Breath of the Wild



Ultimate Contest

Autor: Novu


Prolog: Das Melee-Turnier

„...ink...Hey, Link... MANN, JETZT WACH ENDLICH AUF, LINK! DA IST EIN BOTE, DER DIR EINE WICHTIGE NACHRICHT MITTEILEN WILL!,“ schrie Navi in Link’s Ohr. „W-Wie, wo, was ist los?,“ gab er schlaftrunken zurück. „da ist ein Bote mit einer Nachricht für dich!“ Noch leicht vom Schlaf benebelt trat Link vor die Tür der Soldatenbaracke in Kakariko, in der er bis zum Wiederaufbau von Hyrule-Stadt wohnte. Der Bote sprach:“ Ehrwürdiger Link, Retter von Hyrule und Held der Zeit, dir wird hiermit die Ehre zuteil, an dem großen Turnier von Melee teilzunehmen. Dieser Brief enthält alle Informationen, die du benötigst, und diese Karte führt dich zum Energie-Portal, mit dem du anreisen wirst. Halte einfach deine beigelegte ID-Karte vor das Portal und du wirst zum Schauplatz des Turniers teleportiert. Viel Glück und mögen die Göttinnen über dich wachen!“ Und mit dem letzten Wort löste sich der Bote in Luft auf. Der leicht verdutzte Link stand noch immer halbbekleidet auf offener Straße, ging zurück in die Baracke, zog sich fertig an, schnappte sich seine Ausrüstung und rief sein treues Ross Epona, um einer Schlacht entgegen zu reiten, die er und alle Teilnehmer nie wieder vergessen sollten...

Kapitel 1: Anreise zum Turnier

Link saß auf Epona’s Rücken, die mittlerweile ziemlich ermüdet war. Sie hatten die Grenze Hyrule’s beinahe erreicht, und Link’s Gedanken kreisten um den Brief, den er von dem seltsamen Boten erhalte hatte. Noch immer hallten dessen Worte in seinem Kopf. Energie-Portal. ID-Karte. Was zur Hölle war eine ID-Karte? Etwa dieses kleine, rechteckige Ding, das aus einem ihm unbekannten Material gemacht war, mit einer außergewöhnlich realistischen Zeichnung von ihm und ein paar Strichen darauf? Er warf einen Blick auf die Weltkarte, die er bekommen hatte. Der Punkt, der darauf markiert war, war nicht mehr weit entfernt. Er fragte sich, was er wohl sehen würde, wenn er endlich ankam. Allein mit seinen Gedanken, schossen ihm die Ereignisse seiner Reise durch den Kopf: Wie er Navi und Zelda des erste Mal traf, als er das Master-Schwert bekam, die Befreiung der Weisen, der Sieg gegen Ganon und Ganondorf’s Versiegelung im heiligen Reich. Dazwischen schoben sich seine Abenteuer in Termina, wie er in einen Deku verwandelt wurde, und, und, und...Tief in Gedanken versunken hörte er kaum hinter sich eine wohlbekannte Frauenstimme. Er drehte sich langsam um und überrascht erblickte er Zelda, die sich offenbar gerade mit Farore’s Donnersturm dorthin teleportiert hatte. „Zelda?,“ fragte er verwundert. „Was machst du denn hier?“ In einem gespielt zornigen Unterton sagte sie:“ Oh, hallo Zelda! Wie geht es dir? So lange haben wir uns nicht mehr gesehen, was machst du zurzeit so?“ „Okay, okay, es tut mir leid. Wie geht es dir und warum bist du hier? Ganondorf’s Siegel ist doch noch intakt, oder?“ „Erstens: Es geht mir gut. Zweitens: Das Gleiche könnte ich dich auch fragen. Und Drittens: Keine Sorge, sein Siegel ist völlig in Ordnung.“ Leicht irritiert von ihrem plötzlich normalen Tonfall antwortete Link: „Ich bin gerade auf dem Weg, Hyrule zu verlassen, weil ich zu dem sogenannten „Turnier von Melee“ eingeladen worden bin und mich auf dem Weg dorthin befinde.“ Mit einer ein wenig überraschten Miene sagte Zelda: „Dann wird es dir wohl nichts ausmachen, wenn ich dich begleite, denn ich bin ebenfalls zu diesem Turnier eingeladen worden.“ „Was? Du auch? Komischer Zufall. Na ja, dann muss ich wenigstens nicht alleine reisen. Komm, steig auf!“ „Dank dir.“

„Was ist eigentlich mit den anderen Weisen, brauchen die denn deine Hilfe nicht im heiligen Reich um es zu bewachen?“ „Sie haben gesagt, dass sie das schon noch alleine schaffen. Vielleicht ist es bald möglich, dass sie mich nicht mehr benötigen, dann kann ich nach Hyrule zurückkehren und meinem Vater als Herrscherin nachfolgen.“ Nach kurzem Schweigen sprach Link ehrerbietend: „Wenn es soweit ist, werde ich dir als Ritter dienen und dir zur Seite stehen.“ „Nur als Ritter?...“ „Ich...ich...ähm, ich glaube, wir sind da...“ Vor ihnen erhob sich ein riesiges, regenbogenfarbenes Portal aus Energie, ohne feste Form.
Sie stiegen von Epona herab und gingen näher an das Portal heran, leicht nervös, da sie sich nicht vorstellen konnten, was jetzt passieren sollte. Als sie nahe davor standen, erhob sich eine gewaltige, nicht menschlich klingende Stimme: „Wer seid ihr?“ Völlig synchron sagten sie: „Link und Zelda.“ Plötzlich erschien vor ihnen eine Art Tisch und die Stimme begann wieder zu reden: „Legt eure Karten mit der Seite mit dem Strichcode darauf auf die Plattform...In Ordnung, ihr seid zugelassen und jetzt offiziell registriert. Schreitet durch das Portal und ihr werdet auf der Stelle zum Turnierplatz transferiert.“
„Bist du...Bist du bereit, Link?“ „Ich ja. Und was ist mit dir, bist du sicher das du teilnehmen willst?“ „Ja, ich bin mir sicher. Ich möchte zeigen, was ich kann.“ „Okay, dann wollen wir mal!“ Sie gingen durch das Portal und plötzlich veränderte die Umgebung von Link und Zelda. Regenbogenfarbige Strahlen aus Licht zogen an ihnen vorbei. Langsam bemerkten sie einen Punkt aus reinem Licht, der aus der Ferne näher kam und als er direkt vor ihnen war, tauchten sie in das Licht ein...

Kapitel 2: Ansprache zum Turnier und besondere Begegnungen

Nur wenige Sekunden hatte die Reise gedauert. Sie waren noch immer vom Licht geblendet, konnten aber schon die Rufe von Tausenden von Zuschauern hören, die überall um sie herum zu sein schienen. Langsam öffnete Link seine Augen und er konnte den Anblick kaum fassen: Sie standen inmitten von unzählbar vielen Kämpfern, die von überall und jeder Zeit zu sein schienen. Manche trugen Schwerter, Lanzen, Äxte und andere trugen Waffen, die Link noch nie im Leben gesehen hatte. „Zelda, öffne deine Augen, das musst du dir ansehen!“ „Bist du sicher?“ „Ja, vertrau mir! Komm, sieh es dir mal an!“ Sie war mindestens genauso überwältigt von dieser Ansammlung von Kämpfern und Menschen wie Link und die meisten Anderen es auch waren. Link sah sich um, um sich die Gesichter seiner Konkurrenten mal genauer anzusehen. Es waren so viele verschiedene Gesichter, manche waren hell und freundlich, andere finster und zornig. Und direkt neben ihm standen zwei junge Männer, einer blauen Haaren, der andere mit roten. Die beiden schienen nicht älter zu sein als sein um 7 Jahre gealterter Körper. Link ging auf sie zu und sprach sie an: „Hey, hi, mein Name ist Link. Nette Schwerter habt ihr da.“ „Danke sehr,“ antwortete der rothaarige Jugendliche. „Mein Name ist Roy.“ „Und ich bin Marth,“ sagte der Blauhaarige. „Dein Schwert sieht aber auch nicht schlecht aus. Die Gravur kommt gut zur Geltung mit all den Edelsteinen am Griff.“ Plötzlich spürte Link wie sich eine Hand um seinen Arm klammerte. Es war Zelda, die plötzlich ziemlich verängstigt schien und die ihm ins Ohr flüsterte: „Link, ich...ich glaube, ich habe gerade Ganondorf gesehen.“ „W-Was!? Aber...aber das ist unmöglich, er ist doch im heiligen Reich eingeschlossen!“ Plötzlich sagte Marth: „Hey Link, willst du uns nicht mal deine Freundin vorstellen?“ „Was? Oh, äh ja. Das ist Prinzessin Zelda von Hyrule.“ „Sehr erfreut,“ antwortete Marth, verbeugte sich dabei und zwang mit seiner linken Hand Roy ebenfalls in die Verbeugung. Plötzlich erhob sich eine Stimme die den selben Klang hatte wie die Stimme am Energieportal: „Ehrwürdige Kämpfer vieler Welten! Ich bin erfreut euch hier an diesem Tag im großartigen Melee-Stadion begrüßen zu dürfen! Viele von euch werden sich jetzt bestimmt fragen, was das soll? Nun, die Antwort ist völlig simpel: Ihr seid alle ausgesuchte Kämpfer, die Unglaubliches geleistet haben und um herauszufinden, wer von euch der Beste ist, wurde dieses Stadion gebaut um beim großen Turnier von Melee eben jenen besten Kämpfer von euch allen zu ermitteln. Wer wird es sein? Mann oder Frau? Vergangenheit oder Zukunft? Mensch oder Tier? Ich weiß es nicht, aber eines weiß ich: Lasst die Kämpfe beginnen!“


Von überall im Stadion erschallte ein gewaltiger Jubel, in den sowohl die Kämpfer als auch die einfachen Zuschauer mit einstimmten. „Ach ja, eines noch: sobald ihr Kämpfer die Arena verlassen habt, warten außerhalb die Mitarbeiter des Turniers auf euch. Zeigt ihnen eure ID-Karten und sie werden euch zu euren Zimmern führen.“
„Mann, ich dachte schon, der Typ hört nie auf zu reden.“ Link sah sich um, um den Besitzer dieser Stimme zu finden, und sein Blick blieb auf einem jungen Mann so um die zwanzig Jahre haften, mit pechschwarzem Mantel und stacheligen, hellbraunen Haaren. Der junge Mann bemerkte ihn und ging auf Link zu. „Hey, du bist Link, oder?“ „Äh, ja, warum?“ „Mein Name ist Kevin und ich bin ein großer Fan von dir! Dann ist das wohl Prinzessin Zelda! Das ist voll cool, dass ich dich endlich mal treffen darf! Ich hoffe, du kommst ins Finale, dann kann ich gegen dich antreten. Na ja, ich glaube, dass wir uns schon früher wiedersehen werden. Bye!“ Während Kevin die Arena verließ, sagte Marth zu Link: „Du bist wohl berühmter als wir dachten!“ „Ja, und das wusste noch nicht mal ich selbst. Aber vielleicht sollten wir uns jetzt mal wegen unseren Zimmern erkundigen.“ Anschließend verließen auch Link und Zelda das Melee-Stadion zusammen mit Marth und Roy. Als die Vier das Stadion hinter sich gelassen hatten, sahen sie bereits die Unterkünfte der Turnierteilnehmer, die sogar noch luxuriöser aussahen als das Schloss von Hyrule in seinen besten Tagen. Plötzlich hörten sie hinter sich eine weibliche Stimme: „Würdet ihr mir bitte eure ID-Karten zeigen?“ Sie taten, wie ihnen geheißen, und die Mitarbeiterin sagte: „In Ordnung, da haben wir Roy, Marth, Link und Zelda. Wenn ihr mir freundlicherweise folgen würdet?“
Der Gang zu den Unterkünften dauerte länger als sie gedacht hatten. Als sie endlich angekommen waren, konnten sie kaum glauben, was sie sahen. Die Unterkünfte waren gewaltig, obwohl sie sogar von der Arena aus riesig erschienen. „Trödelt nicht so lange, ich zeige euch jetzt eure Zimmer. Link, Zelda, euer Zimmer ist am nächsten. Kommt ihr?“ „Ähm, sagtest du „euer Zimmer“?“ „Es ist ein Doppelzimmer, falls du etwas anderes gedacht haben solltest.“ „Oh, schon okay.“

„Hier wären wir. Falls ihr etwas benötigen solltet, ruft einfach meinen Namen. Ich heiße übrigens Exus. Marth, Roy, ihr müsst noch kurz mitkommen.“ „Wir sehen uns später, Link.“ „Ja, ok. Eine Frage noch, ähm...Exus?“ „Und die wäre?“ „Gibt es hier irgendwo Trainingsmöglichkeiten?“ „In den Zimmern gibt es die Platzierungen im Turnier ausgehängt und eine Wegbeschreibung der Räumlichkeiten. Sonst noch einen Wunsch?“ „Nö, im Moment nicht. „Gut. Marth, Roy. Hier entlang.”
„Hey Link, sieh mal, die Platzierungen!“ „Hmm, okay, ich bin hier. Weißt du schon in welcher Gruppe du bist, Zelda?“ „Ähm, ja, ich bin Gruppe...7. Das heißt wir treffen höchstens im Finale aufeinander.“ „Ah, da ist Marth. Auf ihn treffe ich im Halbfinale, wenn alles klappt. Und Roy...oh! Der ist in meiner Gruppe.“ „Mal sehen. Hmm, da hast du wohl recht. Aber wie’s aussieht, musst du maximal in Runde 3 gegen ihn kämpfen. Mein erster Gegner nennt sich...Donkey Kong. Hey! Das ist ja ein Affe!“ „Tatsächlich. Und mein erster Kampf...ist gegen ein Team. Die heißen „Ice Climbers“.“ „Ein Team? Ist das nicht unfair?“ „Ich glaube nicht, dass sie einfach einen gegen zwei antreten lassen. Ich wird mich einfach deswegen erkundigen. Ach ja, was ist eigentlich mit diesem, wie hieß er noch...Kevin? Wo ist der dabei?“ „Warte kurz...ah, da ist er ja. Er ist in Gruppe 6. Das bedeutet, dass ich im Achtelfinale gegen ihn kämpfen muss. Aber glaubst du überhaupt, dass er soweit kommt?“ „Keine Ahnung, aber wir wissen ja auch nicht wie weit wir kommen.“
„Okay, ich glaube, ich werde jetzt zur Arena gehen und ein bisschen trainieren.“ „Ich komme mit, dann kann ich mit dir üben...“ Plötzlich schlug sich Zelda die Hand aufs Gesicht und verzerrte dieses so als hätte sie Schmerzen. „Zelda? Zelda, was ist los mit dir?!“ „Ich...ich habe gerade einen gewaltigen Energieausstoß aus der Richtung des Stadions gespürt...Da war...Da war Ganondorf’s dunkle Energie und noch jemand, dessen Energie sogar noch größer war als die Ganon’s...Aber...ich bin mir zwar nicht sicher, aber ich glaube da waren noch mehr Energien, die ich allerdings nicht zuordnen konnte obwohl, sie waren irgendwie ähnlich...“ Link hatte sich mittlerweile Schwert und Schild auf den Rücken geschnallt und streckte Zelda die linke Hand entgegen. „Geht es jetzt besser? Kannst du aufstehen und laufen?“ „Es geht schon, mir ist ja nichts passiert, es war nur ein Energieausstoß und keine physische Verletzung. Sehen wir nach, was dort passiert ist?“ „Das wollte ich dich auch gerade fragen. Gehen wir.“

 

Kapitel 3: Neue Freunde, alter Feind und der erste Kampf

 

„Beeil dich bitte, Zelda! Wer weiß, wie lange die Aussender der gewaltigen Energien noch dort sind!“ „Sollten wir nicht Marth und Roy bitten mitzukommen?“ „Dazu haben wir keine Zeit. Kannst du uns nicht mit deiner Magie dorthin teleportieren?“ „Tut mir leid, aber aus irgendeinem Grund ist es mir im Moment nicht möglich zu teleportieren.“ Link und Zelda rannten so schnell sie konnten, als plötzlich eine kleine Gruppe von Leuten um die Ecke bog und sie mitten hinein rannten. „Aua, könnt ihr nicht ein bisschen aufpassen?,“ sagte eine der beiden jungen Frauen aus der Gruppe. „Tut uns leid, aber wir...“ Link wollte gerade erklären, wieso sie es so eilig hatten, als plötzlich ein junger Mann aus der Gruppe aufstand, ihm aufhalf und aufgeregt seine Hand schüttelte. „Boah, du bist doch Link, der legendäre Held aus Hyrule!“ „Ob ich legendär bin, weiß ich nicht, aber ja, ich bin Link.“ Plötzlich ging die andere junge Frau (mit schulterlangen, braunen Haaren) ohne ein Wort weiter. „Warte doch, Lena!,“ rief ein weiterer, diesmal blondhaariger Mann. „Sein Tod hat sie wohl doch schwerer getroffen, als wir gedacht hatten...“ sagte der letzte Mann aus der Gruppe, der abstehende , stachelige braune Haare hatte und seltsame, violette Augen. „Wer denn?,“ fragte Zelda. „Ihr Verlobter. Er hatte sich im finalen Kampf gegen unseren Feind selbst getötet, um die Seele unseres Feindes in der Hölle zu zerstören um ihn so endgültig aufzuhalten. Ach ja, ich bin Thomas, meine Freundin hier heißt Kathrin, der braunhaarige Typ hier ist Takil und der Blonde heißt Kazuki. Und die Frau grade eben war Lena, falls ihr es noch nicht bemerkt habt.“ „Hey, wollt ihr nicht später zu uns kommen und uns mehr über eure Abenteuer erzählen?,“ sagte Kazuki. „Sehen wir mal, aber im Moment müssen ich und Zelda dringend zur Arena!“ antwortete Link mit hektischer Stimme. „Wir kommen mit. Ich glaube, im Moment wäre Lena lieber allein.“ Gab Kathrin zurück.

„Was wollt ihr eigentlich in der Arena?“ „Ich habe eine gewaltige Aufhäufung von Energie aus der Richtung des Kampfstadions gespürt, bei der auch Ganondorf’s Energie zu spüren war und deshalb wollten wir nachsehen, was passiert ist.“
Als sie bei der Arena ankamen, konnten Link und Zelda kaum fassen, was sie da sahen: Der Kampfplatz war völlig verwüstet und sie konnten nur undeutlich Vier Gestalten in der Staubwolke ausmachen, die sich im Epizentrum eines Kraters langsam verzog. Schnell rannten sie zusammen mit ihren neuen Freunden dorthin, um die Personen besser erkennen zu können. Als sie nahe genug gekommen waren, sahen sie, dass Marth und Roy verletzt am Boden knieten. Daneben stand in einer schützenden Position ein Mann mit zerfetztem, pechschwarzem Mantel , pechschwarzer Kleidung, schwarzen Stiefeln und mit einer Kapuze auf dem Kopf, die anscheinend zum Mantel gehörte und seine Haare verdeckte, während eine Maske auf seinem Gesicht nicht vermuten ließ, wer sich dahinter verbarg. Was Link allerdings am meisten schockte, war die vierte Gestalt, die offensichtlich den gewaltigen Angriff entfesselt hatte: Es war Ganondorf, der in knallroter Kleidung dastand. „Du kommst spät, Link. Du hast den Kampf gerade verpasst,“ sagte Ganondorf mit einem finsteren Klang in der Stimme. „Du hast wohl nicht bemerkt, dass ich noch nicht K.O. bin, oder, Ganondorf?“ rief der Maskenträger. „Dieser Kampf war nur da, um meine lieben Feinde Link und Zelda herzulocken.“ „G-Ganondorf? Aber...aber...wie bist du hierher gekommen, du bist doch versiegelt worden!“ stotterte Zelda. „Ist doch egal wie der Typ hergekommen ist, ich werde ihn mit meinem Master-Schwert endgültig zur Strecke bringen! Hiiyaaah!“ Link stürzte sich mit einem Kampfschrei auf seinen Erzfeind und wollte ihm sein Schwert ins Herz rammen, doch Ganondorf zeigte sich unbeeindruckt und warf Link mit einer Handbewegung und einem Schwall aus finsterer Magie mühelos zurück, und als er auf den Boden gekracht war, hockte sich der Großmeister des Bösen einfach neben ihn hin und sprach: „Tut mir leid, Link, aber wenn du glaubst, mich so einfach besiegen zu können, dann hast du dich geschnitten. Ich bin jetzt Mitglied einer finsteren Organisation und dadurch stärker als jemals zuvor. Ich kann mich zwar nicht mehr in Ganon  verwandeln, aber das muss ich auch nicht mehr. Und nur das du es weißt,“ während er das sagte, stand Ganondorf auf und sprach weiter: „für das, was ihr, du und die Weisen, mir angetan habt, werde ich dich hundertmal mehr leiden lassen und danach befasse ich mich mit deiner geliebten Zelda! Auf Wiedersehen!“ Nachdem er fertig gesprochen hatte, verschwand Ganondorf in einer dunklen Wolke und Zelda rief Exus um Link, Marth und Roy zu versorgen. Aber Link bemerkte davon nichts mehr, denn während Zelda die Mitarbeiterin rief, verlor Link das Bewusstsein.

Link erwachte in seinem und Zelda’s Zimmer, völlig allein. Sein Oberkörper war einbandagiert und bis auf seine Beinkleider hatte er nichts an. Erst als er am Fenster stand und die finstere Nacht betrachtete, realisierte er, was geschehen war und der Impuls eines Schmerzes durchzog seinen gesamten Körper, worauf er schmerzvoll stöhnte auf. „Nicht verwunderlich, dass du Schmerzen hast,“ sagte Exus, die gerade zur Tür hineingekommen war und einen seltsamen Schalter in der Wand betätigte, wodurch der Raum plötzlich erhellt wurde, wie mit einer riesigen Kerze, nur noch heller. „Wie geht es Marth und Roy?“ fragte Link. „Besser als dir, aber sie wurden ja auch nicht direkt von Ganondorf attackiert.“ „Woher hat er auf einmal so eine Kraft?“ „Das wollte ich dich auch fragen, aber damit hat sich das wohl erübrigt.“ „Ich bin mir nicht sicher, aber ich denke er hat etwas von einer Organisation gesagt, sonst nichts.“ Plötzlich ertönte eine bekannte Stimme hinter der Tür: „Können wir reinkommen?“ „Ja, meinetwegen,“ antwortete Exus. Zelda und ihre gemeinsamen neuen Freunde schritten durch dir Tür und Zelda stürzte sich auf Link, um ihn zu umarmen. „Autsch,“ sagte Link. „Oh, Entschuldigung. Hab ich dir wehgetan?“ „Es geht schon.“ Plötzlich streckte sich ihm eine ausgebreitete Handfläche entgegen, auf der eine Kapsel lag. „Schluck das,“ befahl ihm Exus. „Danach geht es dir wieder besser. Eine Fee konnte ich dir leider nicht besorgen, die gibt es hier nicht.“ „Unglaublich! Als wäre ich nie verletzt worden! Ähm, aber wie lange habe ich eigentlich geschlafen?“ „Nicht wirklich lange. Drei Stunden vielleicht. Vielleicht auch ein bisschen weniger. Falls du dir wegen deines Kampfes Sorgen machst, die Ausscheidungskämpfe beginnen erst morgen.“ „Ich hätte da noch eine Frage dazu,“ mischte sich Zelda ins Gespräch ein. „Wieso kämpft Link gegen ein Team? Das ist doch ungerecht! Zwei gegen Einen!“ „Keine Ahnung. Das haben die Veranstalter so entschieden. Vermutlich taugen die „Ice Climbers“ nur im Team etwas oder sie glauben, dass Link stark genug ist.“ Während Exus und Zelda diskutierten, sah Link zu seinen Besuchern. „Fehlt da nicht einer?“ „Wen meinst du?,“ fragte Marth. „Den Kerl mit der Maske. Du weißt schon: pechschwarzer Mantel, komplett schwarz gekleidet. Hat dich und Roy vor Ganondorf’s Angriff gerettet.“ „Das wissen wir leider nicht,“ wandte sich Zelda an Link. „Als Ganondorf verschwunden war und wir euch drei hergebracht haben, war der Maskenmann plötzlich auch weg.“ „Und wo ist eure Freundin Lana?“ „Sie heißt Lena und sie ist spazieren gegangen, sie...na ja, wie gesagt, sie ist in einer Art Schockzustand seit dem Tod meines besten Freundes,“ antwortete Thomas. „Aber ich frage mich schon, was sie gerade macht...“

Lena sah wie das Licht der Kristalllaternen auf den Boden vor ihr auftraf. Fast drei Monate waren bereits seit seinem Tod vergangen. Drei Monate voll mentalen Leids, doch der Schmerz wollte und wollte einfach nicht aufhören. Immer noch sah sie, wie er mit seinem Schwert im Körper in ihren Armen lag und sein Leben aushauchte, nur um ganz sicher zu gehen, dass ihr schlimmster Feind nie wieder auftauchen würde. Sie betrachtete ihren Finger, an dem immer noch der Verlobungsring steckte, den er ihr in seinen letzten Momenten geschenkt hatte. Immer noch hallten seine letzten Worte in ihren Ohren: „L-Lena, ich...es tut mir leid. Ich wollte nicht, dass es so endet, aber...*keuch* ich will nicht, dass er alles auslöscht, nur um dich zu kriegen. Ich...ich gehe jetzt dorthin und... vernichte ihn endgültig...Bevor ich jetzt gleich verschwinde...h-hier...diesen Ring...wollte ich dir als Verlobungsgeschenk geben, aber ich fürchte...*hust* es wird jetzt eher ein Abschiedsgeschenk werden... Leb...Leb wohl, Lena...Irgendwie...Irgendwann...werden wir...uns...wiedersehen...“ Wieder und wieder hatte sie diesen Moment in ihren Gedanken durchlebt und immer standen ihr die Tränen in den Augen. Plötzlich sah sie einen geheimnisvollen Schatten im Licht. „Liebster?! Bist...bist du es?“ Sie rannte zu der Gestalt im Licht, aber als sie näher kam, sah sie nur einen komplett schwarz gekleideten Mann mit Maske vor sich, und obwohl die Maske seine Augen verbarg, konnte sie spüren, dass der Maskentyp sie ansah. „Wer bist du?“ „Sie nennen mich Black Hunter.“ „Wer denn?“ „Diejenigen, die mich fürchten.“ Mit einem leicht aggressiven Ton in der Stimme fragte sie ihn: „Und die, die dich nicht fürchten?“ „Jeder fürchtet mich. Jeder. Übrigens, ich bin ein Bekannter deines, na ja, ehemaligen Verlobten.“ Mit einer nun schrillen Stimme schrie sie ihn an: „WER BIST DU ZUM TEUFEL!?!“ Er legte sein kohlschwarzes, mit amethystfarbenen Runen überzogenes Schwert auf seine Schulter, nahm den unteren Teil seiner Maske ab und mit einem Mal stand er direkt vor ihr und presste seine Lippen auf ihre. Nach einem kurzen Moment, der Lena wie eine halbe Ewigkeit vorkam, ließ der Black Hunter sie los und sie stieß ihn gewaltvoll weg. „Ich dachte, du wärst noch immer von seinem Tod schwer getroffen, aber anscheinend hast du dich gerade wieder gefangen. Du bist doch stärker, als wir beide gedacht hatten. Drei Monate waren wohl doch lange genug.“ Sie wollte gerade ihren mystischen Wind entfachen, um ihn anzugreifen, aber er war bereits im Nirgendwo verschwunden. Auf einmal lag vor ihr auf der Erde ein Zettel auf dem geschrieben stand: „Wir sehen uns bald wieder, Lena. Black Hunter.“ Sie zerknüllte den Zettel und warf ihn weg. In ihrem Inneren herrschte ein Gefühlschaos wie lange nicht mehr: Die Trauer und die Liebe, die sie immer noch ihrem toten Verlobten gegenüber empfand, und diese seltsamen, neuen Gefühle, die Black Hunter in ihr losgetreten hat. Aber wer war dieser Mann? Als sie noch in Gedanken versunken war, kamen ihr bereits die Lichter der Unterkunft entgegen.

Der Morgen brach herein, doch Link war bereits wach. Nachdem er drei Stunden bewusstlos gelegen war, konnte er kaum wieder einschlafen. Bald würde er seinen ersten Kampf bestreiten in diesem Turnier. Den Kampf, der den Wettkampf einläuten sollte. Es störte ihn zwar, dass er nur vier seiner Waffen und seinen Schild benutzen durfte, aber dafür waren sein Konkurrenten ebenfalls eingeschränkt. Die Wunden, die er aus der Begegnung mit Ganondorf herausgetragen hatte, waren durch die seltsame Medizin Exus’ im Bruchteil einer Sekunde geheilt. Er streifte sich seine Gewänder über und ging in Zelda’s Teil des Zimmers, um sie aufzuwecken. Er wollte gerade hineingehen, aber als er die Tür einen Spalt weit geöffnet hatte, sah er wie Zelda halbnackt vor dem Spiegel stand und sich betrachtete. Leise schlug Link die Tür zu, während ihm die Schamesröte ins Gesicht stieg. Bis jetzt hatte er sich nie wirklich mit dem Unterschied zwischen Männern und Frauen befasst, doch als er Zelda gerade so gesehen hatte, wusste er nicht was er fühlen sollte.
Schließlich entschloss er sich nach ein paar Minuten so zu tun, als wäre nichts gewesen. Er klopfte gegen ihre Tür. „Bist du schon wach, Zelda?“ „Ja, du kannst schon eintreten, Link.“ „Können wir schon zum Stadion gehen?“ „Ja, meinetwegen.“
„Hey, da vorne sind Marth und Roy! Hi!,“ rief Link. Die beiden liefen ihnen entgegen und Marth sagte: „Wo wart ihr so lange? Wir warten schon seit 15 Minuten auf euch. Thomas und die Anderen sind schon längst weg.“ „Wir sind erst später aufgestanden und mussten erst einmal noch meine Ausrüstung überprüfen. Gehen wir jetzt?“ „Okay.“
Schließlich kamen sie in der Arena an. Das Feuerwerk hatte bereits begonnen und die Zuschauer begannen bereits zu jubeln. Gerade noch rechtzeitig konnten die Vier sich einreihen, als der Kommentator begann zu sprechen: „Endlich ist der Moment gekommen, auf den ihr alle gewartet habt: Der Beginn des Turniers! Und unseren ersten Teilnehmer stehen auch schon fest! Ice Climbers! Link! Tretet bitte vor!...Okay. Alle Teilnehmer, die jetzt nicht kämpfen, geht bitte auf die Tribüne! Link. Ice Climbers. Seid ihr bereit?“ Synchron antworteten die Drei: „Bereit!“ Auf einmal veränderte sich die Umgebung und eine Stimme ertönte: „Kampfplatz: Pilz Königreich/Peach’s Schloss. Teilnehmende Kämpfer: Beginnt!“ Plötzlich befanden sich die Drei auf dem Dach eines Schlosses. „In Ordnung. Lasst den Kampf beginnen. Los!“ Link zog sogleich sein Schwert und sprang auf eine schwebende Plattform, während die Ice Climbers auf die Spitze des Schlossturms sprangen und Eisklötze wurden aus ihren Holzhämmern auf Link geschleudert wurden. Er lenkte das Eis mit seinem Schild ab und zog seinen Bogen. Er spannte ihn so stark er konnte und schoss seinen Pfeil direkt auf seine Gegner. Auf einmal stellten sie sich Rücken an Rücken und ein eisiger Hauch strömte aus ihren Mündern, der den Pfeil einfror, der dann sofort zu Boden fiel und keinerlei Wirkung hatte. Noch ehe sie richtig reagieren konnten, sprang Link bereits hoch über ihren Köpfen und stürzte mit seinem Schwert direkt auf sie zu. Nana und Pepe wollten noch ausweichen, doch Link war zu schnell und schleuderte Nana aus der Arena. Pepe versuchte noch auf die nächste Plattform zu hüpfen, doch dort wartete bereits Link und mit einer gewaltigen Wirbelklingen-Attacke warf er auch den letzten der beiden Ice Climbers aus der Arena. „Woah. Das ging...schnell. Der Kampf hat nicht mal eine Minute gedauert. Tja, äh, der Gewinner ist Link! Applaus bitte!“ Schon wurde die Stille des Kampfes durch das Gejohle der jubelnden Zuschauer zerrissen. Link konnte kaum glauben, wie schnell der Kampf vorbei war. Und nicht nur das: er war sogar als Gewinner hervorgegangen!
Als er die Arena verlassen hatte kamen ihm bereits Zelda und seine neuen Freunde entgegen. „Das war echt cool! Die beiden Schwächlinge hatten keine Chance gegen dich!“ „Es war zumindest einfacher, als ich gedacht hatte. Die Sorgen, die du dir gemacht hast, Zelda, waren völlig unbegründet.“ „Wer hätte schon ahnen können, dass die so schwach waren. Wer kämpft jetzt eigentlich als Nächster?“ „Das bin ich,“ meldete sich Lena zu Wort. „Oh, Lena. Geht es dir besser?“ „Als ich gestern spazieren war, hab ich eine Menge nachgedacht und, na ja, ich denke nicht dass er gewollt hätte, dass ich mein Leben lang um ihn trauere. Der Schmerz wird zwar nie völlig vergehen, aber ich glaube es geht mir jetzt gut. Mein Gegner heißt übrigens Kiatama. Keine Angst, Link. Ich bin in einer anderen Gruppe als du. Wir treffen erst in Runde 4 aufeinander.“ „Und wann beginnt dein Kampf?“ „Kommt darauf an, wie die Typen vor mir kämpfen, aber vermutlich erst in 40 Minuten. Gehen wir noch was frühstücken?“ „Klar wieso nicht. Ähm, Exus, kommst du bitte?“ Aus einem Schatten in der Ecke hervortretend fragte sie: „Was ist los?“ „Wo können wir was essen?“ „Der Frühstückssaal liegt am Ende des Westganges. Seid ihr sicher, dass ihr genug Zeit habt?“ „Mein Kampf ist der Nächste und der beginnt frühestens in 40 Minuten. Kannst du uns hinführen?“ „In Ordnung, ich hab im Moment ein bisschen Zeit. Kommt bitte hier entlang.“
„Oh, tut mir leid, ich muss jetzt los. Geht einfach ab jetzt geradeaus und ihr seid dort. Bis später.“ Sie gingen eine Weile, als ihnen drei kleine Monster entgegen kamen. Für diejenigen, die Super Smash Bros. Melee nicht gesehen oder gespielt haben, ich meine Pichu, Pikachu und Pummelluff „Wow, sind die süß!“ sagte Kathrin „Da sind wir einer Meinung. Du bist allerdings auch ganz süß.“ „Waah, die können sprechen!“ „Als wir durch die Portale hergekommen sind, haben die wohl irgendetwas gemacht, dass wir alle dieselbe Sprache sprechen. Tut mir leid, aber ich kämpfe gleich, wir haben keine Zeit. Auf Wiedersehen!“ Als die drei Pokémon nicht mehr zu sehen war, sagte Takil: „Seltsame kleine Zeitgenossen.“ „Kannst du laut sagen,“ stimmte ihm Link zu. Plötzlich ertönte ein Lautsprecher: „Lena Ikme, bitte zur Arena begeben. Lena Ikme, bitte zur Arena begeben. Lena Ikme...“ „Die Kämpfer waren wohl nicht gut verteilt vom Kraftlevel her, das waren noch nicht mal 20 Minuten. Ich gehe mal schnell und gewinne, dann komme ich nach. Im Essensaal sollte sowieso ein Monitor hängen, so braucht ihr nicht auf mich zu warten. See ya!“ „Hä? Mohnitoa? Ce jah? Was soll das bedeuten?,“ fragte Zelda. „Ähm, Monitor, tja, wie kann ich euch das erklären, es ist eine Art Glasscheibe oder aus einem anderen Material gefertigt, und durch bestimmte Signale werden Bilder darauf sichtbar gemacht, oder so ähnlich, und „see ya“, das ist eine Verabschiedungsformel von dort, wo wir herkommen, so ähnlich wie „Bye“ oder „Auf Wiedersehen“ „tschüss“ und so weiter. Aber lasst uns keine Zeit verschwenden, gehen wir schnell zum Saal, sonst verpassen wir noch Lena’s Kampf!“

 

Kapitel 4: Erinnerungen

 

„Puh, gerade noch rechtzeitig. Lena’s Kampf fängt gleich an,“ sagte Takil. „Hey Takil.“ „Was ist, Link?“ „Was kann Lena eigentlich so?“ „Du meinst ihre Kampffähigkeiten? Na ja, sie kann ganz gut mit dem Bogen umgehen und beherrscht einige Nah-Kampf-Techniken. Sie und die ersten Mitglieder unserer, zu denen Thomas, Kathrin, Lena selbst und ihr Verlobter gehören, dazu noch einer, der gestorben ist und dessen Platz ich eingenommen habe, haben sich einige Zeit lang im Schwertkampf versucht, aber bis auf Lena’s Verlobten, der schon davor mit dem Schwert gekämpft hat, haben sie alle damit aufgehört. Dazu hat sie auch noch, so wie jeder von unserer Gruppe, eine spezielle Fähigkeit.“ Plötzlich mischte sich Roy ins Gespräch ein: „Wieso nennt ihr den Typen immer nur „Lena’s Verlobten“ oder „ihn, er“ und so, aber sagt nie seinen Namen?“ „Das ist so,“ antwortete Kazuki: „ER war ein unglaublicher Mensch und ein großartiger Kämpfer. Als er sein Leben selbst aushauchte, um uns zu retten, verfiel Lena in so starke Depressionen, dass wir ihr und uns unnötigen Schmerz zu ersparen wollten, indem wir es vermeiden seinen Namen auszusprechen.“ „Und wie lautet sein Name?“ „Er heißt...oh, der Kampf beginnt gerade!“ „Seltsamer Name, oder sind solche Namen bei euch so Brauch?“ „Nein, nein, ich meine Lena’s Kampf fängt an...“

Lena setzte gerade zum Schuss an, als Kiatama eine Kapsel zu ihr warf, die auf einmal explodierte und Lena’s Sicht behinderte. Sie ließ die Sehne ihres Bogens los und ihr Energie-Pfeil zerschnitt den Rauch, der vor ihr lag, streifte allerdings nur den Arm ihres Widersachers, der trotzdem heftig zu bluten begann. Kiatama wollte gerade ein Heil-Item nutzen, als plötzlich Lena aus dem Rauch hervorstieß und mit einem gewaltigen Tritt ihren Gegner dorthin beförderte, wo sie selbst gerade noch stand. Durch einen Luftstrom wurde ihr Kontrahent in die Luft gerissen und es sah kurz so aus, als würde sie auf dem Wind zu ihrem Gegner gleiten und mit einem unglaublichen Ellbogentreffer gemischt mit einem gewaltigen Windstoß warf Lena Kiatama vom Kampfplatz und aus dem Turnier...

„Woah, was war DAS!?!,“ fragte Link. „Ich...ich weiß es nicht,“ stotterte Zelda. „Lena hat ihre Windkräfte eingesetzt,“ sagte Thomas. „Häh?,“ riefen Link, Zelda, Marth und Roy im Chor. „Sie beherrscht den Wind. Takil beherrscht die Erde und manchmal Metall, Kathrin das Wasser, Kazuki Licht und zeitweise auch Feuer, Lena, wie ihr gerade gehört habt, Wind, ich kontrolliere den Donner und ihr toter Verlobter beherrschte das Feuer.“

„Habt ihr nicht irgendetwas vergessen?,“ fragte Lena, die gerade den Saal betreten hatte, in einem scherzhaften Ton. „Was denn?“ „Das weshalb wir hier sind.“ Als sich niemand meldete, fügte die leicht verdutzte Lena hinzu: „Ähm, etwas essen, vielleicht?“ „Öhm, ja,“ sagte Kathrin. „Wir sind reingekommen, kurz bevor dein Kampf begann, und durch den Kampf und unsere Unterhaltungen haben wir irgendwie darauf vergessen...“ „Was ist jetzt, essen wir was, oder nicht?...“
„Ich hab gar nicht gewusst, wie hungrig ich war,“ sagte Link. „Ihr habt teilweise seltsame Gerichte, aber es schmeckt ziemlich gut. Wie heißt das hier zum Beispiel?,“ fragte Zelda. „Das ist Pizza. Man kann es mit so ziemlich allem belegen, aber ich bevorzuge Schinken,“ sagte Kazuki. „Genau wie er...“ flüsterte Thomas traurig in sich hinein.
„Hmm, mal sehen...wie’s aussieht, bist du jetzt dran, Kathrin.“ „Und wann?“ „Du hast Glück, es ist erst der übernächste Kampf. Ein Kampf zuvor, und du wärst mit Lena in der dritten Runde gelandet. Aber geh lieber jetzt schon. Der Weg von hier bis zur Arena und so, wenn du jetzt losgehst, dann kommst du noch rechtzeitig.“ „Okay, dann beeil ich mich mal. Bis später!“
„Sie beherrscht das Wasser, habt ihr gesagt?,“ fragte Roy. „Ja, und ein paar Nah- und Fernangriffe, so wie wir alle. Leider ist bisher kein gefährlicher Gegner zu sehen gewesen, sonst hätten wir euch zeigen können, was in uns steckt.“ „Und was wäre das?“ „Ein Zauberer verrät nie seine Tricks, aber mit etwas Glück seht ihr uns vielleicht dabei, wie sich einer unserer Gruppe verwandelt,“ sagte Thomas. „Ihr könnt euch verwandeln?!?“ „Anders als du jetzt vielleicht denkst, Link. Aber du konntest dich in Termina mittels deiner Masken doch auch verwandeln, oder?“ „Da hast du Recht. Hey, Kathrin’s Kampf beginnt!“ „Uh, das wird nicht lange dauern...“ „Wie kommst du darauf, Kazuki?“ „Sie sind in einem Kampffeld, auf dem sich fast nur Wasser um sie herum befindet...“

Kathrin stand Arnulf, ihrem Gegner in diesem Kampf, gegenüber, mitten auf der Brücke, das Wasser rauschte an ihnen vorbei, eine unerträgliche Erwartung des Kampfes lag in der Luft, doch noch war das Startsignal nicht gegeben. „Du solltest lieber aufgeben, solange du noch kannst!“ rief Kathrin ihrem Gegner zu, doch dieser antwortete nur gehässig: „Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder? Glaubst du wirklich, dass ich mir den Sieg durch die Finger gleiten lasse, nur weil du ein bisschen angibst? Lächerlich!“ „Wie du meinst, aber sag später nicht, ich hätte dir keine Chance gelassen...“ Endlich ertönte das Startsignal und der junge Vampir stürmte auf sie zu, doch plötzlich schlug ihm eine Fontäne entgegen und er ließ seine Waffe fallen. „Was zum?!?“ Er sah plötzlich hinter sich eine Laser-Pistole liegen und gerade als er dabei war, diese hochzuheben, wurde er von einem Wasserstrahl erfasst und davon festgehalten. „Ich hatte dich doch gewarnt, aber du wolltest ja nicht hören. Jetzt ist es zu spät,“ flüsterte Kathrin dem geschockten Gegner ins Ohr und nachdem sie eine kleine Handbewegung gemacht hatte, stürzte der gesamte Wasserfall auf ihn hinab und er wurde aus der Arena geschwemmt. Die Wasserherrscherin blickte hinab in die Tiefe und freute sich darüber, dass sie eine Runde weiter war...

„Oh Mann, ist sie immer so drauf?,“ fragte Marth. „Nein, eigentlich nicht, ich habe keine Ahnung was mit ihr los ist, ich denke dass dieser...Arnulf sie ziemlich gereizt hat. Hoffentlich hat sie sich beruhigt bis sie hier ist...“ antwortete Thomas, dessen Sorge um seine geliebte Freundin deutlich in seiner Stimme zu erkennen war. „Hey Thomas, ich finde du solltest ihr entgegengehen und ein bisschen Zeit allein mit ihr verbringen, vielleicht geht es ihr dann besser,“ riet Kazuki seinem Freund. „Recht hast du. Bis heute Abend dann!“
„Was meinst du werden die Zwei jetzt tun, Marth?,“ fragte Link den blauhaarigen Schwertkämpfer. „Ich denke nicht, dass wir das jetzt sehen wollen. Hey Takil, du bist der nächste Kämpfer, hab ich recht?“ „Jep, sieht so aus. Aber es ist erst der letzte Kampf dieser Hälfte, die zweite Hälfte dieser Runde findet erst morgen statt. Das bedeutet von uns müssen dann nur noch Thomas und Kazuki ran.“ „Hat noch irgendjemand von uns Hunger?“ „Sieht nicht so aus. Was machen wir denn jetzt, trainieren können wir erst nach den Kämpfen. Irgendwie haben wir jetzt nichts zu tun...“ „Wenn ihr nichts dagegen habt, wäre ich gerne eine Weile alleine unterwegs, ich muss mal meinen Kopf freikriegen, die Sache mit Ganondorf hat mich irgendwie irritiert.“ „Wenn...wenn du unbedingt willst, bis später, Link...,“ antwortete Zelda mit einem leicht traurigen Klang in der Stimme.

Link wanderte durch die Gänge des Stadions, bis er endlich das Licht von draußen hineinscheinen sah und verließ die Arena in Richtung des Parks, wo die Natur völlig unberührt wirkte, als ob der Kampfplatz einfach seit Beginn der Zeit natürlich dazugehören würde. Er durchstreifte das Areal und alte Erinnerungen an seine Zeit bei den Kokiris wurden wach. Während er in diesen Zeiten schwelgte, tippte ihm jemand ohne Vorwarnung auf die Schulter. Überrascht drehte sich Link um, bereit, sein Schwert zu ziehen, aber konnte sich noch rechtzeitig selbst daran hindern, als er die Person erkannte, die hinter ihm stand: Es war Kevin, der Mann, dem er zu Anfang des Turniers begegnet war. „Hi Link. Bist du eigentlich jemals alleine unterwegs?“ „Im Moment, wie du sehen kannst. Wo warst du eigentlich die ganze Zeit über?“ „Ich hatte einiges zu tun. Ich wäre ja schon früher zu dir und Zelda gekommen, aber heute morgen wollte ich euch nicht stören und sonst wart ihr immer mit diesen Leuten da unterwegs, ähm...Lena und so weiter.“ „Und was ist so schlimm daran?“ „Ich mag keine kleinen oder großen Gruppen von Menschen, und wenn ihr vollzählig seid, seid ihr immerhin fast zehn Leute. Das ist schon ein bisschen größer, finde ich zumindest.“ „Hast du etwa Angst vor ihnen?“ „Das nicht, aber...ich mag es nicht, wenn die Menschen mich dann irgendwie angaffen. Trotzdem, diese Lena ist irgendwie sehr attraktiv,“ sagte Kevin und blickte dabei leicht rötlich im Gesicht zu Boden. „Na ja, sie hat vor ein paar Monaten ihren Verlobten verloren und es schmerzt sie, seinen Namen zu hören, deswegen denke ich nicht, dass es gut wäre, wenn du dich irgendwie näher an sie heranwagst, zumindest noch nicht jetzt. Wo hast du eigentlich deine Gewänder von gestern?“ Der junge Schwertkämpfer blickte an sich herab und sagte: „Die waren irgendwie zu heiß für diese Gegend. Aber dein Kampf war ziemlich beeindruckend, ich hab ihn gesehen, diese Ice Climbers hätten gar nicht erst antreten müssen. Ich hoffe, dass ich auch so gut kämpfen werde wie du. Eines noch: anscheinend geht es dir nach deinem Zusammentreffen mit Ganondorf wieder besser.“ Plötzlich blickte Link leicht nervös drein. „Wo...woher weißt du das?“ „Dem Kampf haben mehr Leute beigewohnt, als ihr vielleicht dachtet. Ich gehe mal in mein Zimmer zurück und mach mich fertig für morgen, auch wenn ich noch was essen muss, das mach ich eben später. Tschau, Link. Wir sehen uns noch.“ Ganz bestimmt sogar, fügte der leicht unheimliche Teilnehmer im Gedanken noch hinzu.

Plötzlich hörte Link die Stimme Zelda’s hinter sich rufen und rannte zu seiner geliebten Prinzessin, die ihn gleich darauf umarmte und zu ihm sprach: „Link, ich- ich weiß, dass du ein bisschen für dich alleine sein wolltest, aber...wir konnten doch früher schon so wenig Zeit miteinander verbringen, können wir dein Alleinsein nicht verschieben? Ich habe den Anderen gesagt, dass sie nicht nachkommen sollen, also...hätten wir...na ja, Ruhe. Was sagst du?“ Link, der sich bereits in ihren Augen verloren hatte, flüsterte in ihr Ohr: „Wenn du wirklich willst, Zelda...“
Während die beiden Hylianer auf der Wiese saßen und der Wind durch die golden glänzenden Haare Zelda’s wehte, fragte sie ihren Helden: „Eine Frage, Link, wer war eigentlich diese Person, mit der du dich unterhalten hast, bevor ich gekommen bin?“ „Das war nur dieser Typ von gestern, du weißt schon, Kevin. Ich weiß zwar nicht, wie ich es sagen soll, aber...“ Auf einmal hörte Link mitten im Satz auf und blickte gen Himmel. „Was aber?“ „Er ist mir...irgendwie unheimlich...Er wusste von unserer Begegnung mit Ganondorf gestern...und er sagte, dass mehr Leute dabei zugesehen haben, als wir dachten...“ „Ich weiß, was du meinst, er hat eine gewaltige Energie in sich...es fühlte sich auf eine Art und Weise vertraut an, aber ich kann es nicht beschreiben. Egal, was soll’s. Was machen wir denn jetzt?“ „Interessiert es dich nicht, woher er das wusste?“ „Doch, schon, aber im Moment ist er nicht hier und wir wüssten auch nicht, wen wir fragen sollten. Kannst du an nichts anderes denken? Ich meine, sieh dir an, wo wir sind: Wir sind nicht in Hyrule, nicht in Termina, sondern an einem Ort, an dem wir keinerlei Verpflichtungen haben und uns so gut wie niemand kennt. Wir sind frei, Link. Auch wenn Ganondorf hier ist, er kann hier genauso wenig tun wie wir. Lass es uns einfach genießen...“ Als sie ihren Satz beendet hatte, schloss sie ihren Augen und gab ihrem Helden einen Kuss auf die Wange, der daraufhin rot anlief und nicht wusste, was er tun sollte und das einzige was er tat, war leise zu stottern: „Z-Zelda...ich...“ „Ja, was ist los?“ „Ich weiß nicht, ob ich hier einfach so tun kann, als...als hätte das nichts zur Folge. Wenn wir uns jetzt darauf einlassen, was dann? Dieses Turnier wird nicht ewig dauern und wenn wir wieder in Hyrule sind, was wird dann mit uns beiden geschehen?“ „Mein ganzes Leben musste ich das tun, was von mir erwartet wurde. Ich wollte nie eine Prinzessin sein und will es in Zukunft auch nicht. Wenn es soweit ist, dass wir nach Hyrule zurückkehren, dann finden wir schon irgendwie eine Lösung. Ich will einfach nur mehr bei dir sein, ungeachtet der Konsequenzen, in Ordnung, Link?“ „Ja, meine Prinzessin.“ „Musste das jetzt sein? Du weißt, ich kann es nicht leiden, so angesprochen zu werden.“ „Sorry, Zelda.“ „Sorry? Was bedeutet das?“ „Das Wort hab ich von Kazuki gelernt, es bedeutet „es tut mir leid“.“ „Du ärgerst mich gerne mit meinem Titel, oder?“ In einem witzigen Ton antwortete er: „Möglicherweise?“ Lächelnd küsste sie ihren geliebten Helden auf die andere Wange. „Weißt du was, Zelda? Es fühlt sich schön an, das Gefühl deiner zarten Lippen auf meiner Haut.“ „Finde ich auch. Und weißt du wo es sich noch toller anfühlt?“ „Wo denn?“ Plötzlich schlang sie ihre Arme um Link’s Hals und küsste ihn zärtlich auf seine Lippen. „Ein wunderbares Gefühl. Ich wünschte, das könnte immer so sein.“ „Link, es gibt etwas, das ich dich fragen muss.“ „Und das wäre?“ „Wie war es dir möglich zurück in unsere Zukunft zu kommen?“ „Darüber bin ich selbst nicht ganz sicher, aber ich werde dir alles erzählen, woran ich mich erinnere: Nachdem ich Hyrule verlassen hatte, bin ich mit Epona abgereist um Navi zu finden. Auf meinem Weg gelangte ich nach Termina, wo ich ein finsteres Wesen namens Majora’s Maske daran hindern musste, das Land zu zerstören. Danach werden meine Erinnerungen irgendwie...verschwommen. Ich war...an einem Ort, an dessen Namen ich mich nicht mehr erinnere. Epona wurde gestohlen, ich baute ein Floss...Eines Tages geriet ich in einen Sturm und erwachte auf einer seltsamen Insel, oder dachte ich zumindest ich würde erwachen...Ich erweckte den Hüter der Insel, den Windfisch und ehe ich mich versah...erwachte ich auf hoher See. Ich weiß zwar nicht direkt, ob die Insel Kokolinth ein Traum von mir und dem Windfisch war, oder ob sie tatsächlich existierte, ist das ich von einem Schiff aufgegabelt wurde und dort einen alten Magier traf. Er versetzte mich in einen tiefen Schlaf in dem ich eine Vision von Hyrule hatte, in der ein Wolf und eine seltsame Kreatur aufbrachen, um Hyrule erneut vor Finsternis zu retten. Im nächsten Moment erwachte ich in meinem erwachsenen Körper mit dem Master-Schwert auf dem Rücken, als ich auf Epona naher der Grenze von Hyrule ritt. Es war als wäre ich nie von dir weggeschickt worden. Und dann machte ich mich auf den Weg nach Richtung Kakariko, um mich am Wiederaufbau von Hyrule zu beteiligen. Dann trafen wir uns wieder...und du gingst ins heilige Reich, um das Siegel Ganondorf’s zu bewachen. „So war das also...“ „Ich frage mich, was Din, Farore und Nayru noch für uns bereithalten.“ „Hoffentlich eine gemeinsame Zukunft.“ „Hoffentlich.“
Nach kurzem Schweigen sprach Link nervös weiter: „Ich muss dir unbedingt etwas sagen, für das ich all’ meinen Mut aufbringen muss, und Dank Farore habe ich verdammt viel Mut...“ „Und was willst du mir so unbedingt sagen.“ Er lächelte sie an, streifte durch ihr Haar und streichelte sie sanft an der Wange, bevor sich sein Gesicht ihrem näherte und sich Link und Zelda mit all’ der Leidenschaft, die sie füreinander empfanden, einem so intensiven Kuss widmeten, dass keiner der Beiden gewillt war, diesen wundervollen Moment zu beenden. Schließlich sagte Zelda: „Ich will, dass unsere gemeinsame Zeit niemals aufhört.“ „Ich liebe dich, Zelda. Ich liebe dich so sehr...“ „Ich liebe dich ebenfalls, Link.“ „Und was machen wir jetzt?“ „Wir könnten das Gleiche machen wie Thomas und Kathrin, also erst mal auf unser Zimmer gehen und dann...na ja, ich denke wir werden es dann schon wissen, wenn es soweit ist. Wollen wir?“
Ich denke, dass viele von uns Pubertierenden und denen darüber jetzt hoffen, einen Einblick davon zu erhaschen, was bei Link und Zelda gleich vorgeht. Aber da es auf dieser Website möglichst jugendfrei bleiben soll (auch wenn Kim sich bei einer Szene nicht ganz daran gehalten hat), blenden wir die Sex-Szenen erst mal aus, möglicherweise entscheide ich mich ja später umJ. Um nicht ganz den Anschluss zu verlieren, stellen  wir uns jetzt erst mal das gemeinsame Schlafgemach unserer Protagonisten vor: Ihre Gewänder liegen verstreut am Boden, die Bettdecke total zerknüllt und die Verliebten liegen eng umschlungen, immer noch Zärtlichkeiten austauschend, unter der Decke...
„Ich kann noch immer nicht klar denken, Link. Ich fühle mich immer noch so...berauscht...“ „Ich weiß was du meinst. Aber...Du bereust es doch nicht, oder?“ „Ich bereue nur, dass wir uns nicht früher unsere Gefühle eingestehen konnten.“ „Weißt du, ich frage mich, was unsere Freunde gerade unternehmen...“

Takil hob das Laser-Schwert auf, das sich wenige Sekunden zuvor vor ihm materialisiert hatte und benutzte seine Fähigkeiten, um Boyd mit den Ranken des gewaltigen Baumes festzuhalten, der unter dem riesigen Druck auf seinem Arm seine Axt nicht mehr halten konnte. Kaum erlosch das Geräusch klirrenden Metalls, da stürzte sich Takil auf Boyd und mit einem gigantischen Hieb ging der Axtkämpfer bewusstlos zu Boden, der in diesem Moment schon nicht mehr in der Lage war, den schallenden Jubel, der seinem Gegner galt, wahrzunehmen...

„Nachdem das Kampffeld wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurückgekehrt war, erhob sich erneut die Stimmer des Kommentators: „Sieht so aus, als wäre der letzte Kampf des ersten Tages vorbei. Sieger ist...TAKIL! Applaus bitte noch einmal für diesen großartigen Kämpfer! Der erste Kampf morgen in der zweiten Hälfte der ersten Runde findet zwischen Zihark und Ness statt! Bis morgen dann!“

Kaum hatte Takil die Arena verlassen, kamen ihm bereits Kazuki, Marth und Roy entgegen. „Hey, nicht schlecht! Bald sind alle von unserem Team fertig und bisher haben alle gewonnen!“ „Äh, eine Frage: Wo sind noch immer Link, Thomas, Kathrin und Zelda und...wo bitte ist Lena?“ „Was die Vier machen, geht uns, glaube ich, nichts an und Lena macht schon wieder einen Spaziergang. Weiß Gott weshalb...“

Wieder ging Lena durch den Park spazieren, während die untergehende Sonne einen feurigen Schatten am Horizont warf, und sie dachte nach, über ihren Verlobten, das Turnier, ihre Freunde und den mysteriösen Mann namens Black Hunter. Wieso will er nicht sein Gesicht zeigen? War er es, der sich Ganondorf entgegenstellte? Was war sein Geheimnis? Ständig wälzte sie diese Fragen in ihrem Kopf, in der Hoffnung, wenigstens eine Antwort zu finden, doch egal wie oft sie es versuchte, die Antworten, die zum Greifen nah waren, entzogen sich immer wieder ihrer Reichweite. „Denkst du etwa über mich nach, Lena?,“ ertönte die gedämpft- verzerrte Stimme Black Hunter’s. Rasch drehte sie sich um und antwortete: „Wieso sollte ich? Dein selbstbezogenes Auftreten ist bei weitem nicht so anziehend wie du denkst!“ „Ich denke nämlich, dass du ich in mich verliebt hast. Deine Stimmung hat sich nach unserer Begegnung gestern Abend um 180° gedreht.“ „Vielleicht siehst du auch nur, was du sehen willst, und du bist in mich verliebt?,“ gab die junge Frau sarkastisch zurück. „Wieso sollte ich mich auch nicht von dir angezogen fühlen, du bist eine attraktive, junge Frau. Und soweit ich weiß bist du im Moment Single.“ Von der Antwort des mysteriösen jungen Mannes überrascht, stotterte Lena: „Willst du...willst du mich verarschen!?!“ „Nö, das mein ich total ernst. Und überhaupt...wenn du mich nicht wiedersehen wolltest...wieso bist du dann schon wieder alleine unterwegs, obwohl du dir denken konntest, dass du mich dann wieder triffst?“ „Ich-Ich...so ein Blödsinn, ich soll in dich verliebt sein. Das glaubst du doch selber nicht...“ „Ach nein? Das heißt du empfindest nichts dabei, wenn ich jetzt das mache?“ Als er seinen Satz beendet hatte, nahm er wie beim letzten Mal den unteren Teil seiner Maske ab und küsste sie intensiv auf ihre Lippen. Schließlich beendete Black Hunter den Kuss von sich aus und sprach: „Ich frage mich, was dein Verlobter sagen würde, wenn er jetzt hier wäre. Wieso holen wir ihn nicht zu uns?“ „Was-Was meinst du damit!?! Er ist tot!“ „Es stimmt, er ist gestorben, aber tot ist er nicht.“ Verwirrt meinte Lena: „Ist er zu einem Zombie oder so etwas ähnlichem mutiert?“ Auch wenn man durch die Maske sein Gesicht nicht sehen konnte, so merkte sie doch, dass er sie ungläubig anstarrte, bevor er plötzlich in schallendes Gelächter ausbrach und sagte: „Das glaubst du doch nicht wirklich, oder? Nein, er ist kein Zombie, er ist quicklebendig und nimmt am Turnier teil. Er hat sich zwar etwas verändert, aber im Großen und Ganzen ist er so wie vor seinem Tod. Und ich denke wenn du lange genug in Link’s Nähe bist, dann triffst du ihn wieder. Tja, ich geh dann mal.“ „Warte, ich hab da noch ein oder zwei Fragen.“ „Ach ja?“ „Ja. Warst du es, dieser Maskenmann im schwarzen Outfit, der Marth und Roy vor Ganondorf beschützt hat?“ „Vielleicht.“ „Wieso hast du Link nicht geholfen? Ich meine, die Verletzungen sind zwar weg, aber trotzdem...“ „Es war Link’s Kampf, und um später vorbereitet zu sein, musste er das Ausmaß der neuen Kräfte seines Erzfeindes am eigenen Leib spüren. Wie dem auch sei, es ist nicht Link’s Bestimmung, Ganondorf aufzuhalten. Es war nur seine Aufgabe, den Grundstein für die Vernichtung des Großmeisters des Bösen zu legen, aber das wussten Thomas und dein Verlobter von Anfang an.“ „Was meinst du damit? Können wir ihn nicht töten, oder wie?“ „Ich hab im Moment weder die Zeit noch die Muse dir alles genau zu erklären, frag deine Freunde. Ciao!“ Und mit einem letzten Kuss verschwand er wie die Sonne am Horizont.
Seine Worte jedoch hatten Lena zu denken gegeben. War ihr Verlobter doch nicht tot? Was war das mit der Vernichtung Ganondorf’s? Sie beschloss diesem Mysterium auf den Grund zu gehen...

 

Kapitel 5: Unerwartetes Wiedersehen

 

Lena erwachte kurz vor Morgengrauen und ihre Gedanken kreisten immer noch um die Worte Black Hunter’s.
Er ist gestorben, aber tot ist er nicht...
Es ist nicht Link’s Bestimmung, Ganondorf aufzuhalten...
War ihr Verlobter wirklich am Leben? Aber wieso hatte er noch keine Ambitionen gezeigt, sie wiederzusehen?
Liebt er mich nicht mehr?
Sind wir ihm egal geworden?
Diese Gedanken schossen ihr durch den Kopf. Sie sah auf das leerstehende Bett Kathrin’s in ihrem gemeinsamen Zimmer. Sie ist wohl immer noch bei Thomas... Ich muss mit jemanden sprechen, aber mit wem nur...
Gerade als Lena hinausgehen wollte, kam Kathrin zur Türe herein. „Du warst ja ziemlich lange weg.“ Kathrin fuhr sich durch ihr blondes Haar und antwortete: „Thomas und ich hatten einiges zu...bereden.“ „*seufz* Na ja, wenigstens bist du jetzt da. Ihr hattet doch von einem schwarzgekleideten Maskenträger erzählt, der sich Ganondorf entgegenstellte.“ „Ja, wieso?“ „Ich hab ihn vorgestern und gestern Abend getroffen. Soll ich dir sagen, was er mir gestern erzählt hat?“ „Schieß los.“ „Mein Freund lebt. Und Link kann Ganondorf zwar besiegen, aber nicht aufhalten. Danach sagte er noch, dass Thomas und mein Verlobter etwas dazu wüssten.“ „Er-Er lebt? Tatsächlich?“ „Bisher konnte ich ihn noch nicht sehen, aber anscheinend schon. Ist Thomas im Zimmer der Jungs?“ „Als ich ihn das letzte Mal sah, ja.“

Lena stürmte zusammen mit ihrer Freundin zum Zimmer am Ende des Ganges und hämmerte an die Tür. Schlaftrunken öffnete Kazuki. „Was’n los?“ „Ihr Verlobter lebt.“ „ECHT!?! Thomas’ bester Freund lebt immer noch?“ „Ich würde eher sagen „wieder“. Holst du Thomas bitte schnell an die Tür, ich muss ihn was über Link fragen.“
Kurze Zeit später stand der Kämpfer an der Tür und fragte hastig: „Ist er ernsthaft am Leben?“ „Wahrscheinlich schon, aber das ist nicht der Grund, weshalb ich mit dir sprechen wollte.“ „Kazuki hatte kurz etwas erwähnt. Was willst du über Link und Zelda hören?“ Jetzt sichtlich ruhiger meinte Lena: „Der Maskentyp von vorgestern in der Arena hat zu mir gesagt, dass Link zwar in der Lage war, Ganondorf zu besiegen aber nicht ihn aufzuhalten. Was soll das bedeuten?“ „Kommt erst mal herein und setzt euch aufs Sofa. Wo soll ich anfangen? Mein bester Freund hat dir sicher über „The Legend of Zelda“ erzählt, oder?“ „Nicht viel. Nur in Grundzügen.“ „Okay, ähm, bei „Ocarina of Time“ beginnt die Geschichte unseres Links. Er lebte bei den Kokiris bis zu dem Tag, als der Wächter des Waldes, der Deku-Baum, von einem Spinnenmonster verflucht wurde und Link ihn betrat um ihn zu retten. Allerdings war es zu spät und der Baum befahl Link, Prinzessin Zelda aufzusuchen. Gesagt, getan. Nun hatte er die Aufgabe zwei Edelsteine zu finden aber überspringen wir mal den Teil. Als Link seinen Auftrag erfüllt hatte, wollte er zurück zu Zelda kehren, aber in jener Nacht jagte Ganondorf sie fort, doch sie schaffte es noch ihm die Okarina der Zeit zu übergeben. Er holte sich das Master-Schwert und reiste dadurch sieben Jahre in die Zukunft, in der Ganondorf Hyrule erobert hatte...“ „Kannst du nicht noch ein bisschen nach vor springen?“ „Ja, ja. Nachdem Link also die Weisen erweckt hatte, bekämpfte er den Großmeister des Bösen und nach seinem Sieg war es möglich, Ganondorf zu versiegeln. Link wurde daraufhin von Zelda zurück in die Vergangenheit geschickt, um seine Kindheit nachzuholen. Das ist ein sehr interessanter Punkt in der Geschichte Hyrules.“ „Wieso denn?“ „Dein Verlobter hat mir von der Theorie des geteilten Hyrules erzählt.“ „Geteiltes Hyrule?“ „Genau. Wenn man von der Spiel-Serie ausgeht, gibt es im Moment 2 Hyrules, A und B. Da wir aber nicht die ganze Geschichte kennen, können wir nur von den bisher erschienenen Spielen ausgehen, und da gibt es eine Teilung der Geschichte am Ende von „Ocarina of Time“, das als zweites Spiel in der Zeitlinie steht. In Hyrule A, das durch Link’s Rückkehr in die Vergangenheit entstanden ist, ist Link existent. Dort haben sie den König von Ganondorf’s dunklen Machenschaften erzählt und dieser wurde versiegelt, woraufhin Link sich auf die Suche nach Navi gemacht hat. Hyrule B ist das Hyrule der Zukunft, das Link verlassen hat. In dieser Zeitlinie lebt Link’s Nachfolger, der zusammen mit der Zwielichtsprinzessin Midna Ganondorf tötet. Fassen wir also zusammen: Hyrule A: Link ist hier Ganondorf allerdings ist nicht tot. Hyrule B: kein Link (nur sein Nachfolger), aber Ganondorf tot. Aber es muss noch mehr, uns unbekannte Zeitlinien geben, denn unsere Freunde müssen aus einer dritten Variante kommen, die durch die Vereinigung der Hyrules A und B entstanden ist: ein zukünftiges Hyrule, das nach dem Sieg über Ganondorf stattfindet, in dem aber Link da ist und der Großmeister des Bösen lebt, Hyrule C...Puh, ich hoffe, das hat deine Frage beantwortet, Lena.“
Mit sichtlich rauchendem Kopf und leicht konfusen Gesichtsausdruck begann die Herrscherin des Windes wieder zu reden: „Das heißt Link, unser Link, wird Ganondorf nicht töten können, aber sein Nachfolger in der Variante B könnte es, richtig?“ „Jep.“ „Aber...wie sollen wir Ganondorf dann aufhalten?“ „Wir können ihn schon verwunden und besiegen, wir sind nur nicht in der Lage ihn zu töten, nicht mal dein Verlobter könnte das...“

Im unteren Stockwerk der Unterkunft waren auch Link und seine geliebte Prinzessin Zelda mittlerweile erwacht. Der vom Vortag erschöpfte Heroe räkelte sich, als die ersten Sonnenstrahlen ins Zimmer fielen, und flüsterte Zelda zärtlich ins Ohr: „Guten Morgen, mein kleiner Wildfang.“ Ihm einen Kuss auf die Lippen schenkend antwortete Zelda: „Morgen. Wie geht es dir?“ „Ich fühle mich ziemlich müde, aber das wäre vermutlich jeder. Bist du dir wegen gestern immer noch sicher?“ „Es war mir wichtig, dir endlich meine Gefühle zeigen zu können, egal mit welchen Konsequenzen auch immer. Und meiner Meinung nach waren das überaus angenehme Konsequenzen.“ Er hauchte ihr einen Kuss auf die Wange uns sagte: „Ich liebe dich, Zelda, ich kann es dir gar nicht oft genug sagen.“ „Und ich liebe dich, Link. Weißt du was?“ „Was denn?“ „Wenn wir wieder in Hyrule sind, wünsche ich mir, dass du an meiner Seite regierst.“ Mit einem undefinierbaren Blick starrte er sie an und sprach: „Bist du sicher?“ „Wieso?“ „Ich bin mir nicht sicher, ob ich ein Land regieren könnte, dazu kommt noch, dass ich kein Adeliger bin.“ „Die Sacher mit dem Adelsstand lässt sich leicht lösen, schließlich bin ich die Prinzessin, und zusammen werden wir es schon schaffen, Hyrule in eine bessere Zukunft zu führen.“ „Wenn du es so sagst, klingt es so leicht.“ „Das kann es auch sein.“ „Denkst du?“ „Auf jeden Fall...“ „Was ist denn?“ „Ich bin auch noch erschöpft von gestern und mein Kampf ist erst am Nachmittag. Falls die Anderen vorbeikommen, sagen wir einfach wir kommen erst später, und dann könnten wir auch noch ein bisschen ruhen. Was hältst du davon?“ Er küsste sie zärtlich und meinte dabei: „Deine neue Denkweise gefällt mir, Prinzessin.“ Sie grinste und erwiderte seinen Kuss mit einer ungewohnten Leidenschaft. „Mir auch...“

Der Vormittag war nun hereingebrochen und der Kampf Zihark gegen Ness war schon beendet und Zihark verließ die Arena als eindeutiger Sieger. Er schob seine violett-farbige Klinge zurück in die Schwertscheide, während er im Schatten des Ausgangs undeutlich eine schemenhafte Figur ausmachte. „Wer ist da?“ Aus der Dunkelheit trat sein junger Meister Kevin heraus und mit einem gebührenden Respekt verbeugte sich der Schwertmeister Zihark. „Kevin-sensei...“ „Nicht schlecht, Zihark. Du hast wohl viel trainiert seit wir uns das letzte mal sahen.“ „Ja, Sensei.“ „Du brauchst nicht gleich so formell sprechen, ich mag das nicht. Nenn mich einfach Kevin.“ „In Ordnung...Kevin. Ihr nehmt auch an dem Turnier teil?“ „Was dachtest du denn? Dass einer der größten Schwertkämpfer nicht eingeladen wird?“ „Verzeiht bitte, Meister. Ich war überrascht, wenigstens ein bekanntes Gesicht hier zu sehen.“ „Schon gut, schon gut. Du kannst mich ruhig duzen, Zihark.“ Er löste seine Verbeugung auf und sein fliederfarbenes Haar wehte im Wind. „Übrigens, ich glaube, dass hier noch mehr ehemalige Soldaten aus Crimea sind. Gestern erst sah ich Boyd kämpfen. Leider erwischte er einen äußerst starken Gegner und verlor.“ „Boyd...verlor?“ „Ist das so wichtig? Wie dem auch sei, du bist nicht als einziger meiner Schüler hier.“ „Wie meinen, Meister?“ „Guy, Joshua, Marisa und einige andere befinden sich darunter. Ein außerordentlicher Schwertmeister namens Karel und seine fähige Schwester Karla sind auch hier, Mia und Stefan ebenso.“ „Ihr habt sehr viele Kämpfer ausgebildet, oder?“ „Karel und Stefan benötigten eigentlich kein Training mehr, sondern waren eher dabei, um neue Techniken zu lernen. Aber ich denke du könntest sie in arge Bedrängnis bringen, und zwar mit Leichtigkeit.“ „Meint i...äh meinst du?“ „Auf jeden Fall. Wie sieht’s aus, hast du Hunger?“

„Das mit Link und Zelda ging ja fix, oder?“ „Wie meinst du das, Lena? Sie kannten sich (theoretisch) schon seit sie Kinder waren, und sie ist immerhin eine Prinzessin.“ „Und? Ich war auch eine Prinzessin und das hatte uns auch nicht abgehalten.“ „Ja, aber ihr kanntet euch schon bevor du wusstest das du eine Prinzessin bist, die Situationen kann man nicht vergleichen.“ „Da hast du Recht, Thomas. Trotzdem...wenn man starke Gefühle für jemanden hegt, sollte man das nicht verbergen.“ „Hey, wer ist der nächste von uns?“ „Kazuki.“ „Ich bin dran? Okay, und wann genau?“ „Drei Kämpfe sind noch vor dir. Äh Roy, was war mit deinem Kampf?“ „Habt ihr es nicht gemerkt? Ich war ja ein paar Minuten weg bevor wir gestern essen waren. Ich hab gewonnen.“ „Sorry, wir haben darauf vergessen...“ „Schon gut. Aber bei meinem nächsten schaut ihr schon zu, okay?“ „Ja, Kleiner.“ „Du weißt dass ich diesen Ausdruck hasse, Marth!“ „Deswegen nenn ich dich ja auch so.“ „Eine Frage, was machen Link und Zelda eigentlich so alleine in ihrem Zimmer?“ „Etwas, dass uns ganz sicher nichts angeht, Roy!“ „Ich geh schon mal vor, geht ihr währenddessen auf die Tribüne. Bis später!“ „Bye, Kazuki!“

„Das Licht ist seine Fähigkeit, hab ich Recht?“ „Du erinnerst dich daran?“ „Ihr habt es ja erst gestern erzählt. Du beherrschst den Donner, Thomas?“ „Anscheinend hast du gut aufgepasst, Marth. Aber egal, der Kampf geht los...“

Der Schauplatz hatte sich bereits verändert und Kazuki und eine junge Frau namens Samus standen auf einem schwebenden Ballon hoch am Himmel. „Wieso muss ausgerechnet ich gegen eine Frau kämpfen, dass ist doch unfair...“ „Hey, Blondi. Unterschätz mich nicht, ich hab einiges drauf!“ Der Wind wehte heftig durch Kazukis blondes Haar und mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen sagte der junge Schönling: „Das hoff ich für dich. Ich will keinen langweiligen Kampf haben, also streng dich bitte an.“ Das Startsignal ertönte und Samus begann bereits einen gewaltigen Schuss aufzuladen, während ihr Gegner einfach dastand und das Geschehen beobachtete. Die Energiekugel bahnte sich ihren Weg zum Ziel und schlug ein, doch als sich der Rauch verzog, stand die männliche Blondine immer noch da, ohne einen Muskel bewegt zu haben oder einen Versuch unternommen zu haben, dem Angriff auszuweichen. „War’s das, oder kommt da noch mehr? Von deinem Auftritt vorhin hätte ich mehr erwartet.“ „W-Wie? Ich-Ich...na warte!,“ und mit dem Ende des Satzes schoss sie eine Rakete aus ihrem Arm, die sofort auf Kazuki hinflog und zusammen mit einer Mine, die Samus über ihm losließ, detonierte, doch mit einem mittlerweile gelangweilten Ausdruck im Gesicht stand der Kämpfer immer noch da und meinte: „Das wird mir zu langweilig, deine Angriffe haben noch nicht mal gekitzelt. Ich beende dieses Trauerspiel dann mal. Ciao.“ Im Bruchteil einer Sekunde erschien dann plötzlich ein Speer aus Licht in seiner rechten Hand und schleuderte die verdutzte Samus im gleichen Moment aus dem Ring…

„Cool, er hat nicht mal mit der Wimper gezuckt. Der ist echt gut.“ „Um ehrlich zu sein ist das nicht verwunderlich, er hat den alten Körper meines Verlobten.“ „Äh, „Alter Körper“? Wie meinst du das bitte?“ „Das ist schwer zu erklären, als die Seele meines Verlobten mal zerstört wurde, bekam Kazuki seinen Körper und später erhielt mein Verlobter dann einen neuen Körper...“ „Ich glaube, ich will nichts mehr davon hören...“ „Wie du meinst.“ „Trotzdem beantwortet das meine Frage nicht wirklich.“ „Es waren sehr viel Kraft und Energie in diesem Körper, zufrieden?“ „Mehr oder weniger. Gehen wir unserem Freund entgegen?“

„Hey, Kazuki!“ „Hmm?“ Du bist echt stark! Kein Kratzer an deinem Körper!“ „Danke, Roy. Aber ich bin nicht so stark wie er es in seinen letzten Momenten war.“ „Dann...ist er wirklich so stark?“ „Ja. Hey, Thomas, du bist bald dran, oder?“ „Mhm, ich bin schon gespannt, wie mein Gegner sein wird.“ „Es ist eines der drei Monster, die wir gestern gesehen haben.“ „Und welches?“ „Pikachu.“ „Ich denke nicht, dass ich große Schwierigkeiten haben werde. Der Kampf beginnt aber erst in einer Stunde. Was machen wir bis dahin?“ „Sehen wir uns einfach unsere Gegner an...“

Link und Zelda wandelten durch die Gänge des Stadions, Arm in Arm. „Ich hätte da eine Frage, Zelda.“ „Hm?“ „Wie hast du vor zu kämpfen?“ „Du wirst dir schon den Kampf ansehen müssen, wenn du es wissen willst.“ Er küsste sie zärtlich auf ihre roten Lippen und sagte: „Das hatte ich sowieso vor.“ Grinsend gaben sie sich einem weiteren Kuss hin, diesmal mit noch größerer Leidenschaft. „Daran könnte ich mich gewöhnen...“ Im selben Moment kamen Kevin und ein ihm Unbekannter aus der entgegengesetzten Richtung. „Seit wann seid ihr denn zusammen, Link?“ Leicht erschrocken blickte das verliebte Pärchen den mysteriösen jungen Mann an. „Ah, hi Kevin. Wer ist denn der Typ bei dir?” Der Mann im violetten Outfit trat näher und verbeugte sich. „Gestatten, ich bin sein Schüler. Mein Name ist Zihark.“ „Angenehm. Seit wann hast du denn Schüler, Kevin?“ Mit einem leicht verschmitzten Gesichtsausdruck antwortete dieser: „Schon eine Weile. Es gibt einiges, das ihr nicht wisst, zudem ist Zihark nicht mein einziger Schüler.“ „Wer denn noch? Jemand den wir kennen?“ „Das bezweifle ich stark, aber bald vielleicht. Richtet Roy aus, dass sein Kampf gar nicht mal so schlecht war. Falls er allerdings mal den Schwertkampf trainieren will, kann er ruhig zu mir oder einem meiner Lehrlinge gehen.“ „Roys Kampf? Oh nein, den haben wir gestern total verschwitzt! Hat er gewonnen?“ „Jep. Übrigens, mein Kampf ist gegen Ende des Tages, falls ihr ihn sehen wollt. Zihark!“ „Ja, Sensei?“ „Gehen wir zu den Anderen. Bis bald mal!“ „Auf Wiedersehen!“

Als Kevin und Zihark nicht mehr zu sehen waren, blickte Link misstrauisch drein. „Was ist denn, Liebster?“ „Das ist seltsam...“ „Inwiefern?“ „Gestern sagte er noch, er hätte Angst vor größeren und kleineren Gruppen von Menschen, und jetzt trainiert er Gruppen von Schwertkämpfern. Er sagte, weil wir vollständig fast zehn Leute sind, kommt er nur wenn ich allein oder mit dir unterwegs bin. Aber als wir zu Beginn des Turniers mit Horden von Kriegern in der Arena standen, sah er nicht gerade verängstigt aus...“ „Was glaubst du?“ „Ich habe eine Vermutung, bin mir aber noch nicht sicher...“

Ungeduldig wartete Thomas in der Arena auf seinen Gegner, während die Luft von einer unerträglichen Spannung erfüllt war. „Wie lange hat er noch Zeit?“ Die Stimme des Kommentators ertönte mit dem üblichen unmenschlichen Klang: „Fünf Minuten. Dann gewinnst du automatisch.“ Er gab einen genervten Seufzer von sich und ging auf und ab, um seine Wut abzureagieren, doch es schien nicht wirklich zu helfen. Um seinem Frust doch etwas Luft zu machen, schleuderte er ein paar Blitze in den Boden, woraufhin die Zuschauer beeindruckt auf ihn blickten. Ruckartiges Licht zuckte durch die Arena und bot ein unglaubliches Schauspiel, während Thomas immer frustrierter über das Fernbleiben seines Gegners wurde. Nach einer kleinen Ewigkeit, wie es ihm erschien, betrat die Elektromaus endlich die Arena und wieder meldete sich der Kommentator zu Wort: „Wie es aussieht ist nun auch der zweite Kämpfer gekommen. Möge der Kampf beginnen!“ Der Schauplatz des Kampfes änderte sich erneut und die Kontrahenten standen nun mitten auf einer Rennstrecke, während die Gleiter knapp an ihnen vorbeizogen. „Weißt du, durch die ganze Warterei auf dich bin ich ganz schön genervt.“ Das kleine gelbe Monster allerdings sah unschuldig drein und kratzte sich mit seinem Fuß hinterm Ohr. „Hey! Hörst du mir überhaupt zu?!?“ „Nööö.“ „Du...na warte!“ Endlich ertönte das Startsignal und das Pokémon begann eine Attacke aufzuladen, während Thomas blitzschnell über das Kampffeld lief. Gerade als Pikachu seine Attacke entfesseln wollte, ließ der Herrscher des Donners einen gewaltigen Blitz auf ihn los, der mitten im Ziel eintraf. Als die Rauchschwaden sich verzogen, lag die gelbe Kreatur bewusstlos im Krater des Einschlags. „Oh, äh, der Sieger...ähäm, der Sieger heißt Thomas! Applaus!“ Er verließ wortlos die Arena und blickte auch nicht zu seinem besiegten Gegner, der immer noch regungslos dalag. „Woah. Der ist ja noch aggressiver als du, Kathrin!“ Sie warf Roy einen finsteren Blick zu und ging zum Eingang der Arena, um ihren geliebten Kämpfer zu beruhigen. Lena, die das Ganze beobachtete, griff dem rothaarigen Schwertkämpfer auf die Schulter und meinte nur: „Halt einfach die Klappe bei Dingen, die du nicht verstehen kannst, Kleiner.“ Er wollte ihr gerade einen gepfefferten Kommentar an den Kopf werfen und sich so revanchieren, hielt sich aber im letzten Moment selbst zurück. „Sieht so aus als wären nur noch ich und Zelda übrig...“ sprach Marth mit einem melancholischem Unterton und fasste dabei schon heimlich an den Griff seines Schwertes, dachte daran, welche Techniken er wohl benützen würde, sobald der Kampf begann.

Kathrin lief Thomas direkt in die Arme und vergrub ihren Kopf in seiner Schulter. „Du dachtest wohl an ihn, hab ich Recht...“ Dem sonst so hartgesottenen Kämpfer standen bei ihren Worten beinahe die Tränen in den Augen und er nickte nur stumm, unfähig in diesem Augenblick etwas zu sagen. Er küsste sie auf ihren Mund und strich durch ihr Haar, versuchte dadurch den Schmerz in seinem Inneren zu unterdrücken, was ihm allerdings nur halbherzig gelang. Er stieß einen lauten Seufzer aus und begann mit zittriger Stimme zu reden: „Ich weiß zwar, dass er vielleicht am Leben ist, aber ich will es nicht wirklich glauben...Was wenn das eine makabere Lüge dieses Maskentypen war, nur um uns falsche Hoffnungen zu machen? Er war...ist mein bester Freund, mir fiel es schon schwer seinen Tod zu überwinden, wenn ich jetzt daran glaube, dass er lebt und sich das dann als falsch herausstellt...“ Die beiden Verliebten umarmten sich innig und bemerkten dabei nicht das blaue Augenpaar, das sie beobachtete und wieder im Nichts verschwand. Plötzlich sah Thomas erschrocken auf. „Was ist denn?“ „Ich dachte...da war...nein, alles okay. Ich hab mir das wohl nur eingebildet...“

Link lag mit Zelda im Arm auf der Wiese in der Nähe des Stadions und blickte gen Himmel. „Der Himmel sieht so blau aus...“ „Mhm, wie in Hyrule. So wunderschön.“ „Nicht so schön wie du, Zelda.“ „Danke sehr...“ „Denkst du über deinen Kampf nach?“ „Ja. Ich hoffe, ich gewinne.“ „Ganz sicher. Ich habe Vertrauen in dich.“ Liebevoll strich er durch ihr golden glänzendes Haar und küsste sie innig auf ihre Lippen, während sie seinen Kuss mit unbändiger Leidenschaft erwiderte. „Der Kampf beginnt bald...“ Link küsste sie auf ihre Stirn und streichelte sie auf dem Rücken. „Du kannst es schaffen, dass weiß ich...“ Mit einem Mal klang das Geräusch aufeinanderprallender Schwerter in der Luft und Link richtete sich langsam auf. „Hör nicht auf, ich will noch ein bisschen kuscheln...“ „Hörst du das?“ „Hm?“ „Da kämpft jemand.“ Der Heroe stand auf und lief in Richtung des Geräuschs, während Zelda dicht hinter ihm herlief. Kurz bevor sie eine Lichtung betraten, hielt der Held der Zeit seine geliebte Prinzessin zurück. „Was ist?“ Er deutete ihr, ruhig zu sein und zeigte zur Mitte der Lichtung, wo einige Schwertkämpfer miteinander trainierten. Sie blickten durch die Runde und erblickten dabei Zihark, der gegen zwei Gegner auf einmal antrat und sie scheinbar mühelos in Schach hielt, während ein Mann abseits stand und das Geschehen beobachtete. Als sie näher hinsahen, erkannten sie dass es Kevin war, dessen unverkennbar stehenden Haare vom Wind nach hinten gedrückt wurden. „Das sind also seine Schüler...Sie müssen auf einem unglaublich hohen Niveau sein, so wie sie kämpfen. Ich denke gegen ein paar von ihnen könnte ich mit meinen Fähigkeiten noch leicht ankommen, aber Zihark ist mit Sicherheit eine harte Nuss.“ „Hey, Kevin geht plötzlich weg!“ „Ich seh mal nach, geh du zur Arena zurück. Keine Angst, ich komme gleich nach.“ Sie hauchte ihm einen letzten Kuss auf die Wange und verschwand in die Richtung, aus der sie gekommen waren. Link schlich still und leise durch das Gebüsch, möglichst darauf bedacht keinen Laut von sich zu geben, und konnte langsam Kevins Stimme vernehmen, auch wenn er ihn noch nicht ganz verstand. Er ging noch ein bisschen näher und lauschte dem Gespräch des mysteriösen Schwertkämpfers: „...und dann schlägst du zu, kapiert?“ „Ist ja auch nicht schwer. Aber sag...“ „Hmm?“ Und der folgende Satz ließ Link hellhörig werden: „Ist Ganondorf wirklich hier?“ „Ja, ich hab ihn mit eigenen Augen gesehen. Und er ist stärker als zuvor, du wirst Probleme haben. Aber halt dich bitte bis zum letztmöglichen Moment zurück, sonst könnte unsere Tarnung auffliegen...“ „Was ist?“ „Versteck dich. Jemand belauscht uns.“ Irritiert von seiner schnellen Auffindung stürmte Link leise aus dem Wald, darauf bedacht, niemandem weiter aufzufallen. Er dachte über die Worte Kevins nach. Wer war dieser Mann? Wieso bildet er jemanden dazu aus, Ganondorf zu töten, wenn er doch da war? Als er aus dem Wald kam, lief er so schnell wie möglich zur Arena, um Zeldas Kampf nicht zu verpassen...

Link hetzte zur Aussichtsplattform, wo noch ein paar seiner Freunde warteten und den Kämpfen zusahen. Völlig aus der Puste ließ er sich auf einen Stuhl fallen und blickte hinunter in die Arena. „Äh, hi. Hat...hat Zelda schon gekämpft?“ „Nein, du hattest Glück. Noch ein Kampf und sie ist dran. Hörst du überhaupt zu?“ „Was...äh ja, ja ich hör schon zu...“ „Alles okay?“ „Ich...Ich bin mir nicht sicher. Ich hab da was gehört, das ich nicht ganz verstehe...Egal, wer kämpft denn gerade?“ „Mal sehen...Die Schwertkämpferin dort heißt Marisa, der Typ mit der roten Kappe ist Mario.“ „Und danach ist Zelda an der Reihe?“ „Mhm. Schauen wir mal, was unsere Gegner können...“

Der Klempner mit der roten Mütze und den Hosenträgern schnappte sich ein Nintendo-Scope und feuerte sofort damit los, aber die Schwertmeisterin mit den lila Haaren lenkte mit ihrer Klinge sämtliche Angriffe ab und schlug auf ihren Gegner ein, der dadurch heftig zurückgeschleudert wurde und hart aufschlug. Mit schmerzverzerrtem Gesicht stand er auf und nahm eines der Laserschwerter, die gerade aufgetaucht waren. Trotz seiner neuen Waffe, die er unbeholfen vor sich  herschwang, hatte er keinerlei Chance. Marisas Klinge prallte mit unglaublicher Geschwindigkeit auf die Marios und schlug sie diesem aus der Hand. Sie sah den am Boden liegenden Kontrahenten mit eiskalten Augen an und mit einem mehr als gewaltigen Hieb beförderte sie ihn aus der Arena...

Mit einem geschockten Blick, der sich auf den Kampfplatz konzentrierte, murmelte Lena in sich hinein: „Das ist doch...Kann das...Nein, völlig unmöglich, woher sollte sie...Aber wieso...“ Link blickte ihr ins Gesicht und fragte: „Alles in Ordnung, Lena?“ „Ich weiß nicht, diese Kämpferin Marisa...“ „Was ist mit ihr?“ „Wie soll ich es sagen, sie hat einen ähnlichen Stil wie ihn mein Verlobter hatte, aber woher sollte sie ihn beherrschen...“ Ein ähnlicher Kampfstil wie ihr toter Verlobter? Das kann doch nicht sein, diese Frau, war sie nicht...Was bei den Göttinnen ist hier los? Fieberhaft überlegte der grünbemützte Heroe nach, was das alles zu bedeuten hatte, doch entzog sich in diesen Momenten das nötige Verständnis seinem Bewusstsein, als er plötzlich von der Stimme Marths aus seinen Überlegungen gerissen wurde. „Hey seht mal! Zelda betritt die Arena!“

Würdevoll, wie man es von der Prinzessin Hyrules erwarten konnte, betrat sie die Arena und blickte gebannt nach vorne, wo in den nächsten Augenblicken ihr Gegner erscheinen würde. Immer noch dachte sie darüber nach, wie sie den Affen besiegen könnte, als Besagter in das Stadion kam. Donkey Kong schlug wie wild auf seine behaarte Brust und schnaufte, während Zelda irritiert das Schauspiel betrachtete. „Kommen wir nun zum nächsten Spektakel: Prinzessin Zelda von Hyrule gegen den Herrscher der Affen Donkey Kong! Applaus bitte!“ Während Zelda eher desinteressiert den Worten des Kommentators lauschte, spürte sie einen kalten Schauer auf ihrem Rücken und wusste, wem die Augen des finsteren Blicks, den man ihr zuwarf, gehörten. Ganondorf beobachtete sie, das wusste sie, versuchte aber es zu ignorieren und hörte noch, wie das Startsignal ertönte. Der Schauplatz des Kampfes transformierte sich in eine kleine Insel, umgeben von Wasser, neben der sich eine riesige Schildkröte befand. Link hatte ihr mal von diesem Ort erzählt, er war irgendwo in Termina, einem der Länder, die er auf der Suche nach Navi
bereist hatte. Mit seiner affigen Stimme rief Donkey Kong Zelda zu: „Hey, Prinzeschen! Hier hast du keine Chance, ich werfe dich mit Leichtigkeit raus und bringe dich zur Organisation, dann krieg ich mit sicher eine Menge Bananen. Uga!“ Nervös fragte sie: „Welche Organisation?“ „Keine, über die ich dir was erzähle! Uga!“ Sie wich ein bisschen zurück und begann ihre Magie zu entfachen, aber der Gorilla sprang mühelos über die Attacke hinweg, bevor er dicht vor ihr landete. Er packte sie mit seinen riesigen Pranken und wollte sie hinauswerfen, als sie einen Schutzschild durch Nayrus Umarmung erschuf und ihn nach hinten beförderte. „Aua, das tat weh! Uga!“ Zelda teleportierte sich auf die Spitze der Palme auf dem Rücken der Schildkröte, um einen weiteren magischen Angriff zu entfachen, aber auch dieser traf nicht. Kurz bevor der Affe sie erwischte, teleportierte sie sich auf einen kleinen Felsen, der neben der Insel trieb. Genervt rief ihr Kontrahent: „Bleib endlich stehen, verflixtes Menschenweib! Uga!“ Auf einmal umgab Zelda ein Schleier aus Licht und als dieser verschwand stand urplötzlich Shiek an ihrer Stelle. Verwirrt kratze sich Donkey Kong am Hinterkopf und fragte: „Du da! Wo ist dieses Menschenmädchen hin? Uga.“ Mit seiner mysteriösen Stimme sprach Shiek: „Die steht vor dir.“ „Wie? Uga?“ „Einem einfältigen Gorilla wie dir kann ich es nicht erklären.“ „Das ist auch nicht nötig, ich schmeiß dich einfach aus dem Turnier. Uga!“ Gerade als der Affenherrscher einen gigantischen Hieb loslassen wollte, verschwand Shiek auf einmal und mit einer unglaublichen Schlag-Combo auf den behaarten Rücken des Affen schlug der junge Shiekah Donkey Kong aus dem Turnier, während man nur noch ein schmerzerfülltes “Ugaaaaaaaa…” seines Gegners in der Ferne hörte…

Die Arena verwandelte sich wieder in den Normalzustand, während Shiek immer noch dort in der Mitte stand und ins Nichts starrte, als plötzlich der verschleierte Kommentator neben ihm erschien. „Äh, wer bist du und wo ist Zelda?“ Mit seinen kühlen roten Augen versuchte der vermummte Jugendliche in das Augenpaar seines Gegenüber zu blicken, was sich als unmöglich herausstellte. „Wisst ihr eigentlich überhaupt etwas über sie? Ich bin Shiek, Zeldas andere Seite. Falls es einfacher für euch ist, verwandle ich mich gerne zurück.“ „Ja bitte, die Zuschauer sind verwirrt...und ich auch ein wenig.“ Wieder wurde der junge Shiekah von einem weißen Schleier umhüllt und im nächsten Moment stand wieder Zelda in der Arena. „Na, das ist ja mal eine besondere Fähigkeit! Applaus für Zelda und Shiek!“ Tosender Jubel hallte wieder durchs Stadion, während die Prinzessin die Arena verließ hinauf zu den Balkonen ging, wo ihr heißgeliebter Link auf sie wartete und sie leidenschaftlich umarmte. Liebevoll streichelte sie seine Wange und fragte: „Wo warst du so lange? Ich dachte du würdest meinen Kampf verpassen?“ „Ich war noch ein bisschen im Wald und hab nachgesehen, was passiert und dann...“ „Was dann...“ „Es ist zu seltsam, ich erzähl es dir später.“ Mit einem himmlischen Lächeln auf den Lippen gab sie ihm einen Kuss und meinte: „Okay, dann eben später. Gehen wir essen, es dauert noch lange bis zu Marths Kampf.“

Gemeinsam saß die kleine Gruppe in der Kantine, wo Link und sich Zelda gegenseitig fütterten. „Das haben mein Verlobter und ich früher auch gemacht...“ Hämisch grinsend wandte sich Roy zu Lena und gab ungeniert von sich: „Das war aber nicht das einzige, oder?“ „Das werde ich dir gerade auf die Nase binden!“ „Hä?“ „Ich meine damit: Dir erzähle ich das ganz sicher nicht.“ „Hey ihr Turteltauben, solche Sachen werden in eurem Land doch nicht geduldet, oder?“ Mürrisch antwortete Zelda: „Ich denke nicht, dass das euch irgendetwas angeht.“ „Schon gut, schon gut. Ich meinte ja nur...“ „Eine Frage Marth.“ „Hmm?“ „Wer ist dein Gegner?“ „Diese Rosa-Plüschkugel von gestern, eines dieser drei Mini-Monster. Ich glaube es heißt Pummelluff.“ „Ah ja. Du wirst leichtes Spiel haben, ist zumindest meine Meinung.“ „Danke, aber ich unterschätze meine Gegner nie.“ „Hey, sehen wir uns die Tabelle an!...Das ist seltsam...“ „Was?“ Dieser eine Schwertkämpfer von gestern...“ „Ja, was ist mit ihm?“ „Er hätte vor Zelda kämpfen müssen, aber jetzt ist er nur ein paar Kämpfe vor Marth!“ „Das hat er vorhin doch erwähnt, hast du nicht aufgepasst?“ „Ich hatte vergessen, dass er früher dran ist. Fragen wir doch Exus.“ Wie aus dem Nichts erschien die Mitarbeiterin neben den Kämpfern und fragte: „Was wollt ihr?“ „Dieser Teilnehmer, Nummer...013...“ „Was ist mit ihm?“ „Wieso wurde sein Kampf verschoben?“ „Ich bin nicht ermessen euch das mitzuteilen. Der Grund ist auf höchster Geheimhaltungsstufe gehalten.“ „Was!?! Aber...“ „Tut mir leid, ich werde es euch nicht sagen.“ „Na gut, es hat wohl keinen Sinn weiter zu fragen.“ „Nein. Wenn ihr mich jetzt entschuldigt...“ Und wieder verschwand sie so geheimnisvoll wie immer. „Hmm, sein Kampf läuft in ca. zwei Stunden. Sehen wir ihn uns dann an?“ „Wir haben sowieso nichts besseres zu tun, oder?“

„Ähm, Lena?“ „Was ist?“ „Wie war dein Verlobter eigentlich so?“ „Das habt ihr doch gestern schon gefragt, er...“ „Nein, wie war er. Er war ein unglaublicher Mensch, das habt ihr schon gesagt, könnt ihr ihn nicht näher beschreiben?“ „Er...er war stark und männlich, aber er sah eher athletisch aus und war kein Muskelprotz. Er war überaus freundlich und hilfsbereit, sah gut aus...einfühlsam war er auch...Man kann all seine großartigen Charakterzüge gar nicht aufzählen. Natürlich, er hatte auch seine Schattenseiten, aber man bemerkte sie nur selten, und niemand ist perfekt, hab ich Recht?“ „Er war wirklich toll, so wie du ihn beschreibst, kein Wunder dass du ihn so geliebt hast, Lena.“ Die junge Frau stand plötzlich auf und ging hinaus, ohne weiterhin auf die Worte ihrer Freunde zu hören und beeilte sich zu dem Platz im Park, wo sie Black Hunter gesehen hatte. „Ich glaube ich hab einen Nerv getroffen...“

Lena rannte so schnell sie konnte und rief: „Black Hunter! Black Hunter, wo bist du?“ „Du hast gerufen, meine Schöne?“ „Ist er wirklich lebendig?“ „Dein Verlobter? Das sagte ich doch bereits, hast du dich schon über Link erkundigt?“ „Das habe ich, trotzdem...Wenn er am Leben ist, wieso zeigt er sich uns nicht?“ „Weil er es nicht will, und ihr könnt deinen Verlobten nicht zwingen. Aber wieso erkundigst du dich nach ihm, wenn du mich haben kannst?“ „Er ist uns immer noch wichtig, warum erkennst du das nicht? Wieso versteht er das nicht?“ Dieses Mal nahm er den oberen Teil seiner Maske ab, wobei man nur seine Augen sah, da sein Haaransatz von seiner Kapuze verdeckt wurde. Gebannt blickte Lena in seine himmelblauen Augen, als er auf einmal sagte: „Was wäre...wenn...was wäre, wenn ich dir versprechen könnte, dass ihr ihn heute noch seht?“ Der Hoffnungsschimmer in ihren Augen erstrahlte heller als jemals zuvor und sie fragte: „Ehrlich? Kein Scherz? Du meinst das wirklich ernst?!?“ „Mhm.“ „Nimm den unteren Teil deiner Maske ab und lass dich küssen.“ „Äh, ich...kann ich wenigstens den anderen Teil wieder aufsetzen?“ „Wenn du willst...“ Kaum hatte er das getan, presste sie voll Inbrunst ihre Lippen auf seine, wobei sich ihre Zunge den Weg zu seiner bahnte.
„Woah. Das war...einfach unglaublich. Machst du das jetzt immer wenn wir uns sehen?“ Grinsend gab sie ihm einen weiteren Kuss und sprach: „Vielleicht, wenn du uns wirklich versichern kannst, dass wir ihn treffen.“ „Das tue ich.“ Sie schlang ihre Arme um seinen Hals und zog Black Hunter näher zu sich, wobei sie ihn wieder küsste. „Soll ich dir was sagen?“ „Ja?“ „Das hoffe ich für dich, denn sonst wirst du es bitter bereuen.“ Sie drückte ihm noch einen Kuss auf und sprach weiter: „Sehr sogar.“ „Falls die Bestrafung so ausfällt, dann nehme ich das gern in Kauf. Aber ich sage die Wahrheit, das kannst du mir glauben.“ „Du bist doch ganz ansehnlich, auch wenn ich dein ganzes Gesicht noch nicht gesehen habe...“ „Du bist so oder so attraktiv...“ Nach einem weiteren Zungenkuss sagte Lena: „Weißt du...“ sie kreiste mit ihrem Zeigefinger auf seiner Brust, „Einige Zeit hätte ich noch übrig, würdest du mit...mir, du weißt schon...“ Diesmal küsste er sie und sagte: „Kommt darauf an...“ „Auf was?“ „Ob mein Meister es mir gestattet.“ „Und wer ist dein Meister...“ hauchte sie nach einem weiteren sinnlichen Kuss. „Du lernst ihn schon noch kennen, ich geh kurz rüber und nehme Kontakt mit ihm auf, warte hier.“ Sie blickte dem schwarzgekleideten Kämpfer hinterher und dachte daran, wie sehr sein Blick doch dem ihres Verlobten ähnelte, als es ihr plötzlich in den Sinn kam:
Ist er es vielleicht?
Nimmt er deshalb seine Maske nicht ab?
Das wäre eine Erklärung...
Währenddessen sprach Black Hunter mit seinem geheimnisvollen Meister: „Meister, kann ich...“ „Ich weiß was du sagen willst.“ „Und?“ „...Es könnte alles verändern, das ist dir doch klar?“ „Ja, aber...“ „Du darfst sie nach dem Turnier allerdings nie wieder sehen, einverstanden?“ „Ich...hab ich eine andere Alternative? Gibt es keine Möglichkeit für sie und mich?“ „Nein, denn sonst...“ „Ich habe verstanden. Ich werde es ihr sagen...“ „Vergiss nicht zu verhüten...J.“
„Was hat er gesagt?“ „Er ist einverstanden...mehr oder weniger...“ „Und jetzt noch mal auf Deutsch.“ „Wir dürfen uns nach dem Turnier nie wieder sehen...“ Lena legte ihren Kopf auf seine nackte Schulter und meinte: „Es ist wohl mein Schicksal geliebte Menschen immer nur kurze Zeit bei mir zu haben...Aber...ich will trotzdem...“ „Es ist einfach unfair...Ausgerechnet die guten Menschen müssen immer die harten Schicksalsschläge erdulden....Bist du wirklich sicher, dass du das willst?“ „Mhm...“ „Dann sollten wir uns beeilen, sein Kampf findet in etwa 90 Minuten statt...“
Nein, auch dieses Mal bin ich gnädig mit dem Jugendschutz dieser Website und deshalb werde ich auf die Sexszene nicht näher eingehen. Aber sagen wir mal so: Lena ist auf jeden Fall erfahrener als Link oder Zelda, deswegen ging es bei ihr und Black Hunter ziemlich heiß her. *Räusper* Ähm, aber weiter im Text...
Black Hunter betrachtete immer noch ihren attraktiven, nackten Körper, der vor ihm lag, durch seine Maske, die er einfach nicht vollständig abnehmen wollte. Lena küsste ihn wieder zärtlich auf seine Lippen und fragte verführerisch: „Willst du nicht mal jetzt das Ding auf deinem Gesicht abnehmen? Bitte, mir zuliebe...“ Mit einem undefinierbaren Unterton entgegnete er: „Nein. Erst wenn mein Meister es gestattet.“ Sie richtete sich langsam auf, wobei die Decke entgültig von ihrem wunderbar geformten Körper glitt, und ließ ihre schlanken Beine hinunter baumeln. „Du brauchst wohl für alles die Erlaubnis deines Meisters?“ „Ich kann es dir schlecht erklären, ich verdanke ihm mein Leben.“ „Inwiefern?“ „Zu gegebenem Zeitpunkt wirst du verstehen...“ „Hmm?“ „Wir sollten uns langsam beeilen, wenn du seinen Kampf nicht verpassen willst.“ Aufgeregt sprang die junge Frau auf und begann sich anzuziehen, während Black Hunter sie gebannt dabei betrachtete. „Hey, so sehr beeilen musst du dich nicht, ich kann uns mit einem Gedanken dorthin bringen, wie glaubst du konnte ich sonst von einem Moment auf den anderen auftauchen und verschwinden?“ Schon komplett angezogen meinte Lena: „Diese Fähigkeit besaß er ebenfalls...wenn auch nicht in dieser Art und Weise...“ Kaum war auch der Schwarzgekleidete aufgestanden, schnippte er mit den Fingern und auch er war nun wieder bekleidet. „Er hatte viele Fähigkeiten...und noch mehr...“ „Noch mehr?“ „Lena...umarme mich bitte...“ „Ich tu das gerne, aber das ist dennoch keine Antwort.“ Kurz nachdem sie in seinen Armen lag, schnippte er erneut und sie standen vorm Eingang des Stadions. „Woah...Ich habe noch nie teleportiert...Es ist...einfach unglaublich...“ Black Hunter ging bereits hinein, als er rief: „Kommst du jetzt? Sein Kampf beginnt bald und du willst doch noch zu deinen Freunden, oder?“

Link und Zelda hatten bereits Platz genommen und blickten in die Arena, während die Anderen sich auf die äußerst komfortablen Stühle setzten und Thomas und Kathrin kurz anblickten, die nicht lange davor wieder zur Gruppe gestoßen waren. „Hey, ihr zwei! Habt ihr eine Ahnung wo Lena abgeblieben ist?“ fragte Takil mit einem leicht besorgten Unterton. „Nee, wir haben sie seit Thomas’ Kampf nicht gesehen. Wir dachten sie wäre bei euch.“ „Hi Leute! Über was unterhaltet ihr euch?“ Urplötzlich stand Lena am Eingang der Tribüne, eingehakt in den Arm des schwarzgekleideten Maskenträgers des ersten Tages. „Äh, dieser Typ, der da neben dir...Ist das...Bist du nicht der, der sich gegen Ganondorf gestellt hatte?“ „Genau der bin ich.“ „Du musst mindestens so stark sein wie einer von uns Element Fighters.“ „In etwa.“ „Wie konntest du so ein Kraftlevel erreichen?“ „Das wird euch mein Meister erklären.“ „Und wer ist das?“ „Das erfahrt ihr bald. Übrigens, der Kampf deines Verlobten beginnt gleich...“

„Und nun wollen wir mit dem nächsten Kampf beginnen, an dem einer der stärksten Turnierteilnehmer mitwirkt! Hier sind Kevin uuuund Berso!“ Gewaltiger Jubel und Applaus tönten ungebremst durch die Arena, als ein riesiger Muskelberg namens Berso und ein schlanker junger Mann namens Kevin die Arena betraten. Bersos gewaltige Muskeln zuckten im Angesicht seines seiner Meinung nach schmächtigen Gegners und konnten kaum erwarten, diesen zu zerquetschen. Der braunhaarige, junge Mann stand aber einfach nur da und blickte gelangweilt ins Publikum. Zornig rief der gewaltige Muskelprotz: „Tsk, dass die mir so nen Gegner zuteilen. Hey, Kleiner!“ „Hm? Meinst du mich?“ „Wen sonst, Winzling! Lauf lieber schnell weg, solange du noch kannst!“ Ruhig antwortete der Kämpfer: „Halts Maul, Hackfresse. Du nervst.“ „W-Was?!? Na warte, ich zerdück’ dich mit einer Hand !“ „Hey Kommentator, können wir endlich anfangen? Mir geht das Gequatsche dieses Idioten tierisch auf die Nerven.“ Mit einem irritierten Unterton erklang die Stimme des Kommentators: „Gut, wie du willst. Ich hab zwar keine Informationen über dich, aber es ist deine Beerdigung! Lasst den Kampf beginnen!“ Endlich ertönte das Startsignal und das Kampffeld verwandelte sich in eine Wüste mit riesigen Felsen. Berso stürzte sich mit voller Wucht auf seinen teilnahmslosen Kontrahenten und drückte ihn so stark gegen den nächsten Felsen, dass dieser zerberstete. Er schlug ständig auf Kevin ein und mit seinem letzten Schlag wurde der Schwertkämpfer gegen eine riesige Steinwand geschleudert...

Link konnte nicht mehr sitzen und stemmte sich auf den Rand der Tribüne, um besser sehen zu können, und fragte nervös: „Welcher von den beiden ist dein Verlobter, Lena?“ „Kevin natürlich, oder glaubst du ich würde je mit so etwas wie Berso ausgehen?“ „Aber ihr sagtet dass Kevin ungeheuer stark sein soll und jetzt verliert er.“ „Er spielt nur mit dem Idioten. Sieh einfach zu...“

Kevin erhob sich aus den zerbrochenen Felsen, sein rotes T-Shirt war genauso wie seine Jeans zerfetzt und flatterte im Wind, aber er selbst hatte nur ein paar Kratzer davongetragen und er legte sein Schwert ab, das ihn im Moment nur behinderte. Ohne irgendeinen Klang in der Stimme fragte er: „Hast du noch mehr drauf oder war’s das? Wenn das alles war, beende ich den Kampf.“ „Hahahahaha, ist das dein Ernst? Du bist ja total bekloppt!! Ich zeige es dir!“ Berso wollte gerade seinen bisher stärksten Schlag auf seinen vergleichsweise winzigen Gegner niederfahren lassen, doch dieser fing ihn mit Leichtigkeit und drückte zu. Schmerzvoll schrie der Berserker auf: „Aaah, verdammt tut das weh! Hör auf! Du brichst mir die Hand!“ „Genau das hab ich vor.“ „Scheiße, hör endlich auf damit!“ „Weißt du, wenn ich noch stärker zudrücke, zerquetsche ich deine Knochen zu Staub.“ „Kiaaah, Schluss damit!“ Plötzlich hörte man ein lautes Knacken und Bersos hand hing einfach regungslos an ihm herunter, wie ein Handschuh aus Fleisch und Haut, in dem keine Hand steckte. Vor Schmerz am Boden kniend blickte er verzweifelt in die blauen Augen seines Gegners, die in diesem Augenblick Kälte und eine sadistische Freude ausstrahlten. „Gleich ist der Kampf vorbei...“ Kevin packte Berso am Hals und zerdrückte ihm dabei fast den Kehlkopf, rannte mit ihm voraus in sämtliche Felsen auf dem Kampffeld und zerschmetterte dabei alles, was ihm in den Weg kam. Schließlich warf er den regungslosen Muskelprotz neben sich hin, bei dem man nur noch das Weiße in seinen Augen sah, das von geplatzten Blutäderchen unterbrochen war, und den Mund weit aufgerissen hatte. Der junge Schwertkämpfer ging durch das Stadion, nahm sein Schwert und verließ die Arena, wobei man nur seine Schritte und das Scheppern der Klinge zu hören waren, da alle Zuschauer geschockte und schweigsam nach unten blickten...

„Es-Es tut mir leid, liebe Zuschauer...Ich-Ich weiß nicht, was...Mir...fehlen angesichts dieser...Grausamkeit die Worte...“ Völlige Stille beherrschte die Arena. Niemand war in diesem Moment in der Lage irgendeinen Satz auszusprechen. Das Schweigen wurde nur kurz vom Röcheln Bersos unterbrochen, das immer wieder erklang.

Fast nicht hörbar fragte Link: „Bist...Bist du sicher, dass das dein herzensguter Verlobter war, Lena?“ Ungläubig starrte sie zum zerstörten Kampfplatz und meinte: „Er...So...Black Hunter, war das wirklich Kevin?“ „Er war in diesem Kampf nicht fähig seine Wut und damit seine Macht zu kontrollieren, und dieser Berso hat nicht wirklich dazu beigetragen, ihn zu beruhigen.“ Black Hunter ging in Richtung Treppe und sprach weiter: „Falls ihr eine Erklärung wollt, müsst ihr ihn schon selber fragen. Kommt mit!“

Sie rannten schnell hinunter zum Eingang, wo Kevin gerade aus der Arena kam und geringschätzig zu ihnen blickte. „Kevin, du bist es! Wie...“ Lena wollte ihm gerade entgegen laufen und ihn umarmen, als sie urplötzlich von Link festgehalten und zurückgezogen wurde. Starr blickte der Schwertkämpfer die Gruppe an und lachte leicht diabolisch, als sein linkes Auge sich auf einmal blutrot färbte, Flammen ihn umkreisten und er verschwand. Link stotterte: „Black Hunter ist doch dein Name...“ „Mhm.“ „Was ist...mit ihm passiert?“ „Er hat erfahren, wer er war.“ „Geht es nicht genauer?“ Black Hunter wandte sich dem grüngekleideten Heroen zu. „Nein.“ „Wieso nicht?“ „Ich gehe jetzt zu Meister Kevin. Wir sehen uns dort...“ Und mit einem Mal war der pechschwarzgekleidete Mann verschwunden. „Sagte er gerade...Meister Kevin?“ „Sieht so aus...“ „Auf wessen Seite stehen die beiden?“ „Wer weiß...“ Plötzlich ertönte die geisterhafte Stimme Kevins in Links Kopf:  „Link...Kannst du mich hören?“ Geschockt dreinblickend schrie Link fast: „Seid still! Ich höre Kevin!“ „Link...Sag etwas, wenn du mich hören kannst...“ „Ja. Ich höre dich, Kevin. Wo bist du?“ „Versteckt. Aber ich muss mit euch reden. Ich will euch erklären, was mit mir los ist.“ „Okay, aber...wo bist du?“ „Folge den Klängen deiner Heimat...“ Zelda griff Link auf die Schulter, woraufhin dieser erschreckt zusammenzuckte. „Link?“ fragte seine geliebte Prinzessin besorgt. „Alles in Ordnung?“ „Ja. Ich habe gerade Kevin gehört. Er sagte, um ihn zu finden, soll ich den Klängen meiner Heimat folgen, was auch immer das bedeutet...“

Für alle, die unbedingt mal wissen wollen, wie einige der Charaktere aussehen, hier ist einer meiner ersten Entwürfe für Black Hunter. Viel Spaß! (Die Bleistiftzeichnung in der linken oberen Ecke ist eine Skizze für seine Maske; Die Symbole auf seinem Schwert sind antike Schriftzeichen seiner Heimat und bedeuten „Rache“)

Kapitel 6: Klänge der Heimat

Roy fuchtelte wild mit seinen Armen herum und schrie: „Ihr wollt wirklich zu ihm? SEID IHR NOCH GANZ BEI TROST? DIESER PSYCHOPATH HÄTTE BEINAHE SEINEN GEGNER GETÖTET, OHNE MIT DER WIMPER ZU ZUCKEN! Dieser Typ ist mindestens so kaltblütig wie euer Ganondorf und dann wollt ihr auch noch freiwillig zum dem Typen hingehen, nur weil dieser grünbemützte Verrückte Stimmen in seinem Kopf hört? Nein danke, ohne mich!“ „In gewisser Hinsicht hat Roy Recht,“ meinte Marth. „Das könnte eine Falle sein und wir tappen blindlings hinein, dazu wissen wir noch nicht mal wohin Kevin verschwunden ist.“ „Stimmt. Bevor wir nicht irgendeine Melodie aus Hyrule hören, können wir sowieso nichts tun.“ „Ich weiß nicht, ob ich Hyrule zu 100% meine Heimat nennen würde, ich bin zu viel gereist um mich wirklich irgendwo heimisch zu fühlen. Heimisch fühle  ich mich eigentlich nur bei Zelda...“ Liebevoll umarmte die Kronprinzessin Hyrules ihren geliebten Heroen. „Link...“ „Sollen wir vielleicht nachsehen, was die Kämpfe machen? Du musst ja noch, Marth.“ Wie aus dem Nichts erschien Exus: „Fühlst du dich in der Lage zu kämpfen?“ „Ich glaube schon, ja.“ „Gut, dann findet dein Kampf gleich statt.“ „Was? Aber...“ „Deine Aufstellung im Turnier wird nicht dadurch verändert, nur vorgezogen, da die anderen Kämpfer noch nicht wollen. Geh einfach zur Arena. Übrigens...die Zuschauer sind für heute gegangen, der letzte Kampf...war doch etwas heftig.“ „Ich würde im Moment auch niemanden haben wollen, der mich beobachtet. Oh, außer euch, versteht sich.“ „Ja, ja, beeil dich einfach, dein Gegner wartet bereits.“ „Okay, bis später, Leute!“

„Okay, dann sind ja jetzt beide Teilnehmer da. Los, kämpft...“ Das bekannte Startsignal ertönte wieder, aber das Kampffeld veränderte sich nicht merklich. Marth gegenüber stand Pummelluff, das sich aufblähte und böse aussah. Ich dachte, das wär ne witzige Begegnung^^ Das rosa Mini-Monster begann sich wie eine Dampfwalze zu rollen und stürmte auf den ahnungslosen Schwertkämpfer zu, der von der Attacke mitten in die Magengrube getroffen wurde und zusammensackte, aber glücklicherweise schaffte er es noch dem Folgeangriff seines Kontrahenten auszuweichen. Marth schlug mit seiner Waffe auf seinen Kontrahenten ein, aber die meisten Schläge zeigten keinerlei Wirkung. Der blauhaarige Schwertkämpfer beförderte die Plüschkugel in die Luft und schlug Pummelluff kraftvoll zu Boden, aber auch diese Attacke war nahezu nutzlos. Wieder begann sich das kugelige Monster zu drehen und rollte wieder auf Marth zu. Kurz vor dem Einschlag hielt er schützend das Schwert vor sich und als das Pokémon ihn traf, konterte Marth in der Luft und schlug Pummelluff aus der Arena...

„Okay, Gewinner ist Marth und Applaus auch für...oh ja, ist ja keiner da. Tja dann, herzlichen Glückwunsch, Marth!“ Der blauhaarige Schwertkämpfer verließ die Arena, ohne wirklich auf die Worte des Ansagers zu hören, denn auch er war noch geschockt vom vorigen Kampf.
„Hey, schon irgendein Zeichen von eurem Freund?“ „Nein, leider nicht. Aber was wir sicher wissen, ist das er mit Sicherheit irgendwo auf dem Gelände des Turniers ist, oder?“ Link sprang auf und sprach aufgeregt: „Wartet!“ „Was ist denn?“ „Zelda und ich haben Kevin im Wald getroffen, als er einige seiner Schüler trainiert hat.“ „Er hat Schüler? Die tun mir ja richtig leid.“ „Halt die Klappe Roy, er ist nicht so wie er vorhin gekämpft hat, eigentlich ist er wirklich ein wunderbarer Mann, glaub mir.“ „Dein Verlobter muss mir schon einen unglaublich triftigen Grund nennen, damit ich ihm vertraue.“ „Hey Link, du sagst ihr habt ihn im Wald gesehen?“ „Ja, aber...irgendwie kann ich mich nicht mehr an den Weg zu ihm erinnern, kannst du es, Zelda?“ „Nein, es ist als ob ein dunkler Schleier über dieser Erinnerung liegt.“ „Verdammt, falls wir also keine Musik hören, die aus Hyrule stammt, finden wir ihn erst bei seinem nächsten Kampf, wo er uns wahrscheinlich wieder durch die Lappen geht.“ „Wieso sollte er, Kevin will uns doch alles erklären.“ „Falls er aber wieder seine Macht nicht kontrollieren kann, wird er wohl verschwinden, oder?“ „...Vermutlich.“ Roy stemmte plötzlich seine Hände auf den Tisch und fauchte: „Ihr seid total bekloppt! Kein vernünftig denkender Mensch würde zu ihm hingehen, und du Link, du bist keine große Hilfe, du sagst du warst bei ihm, erinnerst dich nicht mal an den Weg, und willst sie alle ins Verderben stürzen, nur weil sie glauben, er wäre ein guter Mensch!“ Der Heroe stand wortlos auf, ohne jemanden dabei anzusehen, und ging in Richtung Eingang des Stadions. Zelda fragte sichtlich besorgt: „Link!“ „Niemand zwingt dich mit uns zu gehen, Roy. Meinetwegen kannst du hier bleiben, ich muss dich sicherlich nicht dabei haben, so sie du mich ansprichst. Ich geh mal raus und schnapp frische Luft.“ Alle Beteiligten sahen Roy finster an, der noch immer seine Hände auf die Tischplatte stemmte und leicht gedemütigt zur Seite starrte.

Link setzte sich ins saftige Gras der Wiese vor dem Stadion und schloss die Augen, als der Wind durch sein blondes Haar wehte. Innerlich stellte er sich vor, wie er damals als kleiner Junge immer so im Dorf der Kokiris gesessen ist und dem Rauschen der Blätter lauschte. Auf einmal schoss es ihm durch den Kopf:
Das ist es! Das ist die Lösung, das Dorf der Kokiris, meine alte Heimat! Das Lied, das Salia damals immer auf ihrer Okarina spielte, das müssen die Klänge meiner Heimat sein, von denen Kevin gesprochen hat! Aber...warte mal, bisher habe ich nichts gehört...
Wie bestellt hörte er es auf einmal: zuerst schwach, aber dann trug der Wind die Töne immer mehr zu ihm hin, so dass er immer besser die Musik einer Okarina hörte, die Salias Lied spielte. Die Klänge seiner ehemaligen Heimat.
Wie von der Tarantel gestochen sprang er auf und rannte schon in Richtung Wald, aus dem er die Klänge hörte. Kurz bevor er das Meer der Bäume betrat, erinnerte er sich daran, seine Freunde zu rufen: „Hey Freunde, kommt her, schnell!“
Kaum hatte er gerufen, kamen sie auch schon aus der Arena gerannt, allen voran Zelda, die sich auf ihn stürzte und ihn liebevoll umarmte. „Was ist denn, Link?“ „Hört doch mal!“ Gespannt spitzten sie ihre Ohren und versuchten irgendeinen Ton wahrzunehmen, als sie ein Lied langsam zu hören begannen. Aufgeregt fragte Thomas: „Ist das...Salias Lied?“ Überrascht antwortete Link: „Ja. Woher kennst du es?“ „Ich weiß einige Details deiner Vergangenheit und dieses Lied stammt aus dem Dorf der Kokiris, in dem du lange Zeit gelebt hast. Deine Freundin Salia hat es oft gespielt und es dir beigebracht, als du fortgingst, damit du immer mit ihr reden kannst.“ „Nicht schlecht. Egal, ich bin mir sicher, dass unser Freund Kevin diese Melodie meinte. Schnell, rennen wir dorthin, wo die Musik herkommt.“

Die Gruppe ging durch den Wald, und jeder war darauf bedacht, der Musik zu folgen. Selbst Roy hatte sich überreden lassen mitzukommen. Immer tiefer befanden sie sich im Wald, dicht beieinander um nicht getrennt zu werden. Schließlich sahen sie eine kleine Lichtung, die hell erstrahlte, und in deren Mitte eine Person stand. Link näherte sich vorsichtig dem geheimnisvollen Musiker, der mit dem Rücken zu ihnen gekehrt war. Plötzlich hörte er auf zu spielen und begann zu reden: „Ich dachte schon ihr würdet nicht kommen.“ Die geheimnisvolle Gestalt drehte sich zu der kleinen Gruppe und sie konnten endlich erkennen, das es Kevin war, der in neuer Kleidung und mit einer feuerroten Okarina, auf der eine Flamme und ein Schwert inmitten des Triforce eingraviert waren. „Hi Leute, lange nicht gesehen.“ Lena brach beinahe in Tränen aus und stotterte: „K-Kevin...Bist-Bist du es wirklich? Verschwindest du auch nicht mehr?“ „Ich bin es. Und ich laufe nicht mehr vor euch weg, versprochen.“ Thomas, der leicht verdutzt die Okarina seines besten Freundes betrachtete, fragte plötzlich: „Woher hast du eine Okarina, dazu noch so eine ähnliche wie die Okarina der Zeit?“ „Ein Geschenk von Freunden.“ Der grünbemützte Heroe trat näher und meinte: „Wieso hast du dein Auffinden so umständlich gestaltet?“ „Ich dachte, dadurch würde es interessanter, und ich musste mich erst mal beruhigen. Wollt ihr noch warten oder gleich die schockierende Antwort hören?“ „Bitte die Antwort sofort, dass ist der zweitwichtigste Grund, weshalb wir dich gesucht haben.“ Kevin machte eine ausschweifende Handbewegung und sagte mit einem mysteriösen Unterton: „Folgt mir bitte.“

Die Kämpfer gingen hinter dem Schwertkämpfer hinterher und achteten darauf nicht über die riesigen Wurzeln der nahezu gewaltigen Bäume zu stolpern. Endlich kamen sie zu einer weiteren Lichtung, die Link und Zelda als die erkannten, in der Kevins Schüler trainierten, und auch jetzt waren diese dort noch zugange. Black Hunter stand dort und überwachte das Training der ihm anvertrauten Schützlinge. Plötzlich lief ihnen einer der Schüler entgegen, der als Zihark zu erkennen war. „Kevin-sensei,“ sagte dieser und verbeugte sich, und als die übrigen Schüler ihren Lehrer sahen, verbeugten sie sich ebenso. Geehrt verbeugte sich der Meister ebenso und sah, wie weitere seiner Schüler angelaufen kamen: Es waren ein hellblaugekleideter, grünhaariger junger Mann namens Guy, ein dunkelblaugekleideter, schwarzhaariger Mann namens Karel und eine weißgekleidete junge Frau, die Karel ähnlich sah, dunkelbraune Haare hatte und Karla hieß. Verwundert fragten die drei: „Seid ihr das, Lord Eliwood?“ Alle, die das erste in Deutschland erschienene Fire Emblem für den GBA nicht gespielt haben, Guy, Karel und Karla (wobei Karla Karels Schwester ist) sind Charaktere aus diesem Spiel und Eliwood ist Roys Vater, leider weiß ich nicht ob Ninian (was ich mir wünschen würde), Lyn, Fiora oder Florina Roys Mutter ist. Ach ja, Eliwood und sein Sohn sehen sich sehr ähnlich, ich häng am Ende des Kapitels ein Bild von ihm an.
„Nein, das ist er nicht. Er hier ist Roy, Eliwoods Sohn.“ Nervös zückte Roy sein Schwert und hielt es Kevin an die Kehle. „Woher kennst du meinen Vater, du Wahnsinniger?“ „Nananah, du solltest nicht so mit dem Meisterstrategen umgehen, der zuerst Lyn und dann auch noch deinem Vater Eliwood zum Sieg geführt hat.“ „Was?!? Aber...du müsstest schon mindestens 40 Jahre alt sein und siehst aus wie Zwanzig! Wie...“ „Nimm mal dein Schwert runter. Das ist Durandal, hab ich recht? Ich habe es das letzte Mal gesehen, als dein Vater Nergal und dann auch noch einen Drachen damit erlegte. Wie dem auch sei, Guy, Karel, Karla, Zihark: bitte nehmt Roy mit, erklärt ihm alles und falls er will, kann er ja seine Fähigkeiten mit dem Schwert mit euch testen. Marth, du kannst auch trainieren wenn du willst.“ „Nein danke, ich will jetzt erst mal die ganze Geschichte hören.“ „Gut, wie du willst. Black Hunter!“ „Ja Meister und äh...hallo Lena...“ „Geh bitte und beaufsichtige weiterhin meine Schüler, wir gehen zu unserem grüngekleideten Gast und Leeana.“ „Wie ihr wünscht...“ „Wer sind die Beiden?“ „Das wisst ihr gleich, kommt bitte mit mir.“
Verdutzt folgten sie wieder Kevin, der keinen Ton von sich gab und sie in den hinteren Teil der Lichtung führte. Schließlich blieb er stehen und rief: „Leeana, kommst du mal?“ „Was ist, Geliebter?“ Eine junge Frau, nicht älter als Kevin und die Lena verdächtig ähnlich sah, trat aus den schattigen Bäumen. Kevins Verlobte beäugte eifersüchtig die junge Frau, die sich ihrem Freund an den Hals warf. „Sagte sie eben...Geliebter?“ „Ja, Lena, Leeana und ich...sind ein Liebespaar.“ „WAS!?!“ Link stellte sich vor dem jungen Schwertkämpfer auf und sagte: „Lena, das ist jetzt nicht wichtig, wir…” “DOCH, FÜR MICH IST ES SCHON WICHTIG! VERDAMMT, KEVIN! WIE KANNST DU MIR DAS ANTUN?“ „Lena, beruhige dich bitte...“ „NEIN! DAS WERDE ICH NICHT! WIESO, KEVIN, WIESO?“ „Lena, ich komme nicht gleich aus der Zeit nach unserer letzten Schlacht. Dort, wo Leeana und ich leben, ist seit unserem letzten Treffen bereits einiges an Zeit vergangen. Um ein bisschen konkreter zu werden, es sind über 60 Jahre.“ „W-Wie? Aber du...siehst so aus wie vor deinem Tod.“ „Ich war in dieser Zeit von den Göttern gefangen und wurde von ihnen als Engel des Todes missbraucht, um „die Lebensenergie, die für mich verbraucht wurde zu begleichen“. Ich wusste während dieser Zeit nichts, es war als wäre ich schlafend gelegt und sie hätten meinen Körper ferngesteuert. Als ich dann endlich freigelassen wurde, fand ich mich in der Zukunft wieder, die von der „Assassin’s Guild“ kontrolliert wurde, allen voran Thomas’ und Kathrins Enkel Trikoas. Ich rettete Leeana hier von Trikoas’ Schergen...und verliebte mich in sie. Wie ich herausfand, war der einzige Überlebende unserer Gruppe Takil, und Leeana ist seine Enkelin.“ „Ich bekomme mal so eine hübsche Enkelin? Nicht schlecht, und wen heirate ich? Doch wohl Irina, oder?“ Die errötete Leeana begann diesmal sich zu Wort zu melden: „Nein, eigentlich...“ Kevin legte ihr verliebt die Finger auf die Lippen: „Das wollen wir dir noch nicht sagen, es ist ein wenig kompliziert. Aber genug über die Zukunft...Komm bitte heraus...Link.“

Ein junger Mann in einer grünen Tunika trat herbei, der Link ein wenig ähnlich sah und blond-braune Haare hatte. „Was zum Teufel!?! Wer bist du?“ „Ich bin Link...dein Nachfolger.“ Ich dachte, dass viele Zelda-Fans diese Begegnung herbeisehnen, Link und Nachfolger Aug in Aug...
„Wie ist das möglich?“ „Ich traf ihn auf einer Reise durch die Dimensionen, kurz nach seinem Sieg über Ganondorf, aber ich beobachtete ihn schon eine Weile davor, als er noch mit der Prinzessin des Schattenreichs Midna umherzog.“ „Was? Was ist...oder besser wird passieren?“ „Ganondorf wurde von euch im Schattenreich versiegelt, aber dort übernahm er die Kontrolle über den verletzten und gedemütigten Zanto. Er wurde von Ganondorf als Marionette missbraucht und übernahm das Schattenreich, von dort aus weitete er das Schattenreich auch auf das Reich des Lichts aus und entzog den Lichtgeistern ihre Kraft. Aus dem kleinen Dorf Ordon zog ein junger Mann namens Link aus, der das Fragment des Mutes besaß und sich dadurch im Schattenreich in einen Wolf verwandeln konnte, wodurch er in der Lage war den Lichtgeistern ihre Kraft zurückzugeben, und schließlich tötete er Ganondorf. Ich hab ihn hierher geholt, damit er Ganondorf für uns töten kann, da nur er dazu fähig ist.“ „Was? Aber ich...“ „Link...Sag mir eins: Hast du Ganondorf töten können oder nicht?“ „...“ „Genau, das konntest du nicht. Aber dein Nachfolger konnte ihn nur töten, da er während seiner Versiegelung eine Schwachstelle bekam, und das war nur dank deinen Bemühungen möglich. Wollt ihr sonst noch was wissen?“ Lena, die sichtlich gekränkt war, meinte: „Du wolltest uns erzählen, was mit dir passiert ist, warum deine Kraft außer Kontrolle geraten ist. Und ich will wissen, was mit Black Hunter los ist.“ „Gut...Black Hunter hat doch gesagt, ich habe herausgefunden, wer ich war. Ich habe es durch Zufall herausbekommen, als ich Leeana und Takil vor Black Hunter und seiner Einheit schützte. Ich war zu diesem Zeitpunkt extrem geschwächt und wurde von ihnen getötet, aber dieses Mal war es anders, ich kam nicht in den Himmel, nicht in die Hölle...Als ich mein Leben aushauchte, sah ich eine Gestalt im Licht. Sie sagte, ich soll mich erinnern, an eine Vergangenheit vor meinem Menschenleben, und als ich wiederauferstand, war ich von einer Macht erfüllt, die alles zuvor übertraf. Ich vernichtete Black Hunter und seine Einheit mit einem Streich, ganz einfach so, obwohl sie davor so stark waren wie einer von euch. Aber als ich mich in der Wasserspiegelung sah, konnte ich es kaum glauben, ich...

Lena, ich glaube ihr Elbuoder versteht es leichter, wenn ich es euch zeige: Seht meine ehemalige Gestalt!“ Kevin breitete die Arme aus und blickte gen Himmel, als wieder ein Feuerwirbel ihn umgab und ein ungewöhnlicher Blitz auf ihn niederfuhr. Als das Licht sich gelegt hatte, war Kevin fast vollkommen verändert: Seine Haare hatten sich zwielichtfarben gefärbt, sein linkes Auge war blutrot siehe Ende Kapitel 5, sein Oberkörper war muskulöser als zuvor und von seinen Augen zogen sich schwarze Male bis zu seinen Schultern. Er trug schwarze Lederhandschuhe bei denen die Fingerspitzen frei waren, trug blaue Hosen aus einem seltsamen Stoff und schwarze Stiefel, und dazu noch einen schwarzen Samtmantel, der innen mit rubinrotem Samt überzogen war, und der von seinem schwarzen Gürtel herablief. „Das...kann doch nicht sein...du bist,“ stotterten Kathrin und die übrigen Elbuoder, während Thomas, Kazuki, Link, Zelda und Marth verwirrt dastanden und nicht wussten, was sie in jenem Moment denken sollten. „Wer...oder was ist er?“ „Er ist...der wiedergeborene elbuodische Kriegsgott, der im Krieg der Gottheiten fiel...“ „Wie bitte? Kevin soll ein Gott sein?“ „So gesehen, ja.“ „Das ist ja ein starkes Stück. Hast du die Okarina dann...“ „Ja, es war ein Geschenk von den Göttinnen Hyrules, Din, Farore und Nayru.“ „Das wir solche Prominenz unseren Freund nennen dürfen...Verdammt Kevin, das ist wirklich cool!“ „Nein, finde ich nicht.“ „Wieso nicht?“ „Hast du schon mal überlegt, was für ein Leben das eines Gottes ist? Du bist unsterblich, hast keinen Lebenspartner, da er oder sie sterben wird, während du eine Ewigkeit fristen musst in Trauer und Einsamkeit und hast Verantwortung über das Leben unzähliger Lebewesen. Ich hasse es einfach.“ „Kevin...“ „Black Hunter hat dir doch gesagt, dass er mir sein Leben verdankt, nicht wahr Lena?“ „Ich verstehe es nicht wirklich, du hast ihn doch umgebracht.“ „Gleich als ich meine göttliche Kraft erkannt hatte, belebte ich ihn wieder und wurde sein Lehrmeister. Das ist die Antwort auf deine Frage, Lena. Aber eine Frage habe ich an dich Link: Hat Ganondorf irgendetwas zu dir gesagt, das dir wichtig erschien?“ „Ich muss erst einmal überlegen, die ganze Geschichte, die du uns erzählst, ist ziemlich schwer zu verstehen...Warte, ich glaube er sagte etwas über eine Organisation, der er jetzt angehört. Wieso?“ „Diese Organisation ist der Grund, weshalb ich hier bin. Sie nennt sich die „Red-Claw-Organisation“ und ihre Anführer sind ein Typ namens Bowser, Mewtu, Ganondorf...und der Finstere. Ich denke, dass sie selbst in diesem Moment in den verschiedenen Welten neue Mitglieder anwerben, ihre Kräfte wachsen ungeheuer schnell und sie sind extrem gefährlich. Vermutlich stellen sie auch noch Kopien von sich her, um eine gewaltige Armee zu formen, die alle Dimensionen befällt. Vielleicht sind sie sogar auf dem Weg hier in diese Welt.“ „Oh Mann, das ist...unglaublich. Ist das wirklich war, Kevin?“ „Ja, leider. Und...du kannst rauskommen, ich hab dich schon längst wahrgenommen, Exus.“ „Woher...“ „Du bist lausig im Verstecken, und nur das du es weißt, das Turniermanagement weiß über diesen Umstand bescheid.“ „Und wieso...“ „Weil ich sie darum gebeten habe. Sie dürfen keinen Verdacht hegen.“ „Und was jetzt?“ „Im Moment können wir nichts tun außer abwarten was die Organisation als Nächstes tut.“ „Das heißt, wir nehmen weiter am Turnier teil, ohne etwas zu unternehmen?“ „Mhm.“ „Scheiße, aber...wir können sie damit doch nicht durchkommen lassen.“ „Das müssen wir...zumindest bis wir Aktionen von ihnen wahrnehmen. Übrigens, weißt du schon wer dein morgiger Gegner ist, Link?“ „Nein, wieso?“

„Es ist ein mir bekanntes Mitglied der Red-Claw, sein Name ist Mr. Game and Watch. Pass auf, er ist gefährlich. Ich hab euch im Moment nichts mehr zu sagen. Ihr könnt gehen wenn wir wollt.“ „In Ordnung...sehen wir uns wieder, Kevin?“ „Ja, von nun an wann immer ihr wollt. Ach ja, eins noch, Link, hier, nimm diese Schachtel.“ „Danke, aber...was ist darin?“ „Eine große Kraft, aber nur damit du es weißt, nur du kannst diese Kiste öffnen, und auch nur wenn ich es gestatte, sonst wird ein Fluch ausgelöst. Wie dem auch sei, Leeana und ich müssen uns erst mal ausruhen. Bis morgen.“ „Wartet!“ „Was denn noch, Lena?“ „Was geschieht mit mir in der Zukunft?“ „...Ich weiß nicht, ob es gut wäre dir das zu sagen.“ „Wieso nicht? Das ich in 60 Jahren tot sein werde weiß ich jetzt, und sonst wird nicht allzu viel mit mir passieren, oder?“ „Weil er es sagt. Bitte akzeptiere das, G...“ „Äh, das reicht jetzt, auf Wiedersehen.“ Kaum hatte Kevin fertig gesprochen, waren er und seine Freundin auch schon verschwunden. „Glaubt ihr das, was er sagt?“ „Es klingt ziemlich unglaublich, aber irgendwie...so wie er es gesagt hat...ich vertraue ihm, egal was jemand anderer sagt. Aber etwas macht mir ziemlich Angst...“ „Und das wäre, Lena?“ „Er sagte das einer der Anführer der Finstere ist...“ „Wer ist das?“ „Unser...Sein Nemesis. Es ist schwierig zu erklären, aber ich versuch es mal: Dieser Mann ist in gewisser Weise Kevin selbst, er hatte das Universum seiner Dimension komplett zerstört, nachdem seine Lena im finalen Kampf gegen den Finsteren gestorben war...Aufgrund dessen verfiel er dem Wahnsinn, er übernahm die Kräfte des Besiegten und fügte sie seinen hinzu, wodurch er in der Lage war eben jenes Universum zu zerstören, wenn ich es damals richtig verstanden hab. Er reiste zurück zum Anfang des Krieges Gott gegen Luzifer und nachdem er dafür gesorgt hatte, dass sein Urahne seine Linie gezeugt hatte, was übrigens der Erzengel Anvu war, tötete er ihn und dadurch wurde der Zwillingsbruder des Engels, der erste Dämon Devu, rasend vor Zorn, hetzte den Erzengel Luzifer gegen Gott auf und löste somit den Krieg Himmel gegen Hölle aus. Er wartete Milliarden von Jahren, holte die ehemaligen, wiedergeborenen Mitglieder des ursprünglichen Finsteren auf seine Seite und sorgte dafür, das sein wiedergeborenes Selbst Kevin seine Geschichte noch mal durchlebt, aber...irgendwie verliefen Teile seiner Geschichte anders als seine eigene.

Unser Kevin war letztendlich stärker als der Ursprüngliche und verbannte ihn in die Hölle, aber um ihn entgültig zu vernichten, tötete er sich selbst...und den Rest kennen wir ja. Aber irgendwie ist er wieder lebendig und mächtiger als jemals zuvor dank Ganondorf und den anderen Red-Claw-Mitglieder.“ „Woah. Bei euch ist mehr los als man denken könnte. Aber so ohne ist Hyrule auch nicht, das müsst ihr zugeben.“ „Schön, und...was machen wir jetzt?“ Link, der behutsam seine Finger über das Geschenk Kevins gleiten ließ, sagte ruhig: „Ich bleibe hier und trainiere für morgen, und ihr?“ Zelda umarmte ihn hastig und flüsterte ihm ins Ohr: „Ich bin hier und schau dir zu, vielleicht lern ich ja auch noch was...“ „Ich denke ich kann hier gut den Schwertkampf praktizieren...“ „Und ihr fünf, was ist mit euch?“ „Tja, auf Training haben wir im Moment eher nicht los, wir sehen uns mehr auf dem Gelände um. Bis morgen dann!“ „Bis morgen...Hey Zelda, Marth...Was haltet ihr von dem Ganzen hier?“ „Das Ganondorf wieder da ist könnte ein Problem werden.“ „Die Organisation könnte die gefährlichsten Gegner aller Welten auf ihre Seite ziehen, wenn das eintritt, haben wir ein gewaltiges Problem haben. Übrigens, äh, du da, Links Nachfolger!“ „Was ist?“ „Ich...hab vergessen was ich fragen wollte. Tut mir leid.“ „Wenn das so ist, übe ich weiter, es wird auf jeden Fall schwieriger den Großmeister des Bösen zu töten als letztes Mal.“ „Woher kommst du eigentlich?“ „Aus dem Hyrule der alternativen Zukunft, nur einiges später als damals bei dir. Du warst schon lange nicht mehr in unserem Land.“ „Es ist seltsam meinen Nachfolger zu treffen, wie wär’s, kämpfen wir mal miteinander, ich wüsste gerne was du kannst.“ „Gerne, komm einfach...“

Hier ist das Bild von Eliwood, Roys Vater, und dem Kriegsgott Kevin (die Symbole auf seinem Schwert sind dieselben Schriftzeichen wie bei Black Hunter, aber sie sind nicht vollständig zu sehen und bedeuten im Ganzen „Neuer Gott“)



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