Breath of the Wild



Der mysteriöse Shiekah
An der sowohl äusserst romantischen als auch dramatischen Geschichte schreibt Aveil über Impa und ihren Flöte spielenden Lover!

Autor: Aveil


Es war 4 Jahre nachdem Ganondorf verbannt wurde. Es war ein herrlicher Tag, als Impa, die Erbauerin Kakarikos und Weise des Schattentempels, beschloss am Hylia See schwimmen zu gehen. Sie packte ihren Badeanzug ein und verließ ihre Villa. Obwohl sie ritt, dauerte es 3 Stunden bis sie am See ankam. Dort war schon die Hölle los. Fast ganz Hyrule hatte sich versammelt. Es war aber auch übermenschlich heiß und was wäre da erfrischender als ein Sprung ins kühle Nass.

Impa sah sich in der Gegend um. Da erblickte sie Naboru "Hi! Naboru. War es dir zu heiß im Wüstenkoloss?", fragte sie neugierig. Naboru sah sie an und sprach: "Das kann man wohl sagen. Bei einer Hitze von 50C° schwitze ich mich ja zu Tode!" Die beiden unterhielten sich noch lange. Plötzlich kam der Herrin der Gerudos eine Idee.

"Tauchen wir doch zum Wassertempel und besuchen Ruto?" Impa war einverstanden und sprang in die Fluten. Am Grund angekommen sahen sie das wunderschöne Zoramädchen Ruto, wie sie mit ihrem Verlobten herumschwamm. "Was treibt euch denn in meinen Tempel?", fragte Ruto verdutzt. "Wir wollten dich nur besuchen", antwortete die Gerudoanführerin. Alle drei Weisen verbrachten noch einen schönen Tag miteinander. Am Abend spazierte Impa noch eine Runde um den See.

Sie hatte an diesem Abend nur einen Gedanken im Kopf und der war: "Bin ich wirklich die letzte Shiekah"? Sie setzte sich ans Ufer des klaren Sees und blickte hinauf zu den Sternen. "Oh, ihr Göttinen, bin ich wirklich die Letzte?", murmelte sie vor sich hin. Ihr standen die Tränen in den Augen und sie hätte sofort begonnen zu weinen, doch sie wurde durch eine seltsame Melodie aus ihren Gedanken gerissen.



Es war eine Flöte. Noch nie hatte sie eine so traumhafte Melodie gehört. Sie drehte sich um und erblickte eine Gestalt, die auf dem kahlen Baum hinter ihr saß. Es war ein Mann. "Wer kann denn das nur sein?", dachte sich Zeldas Kindermädchen. Er hatte schwarzes, glänzendes Haar und braune Augen. Aber was war das für ein Zeichen auf seinem Gewand. Impa stockte der Atem. Es war das Zeichen der Shiekah. Konnte es sein? War er einer ihres Volkes? Plötzlich hörte er auf zu spielen. Was war nur los? Er sprang von der Baumkrone und landete direkt vor Impas Füßen.

"Mit welcher Schönheit habe ich es zu tun"?, fragte die mysteriöse Gestalt. "Ich heiße Impa. Und Ihr, mein Herr?", stotterte die Prinzessin des Schattens. "Also, mein Name ist Verac. Ich bin der letzte Überlebende meines Volkes, der Shiekah", antwortete er. Impa fiel fast in Ohnmacht, als sie das hörte. Sie schrie ihn an: "Das kann nicht sein. Was lügen Ihr mich so an? Ich bin die Letzte meines Volkes!"

Verac sah Impa überrascht an und versuchte ihr seine Geschichte zu erzählen: "Ich bin momentan verwirrt. Ich weiß nur, dass ich als Baby von meiner Mutter ausgesetzt wurde. Der Mann im Labor hat mich aufgezogen, wie sein eigenes Kind. Ich kenne diesen See in- und auswendig. Er sagte mir, ich wäre der Letzte der Shiekah. Aber er hat sich wohl getäuscht." Verac lächelte Impa an. Sie wurde auf der Stelle rot. Impa und Verac erzählten sich gegenseitig ihre Geschichten.

Sie machten Spaziergänge in Kakariko, wanderten am Todesberg, ritten durch die Gespensterwüste und waren glücklich miteinander. Mittlerweile waren acht Monate vergangen und Impa und Verac saßen gemeinsam am höchsten Punkt des Todesberges. Von dort aus hatten sie eine großartige Aussicht auf Hyrule.

"Impa?", flüsterte Verac. Sie wandte sich zu ihm und fragte: "Was ist denn? Was willst du mir sagen?" Verac öffnete eine Schatulle, worin sich ein Diamantring befand. "Aber das ist ja ein Verlobungsring", staunte sie. "Ja Impa. Ich liebe dich. Willst du mich heiraten?", fragte er gespannt. "Ja, ich will mit dir zusammen sein. Für immer!", antwortete die Weise des Schattens. Sie sahen sich tief in die Augen und küssten sich.

Nach einer Woche wurde die Hochzeit gefeiert. Das Fest fand im Schlosspark statt. Alle waren eingeladen. Impa trug ein hautenges, weißes Kleid mit Spitzen und Perlen. Es übertraf beinahe die Schönheit von Zeldas Hochzeitskleid. Zelda hatte Link nämlich nach dem Sieg gegen Ganon zum Mann genommen. Salia, Naboru und Malon waren die Brautjungfern. Ruto war für das Essen zuständig. Rauru war der Priester, Link der Trauzeuge. Darunia war für die Musik zuständig und Talon und Basil waren dort, um ihre Milch auszuschenken. Nach der Trauung warf Impa noch den Brautstrauß. Und er landete direkt in Malons Armen. Sie wurde rot und sagte verlegen: "Was das wohl zu bedeuten hat?" Das Fest wurde großartig und alle hatten Spaß. Verac trug Impa in ihr Zimmer. "Ich liebe dich", flüsterte Impa in Veracs Ohr. Dann schlossen sie die Tür hinter sich zu.



Am nächsten Morgen öffnete Impa das Fenster und sprach: "Steh auf Verac, es ist ein herrlicher Tag. Ich will dich heute mit nach Kakariko nehmen." Verac war einverstanden. In der Morgendämmerung ritten sie los. Als Impa ihr Dorf erreichte kamen die Leute zu Verac und wollten alles über seine Abenteuer erfahren. "Ich lass dich dann mal erzählen. Bin gleich wieder da", sagte die Weise zu ihrem Schatz.

Impa schritt die Stufen zum Ziehbrunnen hinauf und bog in eine schmale Gasse ein. Diese führte direkt zum Friedhof der Kleinstadt. Hier ruhten alle Mitglieder der Shiekah für immer und ewig. Die meisten waren im Krieg gegen die bösen Mächte gefallen. Darunter befanden sich auch Impas Eltern und ihre 4 Schwestern. Es waren vier nette Mädchen gewesen: Sena, Desideria, Fantagiro und Lydia. Alle waren schon über 10 Jahre von ihr gegangen und sie besuchte einmal die Woche das große Familiengrab.

Die Weise des Schattens kniete vor dem riesigen Steinsbrocken, worin eingraviert stand: ,,Sie beschützten das Königshaus und opferten sich selbst. Mögen sie in Frieden ruhen."

"Liebe Mutter. Ich habe endlich geheiratet. Ich wünschte Ihr könntet ihn kennenlernen. Er ist richtig lieb zu mir", flüsterte Impa in Richtung Grab. In diesem Moment zog ein Unwetter auf und es wurde dunkel. Der Weisen des Schattens stockte der Atem. Was war nur geschehen??

"Hab keine Angst mein Kind. Es sind nur wir, deine Eltern und Schwestern", hörte Impa jemanden flüstern. Was war das nur? Wer sprach zu ihr? Sie drehte sich blitzschnell um und vor ihr standen die ruhelosen Seelen ihrer Verwandten. Sie konnte es nicht glauben. Ihre Familie sprach zu ihr. Sie kamen aus dem Reich der Toten. Impa brachte gerade noch heraus: "Mutter, Vater, Schwestern. Seid ihr es wirklich. Aber das kann nicht sein. Ich träume nur und wenn ich aufwache ist alles vorbei. Ihr seid tot. Ich habe Angst aber gleichzeitig freue ich mich euch zu sehen."

"Schatz, du musst uns zuhören. Dieser Mann mit dem du verheiratet bist ..... er wird dich töten. Bald! Pass auf!! Wir müssen nun wieder ins Jenseits zurückkehren! Leb wohl!! ", erklärte Impas Vater. Die Figuren flogen wieder gen Eden. Die Lady des Schattens sah ihnen nach und konnte noch nicht glauben was sie gesehen hatte. Ihr sprangen tausend Gedanken im Kopf herum. War es wahr, was sie gesagt hatten? War Verac ein Mörder????

Impa ignorierte einfach, was sie gehört hatte und schritt hinunter zu Verac. "Hi Schatz, geht's dir gut?", fragte Impa. "Mir geht's gut. Lass uns jetzt das Gepäck in dein Haus tragen und ein bisschen plaudern.", meinte Verac. Beide schritten auf einen kleinen Hügel, wo sich Impas Villa befand. Eigentlich durften es alle Bürger Kakarikos betreten, aber da ihre Herrin nach dem Sieg gegen Ganon zurückgekehrt war, gehörte es nun ihr. Die zwei Verliebten betraten das riesige Haus und Verac staunte über die traumhaften Gemälde, die an den Wänden hingen. Er fragte Impa: "Wer sind diese Leute auf den Bildern und wer hat sie gemalt?" "Oh, das. Das sind meine geliebten Eltern und meine Geschwister. Diese Bilder wurden früher einmal von einem sehr begabten Mann, der zu unserem Volk gehörte, gemalt", antwortete seine Frau.

Daraufhin stieg Impa die Stufen zu ihrem Zimmer empor und rief Verac zu: " Ich zieh mich schnell um, bevor wir Naboru besuchen gehen!" Kaum war die Weise des Schattens hinter der Tür verschwunden, fing Verac an zu grinsen. Es war ein düsteres, finsteres Grinsen. "Ja, meine Geliebte Impa. Mach dich nur hübsch, es wird das letzte sein, was du tust!" dachte er sich. Nach ca. 30 Minuten schritt Impa die Treppen hinab. Sie trug ein schwarzviolettes Lackkleid und sah darin traumhaft aus. Doch wo war Verac? Impa durchsuchte alle Räume, aber er war verschwunden. Traurig sank die Schattenprinzessin auf ihrem Bett nieder. "Hat er unsere Abmachung vergessen? Wo ist er nur?", seufzte sie leise.

Sie bemerkte nicht, dass hinter ihr ein Schatten auftauchte. Dieser Schatten gehörte zu Verac. Er hatte ein Messer in der Hand. "Sieh an sieh an. Sind wir endlich fertig Milady? Tja Fräulein es sieht so aus, als ob dein letztes Stündlein geschlagen hätte!!", lachte Verac heimtückisch. "Was ist mit dir Schatz? Wovon sprichst du?" fragte Impa erschrocken. Verac kam näher und näher. "In Ordnung, ich will dir nun meine wahre Geschichte erzählen:

Alles fingt vor mehr als Tausenden von Jahren an. Es war kurz nachdem die 3 Göttinnen unser Land erschaffen hatten. Es entstanden viele Völker unter anderem auch unseres, die Shiekah. Nur leider gab es gewisse Personen, die nicht miteinander auskamen. Diese hießen: Melvin Evain und Ideus Louver. Wobei Melvin ein gutmütiger Herr über ein großes Land war und Ideus alle Leute wie Dreck behandelte. Sie verstanden sich nicht, so wurde ein Packt geschlossen. Es würden ab dieser Zeit zwei Gruppen von Shiekah existieren. Zum einen die sogenanten "Ägamisten" und zum anderen die "Lodervisten". Die Ägamisten waren die gutmütigen und die Lodervisten diejenigen, die alles und jeden unterdrückten. Die Ägamisten dienten der Königsfamilie und die Lodervisten der Dunkelheit. Es gab da jedoch noch ein Buch. Es war ein Buch das sämtliche Sprüche der Shiekah enthielt: "Das Buch der Gerechten".

Diese Sprüche sind von unglaublicher Kraft und können Berge versetzen. Tja und man hat vereinbart, dass nur jener dieses Buch bekäme, der der letzte Überlebende unseres Volkes sei. Ja das ist es ja. Es gibt nur noch dich und mich. Die zwei Familien führten Krieg und die meisten kamen um. Ihre Überreste liegen am Friedhof begraben. Oh, fast hätte ich vergessen, dir das zu erzählen. Es ist etwas über deine Eltern. Deine Eltern waren eine der angesehentsten Leute unseres Volkes. Sie waren die gutmütigsten, nettesten und was sonst noch alles.... jedenfalls gab es an deinem Vater eine dunkle Seite. Dein Vater war ein Priester und befolgte alles was in der Bibel stand. Eines Tages erzählte dir deine Mutter ein Geheimnis, das sie nicht hätte aussprechen dürfen. Dein Vater hatte heimlich alles mitbekommen.

Eines Nachts, als du nicht schlafen konntest, standst du auf und gingst in die Küche. Als du sie betratst, sahst du wie deine Mutter und dein Vater stritten. Dein Vater zerrte deine gnädige Frau Mama in einen Raum. Erinnerst du dich?" Impa unterbrach seine Erzählung: " Was redest du da? Wer bist du in Wirklichkeit? Verac was ist los? Ich kann mich nur noch schwach erinnern." " Nein Impa. Hör mir jetzt einmal weiter zu. Du gingst ängstlich in den Raum, in den dein Vater deine Mutter verschleppt hatte. Doch sie war fort. Du sahst dich um und bemerktest, dass du dich in einer Folterkammer befindest. Vergeblich suchtest du nach deiner Mutter. Auf einmal fiel dir ein metallener Sarg auf, der an der Wand lehnte. Doch es war kein wirklicher Sarg. Durch den Schlitz in der oberen Hälfte sahst du Augen. Es befand sich darunter jemand. Neugierig öffnetest du ihn. Was nun folgt war ein Schock für dich. Die Leiche deiner Mutter sprang dir entgegen. Dieses eiserne Ding war kein Sarg gewesen. Es hatte an der Innenseite spitze Stacheln, so dass deine Mutter regelrecht aufgespießt wurde. Dein Vater hatte sie ermordet", erzählte er weiter."

"Oh mein Gott. Ich erinnere mich. Es ist so traurig. Ich habe sie gesehen. Ich habe versucht, ohne diese Erinnerung weiterzuleben, aber nun ist das Rad des Lebens doch in die andere Richtung übergegangen", schluchzte Impa. Ihr rannen Tränen am Gesicht hinab: " Ich ging ins Schloss und zog das kleine Königstöchterchen auf und vergaß alles. Nun ist sie groß und ich bin schon ziemlich alt. Doch du hast meine Gedanken gelesen. Wie machst du das? Sag mir bitte, wer du bist?" " Nun gut. Wollen wir mal nicht so sein. Kannst du dich an mich denn nicht mehr erinnern Impa, Schwesterherz. Ich bin dein Bruder Verac. Aber du kannst mich ja nicht kennen. Ich lebte 5 Jahre, bevor du geboren wurdest. Zu dieser Zeit hatten deine Eltern noch eine Tochter Fantagiro. Ich litt an einer unheilbaren Krankheit und starb im Alter von 3 Jahren. Meine, bessergesagt unsere Eltern waren darüber sehr traurig und versuchten alles zu verdrängen. Doch ich war nicht wirklich gestorben. Eine Frau, sie gehörte zu den Lodervisten, entfernte meinen Schädel und belegte ihn mit einem Zauber. Dadurch wurde ich erwachsen und tötete sie, denn sie hatte mir von dem Buch erzählt und ich wollte es um jeden Preis erhalten. Ich ermordete noch weitere Shiekah. Nun sind nur noch wir zwei übrig."

"Wie konntest du nur, du Mieser.....Du hast sie getötet. Ich werde dir nie verzeihen." Impa konzentrierte sich und vereinte ihre Kräfte. Sie nahm Kontakt mit den Weisen auf. Währendessen im Wassertempel bemerkte Ruto die Hilferufe ihrer Freundin und flötete sich mit ihrer Okarina zu Naboru. Diese informierte wiederum alle anderen. In zirka 10 Minuten waren alle vereint und stürmten in Impas Villa...

Plötzlich hörten sie Impa schreien: "Nein!" Dann war Stille. Salia stürmte in Impas Zimmer. In diesem Moment hörten es die anderen Weisen krachen. Salia war in Ohnmacht gefallen. Alle rannten nun in Impas Zimmer. Naboru wurde auf der Stelle schwarz vor den Augen. Der leblose Körper von Impa lag auf ihrem Bett. Verac hatte sie erstochen. Es war ein grausamer Anblick. Ruto fing sofort an zu weinen, nur Rauru und Darunia verkniffen sich die Tränen. Doch wo war der fiese Verac?

Er war entkommen. "Wir müssen ihn suchen!", befahl Rauru. Traurig und erschüttert verließen alle Weisen Impas Villa und machten sich auf die Suche nach Verac. Doch sie fanden ihn nicht. Er war verschwunden.

Ein Jahr war nun vergangen und der Winter hielt Einzug in Hyrule. Man hatte in Hyrule extra ein riesiges Grab für Impa angelegt. Ruto, Naboru und Salia kamen an diesem lauen Wintertag, um es zu besuchen. Sie hatten 2 riesige Blumenkränze mitgebracht. Sie waren noch immer nicht über den Verlust ihrer besten Freundin hinweggekommen.

"Dieser miese Kerl muss doch noch irgendwo zu finden sein", schluchzte Naboru. Ruto sprach: "Wenn Link nur hier gewesen wäre, würde sie noch leben!" In diesem Moment hörten sie den Wind hinter sich eigenartig säuseln. Es war, als wollte er ihnen etwas sagen. Der Himmel vor ihnen formte sich zu einer Gestalt. Es war Impa, sie hielt ein kleines Kind in ihren Armen. "Freunde, seid nicht traurig und vergießt keine Tränen. Ich bin in einer besseren Welt. Ich muss euch nun die Geschichte erzählen, die mir dieser Verac erzählt hat." Der Geist Impas erzählte den 3 Freundinnen alles, das ihr einst Verac erzählt hatte. "Er ist dein Bruder. Du hast deinen Bruder geheiratet?", fragte Salia Impa unglaubwürdig.

"Es ist so Salia", erwiderte Impa. "Was ist das für ein Kind in deinen Armen, Impa?", fragte Ruto. "Das ist Serenaya. Sie wird meinen Platz als Weise und Herrscherin über Kakariko einnehmen. Sie wurde mir von den drei Göttinnen Nayru, Din und Farore gegeben. Sie haben gesagt, ihr sollt auf sie aufpassen bis sie das zarte Alter von 16 Jahren erreicht hat. Dann muss sie gegen Verac antreten. Ich bitte euch, passt gut auf sie auf". Impa übergab Naboru das Baby und verschwand wieder.

"Wir müssen für das Kind sorgen. Es ist das Beste, wenn ich sie in der Festung behalte. Dort lernt sie bogenschießen und sich zu wehren. Sie ist auch noch im gleichen Alter wie Zeldas und Links Sohn Layel," meinte Naboru. Die anderen zwei Weisen waren damit einverstanden. Es vergingen 10 Jahre und Serenaya war glücklich in der Festung. Sie trug das gleiche Gewand wie alle Gerudos. Jedoch war ihr Gewand komplett dunkelblau und glitzerte in der Sonne wie Smaragde. Sie hatte blondes Haar, das bis zum Bauchnabel hing. Sie übertraf die Schönheit aller Bewohner Hyrules. Sogar Zeldas.

Serenaya war ein sehr begabtes Mädchen. Sie ritt, hatte einen Bogen, spielte liebend gern Okarina und konnte tanzen wie eine Waldfee. Eines Tages besuchten Link, Zelda und deren Sohn Layel das Gerudotal. Layel war ein netter Junge, der seinem Vater Link sehr nachschlug. "Serenaya! Schätzchen, komm runter! Onkel Link und Tante Zelda sind auf Besuch hier", rief Naboru dem jungen Mädchen zu. Serenaya kam aus ihrem Zimmer und begrüßte alle freundlich. Nur mit dem kleinen Layel wollte sie sich nicht so recht befreunden. Er war ihr irgendwie unsympatisch.

"Geht doch mal hinaus spielen. Wir haben etwas zu besprechen", bat Zelda die zwei. "Ha. Spielen. Ich spiele nicht. Bin doch kein Baby mehr. Hat deine Mutter ein Rad ab?", schnauzte Serenaya Layel an. "He, rede nicht so über meine Mutter. Sie ist immerhin die Königin Hyrules." "Na und. Meine Mutter ist die Königin der Gerudos", erwiderte Serenaya. Die beiden fingen heftig an zu streiten, aber Naboru und die anderen bemerkten dies nicht. "Vielleicht heiraten unsere zwei Schützlinge ja mal", kicherte Link. Zelda verpasste ihm darauf eine Ohrfeige.

Sie unterhielten sich noch eine Weile und als es Zeit wurde zu gehen, verabschiedete sich Serenaya von Layel, indem sie ihm die Zunge hinaus streckte. Sie waren eben noch Kinder. Es vergingen weitere 5 Jahre. Serenaya ritt eines Tages zur Lon-lon Farm inmitten Hyrules, um mit ihrer Freundin Maylona in der Stadt ein wenig shoppen zu gehen. Maylona war die Tochter von Malon und Basil. Sie hatte pechschwarzes Haar, das Gesicht und ihre Stimme aber hatte sie von ihrer Mutter geerbt. Talon war das vorherige Jahr verstorben.

Serenaya war mitlerweile 15 Jahre alt und liebte es, anderen Leuten Streiche zu spielen. Sie war eine attraktive junge Frau geworden. "Komm schon Mayl, wir wollen doch noch weg, spring auf mein Pferd", rief Serenaya dem jungen Bauernmädchen zu. "Nein Serenaya, ich bevorzuge mein eigenes Pferd. Als ich das letzte mal mit dir mitgeritten bin, wäre ich fast vom Pferd gefallen. Du musst mit einem Pferd sorgsam umgehen und darfst es nicht so anspornen", erwiderte Maylona. Serenaya war einverstanden und beide ritten in die Stadt. "Immer wenn ich herkomme, seh ich dieses weiße große Schloss. Dort sind alle so hochnäsig", sagte Serenaya zu Maylona. Sie hatte natürlich bei dieser stolzen Rede nur an den frechen Layel gedacht.

"Ich kenne jemanden der im Schloss wohnt. Spielen wir ihm einen Streich", beschloss die übermütige Serenaya. Maylona verdrehte die Augen: "Ich glaub, mich tritt ein Pferd. Wie willst du überhaupt an den Wachen vorbei kommen? Etwa durch den Abwasserkanal?" "Du hast es erraten!", antwortete Serenaya. Maylona war über diese Idee nicht sonderlich erfreut. Trotzdem ging sie mit. Beide schlichen sich an den Wachen vorbei in den Burghof. Dort versteckten sie sich hinter einer Mauer und sahen, wie Link mit Layel verschiedene Schwerttechnicken übte. Layel war mitlerweile ein gutgebauter junger Mann geworden und sah einfach Klasse aus!

Das bemerkte auch Serenaya und wurde beim Anblick ihres früheren Erzfeindes rot. "Ich glaube, wir sollten doch wieder gehen, Maylona", flüsterte Serenaya ihrer Freundin zu. "Weißt du was, ich mach da nicht mehr mit. Zuerst schleichen wir uns an den Wachen vorbei und riskieren unser Leben und jetzt willst du wieder weg. Was soll das? Bin ich hier das Schaf der Nation, oder was?", regte sich Maylona auf. "Sieh an, sieh an. Wen haben wir denn hier? Zwei Diebe, die sich in den Burghof geschlichen haben. Was macht ihr denn hier?", hörten sie plötzlich eine Stimme hinter sich sagen. Es war der ober Soldat Vinscen. Die zwei jungen Damen versuchten ihm vergeblich alles zu erklären.

Link und Layel bemerkten die Unruhe und Schritten zu Vinscen und den zwei Mädchen hinüber. "Was ist hier los, lasst sie sofort los. Du bist doch Serenaya, nicht wahr?", fragte Link das zitternde Mädchen. Sie antwortete mit einem leisen "ja". "Mein Gott, bist du groß geworden. Und so hübsch", meinte Link. "Was, bist du etwa dieses freche Mädchen, dass sich immer so aufgespielt hat?", fragte Layel. "Ja, Sohn, das ist Serenaya. Wir haben sie einmal vor 5 Jahren besucht", antwortete Link. "Mein Gott, sie ist wunderschön. So habe ich sie nicht in Erinnerung", dachte sich Layel. Link befahl den Soldaten, die Mädchen frei zu lassen. Serenaya und Maylona gingen Richtung Ausgang. Doch Layel lief ihnen nach. "Warte Serenaya!", rief er. Er drückte ihr einen Zettel in die Hand und sprach: "Lies ihn erst, wenn du zuhause bist!" Serenaya wurde rot im Gesicht und lief aus dem Hof. Schnell wie der Wind ritt sie nach Hause ins Gerudotal. Hastig öffnete sie den Brief in ihrem Zimmer.

Darin stand: "Liebe Serenaya! Treffen wir uns heute Abend um 8 am Hylia-See. In Liebe Layel." Serenaya war hocherfreut und zog sich das schönste Gewand an, das sie hatte. Es war ein schwarz-blaues Samtkleid, das bis zum Boden reichte. Sie sah darin aus wie eine der drei Göttinnen. Sie sattelte ihr bestes Pferd und wollte sofort losreiten, da lief Naboru auf sie zu. "Wo willst du denn so spät noch hin?", fragte sie ihre Ziehtochter. "Mum, ich hab noch was zu erledigen. Ich komme bald wieder", erklärte sie Nabi. Naboru erlaubte es ihr und lächelte sie an.

Serenaya ritt so schnell sie konnte zum Hylia-See. Dort angekommen betrachtete sie das wunderschöne Abendrot und wartete auf Layel. Um Punkt Acht Uhr kam er am See an und begrüßte Serenaya mit einem Kuss auf die Hand. Serenaya kam es vor, als hätte sie Schmetterlinge im Bauch. "Ich wollte dich eigentlich auf ein Essen bei Kerzenschein einladen! Wenn du nichts dagegen hast", fragte Layel. " Aber nein. Das finde ich sehr nett von dir", erwiderte sie. Beide setzten sich an einen gedeckten Tisch, der sich am Ufer des riesigen Sees befand. Es war ein sehr romantischer Abend. Die Sterne leuchteten am Himmel. Serenaya und Layel unterhielten sich noch lange und fanden heraus, dass sie so einiges gemeinsam hatten.

Sie vereinbarten noch ein Treffen am nächsten Tag. Sie verabredeten sich bei der Zoraquelle und gingen schwimmen. Sie hatten sehr viel Spaß miteinander. Sie waren verliebt. Es vergingen 2 Wochen und Serenayas 16. Geburtstag stand vor der Tür. Layel hatte für sie eine Geburtstagsparty im Schloss arrangiert. Naboru, Salia und Ruto trafen sich an diesem Tag in den Kokiri Wäldern. "Wir müssen Serenaya bald die Wahrheit sagen. Dass sie eine Auserwählte der Göttinnen ist", sagte Ruto. "Sie tut mir so leid. Aber es muss sein. Aber wir sagen es ihr am besten einen Tag nach ihrem Geburtstag. Ich will ihr nicht den Tag vermiesen", beklagte Naboru. Alle drei waren damit einverstanden. Im Schloss ging es rund. Alle Vorbereitungen wurden getroffen. Layel war nervös, das bemerkten auch Zelda und ihr geliebter Link. " Er liebt Serenaya wirklich! So ein großes Fest gab es selten", meinte Zelda. Um 3 Uhr trafen alle Gäste ein, unter anderem auch Serenaya und Maylona. Serenaya übertraf mit ihrer Schönheit wirklich alle. Sie trug ein hellviolettes Abendkleid und hatte die Haare hochgesteckt. Layel war geblendet von ihrer Schönheit...

Die beiden Verliebten begrüßten sich und Layel flüsterte ihr ins Ohr: "Nach dem Fest gebe ich dir mein Geschenk! Komm dann auf den Balkon! Ich werde warten." Serenaya überlegte den halben Abend, was ihr Layel wohl schenken würde und war kaum bei der Sache. "Serenaya? Ich wäre hocherfreut, wenn ich dich zu einem Tanz auffordern dürfte?", hörte sie eine zarte Stimme sagen. Es war Link. Er nahm sie bei der Hand und führte sie aufs Tanzparkett. Serenaya tanzte so traumhaft, dass alle Gäste schwiegen und stehenblieben, sogar die Geschwister Rosa, die eigentlich die besten Tänzerinnen waren, staunten nicht schlecht. Link und Serenaya waren das perfekte Tanzpaar an diesem Abend und sahen aus wie zwei Feen. Es vergingen Stunden um Stunden. Als es endlich 24 Uhr war, verabschiedeten sich Zelda, Link und Serenaya von ihren Gästen.

"Ich glaube, Layel wartet auf dich", sagte Zelda zu Serenaya. Serenaya hatte die Abmachung fast vergessen und lief so schnell sie konnte die Stufen zu einem wunderschönen halbrunden Balkon empor. Dort stand er, Layel. Sie blickten sich an und Layel kam näher. Ohne ein Wort zu sagen standen beide da und sahen sich tief in die Augen. Ihre Lippen kamen sich näher und näher und verschmolzen zu einem innigen Kuss. Serenaya war überrascht und wusste nicht recht was sie nun sagen sollte. "Serenaya, ich liebe dich. Deshalb habe ich ein besonderes Geschenk für dich. Komm, und sieh dir das an", flüsterte er in ihr Ohr.

Sie trat langsam ans Ende des Balkons und staunte über die Schönheit der Nacht. Die Sterne leuchteten heller als tausend Lichter. In diesem Moment hörte es Serenaya knallen. Erschreckt sprang sie auf . Vor ihren Augen fand ein buntes Feuerwerk statt. "Das ist wirklich das schönste Geschenk, das ich je bekommen habe! Ich bin sprachlos. Und das hast alles du arrangiert?", staunte sie. "Ja, alles für dich, meine Prinzessin", bemerkte Layel. Serenaya war überglücklich und fiel Layel um den Hals. "Ich liebe dich auch sehr", flüsterte sie ihm ins Ohr. Lächelnd blickte sie ihn an.

"Komm lass uns hineingehen", sagte Layel. "Nein,warte. Es ist ein so schöner Abend. Lass uns hier bleiben. Wir können bei so einer lauen Nacht doch nicht ins Schloss gehen. Ich übernachte hier draußen", erwiderte Serenaya. "Das ist eine gute Idee. Ich schlafe auch draußen, schließlich kann ich dich ja nicht allein lassen", antwortete Layel. Serenaya wurde rot im Gesicht. Nachdem sie beide ein paar Decken herbeigeholt hatten legten sie sich hin. Beide blickten hinauf zu den Sternen. "Meine Mutter hat mir einmal erzählt, dass jedes dieser Lichter die Seele eines Menschen ist und, dass die drei Göttinnen über uns wachen", erzählte Layel.

"Das ist ja interessant. Mir wurde immer gesagt, dass wenn ein Mensch stirbt, auch ein Stern herabfällt", meinte Serenaya. Es war eine so wunderbare Nacht, wie sie es seitdem nicht mehr gab. Layel und Serenaya drehten sich zueinander und hielten sich bei der Hand. "Als ich dich das erste mal sah, kamst du mir eher frech und arrogant vor. Aber nach all den Jahren hat sich alles geändert. Mir kommt es vor, als wären wir beide wie füreinander geschaffen", bemerkte er. "Mir geht es genau so", sagte sie. Serenaya war wie verzaubert.

Es hatte sich viel in ihrem Leben geändert. Sie stand an der Schwelle des Erwachsenwerdens und bemerkte dies erst so richtig an jenem Abend. Solche Gefühle wie für Layel, hatte sie noch nie gezeigt. Sie war eben immer die harte, tapfere Gerudo gewesen. Layel fuhr durch ihr goldenes Haar und strich ihr über das Gesicht. Sie fielen in eine tiefe Umarmung und nur die Göttinnen wissen, was alles in dieser Nacht noch so passierte. Am nächsten Morgen suchte Link die beiden, denn er wusste ja nicht, dass sie die Nacht am Balkon verbracht hatten. Als er gerade auf den Balkon trat, glaubte er seinen Augen nicht. Serenaya und Layel lagen sich in den Armen und er wusste sofort, was geschehen war.

Link ließ die beiden noch schlafen. "Link, hast du sie gefunden?", fragte Zelda. "Mehr oder weniger", antwortete er. "Wieso mehr oder weniger? Und warum färbt sich dein Gesicht rot?? .....Grundgütiger. Deine Augen verraten alles. Ist das wahr? Serenaya und Layel? Naja irgendwann musste es ja soweit kommen", sprach die Königin mit einem Grinsen im Gesicht. "Hol schon mal Milch. Aber flott!", befahl Zelda Link. Verdutzt sah er sie an: "Ich bin aber der König, wieso sollte ich Milch holen. Talon ist ja dafür verantwortlich!"

Zelda sah ihn traurig an:" Du weißt genau, dass er vor einem Jahr an einem Herzanfall gestorben ist und Malon über den Verlust noch nicht hinweggekommen ist. Sie gibt sich selbst ja fast auf. Malon ist noch nicht im Stande, die Milchlieferungen zu übernehmen". "Oh mein Gott. Das hätte ich fast vergessen. Tut mir leid. Ich reite schnell zur Lon-Lon Farm!," entschuldigte er sich. Link sprang auf sein treues Ross Epona und ritt zur Ranch. Dort angekommen sah er Maylona, die gerade einen Kübel Wasser in den Stall trug.

"Maylona! Wo ist denn deine Mutter?", rief er ihr entgegen. "Hallo Link! Mama ist irgendwo in der Steppe reiten gegangen", antwortete sie. Link ritt wieder aus der Farm der Steppe entgegen. "Wo kann sie denn nur sein?", dachte er sich. "Ah, da drüben." Malon war nach Link die beste Reiterin Hyrules und liebte es, mit Pferden zu hantieren. Schnell wie der Wind galoppierte Link zu ihr hinüber. "Hallo Malon! Ich wollte einmal mit dir reden!", rief ihr Link zu. "Hallo Link! Was willst du denn bereden? Wenn es wieder um das Huhn geht, das dich immer zwickt, lautet meine Antwort, nein. Es landet nicht im Suppentopf. Damit das klar ist!" meinte Malon.

Link sah sie verdutzt an: "Nein, nein es geht nicht um den dummen Gockel...." " Huhn meinst du", unterbrach sie ihn. "Ist ja egal, wie das Ding heißt. Egal. Ich wollte mit dir einmal über den Tod deines Vaters reden..." Malons Blick wurde traurig und ihre Augen füllten sich mit Tränen. "Es gibt nichts darüber zu reden. Er ist tot und es lässt sich nicht ändern. Was kann ich denn dafür, wenn er vom Pferd fällt", antwortete sie zornig.

Ohne dass Link irgend etwas dazu sagen konnte, sprang sie auf ihr Pferd und ritt davon. "Malon warte!", rief ihr Link nach. Doch sie war schon weit weg. Sie ritt so schnell sie konnte nach Kakariko und lehnte sich an einen Baum. "Ich kann nicht mehr damit leben, dass Papa tot ist. Er fehlt mir so. Zuerst Impa und dann er. Ich kann nicht mehr so weiterleben mit diesem Schmerz", schluchzte Malon.

Sie schritt durch die Kleinstadt auf einen Hügel hinauf. Dort erblickte sie ein großes, dunkles Haus auf dem stand "Betreten Verboten". Die Fenster waren mit Holzbrettern zugenagelt. Sie fragte einen Soldaten, der ihr gerade über den Weg lief: "Was ist das für ein Haus? Und warum kann man hier nicht rein?" Er blickte sie erschrocken an: "Das ist das Mordhaus. Dort wurde unsere Herrin ermordet. Kind, geh da nicht hinein! Es heißt, darauf liegt ein Fluch!" Malon hatte von den Weisen nie erfahren, wie und wo Impa starb. Nun wusste sie es. Obwohl ihr der Soldat befohlen hatte, die Villa zu meiden, reizte es sie trotzdem, einen Blick hinein zu werfen.

Das Haus stand schon viele Jahre leer und alle Bewohner des Ortes machten einen großen Bogen darum. Doch Malon war so neugierig, dass sie es nicht mehr aushielt. Vorsichtig entfernte sie die Bretter und zwängte sich ins Innere des dunklen Gemäuers. An der Decke hingen Spinnweben und am Boden lag Schutt und Asche. Malon schritt langsam die Stufen empor in Impas Zimmer. Es war alles verwüstet. Am Bett lag ein Zettel. Sie öffnete ihn und las: "Willkommen Malon. Ich werde dir bei deinem Tod behilflich sein."

Malon stockte der Atem. Ihr Puls raste. "Woher weiß der Absender, wer ich bin und was meint er mit Tod?", dachte sie sich. Plötzlich hörte sie es hinter sich knirschen. Hastig drehte sie sich um und erblickte einen Mann mit schwarzem, langen Haar. Es war Verac. "Aber du bist...du bist Verac. Du mieser Schuft was machst du hier?", schrie Malon ihn an.

"Bauernmädchen, hüte deine Zunge. Du hast dich sicher gefragt, von wem der Brief ist. Tja, er ist von mir. Ich weiß, das du dir seit dem Tod deines Vaters das Leben nehmen willst. Ich wollte dir lediglich dabei helfen", bemerkte Verac. Er hatte kalte, finstere Augen und Malon konnte keinen Glanz darin erkennen. "Lass mich mit meinem Schmerz allein. Ich weiß nicht, wer du in Wirklichkeit bist. Geh!", befahl sie ihm. "Junge Dame. Ich lasse mir nicht alles gefallen. Ich habe dir ein simples Angebot gemacht, aber du hast es nicht angenommen", bedauerte er.

Malon bekam es mit der Angst zu tun, denn Verac kam näher und näher. Er packte ihr Gesicht und drückte seine Lippen auf ihre. Malon war völlig verwirrt. "Was willst du von mir?", fragte sie ihn. Ohne ein Wort zu sagen, holte Verac ein Seil hervor. Ein schriller Schrei durchhallte an diesem Morgen Hyrule und er stammte von der einst so lebendigen Malon.

Link war mittlerweile wieder auf dem Weg zum Schloss und dachte über viele Dinge nach. Im Palast angekommen, kam Zelda auf ihn zu und fragte: "Was ist mit Malon? Was hat sie gesagt?" "Sie hat nichts gesagt", sprach er und stieg langsam die Treppen zu seinem Zimmer hinauf. Layel kam ihm entgegen: "Guten Morgen, Vater. Ist das nicht ein schöner Tag?", begrüßte er Link. Ohne ein Wort zu sagen, ging er an seinem Sohn vorbei. "Mutter, was hat denn Vater?", fragte er Zelda besorgt. Sie antwortete: "Wenn ich das wüsste, Layel. Wo ist denn Serenaya?" "Sie macht sich frisch. Wir reiten heute nach Kakariko", meinte Layel. "Kakariko. In dieses Dorf wollt ihr?", bemerkte die Königin Hyrules. Immer wenn jemand diesen Ort erwähnte, lief es ihr kalt den Rücken hinunter.

"Ja, stimmt etwas nicht mit dem Dorf?", fragte Layel. "Nein, nein, alles in Ordnung, Schatz. Ich wünsche euch viel Spaß!", stotterte Zelda. In diesem Moment sprang die Badezimmertür auf und Serenaya kam zum Vorschein: "Guten morgen, schöner Tag", hallte es durch das Schloss. Serenaya hüpfte fröhlich in den Burghof hinab, wo Layel schon auf sie wartete. Als sie ihn sah, wurde sie rot, denn sie dachte immer noch an die letzte Nacht. "Hi Schatz! Ab nach Kakariko! In das Dorf der tausend Wunder!", juchzte Layel. Beide ritten auf die Kleinstadt am Fuße des Todesberges zu. "Das ist also Kakariko?", fragte Serenaya. Sie hatte bisher außer dem Gerudotal nicht viel gesehen.

"Ja, das ist es", antwortete Layel. Beide stiegen ab und spazierten durch das scheinbar friedliche Örtchen. "Warum sind hier keine Leute?," beklagte Serenaya. "Da ist doch Anju", freute sich Layel. Beide begrüßten Anju: "Hi Anju! Was machst du denn gerade?" Anju sprach: "Ich stehe hier und warte bis Kafei heim kommt. Aber was treibt euch in unsere verfluchte Stadt"? "Wieso verfluchte Stadt?", fragte Serenaya. Anju begann zu erzählen: "Layel hat dir deine Mutter darüber denn nichts erzählt? Wenn es so ist, erzähle ich es euch. Vor vielen Jahren lebte hier noch die mächtige Impa, die Erbauerin unserer Stadt. Unsere Stadt war ein Zufluchtsort für Verbannte. Impa war eine sehr weise Frau und das Kindermädchen deiner Mutter, Layel. Impa heiratete einen gutaussehenden Mann. Jedoch erwies sich dies als fataler Fehler. Ihr Geliebter ermordete sie bald darauf in ihrer Villa, dort auf dem Hügel. Noch heute ist das Haus leer, denn es heißt, darauf liegt ein Fluch."

"Das ist ja schrecklich!", sagte Serenaya. "Wenn ihr mich entschuldigt, es wird dunkel und ich sollte besser ins Haus gehen. Es heißt nämlich, dass in der Nacht die ruhelosen Geister ihr Unwesen hier treiben", bemerkte Anju und lief schnell in ihr Haus. "Was hat das alles zu bedeuten?", fragte Serenaya. Layel zuckte mit den Schultern. Die Verliebten verließen wieder das einst so friedliche Dorf.

Währenddessen auf der Lon-Lon Farm. Basil bereitete gerade das Essen vor. "Paps, ist Mum noch nicht zurück? Ich mache mir langsam Sorgen", meinte Maylona. "Sie sollte eigentlich schon hier sein! Malon wird bald kommen", beruhigte Basil seine Tochter. In diesem Moment fegten drei Pferde durch die Steppe. Es waren Naboru, Salia und Ruto die auf dem Weg zum Schloss waren. Die drei hatten ja noch etwas mit Serenaya zu besprechen.

Sie waren nicht gerade glücklich darüber, aber es musste sein. "Serenaya! Naboru, Ruto und Salia sind da!", rief Zelda Serenaya zu. Layel und Serenaya schritten in den Garten. "Hi Mum, was wollt ihr denn hier"?, fragte Serenaya verwirrt. Alle Drei senkten die Köpfe. "Es gibt etwas mit dir zu bereden." "Oh, um was geht es?", fragte Serenaya. "Nun ja", Salia fuhr fort, "Es muss wohl sein. Naboru ist nicht deine leibliche Mutter." Serenaya war schockiert. "Deine Eltern sind die drei Göttinnen, von denen wir dir oft erzählt haben." "Aber was soll das heißen? Bin ich die Tochter von Nayru, Din und Forore?", fragte das überraschte Mädchen.

Naboru erzählte ihr die ganze Geschichte von Anfang an und Serenaya begriff allmählich. Layel war die ganze Zeit über anwesend und stand ihr bei. "Aber das heißt ja, ich muss diesen Verac finden und töten?", fuhr Serenaya heraus. "Ja es ist so, und zwar bald. Heute ist die letzte Nacht, in der du dich ausruhen kannst. Morgen begeben wir uns auf die Suche!", bemerkte Ruto. Die drei Weisen flöteten sich in ihre Tempel und Serenaya und Layel standen fassungslos da. "Lass uns raufgehen und darüber schlafen", sagte Layel. Langsam gingen beide in ihre Zimmer. Doch Serenaya konnte einfach nicht einschlafen, denn sie musste immer darüber nachdenken, was ihr Naboru erzählt hatte...

"Serenaya schläfst du schon?", hörte sie es von draußen. Es war Layel, der an ihre Tür klopfte. "Nein, ich kann nicht einschlafen", antwortete sie. Layel öffnete die Zimmertür und setzte sich zu ihr ans Bett. "Ich konnte auch nicht schlafen, denn ich musste immer über diese Neuigkeiten nachdenken. Er nahm Serenaya in die Arme und gab ihr einen Kuss. Die beiden besprachen noch einige Dinge, bis sie schließlich doch noch einschliefen.

Link war jedoch noch immer wach und saß im Speisesaal. Er hatte den ganzen Tag schon nichts mehr geredet und Zelda machte sich Sorgen. "Link was ist denn los?" fragte Zelda besorgt. "Ach es ist nichts, ich muss nur über einiges nachdenken. Zelda, ich muss heute noch ausreiten, es ist sehr wichtig für mich!", meinte Link. "Was, um diese Zeit? Es ist doch fast Mitternacht!? Aber wenn es so wichtig für dich ist, werde ich warten bis du wiederkommst", bemerkte sie.

Link gab Zelda einen Kuss auf die Stirn, sattelte sein Pferd und ritt zur Lon-Lon Farm, denn er hoffte dort auf Malon zu treffen. Hastig klopfte er an die Tür. Basil öffnete und fragte, wer ihn wohl zu so später Stunde noch störe. "Ich bin's, Link! Ist Malon schon wieder zurück?"

"Was soll das heißen? Nein, ist sie denn nicht im Schloss?", fragte Basil verängstigt. "Aber wieso sollte sie? Oh, nein! Ich werde sie suchen und ihr bleibt hier!", befahl Link und ritt wieder aus der Farm der Steppe entgegen. "Diese Malon treibt mich noch zum Wahnsinn", dachte er sich. Plötzlich hörte Link eine Stimme. Sie sang ein sehr schönes Lied und Link folgte den Lauten. Schließlich gelangte er nach Kakariko. Doch auf einmal hörte das Lied auf und Link stand inmitten einer halbverlassenen Stadt. Ab nun musste er sich auf seinen Instinkt verlassen und folgte dem Pfad bis er zum Friedhof. Seitdem Boris tot war, übernahm sein Enkel, Dampe, den Posten des Totengräbers. Link fragte ihn: "Hast du vorhin auch dieses Lied gehört?"

Dampe sah ihn verdutzt an: "In diesem Dorf hört man und sieht man so viel, dass mich ein Lied nicht erschrecken kann. In der Nacht kommt oft ein junges Mädchen mit schwarzem, lockigem Haar hierher und singt für die Toten. Dort drüben sitzt sie. Keiner weiß, ob sie Mensch oder Geist ist, denn ihre Stimme verzaubert jeden." Link verabschiedete sich von Dampe und ging zu dem Mädchen hinüber. Sie war wunderschön und ungefähr gleich alt wie Serenaya. Ihr pechschwarzes Haar glänzte im Schein des Vollmondes und sie sang schöner als eine Nachtigal je hätte singen können.

"Entschuldigen Sie, aber ich kenne Sie nicht! Wie heißen Sie?", fragte Link vorsichtig. Das Mädchen lächelte ihn an: "Mein Name ist Maylin und ich komme hierher, da das der einzige Ort ist, an dem ich ungestört singen kann". Link unterhielt sich noch eine Weile mit Maylin und ritt dann ins Schloß zurück. "Maylin ist nur ein normales Mädchen, kein Geist!", dachte er sich, "Aber Malon ist wie vom Erdboden verschluckt."

Link dachte darüber nicht mehr nach und ging schlafen. Am nächsten Morgen war es soweit und Serenaya musste gegen Verac antreten. Sie zog sich an, stieg auf ihr Pferd (natürlich begleitete sie Layel) und ritt weg. Aber was nun? Wo war denn Verac? Wie sollte sie ihn finden? In diesem Moment hörten Serenaya und Layel eine Melodie. Wie verzaubert mussten die zwei in die Richtung reiten, woher die Stimme kam. Schließlich gelangten sie zum Friedhof in Kakariko. Dort saß Maylin und sang.

Layel und Serenaya versteckten sich hinter einem der Grabsteine, um das Mädchen zu beobachten. In dem Moment, wo das Lied zu Ende war, öffnete sich ein Grab und Maylin stieg hinunter. Serenaya war so neugierig, dass sie ihr folgte. Nun befanden sich Layel und Serenaya in einer Höhle. An der Decke waren überall die Zeichen der Shiekah eingraviert und es schien so, als wäre dies ein Heiliger Ort. Das dunkelgekleidete Mädchen schritt einen finsteren Gang hinunter. Layel und Serenaya gingen ihr natürlich nach. Sie gelangten in einen Raum, der fast so groß war, wie der Hylia-See. Serenaya staunte nicht schlecht über die überdimensionale Größe des Saals.

Abermals begann Maylin zu singen und diesmal war es das Lied der Shiekah, das uns bekannt ist als Zeldas Wiegenlied. Sie sang wie eine Sirene am Meer. In diesem Moment begann die Erde zu beben und es öffnete sich noch eine Tür, die sich am Boden befand. Das Mädchen schritt hinunter in einen dunklen Raum. Dort stand schon jemand, es war ein Mann mit dunklem Haar. "Oh mein Gott, Verac! Was machst du hier, du mieser Schuft? Das Buch bekommst du nie!!!", schrie das Mädchen dem Mann zu. Serenaya stockte der Atem.

"Das ist also Verac! Dieser miese Schuft!" sagte Serenaya zu sich selbst. Maylin hatte die Stimme hinter sich gehört und drehte sich um. "Wer seid ihr und was macht ihr hier? Es ist gefährlich! Lauft!", kreischte Maylin. "Sieh an sieh an! Maylin, hast du es noch immer nicht begriffen? Das Buch gehört mir, denn ich werde dich töten müssen! So wie es aussieht, hast du auch noch zwei Gehilfen mitgebracht?", sprach Verac in aller Ruhe. "Aber du kommst mir bekannt vor, Mädchen, du hast so ein helles Licht um dich. Du scheinst nicht von dieser Welt zu kommen? Wie heißt du?", fragte er Serenaya.

"Das geht dich gar nichts an, du Fiesling! Ich weiß wer du bist!", sagte Serenaya entschlossen. Maylin fiel ihr ins Wort: "Verac, mach die Fliege und betrete diesen Raum nie wieder!" Verac schnippte mit den Fingern und Maylin wurde nach hinten geschleudert. "Nun, ich hab dich was gefragt, Gör! Wenn du mir nicht sagen willst, wer du bist, bekommt Maylin meinen Hass zu spüren", bedrohte er Serenaya. "Ist ja gut, aber lass sie. Ich heiße Serenaya und das ist Layel". "Hab ich mir doch gleich gedacht. Du bist das Töchterchen der Göttinnen. Aber du wirst mich nicht bezwingen können...."

Verac wollte gerade zu Ende sprechen, da stürmten Link und die Weisen in den Saal, denn sie waren Serenaya gefolgt. "Was ist denn jetzt los? Da kommt die Cavalerie! Auch wenn ihr in der Überzahl seid, könnt ihr mir nichts antun!", meinte Verac. "Mörder, du hast Impa getötet! Wie konntest du nur? Nun bekommst du meinen Hass zu spüren!!!!", schrie Naboru und wollte Verac ihren Säbel in den Bauch stoßen. Jedoch war der Shiekah schneller und wich geschickt aus. "Seht ihr? Ihr habt keine Chance!", lachte er.

"Er ist zu stark. Wir müssen unsere Kräfte vereinen. Aber Serenaya, Layel und Maylin, ihr müsst auch mitmachen", befahl Zelda. "Ha, ohne die Macht des Schattens seid ihr nicht komplett. Das heißt, dass eure Energie gegen mich nichts ausrichten kann!", bemerkte Verac. Doch die Weisen hörten ihn schon nicht mehr. Sie fassten sich bei den Händen und konzentrierten sich. Gleichzeitig wurde nun auch die Macht des Grauens freigesetzt, denn Serenaya nahm Impas Platz als Weise des Schattens ein. Damit hatte Verac nicht gerechnet und bekam Angst, als er den Energieball auf sich zukommen sah. "Nein!!! Das ist zu viel Energie! Dagegen bin ich machtlos!!!", schrie er.

Der Energieball verschluckte Verac als wäre er kein Hindernis. Die Weisen konnten es nicht glauben und freuten sich wie Kinder über den Sieg. "Das war aber kein Gegener für uns", meinte Rauru verdutzt. Wahrlich war dies kein schwerer Kampf gewesen. In dem Moment öffnete sich ein Raum. Auf einem Podest lag ein Buch, das konnte nur "Das Buch der Gerechten" sein.

Zelda las darauf:

Hass und Neid zerfrisst den Leib, jedoch Liebe ihn erblühen lässt. Wenn Mord und Tod, die einzigen Worte sind die man kennt, wird das Heilige Land zerstört. Eine Apokalypse, noch schlimmer als die Ägyptischen Plagen würden Hyrule überfallen. Seid gewarnt! Jedoch wer Gutes tut und freundlich ist, das Buch ihm viel Freud' bereit.

Als die Königin fertig gelesen hatte, übergab sie das Buch an Maylin. "Danke, eure Majestät. Ich werde es hüten wie meinen Augapfel", bedankte sich das Mädchen. Nun war es wieder Zeit, voneinander Abschied zu nehmen.

"Link warte! Kannst du diese Okarina bitte Serenaya geben?! Es ist die, auf der du früher immer gespielt hast. Ich würde sie gerne Serenaya schenken", sagte Salia. "Das ist aber lieb von dir. Natürlich ich gebe ich sie ihr dann! Musst du schon wieder weg?", beklagte er. "Ja leider. Ich habe Hetti, Netti, Etti und Betti versprochen, noch mit ihnen im Waldtempel zu spielen". Link küsste Salia auf die Hand und verabschiedete sich.

Salia wurde rot und teleportierte sich nach Kokiri. Sie war immer ein sehr schüchternes Mädchen gewesen und wollte eigentlich nie eine der Weisen werden. Aber das war eben ihr Schicksal. Sie hatte einen Traum. Sie wollte erwachsen werden und Kinder haben. Aber sie war eine Kokiri und es war ihr nicht vergönnt zu altern. Aber später mehr davon...

Link ging zu Serenaya und gab ihr die Okarina. Serenaya freute sich riesig über das schöne Geschenk. Als alle den Friedhof verlassen hatten, fingt Maylin an heimtückisch zu lachen: "Diese dummen Menschen, haben doch tatsächlich geglaubt, ich wäre auf ihrer Seite. Naja, irgendwie muss ich ihnen auch dankbar sein, denn sie haben Verac für mich beseitigt und mir das Buch beschafft. Ab nun werden wir Lodervisten wieder regieren und ich werde unsere Königin Amydala erwecken. Ich muss mir gut überlegen, wie ich alle Bewohner dieser Welt ein wenig quäle. Außerdem hetzte ich sie aufeinander auf. Das wird ein Spaß!!!"

Währenddessen standen Serenaya und Layel in der Steppe. "Schade, dass du schon weg musst, Serenaya. Komm mich aber ja bald besuchen!", bemerkte Layel. "Aber natürlich. Ich muss mich nur einmal mit meinem Dorfbewohneren anfreunden. Dann komm ich zu dir!" Beide umarmten sich und Serenaya schritt die Stufen nach Kakariko empor.

Es wurde schon fast dunkel und sie betrat eines der Häuser. "Entschuldigen Sie, aber warum sind keine Leute auf der Straße?", fragte Serenaya eine Dame, die gerade beim Zubereiten des Abendessens war. "Wenn es dunkel wird traut sich niemand hinaus. Solange das Haus dort oben steht, wird sich daran auch nichts ändern. Es heißt, darauf liegt ein Fluch. Bleib hier drinnen Mädchen, draußen ist es zu gefährlich!!!!"

"Hier muss sich schleunigst etwas ändern. Sagt den Handwerkern, sie sollen die Villa morgen abreißen. Dann könnt ihr wieder raus und braucht keine Angst zu haben. Außerdem werde ich Ausstellungen und Feste arrangieren, damit es hier belebter wird", tadelte Serenaya. "Ja, ist schon in Ordnung. Aber zuerst wird gegessen und dann ab ins Bett", befahl die Lady am Herd. Serenaya war einverstanden und ließ es sich schmecken.

In der gleichen Zeit saß Salia an ihrem Lieblingsplatz in den Kokiri Wäldern und dachte über ihr Leben nach. Sie hatte 3 Stunden mit den Geistern im Waldtempel gespielt und war erschöpft. Plötzlich griff ihr Mido auf die Schulter und fragte, was los sei, denn er hatte schon immer ein Auge auf die junge Kokiri geworfen.

"Ach Mido, es ist nichts. Ich überlege nur den ganzen Tag schon, warum die Kokiri nicht erwachsen werden. Ich würde so gern mit euch einmal nach Hyrule und nicht immer nur allein da draußen sein. Ich finde es so ungerecht, jeder darf Erwachsen werden: die Goronen, die Zoras, die Gerudos und die Hylianer. Nur wir nicht, und das nur, weil uns eine Grüne Fee namens Farore erschaffen hat und sich dachte, dass es eine Abwechslung wäre ein Volk nicht altern zu lassen. Sie dachte dabei sicher nicht an unsere Gefühle. Ich würde so gerne heiraten und Kinder haben, aber wachse nicht. Unsere Aufgabe besteht daraus, 100 Jahre hier im Kokiri Wald zu warten, bis wir Pflanzen werden. Dort draußen stirbt jede Sekunde ein Mensch, jedoch wird gleichzeitig ein anderer geboren. Hier geht das Leben nicht seinen gerechten Weg. Das einzige was man tun kann ist zu spielen, Glühwürmchen zu zählen oder darüber zu diskutieren wie das Wetter am nächsten Tag wohl wird. Ich bin so verzweifelt, denn ich möchte eine Frau sein so wie Zelda oder Serenaya!"

Salia brach in Tränen aus und Mido tröstete sie. Er hatte zwar nicht alles verstanden, was sie gesagt hatte, tat aber so. "Komm, gehen wir nach Kokiri?", fragte er. Jedoch schüttelte sie den Kopf. Mido ließ sie allein mit ihrem Schmerz. Salia blickte um sich und betrachtete die Glühwürmchen. "Ewig das gleiche. Ich will Spaß haben und mich amüsieren", dachte sie sich.

Plötzlich tauchte vor ihr eine wunderschöne Frau auf. Sie hatte glänzendes, blaues Haar und trug ein violettes Kleid. "Ich kann dich verstehen, Mädchen. Als Kind wird man nicht beachtet. Ich kann dich erwachsen machen, wenn du willst. Dann kannst du den Wald verlassen", sprach sie. "Wer bist du?", fragte Salia überrascht. "Mein Name ist Amydala und ich bin eine Freundin von Maylin. Also, willst du jetzt eine Dame werden?" "Ja, das wäre mein größter Wunsch", antwortete die Weise des Waldes.

Amydala sah Salia in die Augen und verwandelte sie in eine attraktive Lady. Salia hatte langes grünes Haar und trug ein schwarzes Kleid. Sie war verblüfft und bedankte sich. Salia lief aus den Wäldern der Steppe entgegen. "Ja Mädchen. Ab nun hat sich dein Charakter geändert und du gehorchst mir. Lauf und suche Layel. Quäle Serenaya!!", sagte Amydala zu sich selbst. Salias Augen verschwammen und wurden leer. Sie gehorchte nun Amydala und folgte dem Pfad zum Schloss. Dort angekommen, erzählte sie Link, es wäre ein Wunder passiert.

"Aber das ist ja toll! Du bist groß!", lachte er. Salia fragte ihn, ob sie Layel sehen könnte und sie ihm die Neuigkeit berichten dürfe. Link erlaubte ihr zu passieren. Hastig klopfte sie an Layels Tür und begrüßte ihn. "Schau mir in die Augen, Liebling!", befahl sie. Layel blickte in ihre Augen, die jeglichen Glanz verloren hatte. In dem Moment verwandelten sich seine Augen ebenfalls und wurden bleich. "Lass mich hinein!", flüsterte sie. Er tat, was sie ihm befohlen hatte, fast wie eine Marionette. Beide schlossen die Tür hinter sich zu...

Am nächsten Morgen spazierte Serenaya durch Kakariko und beobachtete die Handwerker beim Abbau der Villa. Plötzlich kam einer der Bauarbeiter auf sie zugerannt und erzählte: "Wir können nicht weiterarbeiten, Herrin. Denn wir haben in der Villa eine Leiche gefunden!" "Was eine Leiche!! Wer ist es?", schrie Serenaya. "Wir sind uns nicht sicher, aber glauben, dass es die Frau von der Farm ist. Ich glaube, sie hieß Malon", gestand der Mann.

"Oh, ihr Göttinen, nein! Das kann nicht sein, ich muss sofort einen Soldaten zur Farm und ins Schloss senden. Ich kann es nicht fassen. Es war wahrscheinlich Verac. Aber er ist nun Tod und hier wird wieder Ruhe einkehren", schluchtzte sie. Serenaya hatte Malon nie gut gekannt, aber ihr tat ihre beste Freundin Maylona leid. Was würde Maylin nun alleine machen? Die Handwerker barten Malons Körper am Friedhof auf. Ein Soldat wurde zur Lon-Lon Farm geschickt und überbrachte Maylona und Basil die schreckliche Nachricht. Maylona konnte es nicht glauben und fiel in Ohnmacht. Als sie wieder aufwachte, befand sie sich im Schloss.

Zelda saß mit traurigem Gesicht an Maylonas Bett. Basil stand am Fenster und blickte auf die Stadt. Link war auch da und hielt Zeldas Hand. "Maylona, du bist ja endlich wach. Es tut uns so leid für dich, dass Malon tot ist. Ihr könnt hier im Schloss wohnen", sagte Zelda. "Das wäre eine sehr nette Geste von euch. Ich bin momentan ziemlich fertig und kann nicht arbeiten", bedauerte Basil. Basil hatte sich noch nie vor der Arbeit gedrückt. Er hatte diesmal aber auch einen Grund dafür.

"Wo ist eigentlich Layel?", fragte Maylona. "Ich glaube, er ist in seinem Zimmer. Ich geh ihn holen", sprach Link. Er schritt die Stufen empor und klopfte an Layels Tür. Sein Sohn öffnete vorsichtig und sah ihn mit leeren Augen an. "Was ist Vater?" "Kommst du bitte runter Layel. Wir haben ein ernstes Thema zu besprechen", befahl Link. "Schatz, wer spricht denn mit dir?", hörte es Link aus Layels Zimmer.

"Das ist doch Salias Stimme? Oder nicht? Was macht sie denn hier? Sie hat doch wohl nicht die Nacht bei dir verbracht?", fragte der König Layel. "Vater, lass Salia in Ruhe! Achja, noch was. Ich werde sie in fünf Tagen zur Frau nehmen und du wirst dich damit abfinden!", bemerkte Layel. "Was, das ist nicht dein Ernst? Ich glaubte, du magst Serenaya?", brüllte Link. Aber Layel sah seinen Vater an und fragte: "Entschuldigung, aber wer ist Serenaya?"

Wieder hörte Link aus dem Zimmer Laute: "Layel, schließ die Tür endlich zu. Es wird kalt!" Layel nickte und knallte die Zimmertür zu. Link konnte es nicht glauben und ging langsam wieder zu Zelda und den anderen. "Ihr glaubt nicht was mir passiert ist", murmelte er. Link erzählte allen, was sich vor Layels Zimmer abgespielt hatte und Zelda war zu tiefst schockiert. "Was, Salia ist da oben? Aber was macht sie noch hier?" Link zuckte mit den Schultern: "Irgendwann müssen sie ja raus und dann stellen wir die zwei zur Rede". Maylona hatte noch immer nicht ganz begriffen, dass ihre Mutter nicht mehr am Leben war. Sie hatte sich hingelegt und war eingeschlafen.

Die schreckliche Nachricht war mittlerweile auch im Geistertempel eingetroffen. Naboru lag gerade in der Sonne und dachte über Malons und Impas Tod nach. ,"Es ist so furchtbar! Ich hoffe es sterben nicht noch mehr Leute", beklagte sie. Langsam setzte sich die rassige Gerudo auf und ging in der kleinen Quelle, die sich zwischen zwei Palmen befand, schwimmen. "Ich weiß, wie schwer es ist, seine Mutter zu verlieren. Maylona ist wirklich ein sehr armes Mädchen", dachte sie sich.

Plötzlich tauchte vor ihrein Mann mit rotem Haar auf. Das konnte nicht wahr sein. Vor ihr stand Ganondorf Dragmire. "Habe ich Halluzinationen, oder was? Du bist doch verbannt worden! Wer hat das Siegel gebrochen?", fragte Naboru ihren Erzfeind. Er fing an zu lachen: "Weise der Geister, es ist mir eine Ehre. Mich hat eine gute Freundin befreit, aber lassen wir das Thema. Süße, komm mit, ich zeig dir unser Schloss", befahl er.

Jedoch fing Naboru an sich zu wehren und zog ihr Schwert. Ganon grinste fies und klatschte in die Hände. Naboru konnte sich nicht mehr bewegen und war wie versteinert. Er packte sie in einen Sack und verschwand. Als Naboru aufwachte, befand sie sich in einem großen Ballsaal. Es sah aus, als wären sie in Hyrule. "Wo bin ich hier?", fragte sie Ganondorf der vor ihr stand. "Oh, auch schon wach? Wir sind in meinem Schloss in Ikana", antwortete er. "Aber das heißt ja, wir sind in Termina und nicht mehr in Hyrule. Oh nein, wie soll mich Link hier finden", zischte sie. "Du wirst eine schöne Braut Naboru", lachte er.

"Was heißt da Braut? Glaubst du ich heirate dich? Nie im Leben!", schrie sie. "Das hast du nicht zu sagen! Ehrlich gesagt, fand ich dich schon immer sehr hübsch. Meine Diener bringen dich auf dein Zimmer. Dort wirst du dich umziehen!", befahl der Herr der Gerudos. Naboru wollte sich wehren, aber sie war zu schwach und wurde in ein Zimmer verschleppt.

Währenddessen waren Salia und Layel aus dem Zimmer gekommen. Sie wollten sich wegschleichen, hatten aber nicht mit Zelda und Link gerechnet. "So so, wohin des Weges?", fragte Zelda. "Wir reiten nach Kakariko und du kannst uns nicht aufhalten", schnauzte Layel. Salia nahm ihre Okarina und noch bevor Link eingreifen konnte, waren beide verschwunden. Salia hatte die Nocturne des Schattens gespielt und beide befanden sich nun in Kakariko...


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