Breath of the Wild



Legend of Zelda - Links Schlafanzug
Zu einem wahrlich witzigen Erlebnis von Link berichtet euch Patty-chan!

Autor: Patty-chan


Es war ein recht schöner Morgen in Hyrule und natürlich ebenso im Kokiri-Dorf. Gerade erwachte Link, er schien lange auf gewesen zu sein, denn er war noch immer müde. Gelangweilt drehte er sich auf die Seite und zog sich die Decke über den Kopf. Doch so sehr er es auch versuchte, einschlafen konnte er nicht mehr. Also blieb ihm nichts anderes übrig, als sich wohl oder übel aufzurappeln und aus dem Bett zu kommen. Doch jetzt erblickte Link einen Brief, der auf dem Tisch lag. In schönster Schrift war "für Link" darauf geschrieben. Link hob den Brief vom Tisch und ließ sich auf einem Holzklotz, der ihm als Stuhl diente, nieder. Dann öffnete er den Brief:

"Lieber Link, ich möchte dich herzlich zu meiner Geburtstagsfeier im Schloss einladen. Das Fest ist in 4 Tagen und beginnt um 13.00 Uhr. Ich hoffe, du kommst. Bis bald...
Deine Zelda"


"Oh, stimmt ja...ich hab sie schon lange nicht mehr gesehen. Dass sie an mich denkt, bei ihrer Geburtstagsfeier." Murmelte Link vor sich hin. Kopfschüttelnd bei dem Gedanken an den komplizierten Briefverkehr zwischen den Hylianern und den Kokiri (Man musste den Brief an einen Stein binden und durch den Tunnel auf die andere Seite schleudern) legte er den Brief beiseite und suchte seine Sachen zusammen.

Gerade, als er sich nach seiner Mütze bücken wollte, hörte er Schritte. Er drehte sich um und im Eingang stand Salia. Lächelnd winkte sie ihm zu. "Hallo, ich wollte nur schauen, ob du schon wach bist. Ist wohl doch ziemlich spät geworden, gestern..." meinte sie und kam herein. "Jaja. Ich kann aber nichts dafür. Außerdem ist der Weg von der LonLon-Farm hierher nicht gerade kurz." Erklärte Link. "Natürlich. Dass du aber auch immer mit irgendwelchen Mädels rumhängen musst..." stöhnte Salia. "Hey, das hat nichts zu bedeuten! Komm ja nicht auf falsche Gedanken." Rief Link. Salia nickte. "Und, was hast du jetzt vor? Ich glaube nicht viel, weil in dem komischen Nachthemd oder was das ist...zeig mal, was ist da drauf?" fragte Salia, stand auf und betrachtete den Stoff.

"Das sind doch nicht etwa...Link, was zum Teufel ist das?!" "Das sind ja wohl eindeutig äh...ja...das hab ich von Malon bekommen...könnten Hühner sein...oder Kühe...vielleicht auch Pferde, aber ist ja das selbe." Stammelte Link. "Eh...also ich würde das für irgendwelche Frauen halten oder so...vielleicht auch...vielleicht sind das Gerudo." "Wie, Gerudo, auf meinem Schlafanzug?! Kann doch gar nicht sein, guck mal, DA ist ein Flügel. Das sind Hühner!"

"Quatsch, das ist doch kein Flügel, sondern ein Speer." "Willst du damit sagen, ich kann einen Flügel nicht von einem Speer unterscheiden?" "Nein, aber hier ist doch Sand. Dass ist Wüste." "Nein, das ist Stroh!" "Du hast wohl Stroh im Kopf, das ist Sand!" Bis sich beide auf ein Undefinierbares etwas geeinigt hatten, verging noch eine Weile. Salia erkannte noch eine Zielscheibe, ein Gitter, Diebesgut und einige Gerudo, die gerade einen Zimmermann abführten, während Link noch Milchflaschen, Hühnereier, einen Hund und eine kuhmelkende Bäuerin sah.

"Der Schlafanzug ist wirklich Mist..." meinte Salia. "Hey, es war ein Geschenk!" rief Link empört. "Ist ja gut...sag mal...willst du dich nicht langsam mal fertig machen?" fragte Salia. "Hatte ich ja eigentlich vor, aber lieber OHNE weibliche Zuschauer." Erklärte Link grinsend. "Bin auch schon weg!" rief Salia, winkte noch kurz und ging dann nach Haus, um etwas aufzuräumen.

Link zog die Vorhänge des Baumhauses zu, zog sich aus und begann sich zu waschen. Als er fertig war zog er sich an und suchte anschließend seine Stiefel. "Na ja, ich glaube, ich könnte neue gebrauchen..." dachte er bei sich, als er sich in die Stiefel zwängte. Zum Schluss setzte er noch seine Mütze auf und ging nach draußen. "Hallo, Mido." Sagte Link, als er an dem Kokirioberhaupt vorbeikam. "Na, der Herr Ich-treib-mich-in-der-Nacht-mit-Mädels-rum-und-verschlaf-dann-den-halben-Tag ist aufgewacht?!" lachte Mido. "Ha-ha, sehr witzig. Du sitzt ja sowieso nur rum und tust nichts gescheites." Meinte Link.

"Du musst dich nicht so aufspielen, bloß weil du jetzt 13 bist." Maulte Mido und ging dann in Richtung Übungsplatz. Bevor Link sich auf den Weg zum Marktplatz machte, sah er noch kurz nach Salia. Aber sie war so sehr ins Aufräumen vertieft, dass sie Link zuerst überhaupt nicht bemerkte. Gerade wollte er wieder gehen, als sie ihn aufhielt. "Was machst du denn hier? Ich habe dich ja gar nicht bemerkt!" rief sie erstaunt. "War mir ja irgendwie klar..." murmelte Link vor sich hin. "Und, was hast du jetzt vor?" fragte Salia interessiert.

"Ja, ich wollte zum Marktoplatz, um nach einem Geschenk für Zelda zu schauen. Sie hat bald Geburtstag und deshalb...aber mir ist nichts eingefallen und da wollte ich mal gucken, weißt du." Erklärte Link. "Ah. Ich muss schon sagen, in letzter Zeit bist du nur selten hier. Eigentlich könnte ich ja als Weise des Waldes mitgehen, oder?" fragte sie. "Schon möglich. Also mit deiner Macht als Weise des Waldes...sicher. Ja dann komm doch einfach mit!" meinte Link, nahm Salia bei der Hand und lief dann in Richtung Ausgang des Dorfes.

"Ah, Link! Schon wieder weg? Du bist ja viel unterwegs. Und Salia? Willst du etwa mit?" fragte der "Türsteher". "Ich?! Äh ja, ich wollte eigentlich auch mit, das stimmt." Stammelte sie. "Dann lasst euch nicht aufhalten. Ihr habt es Richtig gut, ich würde auch gerne mal den Rest der Welt sehen, aber den Kokiri ist es anscheinend nicht vergönnt..." murmelte er noch und trat missmutig beiseite. Und die Beiden machten sich auf den Weg durch die hylianische Steppe. Sie waren gerade an der LonLon-Farm vorbei, als sie plötzlich lautes Rufen hinter sich hörten, das irgendwie näher zu kommen schien. Als sie sich umdrehten, sahen sie Malon die wild winkend und rufend auf sie zulief. In der anderen Hand schwenkte sie eine große Milchkanne. "Hallooo ihr zwei!" rief sie und kam bald darauf neben ihnen zum stehen. "Hallo Malon. Schön dich zu sehen." Meinte Link lächelnd, als sie sich an ihn stützte um zu verschnaufen.

"Hallo. Ich hab dich gesehen und da dachte ich, du gehst vielleicht jetzt auch in meine Richtung und dann muss ich nicht alleine gehen, wenn ich dich noch erwische und jetzt bin ich hier." Erzählte sie, als sie wieder zu Atem kam. "Bei dir war Link also gestern die halbe Nacht..." bemerkte Salia kurz. "Ja. Du wirst Salia sein. Die Weise des Waldes, nicht wahr? Link hat mir schon öfters von dir erzählt." Meinte Malon lächelnd. "Stimmt. Manchmal hat Link auch von dir erzählt, zum Beispiel heute Morgen. Da fällt mir ein, was ist eigentlich auf dem Schlafanzug, den du Link mal geschenkt hast?" fragte Salia.

"Oh, ich glaube, das sollen Feen sein." Erklärte Malon. "Wieso Feen? Ich dachte es wäre ein Bauernhof!" rief Link. "Nein, es sind Gerudo!" rief Salia. "Ja, vielleicht sollten wir uns das Teil noch mal anschauen. Es ist schon verrückt. Vater, also Talon, meinte es wären Kuchen. Und Basil meinte, es sollen wohl Rubine sein." Erzählte Malon grinsend. "Oh du grünes Dodongo! Meine Güte, was ist es denn wirklich?" rief Link verzweifelt. "Bete zu den Göttinnen, vielleicht wissen sie es." Meinte Salia. "Ist wohl am Besten. Gut, dann sollten wir mal schauen, hoffentlich finden wir hier was." Meinte Link, denn mittlerweile waren sie am Marktplatz angekommen.

"Kann gut sein, aber was willst du denn finden?" fragte Malon. "Ein Geburtstagsgeschenk für Zelda." Erklärte Link. "Ah, du also auch." Meinte Malon. "Wieso auch?" "Na ja, ich habe auch eine Einladung zum Fest bekommen." Erklärte Malon. "Aber ich muss jetzt weiter. Ich muss zum Schloss und die Milch abliefern." "Ja, gut, dann kommen wir mit, oder Salia?" fragte Link. "Ja! Ich wollte schon immer Prinzessin Zelda kennen lernen." Rief Salia. "Oh, aber wir müssen in die Küche. Ich weiß nicht, ob wir die Prinzessin dabei treffen." Sagte Malon.

"Macht nichts, ich komme trotzdem mit." Lachte Salia und sie gingen weiter zum Schloss. Der Soldat am Schlosstor erkannte Malon und lies sie mit ihren beiden Freunden passieren. Sie betraten einen langen Gang und gingen auf dem Roten Teppich mit den beiden Goldstreifen an der Seite, der auf dem Marmorboden lag, weiter bis zu einer unscheinbaren Holztür, auf der in weißer Schrift "Küche" stand. Malon klopfte kurz, öffnete dann selbst die Tür und trat ein. Ein stämmiger, weißgekleideter Mann, der Talon etwas ähnelte, kam auf die drei zu.

"Hallo, ich bringe die Milch." Sagte Malon und hielt die Kanne etwas höher. "Ah, Malon, Kindchen. Pünktlich wie immer. Am Besten, du gibst sie gleich an den Lias weiter." "Lias?! Ich dachte, er sei von den Gerudo gefangen genommen." Meinte Malon. "Ja, aber ist wieder frei gekommen. Frag ihn besser selbst, ich weiß nämlich auch nicht genau, was da los war." Erklärte der Küchenchef und machte sich dann wieder an die Arbeit. Link stieß Malon mit dem Ellbogen an.

"Du scheinst dich ja hier gut auszukennen, nicht wahr kleine Milchlieferantin?" lachte Link. "Lass den Quatsch..." zischte Malon und ging zielstrebig auf einen Jungen zu, der vielleicht 15 Jahre alt war. Dieser erkannte sie sofort und nahm ihr die Milchkanne ab. "Hallo, Lias. Du...du warst solange weg und ich dachte...ich dachte die Gerudo hätten dich entführt." Stammelte Malon. Lias grinste. "Jaja, das stimmt ja auch. Du kannst dir ja gar nicht vorstellen, was ich alles erlebt habe. Aber ich glaub, dass das nicht unbedingt so ganz jugendfrei ist..." lachte er.



Teil 2
"Ah...verstehe. Und wieso haben sie dich freigelassen?" fragte Malon. "Ja, also so richtig freigelassen haben sie ,mich nicht, ich musste ausreißen." Grinste Lias. "Ach, das geht doch gar nicht. Du? Ausgerissen? Von den Gerudo entkommen?" höhnte Link, der gerade dazugekommen war. "Natürlich! Du hast ja sowieso keine Ahnung davon, du Baby." Meinte Lias. "Ha, ich hab mehr Ahnung als du glaubst und ein Baby bin ICH schon lange nicht mehr...im Gegensatz zu dir." Erklärte Link.

"Für mich seid ihr beide richtige Männer...okay?" fragte Malon. "Siehst du? Die Kleine hat eben Ahnung von so etwas." Sagte Lias. "Ach ja?! Sie hat MICH gemeint, nur damit das klar ist!" beschwerte sich Link. "Hey, hey, ich sagte BEIDE. BEIDE, ja?" versuchte Malon sie zu beruhigen. "Es sind beides Riesenbabys..." bemerkte Salia kurz. "Was weißt du denn schon davon? Ich sage dir, die haben mehr Mut als du dir vorstellen kannst!" sagte Malon zu Salia.

"Wirklich? Von wegen! Guck dir die beiden doch mal an!" rief Salia. "BITTE WAS GEHT HIER VOR SICH?" fragte eine Mädchenstimme energisch. Sofort wandten sich alle zur Tür. Der Rest des Küchenpersonals hatte sich bereits verbeugt und einen Gang zu Link, Salia, Malon und Lias gebildet. Nun schaltete Lias und presste die Köpfe der drei anderen nach unten, noch bevor sie überhaupt gemerkt hatten, WER da kam.

Nun hörte man Schritte. Link wagte es nicht aufzusehen und erkannte nur das Ende eines Kleides, das sich genau vor ihm befand. "Kaum zu glauben, bist du's wirklich?" fragte die Mädchenstimme von vorhin. Plötzlich spürte Link, wie er an den Schultern gepackt und nach oben gezogen wurde. Jetzt erkannte er, wen er vor ich hatte. "Zelda?!" fuhr es Link heraus. "Link! Oh wie schön, dich zu sehen. Ich hoffe, du hast meine Einladung erhalten?" fragte die Prinzessin.

"Ja, das habe ich. Ich hatte Euch schon vermisst, Ihr habt so lange nichts von Euch hören lassen..." grinste Link. "Ich habe meine Pflichten..." sagte Zelda und drehte sich um. Dann ging sie einige Schritte und meinte dann: "Worauf wartet ihr? Bitte kommt mit."

Sofort gingen Salia, Link und Malon hinterher, aber Lias blieb an seinem Arbeitsplatz, da er noch zu tun hatte. Zelda führte die drei weiter zum Burghof und lies sich dann auf eine der Treppenstufen niedersinken. Salia setzte sich prompt neben sie obwohl Link ihr einige böse Blicke zuwarf. "Zelda, ich brachte gerade die Milch. Meint ihr, dass nur eine Kanne dafür reicht? Ich glaube nämlich nicht." Zelda nickte.

"Das scheint mir auch zu wenig. Am Besten, du bringst morgen noch einmal zwei Kannen mit." "Jawohl." Sagte Malon. "Nun, Link...weswegen ich dich hierher geholt hatte...kommst du zur Feier?" fragte Zelda. "Selbstverständlich! Wie oft im Leben hat man schließlich schon die Ehre, bei der Geburtstagsfeier einer jungen Prinzessin anwesend zu sein?" fragte Link zurück.

Zelda lächelte. "Malon, du kommst auch?" fragte sie weiter. Malon nickte. "Und...nein, welche Ehre...die Weise des Waldes. Könntest du ähm nein...vielmehr, könntet ihr denn ebenfalls zu meiner Feier kommen?" fragte Zelda Salia. Diese setzte ein breites Grinsen auf. "Ja. Gerne. Aber ich bin mit euch lieber per du." Antwortete sie. "Danke. Es ist wirklich schön, dass du kommen kannst. Dabei fällt mir ein...mit euch beiden bin ich auch noch nicht per du. Kümmert euch nicht darum, dass ich Prinzessin bin. Einverstanden?"

Link und Malon nickten. "Oh...Zelda du hast Besuch, Kleines?" bemerkte Impa, die gerade zum Burghof kam. "Ah, Malon. Und die Weise des Waldes. Man kennt sich ja schon, nicht wahr? Aber wer ist denn der junge Mann hier?" fragte Impa und tätschelte Link. "Nein! Wenn das nicht der junge Held ist! Link, vor drei Jahren, als ich dich das letzte Mal sah, da warst du noch ein kleiner Junge. Aber heute...ja, heute habe ich ja einen richtigen Mann vor mir!" lachte sie. Malon grinste, als sie auf den Gesichtsausdruck von Link aufmerksam wurde.

"Du siehst wirklich niedlich aus, wenn du so guckst..." kicherte Salia. "Nun, ich wollte nur nachsehen, ob alles in Ordnung ist. Man macht sich schließlich Sorgen, die junge Prinzessin ganz ohne Aufsicht zu lassen, besonders, wenn sie in männlicher Begleitung ist." Erklärte Impa lächelnd. "Danke, Impa. Du weißt, dass Link bereits schon oft für mein Wohl gesorgt hat, daher solltest du dir keine Gedanken machen. Schließlich hat ER ja noch keine Zeit gehabt, sich mit solchen Lächerlichkeiten auseinander zu setzen." Meinte Zelda. "Es ist aber doch so, dass er nach außen hin ganz unschuldig wirken kann und schließlich ein ganz übler ist. Meinst du nicht, es wäre sicherer, wenn ich dir dennoch Gesellschaft leisten würde?" fragte Impa.

"Ich denke, das wird nicht nötig sein. Vor allem, da er bereits Blicke auf die Diebinnen im Westen des Reiches werfen konnte. Er wird sich wegen mir doch nicht die Mühe machen. Eher wird es passieren, wenn er ein weiteres Mal auf die Gerudo trifft. Du solltest dir mehr Sorgen um IHN machen, er wird große Probleme bekommen, sobald sie ihn zu fassen kriegen." Antwortete Zelda. "Wie du meinst..." sagte Impa und ging dann auf ihr Zimmer. "Wovon habt ihr eigentlich geredet?" fragte Link verwirrt. "Das sollte dir eigentlich aufgefallen sein..." seufzte die Prinzessin.

"Aber jetzt gibt es wichtigeres. Link, du musst mit mir mitkommen. Es dauert auch nicht lange." Nachdem sie das gesagt hatte, stand Zelda auf und nahm Links Hand. Zögernd folgte er ihr um die Ecke und setzte sich dann zusammen mit ihr auf eine rote Couch. Malon gefiel das weniger. "Immer Zelda...er hat wohl nichts anderes im Kopf als sie. Und jetzt geht er noch mit ihr weg. Als ob es etwas geheimes wäre. Wenn sie ihm was zu sagen hat, dann kann sie es auch vor uns tun, nicht wahr, Salia?!" zischte sie wütend. Salia grinste. "Bist wohl eifersüchtig..." kicherte sie.

"Quatsch...aber schau doch, jahrelang hat sie nicht von sich hören lassen und jetzt auf einmal beansprucht sie ihn ganz für sich. Wer war denn fast jeden Tag mit ihm zusammen?! Ich! Und jetzt, nur weil sie eine Prinzessin ist...sie glaubt wohl sie kann alles machen." Beschwerte sich Malon. "Jaja...das ist Eifersucht..." kicherte Salia weiter. "DU hast gut reden, DU kommst ja jeden morgen zu Link ins Haus und weckst ihn liebvoll und zärtlich." Grinste Malon. "Von wegen! Er verschläft den halben Tag. Ich musste mich immer um ihn kümmern als er klein war. Und jetzt? Jetzt bin ich für alles ,zu klein´. Kannst du dir das Vorstellen? Die Weise des Waldes? Bloß weil ich eine Kokiri bin." Maulte Salia.

"Aber SIE hat ja überhaupt nichts für ihn getan. Nix. Gar nix. Aber jetzt. Auf einmal. Am liebsten würde ich sie in den Wassergraben schubsen! Sie ist sowieso so hochnäsig..." ärgerte sich Malon. "Achtung, sie kommen wieder!" zischte Salia schnell, damit Malon nicht mehr so rumschrie. Nur mit Mühe versuchte sie sich zu beruhigen, aber in ihr tobte noch die Wut. "Gut, dann sehen wir uns bei der Geburtstagsfeier. Auf Wiedersehen!" lächelte Zelda und verschwand dann im Schloss.

Malon ballte die Fäuste. "Uh! Noch einmal soll sie es wagen und dann lernt sie mich kennen!" rief Malon, gerade leise genug, dass es Zelda nicht mehr mitbekam. "Was ist denn los?" fragte Link irritiert. "Was los ist?! Was los ist?!" fragte Malon. Dann fuhr sie mit piepsig verstellter Stimme fort: "Gut, dann sehen wir uns bei der Geburtstagsfeier. Auf Wiedersehen!...DAS ist los!" erklärte sie. "Ähä..." bemerkte Link kurz, der eigentlich noch immer nicht ganz verstand worum es eigentlich ging.

"Ich habe wirklich genug! Komm, Link, wir gehen." Rief Malon, schnappte Links Hand und stolzierte aus dem Schloss. Etwas unsicher folgte ihnen auch Salia. "W-wo...wohin willst du eigentlich, Malon?" fragte Link nach einer Weile. "Wir werden jetzt zu Talon gehen. Ich muss ihm sagen, dass der Prinzessin die Milch nicht reicht." Erklärte Malon, noch immer wütend. "Aber das Geschenk..." stammelte Link. "Vergiss sie doch wenigstens jetzt einmal!" rief Malon und marschierte weiter, Link hinter sich herschleifend.

Als sie schließlich ankamen, kümmerte Talon sich gerade um die Hühner. "Papa, Zelda will noch mehr Milch. Zwei Kannen noch. Zwei Kannen! Als ob die Kühe zaubern könnten. Wir haben doch nur drei! Und, was hast du die ganze Zeit gemacht?" fragte Malon schließlich, weil Talon keine Reaktion zeigte. "Ich? Also ich...äh...In einem Schnell-Imbiss, wo man Hähnchen verzehren konnte, stand ich unschlüssig herum und wusste nicht, ob ich ein Hähnchen essen sollte oder nicht.

Da kam sie herein, ein junges Mädchen, etwas kräftig, aber wohlgebaut, nackenlange Haare, dunkle Augen. Keine ausgesprochene Schönheit, aber mein Blick blieb wie gefesselt an ihr hängen. Als sie bemerkte, dass ein Blick ihr überall hin folgte, schaute sie zu mir hin. Kein Lächeln, aber auch kein Abweisen. Wir schauten uns noch öfters an. Ein Hähnchen habe ich nicht mehr gegessen. Ich konnte sie nicht vergessen.

Und tatsächlich, wenige Tage später sah ich sie wieder, vor einem mächtigen Bauwerk aus der Gründerzeit, der Universität, an der ich studierte, auf der anderen Straßenseite, an einer Bushaltestelle. Sie schien auch zu studieren. Als sie mich diesmal erblickte, lächelte sie gleich. Ich lächelte zurück. Das Mädchen nahm mich vollkommen gefangen. Doch plötzlich sah ich in ihren Augen etwas, das mich erschaudern ließ. Ich glaubte zu erkennen, dass sie in Wirklichkeit ein junger Mann war, nur eben sehr weiblich.

Überstürzt wandte ich mich ab und rannte in das mächtige Gebäude der Universität. Ich ahnte, dass sie mir folgen würde. Im Menschengetümmel des riesigen Treppenhauses hielt ich mich so gut es ging versteckt. Da entdeckte ich sie. Aufgeregt rannte sie herum, Tränen in den Augen, mit fieberhaft suchendem Blick. So sehr ich bereits in sie verliebt war, kam ich doch nicht mehr von dem Eindruck los, sie sei in Wirklichkeit ein Mann. Ich blieb in meinem Versteck, bis sie endgültig in der falschen Richtung weitersuchte.

Wochen oder Monate später hatte ich herausbekommen, dass sie natürlich nur ein junges Mädchen und kein verkappter junger Mann war. Die Gefühle für sie zehrten mich auf. Ich hatte sie seitdem nicht mehr gesehen. Eines Tages dann, abermals in dem riesigen Treppenhaus, hinter irgendeinem Info-Stand, sah ich sie wieder.

Zögernd ging ich auf sie zu. Als sie mich erblickte, lachte sie nur ganz kurz kopfschüttelnd in sich hinein und ignorierte mich. Dann sah ich, wie sie jemanden innig umarmte. Gut, dass ich in diesem Moment erwachte und verdutzt in die Dunkelheit des Schlafzimmers blickte." Erzählte Talon. Link hatte sich während der Erzählung auf den Boden neben Salia gesetzt und Malon stand neben ihm. Ihr Gesichtsausdruck schien eine Mischung aus Verwirrung und Wut zu sein, jedenfalls konnte man nicht genau sagen, was sie gleich tun würde.

Sie hatte der Geschichte gelangweilt gelauscht, im Gegensatz zu Salia, die ihre Aufmerksamkeit den Hühnern gewidmet hatte, und Link, der etwas an Malons Kleid herumgespielt hatte. "Äh, demnächst werde ich dich besser nicht fragen, Papa..." seufzte Malon. "Wieso?" fragte er überrascht. "Dieser Realismus...ich war vielleicht zwei Stunden weg und du erzählst was von Wochen und Monaten! Außerdem war das ganze Stuss..." erklärte Malon. "Ach..." fuhr es Talon heraus, aber er wagte es nicht weiter zu reden, da Malon ihn sehr böse betrachtete.

"So, und jetzt gib mir eine Kanne Milch, wir brauchen mal wieder etwas Fisch." Sagte sie. Link stand auf. "Gut, da stehen noch zwei Kannen im Kuhstall. Nimm dir eine." Sagte Talon und beobachtete Salia dabei, wie sie mit den Hühnern spielte. "Ja, ich geh dann zu den Zoras..." meinte Malon, nahm Link an der Hand und ging zusammen mit ihm zum Kuhstall. Besser gesagt: sie schleifte ihn wieder hinter sich her. Im Hühnerstall forderte Talon Salia zum Super-Huhn-suchen heraus, worauf sie fröhlich einwilligte. "Wieso denn Milch, wenn du Fisch brauchst?" fragte Link schließlich. Malon seufzte gestresst. "Also...ich gebe den Zoras Milch, und dafür bekomme ich Fisch, verstanden?" sagte Malon. "Äh, zu den Zoras? Hehe...ich glaube..." stammelte Link, als Malon ihm ins Wort fiel: "Jaja. Du kommst mit.



Teil 3
Ich habe keine Lust alleine, du kommst sonst ja immer erst abends...du glaubst ja gar nicht wie anstrengend das Leben als Bauertochter ist!" "Aber..." begann Link, als Malon ihn abermals unterbrach: "Danke. Du bist wirklich ein Schatz. Dafür bekommst du noch eine Belohnung...später...aber jetzt komm." Und wieder schleifte Malon Link hinter sich her (sie hatten Salia ganz vergessen, die mittlerweile zum zwanzigsten Mal ihr Glück beim Super-Huhn-suchen versuchte und Talon zu einem reichen Mann machte).

Es dauerte nicht lange und Malon stand - mit Link an ihrer Seite - vor der Ladentheke des Zora-Geschäfts. Hier tauschte sie ihre Kanne voller Milch, gegen einige Fische, die in einer mit Wasser gefüllten, gläsernen Kanne herumschwammen, was übrigens ziemlich albern aussah. Gerade hatten sie den Laden verlassen und gingen ans Wasser. Plötzlich platschte es dicht neben ihnen und jemand tauchte aus dem Wasser hervor. Es war Ruto, die Zoraprinzessin.

Als sie Link erblickte, stieg sie schnell aus dem Wasser um sich auf ihn zu stürzen. "Link!!! Du glaubst ja gar nicht, wie sehr ich dich vermisst habe! Endlich bist du da! Warum hast du mich nur so lange warten lassen?!" rief Ruto und drückte Link einen ziemlich langen, und nicht gerade trockenen, Kuss auf die Wange. Malon wurde rot, vor Scham und Wut zugleich. Link erging es nicht anders, obwohl es bei ihm jedoch auf die Peinlichkeit zurückzuführen war. "Äh, ich weiß, Ruto..." keuchte Link und wand sich aus ihrem Klammergriff, dann erst bekam er sie richtig zu sehen. "Mann, du hast dich ganz schön verändert..." stammelte Link, und betrachtete Ruto von Kopf bis Fuß...äh...oder besser...Flosse?! Egal...jedenfalls betrachtete er sie gründlich.

Zoras haben ja mehr oder weniger die Statur eines Menschen, deshalb war es auch klar, WO Links Blicke sich schließlich trafen. Ruto schien nicht zu begreifen, aber Malon kochte bereits vor Wut, bis sie Link dann eine Ohrfeige gab. "DU PERVERSLING!!!" rief sie dabei, so laut, dass wahrscheinlich das gesamte Königreich sich jetzt fragte, wer mit diesem Ausruf gemeint worden war. "Ich kann nichts dafür, bei dir ist das ja auch nicht anders...also, wenn ich auf dich gucke..." stammelte Link.

Eigentlich sollte dies ja seiner Verteidigung dienen, was ihm aber nicht ganz geglückt war. Denn Malon holte bereits zum nächsten Schlag aus, als plötzlich eine Fee neben ihr auftauchte. "Du musst schnell Heim, Salia, sie liegt auf dem Boden und rührt sich nicht, einfach umgekippt, mitten beim fünfzigsten Super-Huhn-suchen..." erzählte die Fee aufgeregt. Es war Salias Fee, der bis jetzt in dieser Geschichte eigentlich nur eine Statisten-Rolle gegeben wurde, was sich aber jetzt ändern muss, da ich - außer dem lahmarschigen (pardon) Talon - keinen anderen für die Überbringung dieser Nachricht hatte. "Ohje..." sagte Link.

"Ohje? Ohje?! Mehr fällt dir nicht dazu ein? Und weshalb beleidigst du meinen Vater?" brüllte Malon mich plötzlich an. "Äh, ja, Talon ist natürlich nicht ,lahmarschig`(pardon) und das wird gleich geändert. Ja? Gut, dann geht es jetzt weiter mit der Geschichte, wir haben doch keine Zeit!" erklärte, nun ja, eben ich. "Komm, Malon! Wenn ihr etwas zugestoßen ist, wir müssen los!" rief Link, worauf Malon ein zufriedenes "schon besser..." vor sich hinmurmelte. Sie eilten mitsamt der Kanne Fisch und Salias Fee zurück in Richtung LonLon-Farm und ließen die etwas verdatterte Ruto wie bestellt und nicht abgeholt stehen.

Als sie erschöpft in den Hühnerstall stürmten, sahen sie, wie Salia auf dem Boden lag. "Salia! Hey ist alles okay? Sag doch was! Bitte, Salia!" rief Link und rüttelte an ihr. Doch sie gab kein Lebenszeichen von sich. "Was ist denn passiert?" fragte Malon ihren Vater. "Ja...es war schrecklich... In einem Schnell-Imbiss, wo man Hähnchen verzehren konnte, stand ich unschlüssig herum und wusste nicht, ob ich ein Hähnchen essen sollte oder nicht..." begann Talon. "NEIN!!! Was ist mit Salia passiert? Mit Salia!!!" rief Malon wütend.

"Ah, Salia...nun, sie ist umgekippt. Hat was von Schlafanzug gesagt und dann, Bums, und jetzt liegt sie hier." Erklärte er. "Was, Schlafanzug?! Was denn für einer?" fragte Link. "Das ist doch egal, oder?" meinte Malon. "Nein, wenn es meiner ist...vielleicht liegt es an ihm...oder so..." stammelte Link. "Es ist einer mit Gerudo drauf...hat sie gesagt..." meinte Talon. "Das ist meiner! Sie glaubt mir einfach nicht, dass das ein Bauernhof ist, sie hält es für Gerudo! Komm, wir gehen ihn holen!" rief Link, packte Malon am Arm und schleifte zur Abwechslung sie mal hinter sich her.

Salias Fee bewachte den leblosen Körper. Vor dem Tunnel hielt Link an. Malon konnte ja leider nicht mit ins Kokiri-Dorf. Also wartete sie draußen. Nach es dauerte eine ganze Weile, bis Link schließlich wieder auftauchte. Außer dem Schlafanzug, hatte er noch seine Waffen mitgebracht. "Uh, heißt das, es wird ein Abenteuer? Sag schon, sag schon!" rief Malon aufgeregt. "Vielleicht...Salia ist immerhin die Weise des Waldes, also eine wichtige Person, und wenn sie jetzt...eh...so...starr daliegt, dann heißt das nichts gutes." Erklärte er. Malon nickte. "Wir könnten ja die anderen Weisen fragen, ob das was mit deinem Schlafanzug zu tun hat..." schlug Malon vor. "Äh, heißt das, dass alle anderen Weisen meinen Schlafanzug begutachten müssen?!" rief Link erschrocken.

Malon grinste. "Sicher. Oder willst du, dass Salia so liegen bleibt?" fragte sie. Link schüttelte den Kopf. "Also...dann würde ich vorschlagen, wir gehen jetzt wieder zu Ruto. Das liegt am nächsten." Erklärte Malon und ging voraus. Link ging unsicher hinterher. Er dachte nach. Warum könnte wohl so etwas passiert sein? Weshalb nur? Und warum gingen ihm Talons Worte nicht mehr aus dem Kopf? ,In einem Schnell-Imbiss, wo man Hähnchen verzehren konnte, stand ich unschlüssig herum und wusste nicht, ob ich ein Hähnchen essen sollte oder nicht...´ das war doch völliger Blödsinn.

Der Tag neigte sich dem Ende, als sie vor König Zoras Thron standen. Malon schickte Link nach vorne, denn sie hatte hier ja eigentlich nichts verloren, besonders, wenn es um die junge Prinzessin ging. Da war Link schon viel geeigneter, fand sie. "Ähm, ich bin gekommen, um mit Prinzessin Ruto zu sprechen..." erklärte Link verlegen. Sicher würde Ruto weder etwas falsches denken, aber so war sie nun mal. "Ah, meine Tochter...sie wird sich sicher freuen. Ruto, kommst du bitte, du hast Besuch!" rief der König und sofort hörte man Ruto antworten: "Jaaa! Bin gleich da!"

Dann tauchte neben dem großen König die vergleichsweise winzige Ruto auf, obwohl sie schon ziemlich gewachsen war. König Zora war eben ein wahrer Koloss. "Oh, Link! Du bist ja wieder da!" rief sie glücklich und lief zu Link. "Papa, wir...ja, wir gehen zur Quelle." Sagte Ruto und lief dann die Stufen hinauf. "Oh, das Bauernmädchen ist ja auch da. Gut, kommt her ihr zwei." Link folgte Ruto zusammen mit Malon. Dann setzten sie sich zu dritt vor Lord Jabujabu. Malon zeigte Ruto Links Schlafanzug und erzählte dann zusammen mit Link, was passiert war.

"Ich weiß nicht genau...aber es ist ja eigentlich nicht so leicht, so etwas mit einer der sieben Weisen zu tun. Es kann schon gut sein, dass es etwas mit dem Schlafanzug zu tun hat. Mit dem albernem Fischmuster..." Doch weiter kam Ruto nicht. Sie war einfach nach hinten gekippt und rührte sich nicht mehr. "Was, sie auch?!" rief Link entsetzt. "Was sollen wir denn jetzt machen?" fragte Malon verzweifelt. "Hey, Ruto, wach auf, Ruto!" sagte Link immer wieder, während er auch an Ruto, wie vorhin an Salia, rüttelte.

Bis er schließlich eine Ohrfeige von Malon kassierte, da er an einer...ähm nicht ganz so geeigneter Stelle rüttelte... "Kannst du nicht mal jetzt mit deinen Perversitäten aufhören?!" fragte Malon wütend. "Äh, tut mir leid..." Stammelte Link, "...hab ich vergessen." Malon seufzte. "Gut. Dann sollten wir zu den anderen Weisen. Als nächstes steht Darunia auf dem Plan." Meinte Malon und stand auf. "Und was sollen wir König Zora sagen?" fragte Link.

"Äh...weiß nicht...oder...hey, wieso sagst du nicht, sie sei Ohnmächtig geworden, nachdem sie dich geküsst hatte, weil sie zu wenig Luft bekam?" fragte Malon grinsend. "Ha-ha. Echt lustig. Wirklich. Gut, dann sagen wir eben, Ruto ist Ohnmächtig. Aber nicht weil sie mich geküsst hat!" Meinte Link, stand auf und nahm Ruto auf den Arm, um sie zu ihrem Vater zu tragen. Dieser nahm sie auf den Schoß und versprach, gut auf sie aufzupassen.

Link und Malon liefen zu den Goronen. Oder besser gesagt, erst nach Kakariko. Dort wurden sie von einem Soldaten des Königs begrüßt, der ihnen natürlich erst einmal viel schönes von Kakariko erzählte. Dann endlich konnten sie sich auf den Weg zum Todesberg machen. Sie kamen gerade am Aussichtsturm vorbei. Link beschloss hochzuklettern. "Nix da, ich will zuerst." Meinte Malon und stieß Link etwas zur Seite, um dann selbst hochzuklettern. Link kam ihr hinterher. "Du bist vielleicht nett Malon..." grinste er, als sie oben angekommen waren, "...dass du an mich denkst. Es war wirklich sehr aufmerksam von dir, zuerst zu klettern, damit ich dir unters Kleid schauen kann."

"Du hast WAS?!" kreischte Malon und holte zum Schlag aus. "Nicht, sonst fall ich runter!!!" rief Link verzweifelt. "Grr, das zahl ich dir heim..." zischte Malon. Plötzlich hob sie Links Röckchen nach oben, woraufhin er laut aufschrie und wild mit den Armen rumfuchtelte. "Das war gemein, ich konnte mich nicht wehren!" rief er schließlich, als er sein Röckchen wieder in die Ausgangsposition gebracht hatte. Malon grinste. "Jetzt sind wir Quitt..." meinte sie. "Hehe, denkste. Im Gegensatz zu dir hatte ich nämlich was drunter." Lachte Link.

"WIE, ICH HAB NICHTS DRUNTER?!" schrie Malon und hob ihr Kleid hoch. Doch ihr schweinchenrosa Unterhöschen fehlte nicht. "DU SCHWEIN!" rief Malon, wild entschlossen Link irgendwann dafür noch eine reinzuhauen. Link grinste. "Jaja. Das du heute so nett zu mir bist...wirklich schön." Murmelte er vor sich hin, während er sich umsah. Es war schon dunkel und der Mond schien. Zum Glück konnte er nichts ungewöhnliches entdecken, wie zum Beispiel Zombies oder Ähnliches, was Hyrule bedrohen könnte.

Eigentlich sollte Malon längst zu Hause sein. "Komm, wir müssen uns beeilen." Meinte Link und kletterte wieder herunter. "Mann, erst rauf, dann runter..." stöhnte Malon und kletterte hinterher. So schnell sie konnten liefen sie den Todesberg hoch, bis sie endlich bei Darunia ankamen.

Dieser aß gerade sein Abendessen, Steinfilet und Steinpüree. Auch ihm zeigten Malon und Link den Schlafanzug und erzählten ihm, was mit Salia und Ruto passiert war. "Nun, es hängt sicher mit dem Schlafanzug zusammen. Wir müssen hoffen, dass das Siegel, das Ganondorf gefangen hält, nicht gebrochen wird, weil die Kraft der Weisen nachlässt. Welch appetitliches Steinmuster..." Doch nun stürzte Darunia nach vorne, mitten in sein Essen. "Ah, was sollen wir jetzt machen?!" rief Malon. "Wir müssen zu den Gerudo, Naboru fragen." Meinte Link. "Und wenn sie auch umkippt?" fragte Malon. "Das wird sicher nicht passieren. Jetzt aber los." Meinte Link und lief wieder aus Darunias Zimmer, dicht gefolgt von Malon.

Gerade waren sie wieder in Kakariko angekommen, als Link Malon hinter sich keuchen hörte. "Ich kann nicht mehr. Ich bin müde. Wie spät ist es überhaupt?" fragte sie erschöpft. "Ich weiß nicht, aber das ist jetzt wichtig!" erklärte Link. "Nein, Papa macht sich sicher schon Sorgen. Wir müssen ihm wenigstens Bescheid sagen und dann können wir auch ein Pferd nehmen." Erklärte Malon. "Wenn es sein muss." Seufzte Link. "So, und jetzt kannst du mich auch tragen. Du bist ja schließlich der Held. Nicht ich." Grinste Malon.

"Was?! Nein, nie im Leben. Du bist doch kein Baby mehr und außerdem hab ich schon so viel anderes Zeug mitzuschleppen. Dich jetzt auch noch...das überleb ich nicht." Stöhnte Link. "Keine Widerrede, du trägst mich jetzt. Die LonLon-Farm ist ja nicht weit. Und du bist ja auch ein soooo starker Mann." Sagte Malon. "Ja. Natürlich bin ich stark. Hehe. Na gut, dann komm. So schwer kann das ja gar nicht sein." Seufzte Link und nahm Malon hoch. "EH, vielleicht doch..." keuchte er, nachdem er sie einige Meter getragen hatte. "Das schaffst du schon..." lächelte Malon. Der sonst so kurze Weg von Kakariko zur Farm war für Link diesmal schier unendlich.

Dennoch trug er Malon weiter. "Wie lang denn noch?" keuchte er erschöpft. "Nicht mehr weit, wir sind bald da." Meinte Malon. "Ich kann aber nicht mehr..." stöhnte Link, der Ohnmacht nahe. "Doch du kannst." Sagte Malon. Und weiter trug Link sie. Es war wahrscheinlich schon tiefste Nacht. Aber man konnte sehen, dass noch Licht brannte, auf der LonLon-Farm. In der hylianischen Steppe jedoch war es so dunkel, dass man die Hand nicht vor Augen sehen konnte.

Kein Wunder also, dass Link plötzlich über einen Stein stolperte und auf den Boden fiel. Malon landete auf ihm. "Das war Absicht! Du wolltest, dass ich auf dir lande!" rief Malon entsetzt. "Quatsch..." keuchte Link unter ihr. "Ach ja?" fragte sie. "Natürlich. Gehst du jetzt bitte runter von mir?" stöhnte er. "Wieso sollte ich? Du hast das doch genau berechnet. Du wolltest, dass ich auf dir sitze. Also warum soll ich jetzt runter von dir?" fragte Malon.

"Ich wollte das überhaupt nicht!" rief Link verzweifelt. "Ah, das heißt, du hast Angst. Uh, der große Held hat Angst vor mir, weil ich auf ihm sitze. Glaubst du im Ernst, ich würde dir jetzt etwas antun?" fragte sie. Link schüttelte den Kopf. "Also...oder denkst du etwa ich würde...nein, oder?!" rief Malon erschrocken und stand sofort auf. "Hehe, vielleicht." Grinste Link und stand jetzt auch auf. "Perversling! Nie wieder fasst du mich an!" rief Malon und stolzierte in Richtung Farm. "Jaja..." lachte Link und kam hinterher.

So ging es bedeutend schneller voran und bald waren sie da. "Talon ist sicher im Kuhstall..." meinte Malon und öffnete die Tür. Und tatsächlich gab Talon den Kühen gerade Heu. "Hallo Papa." Sagte Malon und ging zu Talon. "Oh, da bist du ja endlich. Ich dachte schon, Link hätte sich das mit dem Heiraten anders überlegt und ihr habt schon eure Hochzeitsnacht..." lachte Talon, "...hoho, aber das war ja sicher nicht so...oder?" "NATÜRLICH NICHT!" rief Malon aufgebracht. "Stimmt. Sonst hätte ich etwas gehört..." lachte Talon weiter. "PAPA!" schrie Malon wütend.

"Hehehe..." lachte Link vor sich hin. Plötzlich spürte er, dass irgendetwas an seinem Schlafanzug zog. Als er sich umdrehte, sah er eine Kuh, die genüsslich an dem Schalfanzug kaute. "Ah, lass das los, Kuh, loslassen sagte ich!" rief Link aufgeregt und zerrte an dem Stoffrest. "Nicht wahr, Link, ihr habt euch doch schon nackt gesehen, ihr beide, ja?" fragte Talon. "Was?!" rief Link und lies in lauter Aufregung den Schlafanzug los. "Habt ihr?" fragte Talon wieder. "Nein!" meinte Link und drehte sich zur Kuh.

Doch zu spät, der Schlafanzug war bereits verschwunden. "Die Kuh hat ihn gefressen!!!" rief Malon erschrocken, "Nur du bist daran schuld, Link, du allein! Wieso musst du dich auch umdrehen, wenn Papa nach so etwas fragt!?" "Aber...aber ich..."stammelte Link. Plötzlich klopfte es an der Tür. "Was ist denn los?" fragte Salia, und trat ein. "Du?! Du bist wach?! Alles okay, mit dir? Kuh, danke Kuh! Du bist ein Held, Kuh!" rief Link. "ICH BIN KEINE KUH!" rief Salia wütend. "Nein ich meine dich ja auch nicht, ich meine die Kuh!" erklärte Link. "Ah...ja, alles klar." Meinte Salia.

"Kannst du Kontakt zu den anderen Weisen aufnehmen, ob alles in Ordnung ist?" fragte Malon. "Ja, natürlich. Wenn ihr das so wollt..." meinte Salia und schloss die Augen. "Meinst du, das klappt?" fragte Talon. Link nickte. Bald öffnete Salia die Augen und nickte. "Alles okay." Sagte sie lächelnd. "Gut, dann können wir ja jetzt schlafen gehen." Lachte Talon und brachte die vier (Salias Fee nicht vergessen) ins Schlafzimmer.

"Ich schlaf aber nicht mit Link in einem Bett!" rief Salia sofort. "Musst du auch nicht. Du schläfst da und Link schläft hier." Erklärte Talon. "Das ist aber doch mein Bett, wo Link schläft!" beschwerte sich Malon. "Natürlich, du schläfst ja zusammen mit ihm." Lachte Talon. "Nein, dann schlaf ich lieber mit Salia..." meinte Malon. Salia grinste. "Nein. Das will ich nicht. Du sollst da schlafen, mit Link, hat dein Vater gesagt." Meinte sie. "PAPA!" rief Malon wütend.

"Los, jetzt aber in die Betten. Ich werde euch auch noch eine Schöne GuteNacht-Geschichte erzählen." Meinte Talon und scheuchte Malon zu Link ins Bett. "Also, es geht los: In einem Schnell-Imbiss, wo man Hähnchen verzehren konnte, stand ich unschlüssig herum und wusste nicht, ob ich ein Hähnchen essen sollte oder nicht. Da kam sie herein, ein junges Mädchen, etwas kräftig, aber wohlgebaut, nackenlange Haare, dunkle Augen. Keine ausgesprochene Schönheit, aber mein Blick blieb wie gefesselt an ihr hängen. Als sie bemerkte, dass ein Blick ihr überall hin folgte, schaute sie zu mir hin..."

Es dauerte nicht lange und sofort waren alle in tiefen Schlaf gefallen. Alle, bis auf Talon. Aus dem Schrank holte er einen BH und ein Höschen von Malon, packte es in Links Tasche und legte sie zurück an ihren Platz. Schließlich sollten sich die beiden näherkommen. Dann ging er in die hylianische Steppe. In der Hand hielt er einen großen Beutel voller Rubine, die er alle von Salia kassiert hatte. Schnell lief er in Richtung Gerudo-Tal, doch wofür er dort sein Geld ausgab, sollte wohl besser ein bleiben...

Ende


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