und sagte: "Okay, ich geh dann die drei Idioten ablenken und du schickst deinen Freund hoch, okay?"

"Ja, aber er ist nicht mein Freund! Er ist nur der Holzfäller!"
Ja, ganz klar… Also dann bis gleich!", und im nächsten Moment löste die Herrin des Himmelreichs sich auf.
Der Gott der Unterwelt verweilte noch ein paar Sekunden in dem angeblichen Paradies bis der Chor der Engel beschloss alleine weiter zu üben, woraufhin der Gott der Unterwelt die Flucht ergriff und sich in die Hölle zurückzog.
Etwa eine halbe Sekunde später stand der Gott der Unterwelt wieder in seiner Hölle und vor einem total verschreckten Ganondorf, welcher sich beim Erscheinen des Gottes kurzerhand unter dessen Tisch geflüchtet hatte: "Ach... Ihr seid es... oh man... Ihr habt mich aber erschreckt...", stotterte Ganondorf und kroch wieder unter dem Tisch hervor, "Und? Darf ich den Baum holen?"
"Du darfst, allerdings müssen wir uns beeilen! Laura wird derweil Din, Farore und Nayru ablenken."
"Und Ihr seid euch ganz sicher, dass sie uns nicht hintergehen wird?"
"Was fällt dir ein??? Ich kenne Laura schon seit über ein paar Jahrtausenden, da wird man doch wohl wissen, wann sie einen hintergeht und wann sie einem hilft!"
"Na ja, wenn Ihr meint…"

"Ich meine es! Und jetzt sag' mir bitte, wo soll ich dich absetzten? Du hast 48 Stunden um einen geeigneten Baum zu finden und falls du schon früher fertig sein solltest, dann kommst du einfach zu der Stelle zurück, okay?!"
"Okay, also... ja, wie wäre es mit der Brücke beim Gerudotal?! Da muss ich auch nicht vorbei... nur in der Wüste gibt es bestimmt keine Bäume…"
"Brücke... Gerudotal... Wüste... keine Bäume... okay von mir aus, aber bitte KEINE Lärche!"
"Ja, keine Lärche. Wenn Ihr dann so freundlich wäret."
"Ja, ist ja schon gut… und vergiss nicht, du hast nur 2 Tage!", der Gott der Unterwelt schnipste einmal mit den Fingern und Ganondorf war verschwunden, "Oh Gott... na ja, wer weiß, wenn ich Glück habe, dann fällt er in den Fluss und ertrinkt."


Kapitel 4:

Fröhlich pfeifend, die Axt, welche er vom Gott der Unterwelt bekommen hatte geschultert, spazierte Ganondorf durch Hyrule. Er blickte sich um.
Marktplatz... ne, da geh ich lieber nicht hin... mh, der damische Todesberg ist auch nicht der richtige Ort für einen Baum und die Verlorenen Wälder?! Da ende ich noch selbst als Pflanze, nein, das ist auch nix... bei den Zora... ja, am See könnten ein paar Bäume stehen, ja am besten wir schauen einfach mal da vorbei.
Ganondorf marschierte los, immer in Richtung Hylia-See.
Während der sich so seinen Weg durch die letzte Dunkelheit der Nacht bahnte, schaute er immer wieder nach links und rechts, weil, wer weiß, vielleicht würde dort sein perfekter Baum auf ihn warten.

Während dies alles passierte träumte Link friedlich von einem Ausritt auf Epona. Zumindest anfangs. Plötzlich verdunkelte sich der Himmel und ein Blitz schlug in den Boden ein. Panisch blickte er sich um, denn plötzlich befand er sich nicht mehr in der Steppe sondern auf einem Floß, weit draußen auf dem Meer und nirgends war Land zu erkennen.
Eine dunkle Welle spülte über ihn hinweg und riss ihn fort, während Epona still und unbeweglich noch immer auf den Floß stand. Er versuchte zurück zu schwimmen, aber im nächsten Moment packte ihn etwas am Fuß und zog ihn in die Tiefe, in die trockene Tiefe. Er blickte nach unten und es ward als würde dort ein Haus stehen. Plötzlich schoss etwas an Link vorbei, dunkel und hell zuglich, schillernd wie ein Diamant, schnell wie das Licht und dennoch träge wie eine Schnecke. Und in eben, jenem Moment, als das Wesen Link passierte, schwappte ihm eine große Welle, nassen, kalten Wassers über Link hinweg und er fuhr, laut schreiend, in die Höhe.

"Wer... wer war das?!", keuchte er und erblickten in eben jenem Moment Salia, die mit einem nun leeren Wassereimer neben ihm stand.
"Morgen, Link, sorry, dass ich doch so wecken musste, aber alles Schütteln und Rütteln und Rufen hat nix gebracht, du alte Schlafmütze! Und da dachte ich mir halt, okay, wenn's nicht anders geht..."
"Du hättest mich vorher warnen können!"
"Ja, wie denn, wenn du schläfst?"
"Ähm, du hättest es mir einfach sagen müssen, das hätte ich garantiert nicht überhört! Aber, musstest du denn gleich zu so drastischen Maßnamen greifen?"
"Ja, nur die Sonne geht bereits auf und du musst unbedingt noch Geschenke besorgen! Hast du das etwa vergessen?!"
"Hä? Geschenke? Ach so, das meinst du... ja, ich geh ja schon, ich steh ja schon auf!"
"Mach mal ein bisschen schneller!"
"Eile mit Weile, morgen ist auch noch ein Tag und vor allem, ein alter Mann ist doch keine vierspännige Rennkutsche!"
Salia begann zu lachen und sagte: "Ja, schon gut, aber bitte, wir haben nur noch heute und morgen!"
"Ja, ich weiß…", gähnend erhob sich Link, zog sich an, krallte sich den, nun wieder leeren, Sack für die Geschenke und trottete müde die neue Wunschliste studierend davon.

Immer noch vor sich hinsummend, ging Ganondorf durch die Steppe. Er hatte am Hylia-See keinen passenden Baum gefunden und beschlossen noch einmal in der Steppe zu suchen. Er träumte halb vor sich hin, wie sollte der Baum eigentlich genau aussehen?
Mh, groß muss er sein, kerzengerade und mit vielen Ästen und Nadeln... ja, er muss ein schönes, saftiges Grün haben und einfach perfekt sein!
Während Ganondorf so in Gedanken versunken vor sich hintrottete bemerkte er gar nicht, dass ihm Link, der ebenfalls total in Gedanken war, entgegen kam.
"Gut, also am besten ich kaufe zuerst die lebensgroße Hundepuppe und die Zora-Maske... ja, dann kaufe ich am besten... AUTSCH! Passen Sie doch auf wo sie hingehen! Tölpel!", fluchte Link und bekam die Antwort ‚Pass doch selber besser auf!', beleidigt rappelten sich Link und Ganondorf wieder auf und gingen aneinander vorbei, ohne den jeweils anderen wirklich zu bemerken.
Beide gingen den restlichen Tag ihrer jeweiligen Beschäftigung nach und hatten den Vorfall schnell wieder vergessen.

Als Zelda erwachte stand die Sonne schon hoch am Himmel und sie war sich ziemlich sicher, dass man vergessen hatte sie zum Frühstück zu wecken. Ihr Magen knurrte, als sie sich wusch, anzog und in die Küche ging. Ein paar Diener grinsten sich zu, als Zelda an ihnen vorbeikam, sagten jedoch nichts.
Zelda gähnte herzhaft und hätte um ein Haar einen der Küchenjungen über den Haufen gerannt, als sie in die Küche kam und fragte: "Kann mir mal jemand sagen wie spät es ist?!"
"Fast Mittag, Euer Hoheit!", gab ihr irgendjemand Antwort.
Zelda fragte weiter: "Ist noch was vom Frühstück übrig?"
"Es gab' heute nur Brot mit Butter und Schinken"
"Hä? Warum denn das?"

"Der Chefkoch ist immer noch deprimiert, weil jemand etwas gegen seinen Baumkuchen gesagt hat!"
"Hä?", Zelda blinzelte verwirrt und eine Köchin antwortete: "Es war schon immer Aufgabe des Chefkochs für das Frühstück zu sorgen!"
"Aha, kann ich trotzdem was haben?"
"Natürlich... setzt Euch doch, ich werde euch sofort etwas bringen", jemand brachte Zelda einen Stuhl und zwei Köche schleppten einen Tisch an, wobei sich Zelda fragte, ob die beiden sich dabei nicht dämlich vorkämen.
Etwa eine Minute später wurde ihr ein Teller mit einer Scheibe Brot, etwas Butter, ein paar Scheiben Schinken und ein Schälchen Marmelade gebracht.
Gierig schlang Zelda alles hinunter, als Impa durch die Tür gestürmt kam. Die Shiekah blinzelte zweimal und sagte dann: "Äh, Zelda"
"Ja?"
"Hast du nicht irgendwas heute früh vergessen?"
"Hä?"

"Kann mir mal jemand einen Spiegel bringen?!".
Impa blickte sich suchend um und die Köchin antwortete: "Ich könnte euch eine verspiegelte Bratpfanne anbieten, Lady Impa."
"Wenn's hier nichts besseres gibt, okay, her damit", Impa fing die Bratpfanne, die ihr die Köchin zuwarf, geschickt auf und hielt sie Zelda vor die Nase.
Zelda starrte ihr Spiegelbild einen Moment an und sagte dann gelangweilt: "Oh, Impa, hättest du mir nicht einfach sagen können, dass ich vergessen hab' mich zu kämmen?", sie streich sich einmal über die total zerzausten Haare, ihr in alle Richtungen vom Kopf abstanden.
Impa beeindruckte dass weniger und sie antwortete kurz und knapp:"Nein"
"Danke! Hat hier mal irgendjemand einen Kamm?... Autsch!", Zelda unterdrückte einen Fluch, als ein großer Kamm sie am Hinterkopf traf und polternd zu Boden fiel. Sie bückte sich, hob den Kamm auf und kämmte sich kurz.
Als sie der Ansicht war, dass sie sich genug gekämmt hatte, erhob sie sich, legte den Kamm auf den Tisch und ging, Impa im Schlepptau, sich das Vorrankommen an den Vorbereitungen zur Weihnachtsfeier ansehen.
Schon auf dem Weg versuchte Impa Zelda auf den Schock, den sie womöglich erleben würde, vorzubereiten.


5. Kapitel

Erschöpft sank Link zu Boden, er war einfach fix und fertig. Er starrte in die untergehende Sonne und fluchte: "Oh, bei Din, jetzt soll also ich, der ich Ganondorf besiegt habe, diesen schweren Sack hier noch bis zu den Kokiri schleppen?! Din, das halte ich nicht aus!", Link lies sich zurücksinken, beobachtete eine Weile einfach nur, wie ein paar einsame Schneeflocken vom Himmel fielen und sagte zu sich selbst: "Wenn ich jetzt einschlafe bin ich morgen tot, okay, ich könnte mir dann den Auftritt als Nikolaus sparen... aber dafür gleich sterben?! Nein, ich glaub' so schlimm kann es gar nicht werden." Link erhob sich stöhnend wieder, krallte sich den schon wieder total vollen Sack und schleppte ihn weiter in Richtung Kokiriwald. Salia erwartete Link bereits wieder auf der Hängebrücke und flüsterte ihm zu: "Okay, Link, ich hab's gerade gecheckt, die meisten Kokiri schlafen schon und die wenigen, die noch wach sind, sind wegen des Festes morgen Abend so aufgeregt, dass sie noch nicht mal merken würden, wenn Ganondorf auf einmal neben ihnen stehen würden. Ach... Link, wir sollten die Geschenke da besser in meiner Hütte verstecken, deine wird einfach zu eng!" "Wenn du meinst, aber bitte, schmeiß mich morgen nicht schon wieder so früh raus! Mir fehlt einiges an Schlaf!"

"Okay, Link, du darfst bis halb sieben schlafen", Link blickte Salia entsetzt an: "Was? Nur bis halb sieben?! Ja willst du denn, dass dir dein Weihnachtsmann morgen den Sack nicht heben kann?" "Okay, überredet, du darfst bis sieben schlafen, aber keine Sekunde länger!" "Nur bis sieben?" "Nur bis sieben! Ach und Link, keine Wiederrede!" "Habe ich eine Wahl?" "Nein, hast du nicht!" "Du bist gemein, Salia!" "So, bin ich das?! Okay, dann bin ich halt gemein, na und? Ich mache meinen Job, du machst deinen, auf Freundlichkeit können wir da nicht achten!" "Ja, okay, können wir dann die Geschenke wegbringen?" "Okay, komm Link, bring sie in meine Hütte." "Ja, ich komm ja schon…", Link verzog das Gesicht zu einer Grimasse und schleppte den Sack hinter Salia her. Etwa eine Stunde später standen eine total übermüdete Kokiri und ein noch übermüdeter Hylianer vor dem Dekubaum. Salia gähnte herzhaft und sagte: "Es macht Euch doch nichts aus, großer Dekubaum, wenn Link und ich die Nacht bei Euch verbringen, oder?! Nur, dass Milka derweil bei Euch bleibt hat euch ja auch nicht gestört..."

"Ja, von mir aus, aber bitte, hindert diese Kuh daran mich weiter anzuknabbern!", der Dekubaum blickte Salia fast flehend an. Link lachte: "Schau, Salia, ich hab' dir doch gesagt, dass das nicht gut gehen wird!" "Du hast gar nichts gesagt, aber bitte, lass und das morgen ausdiskutieren!", Salia gähnte noch einmal, legte sich an Ort und Stelle nieder und war im Null Komma Nix eingeschlafen. Bei Link verlief es nicht viel anders, wenn man davon absah, dass er Milka erst noch klarmachen musste, dass man seine Mütze nicht fressen könnte.

Etwa drei Stunden später: Salia fuhr, wie von der Hornisse gestochen hoch und blickte sich um. Sie war sich ganz sicher, sie hatte etwas gehört... und es hatte sich gar nicht gut angehört. Fast panisch blickte sie sich um. Verdammt was war das?! Es hat sich fast angehört... als würde jemand den Dekubaum absägen! Oh, bei Din! Salia blickte zum Dekubaum, aber soweit sie in der Dunkelheit etwas erkennen konnte war er in Ordnung. Uff, dem Dekubaum ist nichts passiert... aber was war das? Was bei Din, Farore und Nayru war das? Verdammt! Das Herz der Kokiri begann wie wild zu pochen und es ward als wollte es ihre Brust sprengen. Salia saß nur da und lauschte. Sie wagte nicht einmal zu atmen, plötzlich war es wieder da, zwar nur für einen Sekundenbruchteil, aber Salia war sich ganz sicher, sie hatte etwas gehört, allerdings nicht aus der Richtung des Dekubaumes, sondern aus einer ganz anderen Richtung:

"LINK!" Link schreckte hoch: "Wah! Hä? Salia? Wad'n los?" "Link, du schnarchst!" "Na und?" "Ich kann dabei nicht schlafen!" "Na und?" "Link, du bist manchmal ein echter Vollidiot! Leg dich gefälligst wo anders hin!" "Was? Warum denn ich?" "Warum nicht du? Bei Zelda spielst du sonst auch immer den Gentleman!" "Das ist etwas vollkommen anderes!" "Ach, inwiefern?" "Also, Salia, das ist so, Zelda ist reich..." "Ach! Das ist also alles! Du bist also nur zu Leuten freundlich die reich sind!"

"Nein, so hab' ich das nicht gemeint…" "Hast du sehr wohl!" "Habe ich gar nicht...", Link wollte gerade Luft holen um weiter zu schimpfen, als der Dekubaum dazwischen ging: "Hallo, ich will auch schlafen! Also hört mal her ihr beiden, Link, du schnarchst wirklich.", Salia grinste, "Und du Salia, schreist den gesamten Wald wach! Also, wenn du dich einfach wo anders hinlegen könntest, Link, dann wäre uns allen damit sehr geholfen.", Link murmelte etwas Unverständliches, erhob sich, ging ein paar Schritte, legte sich wieder hin und schlief schnarchend ein. Salia seufze und murmelte ein kurzes: "Danke, Dekubaum", legte sich ebenfalls wieder hin und schlief, zusammen mit dem Dekubaum wieder ein.


6. Kapitel

Link erwachte früh am morgen und wäre am liebsten noch einmal eingeschlafen, aber er wusste, dass er Salia versprochen hatte, dass er die letzten Geschenke besorgen würde, sobald er wach wäre "Warum musste ich Schwachkopf Salia auch so was versprechen? Aber, versprochen ist versprochen... dann werd' ich mich mal auf die Socken machen". Link erhob sich stöhnend und machte sich auf den Weg, die letzten Geschenke zu holen.

Ganondorf gähnte, er war müde und deprimiert. Er hatte seit 1 ½ Tagen einen schönen, perfekten Baum gesucht, aber keinen gefunden. Traurig sank er zu Boden uns murmelte: "Wie konnte ich mich nur auf so was einlassen? Ich Vollidiot! Na toll, jetzt steh ich da wieder als der letzte Depp!.. Hä?! Was ist denn das da hinten?!... Nein, bitte, nein, alle, nur nicht der! Verdammt." Ganondorf sprang auf und wollte sich noch irgendwie verdrücken, denn für eine Prügelei hatte er jetzt wirklich keine Zeit. Doch es war schon zu spät, Link hatte Ganondorf erkannt, den leeren Sack an Ort und Stelle fallen lassen und sein Schwert gezückt. Unter lauten Gebrüll rannte er auf Ganondorf zu, das Schwert hoch erhoben. Ganondorf lies auch sein Schwert erscheinen und rief Link entgegen: "Hey, verdammt, was hab ich dir denn jetzt schon wieder getan?", und schon parierte er den ersten Schlag. Link fragte sich eine Sekunde lang, was Ganondorf mit dem, was er ihm eben zugerufen hatte, meinte und antwortete: "Du entführst Zelda nicht noch einmal! Oh nein, und an Hyrule kommst du auch nicht ran, vergiss es! Nur über meine Leiche". Wieder schlug Link zu und fluchte leise über Ganondorfs gute Abwehr.

Ganondorf fluchte: "Hör zu! Ich will weder dich, noch deine dämliche Prinzessin, und auch nicht dieses dumme Land hier! Ich hab von euch dreien die Nase gestrichen voll! Also, lasst mich in Ruhe!"
"Pah, das glaubt du doch selber nicht! Und vor allem, was solltest du hier dann wollen, wenn nicht Zelda und Hyrule?!"
"Einen Baum!", jetzt reichte es Ganondorf und er ging ebenfalls in die Offensive über. Damit hatte Link nicht gerechnet und ihm wurde prompt sein Schwert aus der Hand geschlagen: Fast panisch blickte Link zwischen sich und Ganondorf hin und her und war sich sicher, dass dies sein Todesurteil sein würde, doch Ganondorf ließ sein Schwert sinken und fragte: "So, können wir das jetzt bitte beenden?!"

"Vergiss es!", Link hechtete zu seinem Schwert, krallte es an sich, sprang auf und griff Ganondorf erneut an. Dieser seufzte resigniert und brachte sein Schwert wieder in Stellung. Funken sprühten in alle Richtungen, als die beiden Schwerter gegeneinander schlugen und um ein Haar hätte Link sein Schwert wieder verloren: "Sag mal, warum schmeißst du eigentlich keine Energiekugeln mehr, Ganondorf?!"
"Äh?... Ach, die Dinger meinst du! Ja hältst du mich für total bescheuert?!"
"Ja!"

"Ha, ha, ha, wirklich sehr witzig! Ich bin doch nicht so blöd, die Energiekugel noch mal herzunehmen!"
"Pah, hast wohl immer noch nicht gelernt damit richtig umzugehen, was?!"
"WAS FÄLLT DIR EIN?!", Ganondorf Lippen bebten vor Wut, als er erneut mit seinem Schwert Links Angriff parierte und selbst wieder zuschlug. Links Schild bebte unter der Wucht des Schlages und für einen Moment glaubte Link, dass es ihm in der Hand zerbrechen würde. Ganondorf hatte derweil wieder etwas Abstand genommen und keuchte: "Du bist gut! Aber noch lange nicht so gut wie ich", Ganondorf formte eine Energiekugel, und warf sie in Links Richtung. Dieser schlug die Kugel jedoch einfach nur mit dem Schwert zurück und fluchte in Gedanken: "Verdammt! Wo ist er?! Jetzt hab' ich ihn doch glatt aus den Augen verloren! Verdammt Wo...". Links Gedanken wurden unterbrochen, als ihn etwas hart am Hinterkopf traf.

Für einen Augenblick war sich Link sicher, dass es das gewesen war, doch dann...fiel Link um. Ganondorf stand etwas verwirrt einige Meter hinter Link: "Hä? Das war's jetzt, oder was? Hey, Link... anscheinend bewusstlos... na ja, komisch... einen Stein von Hinten... warum bin ich Idiot da nie früher drauf gekommen? So hätte ich Hyrule nie wieder hergeben müssen! Warum bin ich da nie früher draufgekommen? Das gibt es wirklich nicht! Ich habe den Wald vor lauter Bäumen übersehen! Wow, wenn ich das denen in der Hölle erzähle... ich habe Link besiegt! ICH, der mächtige Ganondorf, habe LINK besiegt! Juhu!". Ganondorf vollführte einen Luftsprung und begann mit einem seltsamen Freudentanz: "Ich habe Link besiegt, ich halbe Link besiegt...", fröhlich warf er sein Schwert weg und sang weiter, als auf einmal ein Geräusch ertönte: "Oh, nein, Ganondorf, so schnell hast du mich noch nicht besiegt!"
"Was?"
"Du hast mich noch lange nicht besiegt", Link erhob sich und rieb sich die schmerzende Beule.

Ganondorf starrte ihn wie versteinert an: "Das... das gibt es... doch nicht! Du bist gemein! Weißt du das?! Nie darf ich gewinnen... huch, hey, Link, Kumpel, komm, wir können doch über alles reden, komm, nimm den dummen Bogen runter... bitte!". Link grinste Ganondorf an und hielt den Bogen, in welchen er einen Lichtpfeil gespannt hatte, auf Ganondorf gerichtet: "So, Freundchen, das war's dann! Versuch erst gar nicht an dein Schwert zu kommen! Also, Hände hoch und schön langsam umdrehen", Link fuchtelte mit seinem Bogen in der Luft herum um seine Worte zu verdeutlichen.
Ganondorf murmelte einen Fluch und wünschte Link alles was er an Krankheiten und Unglücken kannte auf den Hals: "Verdammt! Bei dem Gott der Unterwelt!" Mögest du der Pest zum Opfer fallen! Möge dich der Blitz erschlagen! Mögen alle Sandstürme der Welt gleichzeitig auf dich niederfahren und möge deine Seele nach deinem Tod zu einem Nachtschwärmer werden und..."
"Ja, was und?"
"Ja, jetzt lass mich doch mal überlegen! Ach, jetzt hast du mich aus dem Konzept gebracht!"

Kapitel 7:

Der Gott der Unterwelt und Laura, die Herrin des Himmels, blickten derweil total verzweifelt auf das Geschehen in Hyrule. Laura kratzte sich am Kopf: "Also, Krelos, dein Ganondorf da ist ja echt süß, aber er ist ein totaler Idiot!"
"Laura, richte nicht zu hart über ihn"
"Ach, und warum sollte ich nicht?"
"Was erwartest du? Er hat fast sein ganzes Leben in der Wüste verbracht..."
"Ja, die Sonne hat ihm vermutlich das Gehirn verbrutzelt!", Laura blickte Krelos aus ihren großen, blauen Augen verführerisch an: "Aber auch wenn die Sonne ihm das Gehirn verbrutzelt hat, er ist süß... aber nicht so süß wie du!", Laura drückte Krelos einen Kuss auf die Wange und grinste ihn an, "Jetzt schau mich nicht so dämlich an! Ich finde dich halt einfach süß..."
"Äh... Laura..."

"Na komm, ich werde dich doch wohl noch küssen dürfen!"
"Laura! Wenn das jemand rausbekommt? Das ist ja peinlich"
"Aber noch lange nicht so peinlich wie das Verhalten von deinem Ganondorf da! Das ist ja echt das Peinlichste, was ich je gesehen habe! Lässt sich von so einem Halbwüchsigen besiegen!"
"Laura!"
"Ja?"

"Mach es erst mal besser!"
"Was? Ich? Krelos, für wen hältst du mich? Ich bin die Herrin des Himmelreichs, nicht die Göttin der Waffen und Kriege!"
"Gibt's die überhaupt?"
"Gute Frage... nächste Frage?!"
"Ach, Laura, lass uns doch einfach abwarten, wir werden schon noch sehen was passiert!"

"Din, Nayru... kommt ihr mal?! Schnell, kommt schon! Das müsst ihr euch ansehen!... JETZT KOMMT ENDLICH!", ungeduldig winkte Farore ihre beiden Schwestern zu sich, die jedoch schienen sich kaum dafür zu interessieren. Din reagierte überhaupt nicht und Nayru murmelte nur ein kurzes: "Ja, gleich"
"Gleich? GLEICH??? Ich will aber das ihr jetzt kommt! Und zwar JETZT SOFORT!!!"
"Ja, gleich, Farore, gleich"
"Nayru...", Farore ballte die Hand wütend zur Faust und unterdrückte einen Fluch, "würdest du bitte endlich deinen FAULEN HINTERN HIER HER BEWEGEN?!"
"Farore, ich versuche gerade zu meditieren! Und du stört dabei! Und was auch immer du willst, es kann warten!"
"NAYRUUUU!!!"

"Hä? Habe ich was verpasst?!", Din war aus ihrem Halbschlaf hochgeschreckt und blickte sich verwirrt um, "Jetzt sagt schon... bitte!", Din blicke Nayru an, die beleidigt den Kopf zur Seite gedreht hatte und Din nur mit einer Geste auf Farore verwies.
Din blickte Farore an: "Also, Schwesterherz, was ist passiert?"
"Pah, das interessiert dich doch eh nicht!"
"Farore, bitte, komm schon, lass mich nicht dumm sterben"
"Du bist eine Göttin, du kannst nicht einfach sterben!"
"Ja, Farore, ich weiß, aber dennoch, keiner weis wann der nächste Göttertöter hier oben auftaucht! Angeblich kommen die zur Zeit wieder in Mode, genau wie die Drachentöter!"

"Ach, Din, dass du auch immer alles glauben musst, was man dir erzählt... na ja, selig sind die geistig Armen..."
"Was?! Wer ist hier geistig arm? Ich bestimmt nicht! Häng das, von mir aus, Nayru an, aber nicht mir", Din funkelte Farore bitterböse an.
Din ignorierte ihre Schwester einfach und frage Farore noch einmal: "Also was ist? Erfahr ich jetzt was los ist oder nicht?"
"Wie schon gesagt", entgegnete Farore trocken, "dich wird das eh nicht interessieren", bei Din riss nun der Geduldsfaden.
Empört blickte sie Farore an: "Was fällt dir eigentlich ein?"
"Hä? Was sollte mir denn einfallen? Habe ich etwa was vergessen?"
"FARORE!"

"Hey, Din, Ruhe bewahren"
"Farore... okay, ich werde versuchen mich nicht aufzuregen, aber bitte, sag' mir jetzt endlich was los ist!"
"Nein"
"Farore, du bist gemein! Warum sagst du es mir nicht?"
"Ganz einfach, Din, ich sag' gar nichts mehr bevor Nayru nicht ihren... faulen Hintern auch hier her bewegt!"
Demonstrativ ging Nayru auf diese Worte von Farore noch ein paar Schritte weiter weg. Din blickte ihrer Schwester nach: "Na komm schon, Nayru, du kannst doch nicht für den Rest deiner Unsterblichkeit die Beleidigte spielen"
"Du wirst schon sehen was ich kann", giftete Nayru zurück.

"Nayru! Du kommst jetzt", Din stapfte zu Nayru, packte sie an ihren langen, grünen Haaren und zog.
Nayru stieß einen spitzen Schrei aus und Din machten einen Satz rückwärts, wobei sie Nayru ein paar Haare ausriss.
Nayru griff nach ihren Haaren und schrie: "Ja sonst geht's dir schon noch gut, was? Wenn du noch einmal meine Haare anfasst, dann möge dir sonst wer beistehen! KAPIERT?!", Din ging vorsichtig einen Schritt rückwärts, wobei sie beschwichtigend die Arme hob und sagte: "Ja, ich hab's kapiert", die rothaarige Göttin wandte ihren Blick ab, "Ich will ja nur wissen was Farore uns sagen will."

"Dann frag sie!"
"Stell dir vor, das habe ich schon, aber, sie will es nur dir und mir gleichzeitig sagen!"
"Tja, Din, dein Pech!"
"NAYRU!"
"Nicht aufregen, Din, das bringt dir bei der eh nichts", Farore sah es nun als ihre heilige Pflicht an, die beiden Streithähne zu beschwichtigen.
Din sage darauf gar nichts und Nayru zog es vor, diesen Kommentar Farores einfach zu überhören.
Ein paar Minuten später beschloss Farore das Schweigen zu brechen und die Stille zu verscheuchen: "Also, was ist, habt ihr euch jetzt wieder beruhigt?! Aber jetzt kommt schon ihr beiden, bocken bringt jetzt auch nichts..."

Din würdigte ihre Schwester keines Blickes als sie sagte: "Hier geht's ums Prinzip!"
"Prinzip hin oder her, wollt ihr jetzt eigentlich wissen, was sich da tut oder nicht?"
"Von mir aus... Nayru, was ist mit dir?", Nayru blickte Din kurz an, zuckte mit den Schultern und sagte: "Von mir aus auch"
Darauf bedacht sich nicht zu Nahe zu kommen, trotteten Din und Nayru zu Farore.
Diese zeigte auf eine große Kristallkugel und Din schrie auf: "WAS IST DA LOS? FARORE, WARUM HAST DU DAS NICHT SOFORT GESAGT???!!!"


8. Kapitel

Laura saß, den Kopf an Krelos' Schulter gelehnt, da und beobachtete gerade, wie Link Ganondorf anführte, als eine Stimme sie plötzlich aus ihren Gedanken riss: "Krelos!... Laura?! Ach, egal... Krelos! Tust du eigentlich nie deinen Job?! Was machst du da im Himmel? Schau lieber mal in deiner Hölle nach dem rechten!"
"Hä?", Krelos war sichtlich verwirrt.
Die Stimme atmete einmal tief durch und fauchte weiter: "Ganz einfach, wenn du auch nur hin und wieder mal in der Hölle nach dem Rechten sehen würdest, würde dir auch auffallen, dass da jemand fehlt!"
"Wer sollte denn fehlen? Ich hab' noch einmal nachgezählt, bevor ich gegangen bin, da hat niemand gefehlt"
"Dann solltest du zählen lernen!"
"Pah, ich kann zählen!"
Laura wurde das ganze jetzt zu bunt: "Aufhören! Können wir das ganze nicht auch ohne Streit lösen?"
"Können wir was?", fragte Krelos
"Das ganze auch ohne Streit lösen"
"Auch ohne?! Hä?"
"Ohne Streit halt, kapiert?!"
"Ja"

"Gut..." Laura wurde jäh von der Stimme unterbrochen: "Du bist doch sonst immer so streitsüchtig, Laura!"
Laura ließ sich davon gar nicht beeindrucken: "Ach, halt doch die Klappe! Deine Stimme beginnt in meinen Ohren wie eine rostige Türangel zu quietschen!"
"Was fällt dir ein? Du Miststück, was denkst du eigentlich, wer du bist? Nur weil du im Himmel die Zügel in der Hand hältst, heißt das noch lange nicht, dass du wo anders - hier zum Beispiel - auch nur die kleinste Kleinigkeit zu melden hast!"
"Aber..."

"Kein aber, Laura, du hast hier nämlich gar nichts zu melden"
"Ich habe hier sehr wohl etwas zu melden!"
"Hast du nicht!"
"Habe ich schon!"
"Hast du nicht!"
"Habe ich schon!"
"Das hast du garantiert nicht!"
"Das habe ich garantiert schon!"
"Ach, wer's glaubt wird selig..."
"Und wer's nicht glaubt, kommt auch in den Himmel, das weiß ich ganz genau.
Ein paar Sekunden herrschte Stille, als die Stimme sagte: "Ach, du kannst mich mal Laura! Nur, eigentlich will ich ja gar nix von dir, sondern von... KRELOS!!!", Krelos zuckte unwillkürlich zusammen und fragte vorsichtig: "Ja, äh, okay, Din? Farore? Nayru? Wer von den dreien bist du eigentlich?"
"Ich bin Din!"

"Ah, gut, äh, okay, also, was ist eigentlich los?"
"Was los ist?! Du hast es echt nicht bemerkt?! Du Vollidiot, Ganondorf geistert in Hyrule rum!"
Krelos schluckte und dachte "Verdammt, sie haben es bemerkt... ich bin schon so gut wie tot! Verdammt!"
Als sie keine Antwort bekam, bohrte Din nach: "Ja, Krelos, was sagst du nun?"
"Äh, also, Din, lass mich versuchen zu erklären, der ist nicht abgehauen, den hab' ich gehen lassen..."
"WAS?! JA TICKST DU NOCH RICHTIG?! DU KANNST DOCH NICHT EINFACH GANONDORF AUF HYRULE LOSLASSEN!!!"
"Jetzt lass mich doch erklären, Din, dann wirst du es ganz bestimmt verstehen!"
"Tja, da bin ich mal gespannt"
"Also, es begann alles damit, dass Ganondorf zu mir kam und mich fragte, ob wir nicht auch Weihnachten feiern könnten...", und so erzählte Krelos wie Ganondorf ihm den Vorschlag unterbreitet hatte und wie er letztlich nach Hyrule kam.

Din sank verzweifelt zu Boden, damit hatte sie nicht gerechnet. Sie hatte schon überlegt, wie Krelos sich versuchen würde herauszureden, aber nicht damit, dass das alles Absicht war. Din hatte wirklich mit fast Allem gerechnet, aber das?! Das war einfach zu viel für sie.
Die Göttin war total verzweifelt und zeigte dies auch offen. Plötzlich legte sie sich, wie ein kleines Kind, bäuchlings auf den Boden und begann, laut kreischend, mit Händen und Füßen auf den Boden zu trommeln.
Farore und Nayru standen etwas verwirrt daneben, als Farore fragte: "Warum holen wir Krelos und Laura nicht einfach her, dann entschuldigen sie sich bei Din und dann ist alles Paletti"
"Die Idee ist wunderbar! Ich werde gleich an die Arbeit gehen", Nayru grinste und nahm wieder Kontakt zu Laura und Krelos auf: "Hey, ihr beiden, könntet ihr bitte mal herkommen?!"

"Nein", kam es prompt von Laura zurück. Nayru blinzelte etwas verwirrt: "Wie bitte?"
"Nein, wir kommen nicht!"
"Warum denn das jetzt schon wieder?"
"Wenn ihr was wollt, dann kommt gefälligst her!"
"Pah, ich und meine beiden Schwestern, wir drei haben immerhin vor langer Zeit das Triforce erschaffen!"
"Ja, das wissen wir, und?"

"Das ist immerhin ein sehr mächtiges Artefakt! Macht uns das doch erst mal nach!"
"Brauchen wir nicht", Laura grinste
"Hä? Warum braucht ihr das nicht?", Nayru war sichtlich verwirrt.
"Ganz einfach, ich und Krelos, wir beide haben uns das dunkle Mittelstück unter den Nagel gerissen und es unter uns ausgeteilt!"
"Äh? Dunkles Mittelstück? Wovon, bei... bei... ach, bei sonst wem, was redest du da?"
"Von dem Fragment der Unendlichkeit!"
"Hä? Fragment der Unendlichkeit... Moment.... das, das müsste ja heißen, dass unser Triforce in... in Wirklichkeit ein... ein Quattroforce oder so ist!"
"So ist es"
"AHHHHH", Nayru stieß einen spitzen Schrei aus, wandte sich von Laura ab und ging Farore an die Kehle: "Warum hast du davon nie etwas gesagt?!"
"Wovon?"

"Davon, dass unser Triforce ein Quattroforce ist!"
"Hä? Also das wäre mir ja jetzt neu... komm, wer hat dir denn den Mist erzählt?!"
"Laura!"
"Was, komm, nix wie hin, davon müssen wir uns überzeugen!"
"Äh, und was wird aus Din?", Nayru warf Din, die sich einfach nicht beruhigen wollte, einen nervösen Blick zu.
Farore zuckte mit den Schultern: "Die bleibt halt hier!"
"Okay, komm, gehen wir... Tschau, Din"

Kaum angekommen, riss Farore Lauras Hand an sich und schluckte: "Verdammt, sie hat nicht gelogen", die Hälfte des dunklen Mittelstückes des Triforce leuchtete dunkel vor sich hin, bei Krelos war es das gleiche.
Von Selbstzweifeln geplagt gingen Farore und Nayru schließlich zu Din zurück, um ihrer Schwester davon zu berichten.


Kapitel 9:


Din, welche sich bereits wieder beruhigt hatte, blickte ihre Schwestern an: "Gut, was machen wir jetzt bezüglich Ganondorf?"
"Wir könnten ihn eigenhändig wieder in die Hölle verfrachten", schlug Nayru vor. Farore nickte im Halbschlaf.
Din seufze einmal und redete dann weiter: "Dich scheint das alles sehr zu interessieren, Farore"
"Hä? Was hast du gesagt?", Farore schreckte aus ihrem Halbschlaf hoch. Din kicherte: "Du bist überhaupt nicht bei der Sache!"
"Ich mache mir gerade wegen dem vierten Fragment Gedanken... ich meine, das geht doch gar nicht, wir haben das Ding immerhin ‚gebaut', da müssten wir doch wissen, ob es aus drei, vier oder fünf Teilen besteht!"
"Ach, Farore, darüber denken wir später nach, okay?!"
"Ja, okay"

"Gut, also, was wird jetzt aus Ganondorf?"
"Ja, bannen wir ihn halt wieder", Farore versuchte nun ihr Desinteresse zu verbergen, was ihr allerdings nicht sehr gut gelang.
Nayru blickte Farore schief an und sagte: "Ja, aber wenn wir ihn wieder bannen, dann kommt dieser Depp von Krelos wieder daher und schickt ihn wieder zurück"
"Dann fesseln wir Krelos an einen Stuhl und lassen ihn erst nach Weihnachten wieder laufen!", Din grinste.
"Din, kannst du nicht ein einziges Mal ernst bleiben?!", Nayru blickte Din vorwurfsvoll an. Diese zuckte allerdings nur mit den Schultern und meinte: "Weißt du vielleicht was besseres?"

"Nein, aber darum können wir uns später Gedanken machen! Erst mal müssen wir den Kerl namens Ganondorf aus unserem schönen Hyrule schaffen!"
"Ihr werdet gar nichts tun!", die drei Schwestern fuhren herum. Krelos und Laura standen in ein paar Metern Entfernung und hatten das Gespräch neugierig verfolgt.
Din schluckte und fauchte dann los: "Was macht ihr hier?! Hopp, macht ´ne Fliege! Du Krelos geh deinen Ganondorf zurückpfeifen und du Laura, geh deinem Chor das Singen beibringen... AUA! Ja tickst du noch ganz richtig?!", Laura hatte Din einfach eine Energiekugel nachgeschmissen.
Din sah das allerdings als Beleidigung an, sprang auf und feuerte zurück: "Hier, nimm das!"
Laura sprang in letzter Sekunde zur Seite und schoss zurück.
Allerdings war sie noch nie für ihre Treffsicherheit bekannt gewesen, sodass die Energiekugel Nayru, welche bis jetzt nur zugesehen hatte, erwischte.
Nayru sprang erzürnt auf und zog Farore gleich mit. Ihr war jetzt alles - ihre Unsterblichkeit und ihr guter Ruf -egal, sie wollte nur noch Laura und Krelos fertig machen.

Krelos seinerseits sah sich jetzt gezwungen Laura im Kampf beizustehen.
Energieblitze und -kugeln flogen durch die Gegend, prallten gegeneinander und vergingen in einer Explosion, Schutzschilde wurden errichtet, fingen die Energieattacken ab und zerbarsten.
Alles in allem artete das ganze relativ schnell in ein totales Chaos aus, wo es nur noch darum ging möglichst jeden möglichst oft zu treffen, aber dabei selbst noch möglichst ungeschoren davonzukommen.

Ganondorf seufzte: "Okay, Link, das Spielchen war ja wirklich lustig, aber ich muss jetzt echt weiter!", Ganondorf nahm langsam die Hände runter.
Link schnaubte erbost: "Du lässt die Hände schön oben!"
"Ach, Link, alter Kumpel, ist es jetzt schon verboten einen Baum zu suchen?!"
"Dir schon, Ganondorf und das mit dem Baum kannst du deiner Oma erzählen! Du willst doch nur wieder Hyrule in die Finsternis stürzen!"
"Will ich nicht!"
"Willst du doch!"
"Will ich nicht!"
"Willst du doch!"

"Will ich n... ach, mit dir zu diskutieren hat doch eh keinen Sinn!"
"So ist es!", Link unterdrückte ein freches Grinsen, "Aber jetzt sei leise und nehm' die Hände wieder hoch!"
Ganondorf stöhnte, nahm die Hände wieder hoch und sagte: "Link, ich schwöre dir, ich will einfach nur einen Baum!"
"Ja, ja, ja und meine Großmutter ist der Deku-Baum!"
"Was? Deine Großmutter war der Deku-Baum?!... Hä? Wie soll denn das jetzt gehen?! Könntest du mir dass vielleicht erklären?!
Link kratzte sich verwirrt am Kopf: "Das glaubst du doch jetzt nicht wirklich... oder etwa doch?!"
"Warum solltest du mich belügen?!"

"Ich habe dich jetzt zwei... nein, drei Mal besiegt - einmal als Ganondorf, einmal als Ganon und jetzt gerade vorhin!"
"Ja, und? Siegen ist kein Grund zu lügen!"
"Du hättest Psychiater werden sollen!"
"Meinst du? Na ja, hatte ich mir anfangs auch überlegt, aber dann gefiel mir ‚Großmeister des Bösen' doch besser"
"Hä? Was? Wie? Wo? Wann?... Also jetzt noch mal langsam und zum mitschreiben, für Dumme"
"Also, ist doch ganz einfach, ich hätte ja auch einfach nur Gerudokönig werden können, aber das war mir dann einfach zu langweilig. Ich wolle einfach etwas machen, das noch kein Anderer vor mir gemacht hat, etwas total Neues..."

"Und das ist dann dabei herausgekommen? Aha!"
"Jetzt lass mich doch ausreden! Ich hab' dann halt irgendwann gesagt ‚Also, alle mal herhören, ich bin ab jetzt der Großmeister des Bösen und werde in ein paar Jahren die Herrschaft in Hyrule übernehmen!' Tja, die Gerudo waren begeistert und dann hab' ich begonnen dir das Leben schwer zu machen."
"Danke, das wäre echt nicht nötig gewesen", knurrte Link.
Ganondorf zuckte mit den Schultern: "Hatte damals noch gar nix mit dir zu tun, ich wollte mich einfach amüsieren..."
"Ja, ja und unschuldige Goronen entführen!"
"Nein, das war nur ein Mittel zum Zweck, damit du...", Ganondorf starrte wie gebannt zum Himmel, "Hey, Link, schau mal da, der Weihnachtsmann!"
Link folgte Ganondorfs Blick: "Wo?... Hallo? Wo ist er?", doch zu dieser Zeit war Ganondorf schon längs über alle Berge.


10. Kapitel

Link hätte Ganondorf gerne verfolgt, aber er hatte einfach keine Zeit, denn er hatte im Eifer des Gefechts ganz vergessen, dass er ja noch die letzten Geschenke besorgen musste. Er rief Epona zu sich, ritt zurück den leeren Sack holen und jagte dann in Richtung Kakariko davon, denn er hatte nur noch knappe 4 Stunden Zeit.

Etwa 3½ Stunden später saß Link wieder mit Salia in einem, diesmal sogar relativ kleinen, Haufen von Geschenken.
Die beiden waren noch damit beschäftigt, die letzten Geschenke einzupacken, als Salias Fee sich zu Wort meldete: "Leute, ich will ja nicht drängeln, aber in einer viertel Stunde ist es so weit, dann müssen die ganzen Geschenke beim Deku-Baum und Link in seinen Klamotten sein!"
Salia schluckte: "Okay, danke. Link, ich schaff das hier schon allein, geh du dich lieber umziehen!"
"Okay, Salia, mach ich!", Link schnappte sich ‚seinen' Anzug und verzog sich.

Als er etwa fünf Minuten später wieder auftauchte konnte sich Salia vor lachen kaum mehr halten.
Sie lies sich einfach zu Boden fallen und begann wie eine Irre zu lachen.
Link rannte, so schnell es der Mantel zuließ, zu ihr und hielt ihr den Mund zu: "Psst, leise Salia, wir wollen den anderen doch die Überraschung nicht verderben!"
Salia grinste Link an: "Sorry Link, aber du siehst einfach zu dämlich darin aus!"
"Pah, ich sehe gar nicht dämlich aus!"
"Doch Link, tust du, aber bitte, ich habe heute schon die ersten Geschenke zum Deku-Baum gebracht, aber die hier müssen auch noch dazu! Komm, Link schnell, wir müssen uns wirklich beeilen!"
"Okay, aber warum haben wir die Geschenke nicht schon vorher besorgt und gleich dahin gebracht?"
"Ganz einfach, heute darf eigentlich niemand, nicht einmal Mido zum Deku-Baum, vorher aber schon! Da hätten sie die Geschenke womöglich noch entdeckt! Kapiert?!"

"Ach so, ist das, na gut!"
"Link, du warst mal so lange bei uns und jetzt?! Jetzt hast du schon all unsere Sitten uns Gebräuche vergessen!"
"Ja, Entschuldigung, ich musste die Bösen besiegen und verbannen! Da kann man doch mal was vergessen!"
"Ist ja jetzt auch nicht so wichtig!... Hallo Deku-Baum, so, das hier sind die letzten Geschenke!"
Salia und Link luden ihre Geschenke neben den anderen ab und betrachteten den hohen Berg zweifelnd. Salia legte den Kopf schief: "Du, Link?"
"Ja?"

"Meinst du nicht auch, dass wir es etwas zu gut gemeint haben?!"
"Ja, da könntest du recht haben... was glaubst du, wenn man die ganzen Geschenke aufeinander stapeln würde, wie hoch würde der Stapel werden?"
"Auf jeden Fall höher als der Deku-Baum!"
"Ja, da könntest du recht haben."
"Du, Link?"
"Zum zweiten mal, ja?"
"Danke."
"Danke wofür?"

"Ohne dich hätte ich das alles nicht geschafft."
"Och, kein Problem, hab' ich doch gerne getan, aber wir sollten jetzt zurück gehen... hörst du, die Band beginnt schon zu spielen!"
"Okay, Link, aber bleib du noch hier, ich rufe dich, wenn es soweit ist"
"Okay, Salia und jetzt geh, hopp, geh schon!", Link schob Salia sanft davon und wartete.
Etwa eine Minute später hörte Link Salia rufen: "Und hier ist er, der, auf den ihr euch schon so lange freut, der, der euch jedes Jahr wieder eine Freude bereitet, der, der genau einmal im Jahr zu euch kommt, der... WEIHNACHTSMANN"

Link rannte los und wäre um ein Haar über seine eigenen Füße gestolpert. Die ganzen Kokiri applaudierten ihm und kreischten vor Begeisterung. Sogar Mido schien total begeistert zu sein, ihn zu sehen, was Link allerdings darauf zurückführte, dass Mido ihn einfach nicht erkannte.
Link lächelte den Kokiri zu: "Na, dann kommt mal alle mit zum Deku-Baum! Da...", der Rest seines Satzes ging in dem Gejohle und Gekreische der Kokiri unter, die an Link und Salia vorbeirauschten und in Richtung Deku-Baum verschwanden.
Sogar die Band hatte aufgehört zu spielen und rannte den anderen hinterher.

Nur Salia blieb an Ort und Stelle stehen. Sie lächelte Link zu: "Siehst du, war doch ganz einfach!"
"Ja... ach, Salia, ich hab' hier noch was für dich", Link kramte in der Tasche seines Kostüms und zog eine kleine Schachtel heraus.
Salia blickte ihn mit großen Augen an: "Link... danke", sie nahm das Kästchen entgegen und schnappte nach Luft: "Oh, Link, das ist echt süß von dir, tut... tut mir leid, aber damit habe ich jetzt nicht gerechnet und dir deswegen nichts gemacht."

"Ach, Salia, es reicht mir vollkommen, wenn du dir nächstes Jahr jemand anderes suchst"
"Okay", sagte Salia und zog die dünne Goldkette, an deren Ende ein kleiner, grüner Smaragd hing, aus der Schachtel, "Danke, äh, kannst du mir mal helfen?", Salia versuchte verzweifelt sich die Kette umzuhängen, was sie allerdings nicht so ganz schaffte.
Link half ihr schnell, als ihm plötzlich etwas einfiel "Verdammt! Ich habe noch gar nichts für Zelda! Oh, das habe ich ganz vergessen! Mist!" Er schaute Salia an: "Salia, ich muss gehen! Ich muss noch was für Zelda besorgen!"

"Okay, Link geh ruhig und noch mal, danke"
"Bitte, kein Problem, aber ich muss jetzt wirklich gehen!"
"Tschüss...HALT! LINK, WARTE!"
"Hä?"

Wie wäre es, wenn du dich erst wieder umziehst?!"
"Oh, ja, stimmt, okay, danke"
"Leg den Anzug dann einfach in meine Hütte!"
"Mach ich, tschüss", Link winkte Salia zum Abschied zu und verschwand um die nächste Ecke.
Salia blieb noch eine Minute stehen und blickte ihm nach, dann entschloss sie sich allerdings zu den anderen Kokiri zu gehen und mit ihnen zu feiern.

Kapitel 11:

L
ink rannte an geschlossenen Läden und dunklen Schaufestern vorbei. Im Moment schien Kakariko geradezu ausgestorben zu sein, alles wirkte so kalt. Leblos, dunkel und kalt. Link rannte weiter und fluchte: "Verdammt, was soll ich jetzt machen?! Ich kann doch Zelda nicht einfach sagen ‚Tja, tut mir ja leid aber ich musste den Weihnachtsmann für die Kokiri spielen und da habe ich dich ganz vergessen'! Verdammt, das kann ich ihr doch nicht sagen! Din, was soll ich jetzt machen?", Panik machte sich in Link breit.

Er wurde noch nie nervös, wenn er einem Monster oder so gegenüber stand, ja selbst wenn er am verlieren war, nein, so etwas machte ihn nicht nervös.
Aber schon allein der Gedanke, vor Zelda dann ohne Geschenk dazustehen, raubte ihm den letzten Nerv.
Er rannte weiter. Der Schnee knirschte leise unter seinen Füßen, als Link plötzlich stehen blieb.

Er war sich nicht ganz sicher, aber er glaubte eben in einer kleinen Seitenstraße ein erleuchtetes Fenster gesehen zu haben.
Langsam ging er zwei Schritte zurück und tatsächlich, dort, in dieser unscheinbaren Seitengasse erhellte das Licht eines einsamen Fensters die Dunkelheit. Link schloss für einen Moment die Augen und befürchtete schon, dass sich alles nur als ein Gespenst seiner Fantasie herausstellen würde, aber dem war nicht so.
Link stieß einen Freudenschrei aus und rannte in Richtung des Landens.

Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Laden um einen kleinen Blumenladen handelte. Zögernd blieb Link vor der Tür stehen "Was mach' ich bloß wenn die nichts passendes mehr haben? Oh, Nayru, was mache in dann bloß?"
Link schüttelte diesen Gedanken ab und betrat den Laden. Ein dünnes, schwarzhaariges Mädchen stand abwesend hinter der Kasse und starrte auf ihre Hände, die mit einer kleinen Blume spielten.

Link räusperte sich und das Mädchen schreckte hoch: "W... oh, ich bitte um Verzeihung, Sir, ich war gerade in Gedanken."
"Das habe ich gemerkt", Link lächelte, doch er war sich nicht sicher, ob das Mädchen es bemerkte, denn sie vermied es tunlichst ihn anzusehen.
Eine Sekunde herrschte Stille, dann fragte das Mädchen vorsichtig: "Suchen Sie etwas bestimmtes?"
"Ja, ich bin ein Freund von Prinzessin Zelda und na ja, ich habe einfach nichts zu Weihnachten für sie und da habe ich gehofft, hier etwas zu finden."
"Die... die Prinzessin?! Ja, natürlich... dann, würde ich Ihnen vielleicht eine Christrose empfehlen...."
"Eine was? Christrose? Was soll denn das sein?"
"Eine... eine Rosenart, sie erblüht zum ersten mal am Abend von Weihnachten und blüht etwa eine Woche... diese Blume ist der einzige Grund warum der Laden überhaupt noch geöffnet hat!"

"Ja, gut, kann ich vielleicht mal eine sehen?"
"Natürlich, Sir, bitte warten Sie einen Moment", das Mädchen verschwand in einem angrenzenden Raum und kam etwa eine Minute später mit einer kleinen Blume in einem kleinen Blumentopf, in der Hand zurück.
Es war wirklich eine sehr schöne Blume, obwohl sie klein war hatte sie große, rosaweiße Blütenblätter, einen erfrischend grünen Stiel mit zarten grünblauen Blättern.
Link nickte: "Ja, das ist perfekt!"
"Gut... soll ich sie Ihnen einpacken?"

"Ja, das wäre nett"
"Wie Sie wünschen", und im nächsten Moment war das zarte Gewächs in ein hellblaues Geschenkpapier eingewickelt, "Das macht dann...50 Rubine"
"Okay", Link bezahlte, schnappte sich die Blume und verlies den Laden "Oh, bei Farore, was war denn mit der los? Sehe ich so bedrohlich aus oder habe beim Kampf gegen Majora danach vergessen die Maske der Grimmigen Gottheit wieder abzunehmen? Na ja, wenn ich mal wieder vorbeischaue, vielleicht kriege ich ja dann ihre Augenfarbe raus"
Link verlies Kakariko, ritt zu seinem Haus zurück, holte die Geschenke für die anderen und machte sich auf den Weg zum Schloss.

Ganondorf war glücklich, nicht nur, dass er Link entkommen konnte, nein, er hatte es auch noch geschafft einen Baum zu finden, der seinen Anforderungen gerecht wurde. Er hatte den Baum gefällt und geschultert und war gerade dabei zum Gerudotal zurückzukehren, als er ein, ihm nur allzu gut bekanntes, Hofgetrappel hörte.
Wie angewurzelt blieb Ganondorf stehen, konnte das wirklich sein?! "NEIN! Nein, nicht der schon wieder, jeder, aber nicht der! Das ist einfach unfair! Warum läuft der ausgerechnet immer mir über den Weg? Nein, er hat mich entdeckt! Verdammt!"

Link stutze für einen Moment, konnte es wirklich wahr sein?! Konnte es sein, dass ihm das Schicksal eine zweite Chance gab, Ganondorf zu besiegen?!
Eigentlich war Link das Schicksal in diesem Moment egal, er wollte nichts weiter als seine Rache, seine Rache für die verplemperte Zeit, für die Beule am Hinterkopf und für den verlorenen Schwertkampf. Er hielt Epona an, überprüfte noch einmal sorgfältig, ob die Satteltasche mit den Geschenken verschlossen war und stieg ab.
Ganondorf starrte Link immer noch an, als dieser mit gezücktem Schwert und unter lautem Geschrei auf Ganondorf losstürmte.

Kapitel 12:

Krelos lenkte eine von Dins Energiekugeln mit seinem Schild ab und feuerte selbst zurück. Das ganze ging nun schon seit Stunden so und es schien auch, als ob es noch nicht so bald enden würde.
Plötzlich stand Laura neben Krelos: "Hey, Krelos, ich lenk' die hier ab, schnell, Ganondorf scheint einen Baum zu haben, aber dieser Link ist schon wieder aufgetaucht! Wie schon gesagt, ich lenke die drei hier ab, geh du deinen Kerl da holen, wir bekommen massig Ärger, wenn er jetzt noch einmal stirbt!"
"Aber, Ganondorf ist nie gestorben, er wurde nur gebannt!"
"Ja, aber war in der Hölle, das ist im Moment alles was zählt und wenn er jetzt wieder stirbt, wird er vielleicht noch als ‚gut' eingestuft und landet bei mir! Stell dir das mal vor, Ganondorf im Himmel!"
"Äh, na toll... ja, okay, ich hole ihn... Huch!", Krelos' Energieschild zersplitterte unter einer großen Energiekugel.

Ganondorf starrte Link an: "Link, ja bist du blind?! Ich habe einen Baum, bitte sieh doch ein, dass ich nicht gelogen habe!"
"Du hast einen Baum gefällt!"
"Ja, das habe ich , na und?", Ganondorf begann rückwärts zu gehen, erst langsam, dann immer schneller.
Link blieb ihm dicht auf den Fersen: "Heute ist Weihnachten! Du Baummörder! Du hast den Baum getötet! Und auch noch heute! An dem heiligen Tag der Bäume! Wie konntest du nur?"

"Sorry!", Ganondorf drehte sich um und rannte, den Baum immer noch geschultert, davon.
Aber Link war hartnäckig: "HALT! Hier geblieben! So einfach kommst du mir nicht davon! Oder bist du etwa zu feige um gegen mich zu kämpfen?!"
"WAS?!"; Ganondorf blieb abrupt stehen und Link rannte voll in den Großmeister des Bösen hinein.
Link rappelte sich stöhnen wieder auf, während Ganondorf den Baum weglegte: "Au, Ganondorf, musst du denn immer so abrupt stehen bleiben?!"
"Du hast es ja heraufbeschworen!"
"Hä?... Ach, ja, genau, also was ist? Oder hast du etwa Angst?"
"ICH HABE KEINE ANGST!!!"

"Echt? Ich habe dich aber schon mehrmals besiegt!"
"Na und? Das war nur Anfängerglück!"
"Anfängerglück?! Ich werde dir hier gleich zeigen wer Anfängerglück braucht!"
"Ach, du kannst es mit mir doch eh nicht aufnehmen!", Ganondorf lies sein Schwert wieder erscheinen, "Du bist jetzt ein für alle mal fällig, Link!"
Link und Ganondorf stürzten sich aufeinander und ließen ihre Schwerter sprechen.
Es gab einen Funkenregen, als die beiden Klingen aufeinander trafen. Links Herz raste, er wusste, dass er in so einen Kräftemessen nie gegen Ganondorf ankommen würde. Er reagierte, ohne es wirklich zu merken, indem er einen Satz rückwärts machte und dann wieder auf Ganondorf losstürmte, das Schwert wie eine Lanze vor sich haltend.

Seine Füße jagten über den Boden, aber dennoch erschien es Link, als würde er sich nicht bewegen, als würde er daran gehindert werden zu laufen.
Doch dieses Gefühl währte nur eine Sekunde, dann lies ihn die unsichtbare Hand los und Link schoss wie ein Pfeil auf Ganondorf zu.
Dieser hatte gerade noch die Zeit um sein Schwert in eine Abwehrstellung zu bringen. Doch auch das nützte ihm nichts. Links Schwert stieß das von Ganondorf einfach zur Seite und hinterließ eine tiefe, blutende Wunde in Ganondorf Seite.
Link drehte sich um und wollte Ganondorf den Gnadenstoß geben, als ihm eine dunkle Energiekugel das Schwert aus der Hand riss und durch die Luft schleuderte.
Sowohl Ganondorf als auch Link starrten zu dem Schützen.

Krelos schüttelte enttäuscht den Kopf: "Ganondorf, du hast in der Hölle das Kämpfen verlernt!"
"I... Ihr?! Uff", Ganondorf atmete auf und Link blickte völlig verzweifelt zwischen den Beiden hin und her: "Ich will jetzt auf der Stelle wissen was hier los ist!"
"Ja, jetzt erst mal langsam, Freundchen, ich bin Krelos, Gott der Unterwelt"
"Hä? Krelos? Gott der Unterwelt? Ich hoffe, ich muss das jetzt nicht verstehen?"
"Nein, Link, musst du nicht."
"Woher kennen Sie meinen Namen?"
"Oh... Betriebsgeheimnis!"

"Ah... na gut, aber was soll das hier alles!"
"Wie Ganondorf schon gesagt hat, er wollte nur einen Baum holen"
"Echt?! Ich... ich dachte das soll nur ein dummer Witz sein", Link wich einige Schritte zurück, als Krelos auf ihn zukam.
Der Gott der Unterwelt blickte Link in die Augen und zwinkerte ihm belustigt zu: "Ich hab's Anfangs auch für einen Witz gehalten, als Ganondorf kam und mich fragte, ob wir in der Hölle nicht auch Weihnachten feiern könnten"
"Und... warum haben Sie es ihm dann erlaubt?"

"Ganz einfach, auch in der Hölle müssen wir mit der Zeit gehen!... Ich würde ja gerne noch länger mit dir plaudern, aber ich muss Ganondorf zurück in die Hölle schaffen und ihn dort verarzten. Nur, wenn er mir jetzt stirbt habe ich ein ziemlich großes Problem!"
"Und, der Baum?"

"Welcher... ach, der Baum, ja, den nehme ich auch gleich mit!"
"Ah, na dann ist ja gut", Link rückte seine Mütze, die beim Kampf etwas verrutscht war, wieder gerade, "Äh, werde ich hier noch gebraucht?!"
"Nein, du kannst gehen! Tschüss!"

"Äh, wiedersehen", Link winkte vorsichtig und rannte zu Epona "Wiedersehen, was für ein Idiot bin ich bloß, zum Schluss schickt dieser Gott der Unterwelt Ganondorf dauerhaft zurück, weil er denkt, ich würde mich darüber freuen!" Link stieg auf Epona und preschte mit ihr in Richtung des Schlosses davon.
Krelos blickte ihm hinterher: "Echt ein netter, junger Bursche"
"WAS?!", Ganondorf gefielen diese Worte gar nicht. Krelos lachte: "Ach, Ganondorf, dich kann man echt schön erschrecken, aber jetzt lass uns gehen", der Gott der Unterwelt schnippte einmal mit den Fingern und war, zusammen mit Ganondorf und dem Baum, verschwunden.

Link hielt Epona vor dem Stadtgraben an und schaute noch einmal zurück. Er konnte es immer noch nicht glauben, was eben passiert war, er, Link, war einem Gott begegnet. Und dieser Gott sah noch nicht einmal wie ein Gott aus, sondern eher wie ein ganz normaler Sterblicher.
Link schüttelte den Kopf, für so etwas hatte er keine Zeit, denn das Fest im Schloss würde jede Sekunde beginnen.

Link stieg ab und holte die Geschenke aus der Satteltasche. Er wollte schon gehen, als er noch einmal kurz die Geschenke auf den Boden legte und seine Waffen ablegte "Das ist doch auch das Fest des Friedens... jetzt brauche ich keine Waffen" Dann nahm er die Geschenke wieder und marschierte damit zum Schloss.
Die Wachen kannten Link bereits, sodass er nicht mal eine Einladung vorzeigen musste um das Tor passieren zu können.

Gleich danach wurden ihm die Geschenke abgenommen, denn es war seit je her Tradition, dass die Geschenke nicht persönlich überreicht wurden. Man würde die jeweilige Person aufrufen und ihr dann ihre Geschenke geben und die Person hatte nur dann eine Chance herauszufinden, was von wem war, wenn die schenkenden ihren Namen auf die Geschenke schrieben.

Auch die Reihenfolge war seit langem immer die gleiche - erst die Könige Familie, dann der hohe Adel und danach das normale Volk der alphabetischen Reihenfolge nach. Aber all dies würde erst viel später passieren. Die Band begann zu spielen und man begann zu tanzen. Anfangs stand Link ein wenig nervös daneben, als ihn auf einmal jemand ansprach: "Hallo, Link, na wollen wir tanzen?!", Links Herz pochte, konnte es wirklich sein. Langsam drehte er sich um: "Z... Ruto?!"
"Ja, ach Link, wir haben uns ja seit einer Ewigkeit nicht mehr gesehen"

Link zwang sich ein Lächeln auf die Lippen: "Okay, Ruto, aber bitte nur einen Tanz, ich bin heute ziemlich müde!"
"Okay, Link, kein Problem", doch aus dem einen Tanz wurden fünf, aus den fünf, zehn und aus den zehn schließlich fünfzehn.
Link überlegte schon die ganze Zeit krampfhaft wie er Ruto entfliehen könnte, als plötzlich jemand Ruto ansprach: "Ruto!"
Ruto fuhr herum und lies Link augenblicklich stehen: "Hallo Yehl!"

"Ähm, Ruto..."
"Ja, Yehl, was ist?!"
"Ich... ich wollte dich fragen, ob... ob du vielleicht mit mir tanzen würdest", der gutaussehende Zora lächelte Ruto nervös an.
Doch Ruto lag schon im nächsten Moment in seinen Armen und hat Link anscheinend einfach vergessen.

Etwa eine Stunde später war es soweit, die Geschenke wurden verteilt.
Zu erst war der König dran, das interessierte Link nicht besonders, aber als Zelda dran kam begann er ins Schwitzen zu kommen.
Die ersten Geschenke waren Schmuck, dann ein Kleid, ein Buch und noch so einiges und dann kam Links Geschenk an die Reihe.
Zelda beäugte die seltsame Verpackung und öffnete das Geschenk neugierig. Ein Lächeln zierte ihre Lippen, als sie das zarte Blümchen auspackte.
Sie las die Namenskarte und lächelte Link kurz zu. Dieser wurde rot und wich ihrem Blick aus. Plötzlich wurde ihm von der Seite zugeflüstert: "Hey, die Prinzessin scheint dich zu mögen, schau nicht so dumm auf deine Schuhe sondern halte dich ran!"

Link blickte sich verwirrt um, konnte den Sprecher jedoch nicht identifizieren.
Dann ging es mit den Geschenken weiter. Erst kamen ein paar Leute dran, die Link nicht kannte und dann ein paar der Weisen.
Darunia freute sich genauso über das Kochbuch ‚Steingerichte für Feinschmecker' wie Ruto sich über die Kette mit Muscheln und Malon über das Gesangsbuch freuten.

Impa und die anderen Weisen hatten sich vor der Feier gedrückt, da sie angeblich noch Wichtiges zu besprechen hätten.
Es ging mit den Geschenken noch einige Zeit weiter bis dann Link dran war. Er schaute sich noch verzweifelt nach einem Fluchtweg um, aber die Menge hatte bereits erkannt, dass er gemeint war und schob ihn sanft nach vorne.
Da stand Link nun und kam sich furchtbar dumm und überflüssig vor, doch er konnte nicht weiterdenken, da ihm in diesem Moment schon das erste Geschenk in die Hand gedrückt wurde.

Es war von Malon und enthielt etwas, was Link kurzerhand als moderne Kunst einstufte.
Das nächste Geschenk war von Ruto und enthielt einen Ring, was Link furchtbar nervös machte, da er nicht wusste, ob Ruto damit etwas bestimmtes andeuten wollte.

Die nächsten Geschenke waren von allen möglichen Leuten und enthielten mal dies, mal jenes. Allerdings fragte sich Link die meiste Zeit, was er mit dem ganzen Zeug machen sollte, doch er beschloss diese Überlegung auf später zu verschieben.
Schließlich bekam er das letzte Geschenk, es war von Zelda. Und es war als würden alle Geräusche verschwinden und nur noch das leise Rascheln des Geschenkpapiers existieren, als Link das Geschenk öffnete.

Link schnappte nach Luft, als er plötzlich eine Harfe in Händen hielt auf der Zelda ihm, als Shiek verkleidet, die unterschiedlichsten Lieder beigebracht hatte.
Link beschloss Zelda später zu fragen, was das zu bedeuten hätte, nahm seine Geschenke und verlies den Saal. Kaum draußen, begann er zu rennen, er rannte über den zertrampelten Schnee und durch das unbewachte Burgtor, er überquerte den Marktplatz und verlangsamte sein Tempo.
Epona stand immer noch an der gleichen Stelle, an der er sie zurückgelassen hatte, doch neben ihr stand noch ein zweites Pferd. Link blickte sich um und verstaute die Geschenke in der Satteltasche. Alle, bis auf die Harfe.

Plötzlich hörte er eine Stimme hinter sich: "Hallo Link, ich glaube, du hast etwas, das mir gehört!"
Link fuhr herum und erkannte, zu seinem Erstauen, Shiek.
Link starrte sie an: "Zelda?! Was zum Teufel machst du hier?"
"Ich bin nicht Zelda", Shiek zwinkerte ihm zu, "Und ich wollte dich fragen ob wir nicht zusammen ausreiten könnten"
Link stand für eine Sekunde nur da, dann drückte er Shiek die Harfe in die Hand und stieg auf Epona.
Shiek folgte seinem Beispiel und zusammen ritten die beiden in die tiefe Nacht davon...

Epilog:

Sowohl in Hyrule, als auch im Reich der Götter ging alles seinen Lauf. Din, Farore und Nayru hatten beschlossen, Laura einfach zu ignorieren und verließen das Reich der Götter. Die drei Schwestern flogen über Hyrule hinweg und beobachteten, ohne selbst gesehen zu werden, das Geschehen in Hyrule.
Laura hatte kurzerhand ihren Engels-Chor in die Hölle verfrachtet, wo sie nun glücklich zu den falschen Tönen mit Krelos tanzte.
Einige Dämonen hatten sich den Tanzenden angeschlossen, andere saßen noch zögernd herum. Ganondorf beobachtete die beiden grinsend und wandte sich dann wieder der Betrachtung des Weihnachtsbaumes zu. Er hatte ihn noch notdürftig mir tiefroten Kerzen geschmückt und versucht, das Hohngelächter einiger Dämonen einfach zu überhören.

Zufällig wanderte Ganondorfs Blick zu ‚X', der aus einiger Entfernung das Geschehen beobachtete.
Ganondorf winkte ‚X' zu sich, doch dieser lehnte mit einer einfachen Geste ab, drehte sich langsam um und ging.
Ganondorf starrte ihm nach "Na ja, man kann es ja nicht allen recht machen... aber nächstes Jahr muss ich mit dem Gott der Unterwelt mal über Geschenke sprechen!"


ENDE