Breath of the Wild



The Legend of Zelda - Die dunklen Träume

Autor: madmax


Am Anbeginn der Zeit, als nur Chaos herrschte, stiegen 3 Göttinnen hinab. Din, die Göttin der Kraft. Nayru, die Göttin der Weisheit. Farore, die Göttin des Mutes. Din… Sie breitete ihren feurigen Odem aus und schuf die Welt in ihrer Form. Nayru… Sie ergoss ihre Seele über jene Welt und schenke ihr so die Gabe der Weisheit. Farore… Sie spendete Leben und schuf sämtliche Formen des Daseins. Nach getaner Arbeit stiegen die Göttinnen in den Himmel hinauf und verließen diese Welt. Sie hinterließen jedoch das Triforce. Die goldene Macht, der die Mächte Kraft, Mut und Weisheit innewohnen und jedem, der ein rechtschaffenes Herz und das Gleichgewicht der Mächte in sich trägt, die Stärke und den Willen verleiht, jedes Volk leiten zu können. Diese goldene Macht ruht nun im heiligen Reich im Herz vom Tempel des Lichts, wo blutgefleckten Seelen der Eintritt verwehrt bleibt.
Dies soll die erste Geschichte sein, die sich darum rankt…

Eine junge Frau wanderte durch eine Steppe. Sie richtete ihren Blick nach Westen und sah Sandwolken über der Wüste, die noch keinen Namen hatte. Eine Weile stand sie da und beobachtete die Figuren, die der Sand bildete. Es heißt dass die Bewohner der Wüste anhand des Sandes, der tanzt und Muster bildet, sehen können wo sie sich befinden. Sie fühlte die Trauer und Verbitterung in sich wachsen, die Welt, die man mittlerweile Hyrule nannte war noch so jung, und schon ist der Keim des Bösen gesät worden. Die Stadt Hyrule ist vor wenigen Jahren fertig gestellt worden und noch jünger ist die Zitadelle der Zeit, welche nun den Tempel des Lichts umschließt. Doch jener, der als Erster vor kurzem den Thron des Landes im Herzen der Stadt bestieg, hatte eine niedere Gesinnung. Dies wusste die junge Frau denn sie kannte seinen finsteren Blick und die vor Zorn und Grausamkeit geschärften Gesichtszüge.

Der Schrei eines Vogels ließ sie aufschrecken. Mit einem Blick nach oben prüfte sie den Sonnenstand. „Ich muss mich beeilen“, murmelte sie. Mit dieser Erkenntnis raffte sie ihren Rock und schritt schnell in Richtung Stadt. Der Erste, der sie bemerkte, war Revyn, ein junges Mitglied der Wache auf einem Rundgang. Er hob seinen Helm und deutete eine Verbeugung an. „Guten Abend, Hohepriesterin“, sagte er,“ Wie geht es ihnen?“. „Gut Revyn, aber ich hab keine Zeit für eine Plauderei“ kam die Antwort prompt, „ ich muss zu meinem Gebet in die Zitadelle“. „Und“, fügte sie mit einem verschmitzten Lächeln hinzu, „nenn mich nicht Hoheprieterin, da kommt es mir so vor als würden wir uns gar nicht kennen“. „Hey“, meinte Revyn mit gespielter Entrüstung, „im Dienst muss ich das machen, Zelda. Außerdem kann ich bei deiner blendenden Schönheit mit deinen blauen Augen, dem seidigen dunkelblondem Haar und dem wundervollen Kleid gar nicht anders, als den förmlichen Titel zu benutzen“. Nun war sein Grinsen so breit als hätte man ihn hypnotisiert. Zelda errötete, rollte dann entnervt mit den Augen, schob ihn zur Seite und zischte: „Mach so etwas nie wieder“. Hinter sich hörte sie nur noch sein Lachen.

Als sie an der Zitadelle der Zeit erreicht hatte begann endlich das
Ritual. Sie schnitt eine Strähne von ihrem Haar mit einem gesegneten Messer ab und legte sie auf den Zeitaltar. Dazu legte sie einen Zweig, der nur bei Vollmond vom jungen Spross abgebrochen wurde, der vor dem Heiligtum des Waldes auf der heiligen Lichtung wuchs.
Dann nahm sie die blaue Okarina, die sie selbst anfertigen musste, als sie die Bestimmung als Hohepriesterin annahm und spielte die Hymne der Zeit. Als letztes sagte sie einige Verse in der Göttersprache und küsste ihren Ring mit der Triforce-Insignie. „So“, sagte sie zu sich selbst, „Jetzt wird dieser Tempel einen weiteren Monat rein sein, bis ich dieses Ritual wiederholen muss“.

Während sie die Zitadelle verließ, dachte sie nach. Eigentlich war der Tempel einige Minuten unrein gewesen, weil sie zu spät war. Hätte jemand anderes in dieser Zeit die Zitadelle betreten hätte dies in einer Katastrophe gemündet. Sie musste vorsichtiger sein. „Hohepriesterin!!“,
eine Stimme erreichte sie, sie drehte sich langsam um. Es war der gutaussehende Idas, der Berater des Königs. Sie erkannte gleich seine auffälligen feuerroten Haare und die in der gleichen Farbe leuchtenden Augen. Diese Erscheinung hinterließ einen bleibenden Eindruck, doch sonst war Idas eher von unauffälliger Natur. Er war nicht groß, schlaksig und so blass, dass manche Leute sich erschrecken wenn sie ihn sehen. Im Gegensatz zu König Alysion ist Idas aber grundsätzlich rechtschaffen und ehrlich. Ohne seine Beratung würde der König wahrscheinlich die ganze Stadt anzünden, nur um die Leute sterben zu sehen. Schon bei ihrer ersten Audienz beim König hatte sie ihn sympathisch gefunden.
„Hohepriesterin“, keuchte er, er schien weit gerannt zu sein. „Der König wünscht euch zu sprechen.“ „Weshalb?“, wunderte sich Zelda. „Das sagte er nicht“ Idas machte ein beleidigtes Gesicht, „er sagte, was ich nicht weiß, könne ich nicht vermasseln“. „So ein Narr“, ärgerte sich Zelda, „du ersetzt doch den Großteil seines Gehirns!“ Nun lachte er: „Ja, und es ist jede Menge Arbeit, aber beeile dich, sonst kreidet er mir das an.“ „Okay“ sagte Zelda, „bis bald.“ Dann machte sie sich eben auf den Weg zum Schloss.

Die Wachen ließen sie problemlos passieren und auch die Leibgarde vor dem Thronsaal salutierte vor der Hohepriesterin der 3 Göttinnen und ließ sie vorbei ohne fragen zu stellen. Als sie beim König ankam stand Idas schon neben ihm und zwinkerte ihr zu. Sich wundernd, wie er das so schnell geschafft hatte sendete sie ihm ein Lächeln. „Ich höre mein König“ sagte sie förmlich und vollführte einen Knicks. „Lassen sie die Mätzchen“ blaffte er, „Dafür ist mir meine Zeit zu schade!“ Nun schwieg Zelda und wartete mit grimmiger Mine darauf, dass der König das Wort ergriff. „Ich habe sie herbestellt“ begann er, Idas flüsterte ihm etwas zu, der König drückte ihn weg und ein finsterer Schleier legte sich über seine Augen, „um ihnen meine Besorgnis zu unterbreiten, ob sie das Amt der Hohepriesterin angemessen wahrnehmen. Mir ist zu Ohren gekommen“, fuhr er fort, „dass sie zu spät zum Ritual erschienen sind…“, „ja aber euer Majestät, es war das ers…“ „Schweigt“ herrschte Alysion sie an, „ich kann es nicht leiden wenn man mich unterbricht. Was auch immer. Sie wissen sicher was es bedeutet hätte wenn jemand anderes in dieser Zeit das Heiligtum betreten hätte. Ich werde sie nicht ihres Amtes entheben denn davor haben sie ihre Sache gut gemacht…jedoch, kommen sie nicht ohne eine Strafe davon“, während dieser Worte hatte seine Stimme wieder den gewohnten stoischen Ton angenommen. „Ich verfüge hiermit, dass es der Hohepriesterin mit sofortiger Wirkung für einen Monat untersagt wird, die Stadt zu besuchen oder mit den Einwohnern Kontakt zu haben. Es wird jedoch eine Person als Kontakt akzeptiert, deren Name jetzt zu nennen ist.“ Der König sah sie eindringlich an und erwartete einen Namen. Idas blickte sie an und lächelte, sie wollte seinen Namen sagen, entschied sich dann jedoch anders, „Revyn“, murmelte sie. Idas’ Augen weiteten sich überrascht aber sonst zeigte er keine Reaktion. „So sei es denn“, brummte der König, „der Hohepriesterin wird erlaubt, Zeit mit dem Soldaten Revyn zu verbringen. Und nun, bitte entfernen sie sich ehe ich es mir anders überlege.“ Würdevoll schritt Zelda aus dem Thronsaal.

Ein Stückchen vor der Brücke die aus der Stadt führte begegnete sie noch einmal Revyn, der kurz vor seinem Schichtwechsel stand und in dieser Nacht schon sehr müde aussah. Dennoch begrüßte er Zelda mit ehrlicher Freude und ließ sich von ihr alles berichten was sich an diesem Abend zugetragen hatte. „Oh weia“,
war das einzige was Revyn im ersten Moment dazu zu sagen hatte, „da hast du dir aber was übles eingebrockt, aber ich bin auch froh, dass du mich ausgewählt hast, ich werde meinen Chef, Kommandant Roland, gleich um Erlaubnis bitten, einen Monat frei zu nehmen, ich müsste genug Überstunden dafür gesammelt haben.“, sagte er. „Dann werde ich dich zu deinem Haus in die Ebenen begleiten.“
„Danke“, sagte Zelda nur und errötete ein wenig. „Ach was, kein Problem. Lass uns gehen.“

Dann hakte sich Zelda bei Revyn ein und sie gingen eng aneinander durch die Steppe zu dem Haus in dem sie wohnte. Während sie den Fluss entlanggingen und den Weg hinunter in das Zentrum der Ebene einschlugen, betrachteten sie Hand in Hand die Wunder dieses jungen Landes. Die weite Tiefebene mit den Wogen saftigen Grüns und den großen Todesberg, einen Vulkan, der im Osten aus dem Flachland hervorstieß. Dieses Land war ein wahres Wunder. Während sie Zeldas Haus näher kamen, unternahmen sie noch einen kleinen Abstecher zur Farm, damit sie sich dort mit Lebensmitteln eindecken konnten. Zeldas Haus stand unweit der Farm auf einem kleinen Hügel.

„So da sind wir“ verkündete Zelda, „mein Haus.“ Beide traten ein. „Es ist spät“ bemerkte Revyn, „wir sollten sofort schlafen. Was wir in diesem Monat machen werden entscheiden wir morgen.“ „Du hast Recht“ sagte Zelda resigniert, „aber ich hab kein 2. Bett auf dem du schlafen könntest.“ „Das ist kein Problem“ antwortete er, „ ich schlaf auf dem Boden, das macht mir nichts aus. Auch auf der Wache hab ich auch nur einen Strohsack.“ Zelda war zu müde um zu widersprechen: „In Ordnung“, kam von ihr nur, „aber lass uns jetzt endlich schlafen. Ähm… würdest du bitte ins Bad gehen?“ Revyn errötete, als er begriff was jetzt kam. „Sicher“ sagte er und verließ das Schlafzimmer. Zelda entkleidete sich und blickte kurz zum Sternenzelt hinauf bevor sie ihr Nachthemd anzog. „Wie schön es wäre, dorthin zu reisen“ dachte sie. „Kann ich wieder reinkommen?“ kam es aus dem Badezimmer. „Natürlich, ich bin fertig“ war die Antwort. Daraufhin trat er wieder ein, und sah sie in einem langen, weißen Nachthemd, das eher schlicht war, doch ihre Figur noch weiter betonte und sie noch verletzlicher aussehen ließ. „Du bist unglaublich schön“ sagte er. Diesmal merke sie, dass er es absolut ernst meinte. Seine Stimme war bei diesen Worten warm und melodisch geworden und seine Augen hatten einen weichen Schimmer. Sie errötete bis zum Haaransatz und murmelte ein Wort des Dankes. Dann legten sich schlafen und Zelda träumte bereits, als ihr Kopf das Kissen berührte.

Als Revyn erwachte war Zeldas Bett bereits leer. Er zog sich an und ging hinunter in die Stube. Dort war Zelda bereits und begrüßte ihn, während sie den Frühstückstisch deckte. „ Guten Morgen!“ sagte sie „gut geschlafen?“ „Ja hab ich“ meinte Revyn und zwinkerte ihr zu, „und ich merke, dass es bei dir nicht anders war.“ Zelda lächelte in sich hinein und machte das Frühstück fertig. Es gab Fruchtkompott und Brote mit Honig, sowie 2 Gläser Milch. Während sie aßen, schlug er unternehmungslustig vor: „ Wie wäre es, wenn wir heute einen Ausflug machen würden? Wir könnten in den Wald gehen oder eine Tour zum Todesberg unternehmen.“ „Das können wir nicht“ sagte Zelda, „du weißt doch, dass niemand außer dem Waldvolk die Wälder unbehelligt betreten kann. Und der Todesberg ist für eine Tagestour zu Fuß zu weit entfernt, aber ein Pferd besitze ich nicht.“ „Aber du hast doch Geld oder?“ „Ja“ antwortete sie verwundert, „was hat das bitte damit zu tun?“ Revyn sagte nur: „Dann gehen wir zur Farm und kaufen uns eins.“ Zelda lachte laut. „Okay.“

Also unternahmen sie eine Tour zur Farm in der Steppe und kauften sich eine Schimmelstute für 5000 Rubine. „Okay“, meinte Zelda, „das war jede menge Geld und troz meines Großzügigen Amtgehalts sollte ich jetzt sparsam sein. Aber was machen wir jetzt mit dem Gaul?“ Revyn lachte: „Überall dorthin gehen, wo wir voher nicht hingekommen sind.“ Sagte er. Sie unternahmen in den nächsten Wochen einen Ausflug zum Hylia-See um Schwimmen zu gehen Sie schwammen und tauchten um die Wette, angelten am Angelteich und sahen sich auf einer kleinen Erhebung nahe des Sees den Sonnenuntergang an. Die Abendsonne spiegelte sich in Facetten auf dem Wasser und scheinte das Tor zu einer anderen Welt zu sein. In der nächsten Woche unternahmen sie dann doch eine Tour zum Todesberg. Sie gingen klettern und besuchten Goronia, die Stadt der steinfressenden Bergbewohner. Bei Zelda hinterließen die Wunder der Himmelsrichtungen einen bleibenden Eindruck. Sie machte die Erfahrung, dass man die Welt immer von allen Seiten betrachten sollte, um jede Schönheit zu bemerken. Der einzige Ort den sie in ihrer Zweisamkeit nicht besuchten war die Wüste im Westen, denn sie war unwirtlich und ein zwielichtiges Volk lebte dort. Der Monat verging wie im Flug. Revyn war wirklich angenehme Gesellschaft. Traurig und etwas wehmütig verabschiedete sie ihn als er seinen Dienst wieder antreten musste. „Kopf hoch“ lachte er, ich hab immer noch abends Zeit. Sie nickte immer noch etwas traurig und brachte ihn zur Tür.

An dem Tag, nachdem Revyn gegangen war, war ihr Verbot aufgehoben, da sie wieder das Ritual vollziehen musste um die Zitadelle zu reinigen.
Also machte sie sich auf den Weg zum Schloss.
Kurz vor der Zitadelle der Zeit kontrollierte sie wieder den Sonnenstand und nahm diesmal freudig zur Kenntnis, dass sie in der Zeit lag. Als sie das Heiligtum gerade betreten wollte, hörte sie ein Geräusch. Es klang wie das Schrammen eines Fußes über den Kies im Hof. Zuerst zuckte sie nur zusammen, doch einige Sekunden später drehte sie sich langsam um…
Es war niemand da. Nur wenige Momente nachdem sie sich wieder dem Tempel zugewandt hatte, erhielt sie jedoch einen starken Knüppelschlag auf den Kopf. Ein scharfer Schmerz durchzuckte sie und ihr schwanden die Sinne…

Sie erwachte in einem dunklen feuchten Kerker mit einem vergitterten Fenster, dass noch die letzten Strahlen der Abendsonne in ihre Zelle sendeten. Sie streckte sich zu dem Fenster um herauszufinden wo sie sich befand. „Ich bin in einer der Kellerzellen in Schloss Hyrule“ sagte sie zu sich selbst. Sie sah sich den Sonnenstand genauer an... dann traf sie eine Erkenntnis wie ein Schlag: „Oh Nein! Der Tempel ist mittlerweile unrein. Das wird übel enden.“ „Das hast du ja gut erkannt“ hörte sie jemanden höhnen. Zelda fuhr herum, vor dem Zellengitter erkannte sie Idas. „Was soll das, Idas?“ schrie sie, „hol mich hier raus!!“ „Ha ha ha, das hättest du wohl gerne was?“ Ihre Augen weiteten sich. „Was hast du vor?“ „Du bist so dumm. Ich konnte die große Hohepriesterin so leicht täuschen!“ verkündete er laut. „Du begreifst es echt nicht oder?“ Sie blickte in seine Augen. Die Augen von Idas hatten sich verändert. Sie waren immer noch rot, aber strahlten ein Feuer von Bosheit und Gier aus. „Der König war nie böse. Ich hab ihn manipuliert. Ich hab ihm alles zugeflüstert. Der Schatten auf seinem Blick, seine scharfe Zunge und die Grausamkeit, dies alles war mein Werk.“ Er lachte selbstgefällig und fuhr fort. „Ich habe dir immer etwas vorgespielt, ich hab mich nett und ehrlich gegeben um dein Vertrauen zu gewinnen und wenn dein toller Revyn nicht einen immer größeren Einfluss auf dich gehabt hätte, wäre mein Plan schon viel früher aufgegangen. Du hast gefragt was ich vorhabe… ich werde es dir sagen.“ Er machte eine genüssliche Pause.

„Mein Plan ist, dich am Ritual zu hindern damit der Tempel unrein wird. Ich denke du weißt genau was dann passiert.“ Er sah in ihre vor Schreck geweiteten Augen. „Wenn jemand außer dir den unreinen Tempel betritt und dem Altar zu nahe kommt, wird seine Seele verschlungen und seine Lebensessenz öffnet das Tor zum heiligen Reich, zum Triforce. Dein toller Revyn bekommt grade die Nachricht, dass du dich mit ihm in der Zitadelle treffen willst. Dich werde ich hier und jetzt richten, damit du mich nicht mehr stören kannst, und dann… wird die goldene Macht mein sein. Ich werde ein mächtiger König sein und ewig über dieses Land herrschen mit der Kraft in der Hand, die alle Wünsche erfüllen kann. Na? Ist das nicht ein köstlicher Plan?“ Zelda sagte nichts, sie bewegte sich nicht einmal. Zuerst starrte sie nur geschockt ins Leere. Sie flüsterte: „Warum?“. „Warum, WARUM?“, Idas lachte wieder. „ Du hast mich wirklich für ehrlich und gutmütig gehalten, du bist doch sooo naiv. Ich will die goldene Macht besitzen.“ zischte er mit veränderter Stimme. „Sie soll mein sein, nur MEIN. Ich war schon immer anders als du geglaubt hast. Schon in der alten Welt. Den Schmerz Anderer fühle ich nicht, die Sorgen Anderer berühren mich nicht. Tod nährte mich, erfreute mich. All dies musste ich unterdrücken um meinen Plan in die Tat umzusetzen. Doch nun… werde ich mir das Triforce hohlen und diese Welt regieren. Ich werde mich am Leid und Unglück dieses Volkes weiden und über ein Land von Feuer und Blut herrschen. MEIN REICH KOMME, ICH WERDE EIN GOTT SEIN!!!“ brüllte er.

Sie begriff die wahre Natur seiner Seele. Er hatte ihr immer etwas vor gemacht. Sie fühlte unerbittlichen Zorn in sich aufsteigen. „Das wirst du büßen“ schwor sie in Gedanken. Dann konzentrierte sie sich auf das Schloss an der Kerkertür und murmelte einen Satz in der alten Sprache. Klackend öffnete es sich. Sie grinste böse. „ Du unterschätzt mich“ sagte sie, und griff ihn an. Zelda benutzte die Lichtmagie, die die Hohepriesterin nach der Annahmen ihrer Bestimmung von den 3 Göttinnen erhalten hatte. Idas verwendete Lehren der dunklen Magie aus der alten Welt. Licht und Dunkelheit trafen aufeinander und erzeugten einen Wirbel aus guter und böser Kraft. Die Energien strömten von beiden Seiten und ballten sich in der Mitte. Die Luft flimmerte. Die magische Kraft von der der Kerker erfüllt war schien greifbar zu sein. Helle Lichtblitze zuckten nur um sofort wieder von dunklen Strudeln verschlungen zu werden. Idas’ Stimme wurde während des Kampfes immer gebieterischer und unmenschlicher. Zelda hingegen wurde von einem weißen Licht umhüllt und ihre Haare hoben sich von den Schultern und bildeten einen Schein um ihren Kopf. Sie kämpfte wacker, doch Idas war stark und sie war von der Wunde am Kopf geschwächt. Sein Gesicht war zu einer Maske des Hasses erstarrt und seine Dunkelheit umfing sie bereits. Fast kraftlos dachte sie noch einmal an Revyn.

Nein! Sie durfte ihn nicht im Stich lassen. Beim Gedanken an Revyn brach die uralte Kraft des goldenen Lichts wie ein Fluss in ihrem Körper los und durchfuhr sie mit neuer Stärke. Aus ihr drang ein gleißender Lichtschein, abgeschossen wie ein Pfeil und traf die böse Macht Idas’ mitten ins schwarze Herz. Er keuchte ein letztes mal und wurde bewusstlos. Nun hätte Zelda ihn töten können doch ihr Herz sagte ihr, dass es nicht so enden sollte. Also rannte sie zum Schrein und hoffte, nicht zu spät zu kommen.

Revyn stand direkt vor dem Eingangstor und betrachtete es. „Revyn, halt!“ brüllte sie und wedelte mit den Armen. „Dank sei den Göttinnen, du bist nicht hineingegangen“ sagte sie und Tränen liefen ihr über die Wangen. Er lächelte. „Zeit dazu hätte ich gewiss gehabt“ sagte er, „doch ich hab mich gewundert und gezögert, weil mir etwas seltsam vorkam.“ Sie erklärte ihm alles nachdem sie sich beruhigt hatte. „Oh“ sagte er und kratzte sich am Kopf „ nur gut dass ich nicht hineingegangen bin.“ Zelda war so glücklich, sie betrachtete Revyns Gesicht, seine blonden Haare und die warmen braunen Augen. Einem Impuls folgend sprang sie ihm in die Arme und küsste ihn. Er erwiderte den Kuss mit solcher Leidenschaft und Lust, dass es sie von einem unbegrenzten Wohlbehagen erfüllte.
Als sie sich voneinander lösten, keuchte Zelda noch. Eine Weile standen sie schweigend da, ihr Herz war zu voll um zu sprechen. Dann ergriff sie das Wort: „Ich muss jetzt noch das Ritual vollziehen “Revyn nickte nur.

Sie lief langsam durch das Tor und kniete vor dem Zeitaltar. Dann bat sie die Göttinnen um Verzeihung. „Wir wissen was geschehen ist und verzeihen dir, Hohepriesterin“, sagte eine melodische Stimme aus der Ferne. Sie erstarrte vor Ehrfurcht, die Göttinnen sprachen zu ihr. „Wir wissen von deiner Weisheit und deinen Heldentaten. Als Belohnung sollst du den Thron des Landes besteigen.“ Zelda hielt den Kopf gesenkt. „Es wäre mir eine Ehre“ sagte sie. „Zudem soll jedes weibliche Mitglied der Königsfamilie den Namen Zelda tragen und in der Magie des Lichts unterwiesen werden“ fuhren die Göttinnen fort. „Jawohl“ „Ein König soll an deiner Seite regieren. Seinen Namen sollst du jetzt nennen!“ Sie brauchte nicht lang zu überlegen, „Revyn“ flüsterte sie und wurde rot um die Nase. „So sei es“ kam es von den Göttinnen, „der Soldat Revyn soll an deiner Seite regieren.“ Die Aura der Göttinnen entfernte sich und ließ Zelda alleine.

Revyn erfuhr alles von ihr. Zum ersten Mal in seinem Leben war er sprachlos. „Okay“ sagte er. „Wir sollten die Neuigkeiten verkünden.“ Der alte König kniete vor der Hohepriesterin. „Ich glaube euren Worten Hohepriesterin, sagte er. „ Nein, nicht Hohepriesterin, Zelda, strahlende Königin des Reiches Hyrule. Es wäre mir eine Ehre, euch weiter dienen zu dürfen“. Er hob seinen gesenkten Kopf und blickte Zelda direkt an. Seine Augen waren von solcher Güte, dass er zum Vasall gemacht wurde. Die Kunde des neuen Herrscherhauses verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Jeder glaubte die Nachricht denn niemand zweifelte an der Führungsstärke und der Weisheit der jungen Hohepriesterin oder an der Robustheit und dem Mute des Soldaten Revyn. Am Tag der Krönung wurde ein großes Fest organisiert, zu dem die Völker der ganzen Welt von weither kamen. Es gab bunte Lichter, ein Feuerwerk, einen Festbaum, ein großes Buffet und einen wundervollen Ball zum Abend. Als erste Amtshandlung verbannte Zelda Idas in die westliche Wüste zu dem Volk in dem nur Frauen lebten. Mit einem magischen Fluch legte sie einen Bann auf dieses Volk, dass nur alle 100 Jahre ein Mann geboren werden würde, dieser würde dann aber König des Volkes sein…

Und so ist es bis heute, bis heute heißt jedes weibliche Mitglied der königlichen Familie Zelda. Bis heute ist jene blaue Okarina ein Erbstück der Königsfamilie von Hyrule. Bis heute ist das Wüstenvolk mit dem Herrscherhaus verfeindet und trachtet nach dem Thron. Aber bis heute hat sich auch immer alles wieder zum Guten gewendet. Dank einer weisen Prinzessin und einem mutigen, legendären Helden, den man auch Link, den Held der
Zeit nennt.

The End?



The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Creating a Champion - Hero's Edition








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