Breath of the Wild Erweiterungspass



Zelda - Eine neue Gefahr
Alle, die schon immer wussten, dass Link in Wirklichkeit zu Malon gehört und nicht zu Zelda, können die tolle Story von Verena alias Big Malon genießen! :))

Autor: Big Malon


Eines Morgens ritten Link und Malon auf Epona zum Schloss, wo die Prinzessin bereits auf sie wartete. Dort angekommen rief Zelda: "Na endlich! Wo wart ihr so lange?" Link hüpfte elegant von Epona und danach half er Malon, abzusteigen. "Ich muss euch etwas wichtiges sagen, Prinzessin" erwiderte Malon. "Und das wäre?" "Ich spüre eine Aura. Eine böse Aura. Die Tiere auf unserer Farm werden ungeduldig und gereizt. Gestern wurde Basil sogar von einer Henne gebissen. Wir müssen etwas unternehmen!" "Malon hat recht, Prinzessin. Ich könnte mit Epona versuchen, die böse Aura aufzuhalten." "Bitte tu das, Link." Nach dem Gespräch ritten sie zurück zur Lon-Lon Farm. Eines Morgens ritten Link und Malon auf Epona zum Schloss, wo die Prinzessin bereits auf sie wartete. Dort angekommen rief Zelda: "Na endlich! Wo wart ihr so lange?" Link hüpfte elegant von Epona und danach half er Malon, abzusteigen. "Ich muss euch etwas wichtiges sagen, Prinzessin" erwiderte Malon. "Und das wäre?" "Ich spüre eine Aura. Eine böse Aura. Die Tiere auf unserer Farm werden ungeduldig und gereizt. Gestern wurde Basil sogar von einer Henne gebissen. Wir müssen etwas unternehmen!" "Malon hat recht, Prinzessin. Ich könnte mit Epona versuchen, die böse Aura aufzuhalten." "Bitte tu das, Link." Nach dem Gespräch ritten sie zurück zur Lon-Lon Farm.

Inzwischen beim Hylia-See. Ruto spielte mit Topou in der Nähe von Lord Jabu-Jabu im Wasser. Da zog ein Sturm auf und es begann zu schütten. Die zwei schwammen zu Jabu-Jabu und setzten sich in sein Maul, um Schutz vor dem Gewitter zu suchen. Link und Malon waren bereits auf der Farm eingetroffen und hatten Epona in die Koppel geführt. Zufällig blickte Malon in die Richtung, in der der Hylia-See lag und sah die dunklen Gewitterwolken. Sie machte Link drauf aufmerksam, denn etwas beunruhigte sie. Link ging zu ihr, umarmte sie und sagte: "Mach dir keine Sorgen. Das ist nichts Ungewöhnliches." "Du hast wohl recht."

Die beiden standen noch immer auf der Koppel bei Epona. Dann begann es leicht zu regnen. Plötzlich kam Basil angerannt und rief: "Kommt schnell ins Haus! Ich glaube Talon ist krank!" Sofort liefen sie ihm ins Haus nach. Talon lag im Bett und war ganz blass im Gesicht. Die einzige Ausnahme war seine Nase. Sie war angeschwollen und knallrot. Er schlief. "Seid leise! Mach uns inzwischen ein Abendessen, Basil" flüsterte Malon und er tat, was sie ihm aufgetragen hatte. Dann sah sie Link traurig an, und er flüsterte ihr zu: "Er wird schon wieder gesund. Komm mit. Lassen wir ihn schlafen." Dann gingen die zwei wieder aus dem Zimmer und aßen das, was Basil gekocht hatte. Danach legten sie sich schlafen.

Doch Malon hatte einen schrecklichen Alptraum. Sie sah sich vor dem Grab ihrer Eltern knien und weinen. Daneben stand Link und lachte. Dann wachte sie auf und ging zu ihrem Vater ins Zimmer. Er war noch immer blass und seine Nase war rot. Einige Tränen liefen ihr die Wangen hinunter. Dann hörte sie eine Stimme sagen: "Warum bist du denn wach, Malon? Hattest du einen Alptraum?" "Ja, Link." Sie lief zu ihm und umarmte ihn. Dann gingen sie wieder schlafen.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück verabschiedete Link sich von Malon und sagte: "Ich komme bald wieder. Versprochen." Dann stieg er auf Epona und ritt davon. Sein Ziel war diesmal der Hylia-See. Dort angekommen lief ihm ein kalter Schauer über den Rücken. Der See war verschwunden! Da war nur noch ein riesiges Loch. Lord Jabu-Jabu war auch weg und Link dachte: "Hätte ich gestern doch auf Malon gehört." Dann ritt er so schnell er konnte zum Schloss. Normalerweise trieb er Epona nicht an, aber jetzt war es wichtig, so schnell wie möglich bei Prinzessin Zelda zu sein. Dort hämmerte er gegen das große Tor, und als Impa ihm öffnete rief er aufgeregt: "Wo ist die Prinzessin? Ich muss mit ihr sprechen. Es ist sehr wichtig! " Ohne ein Wort zu verlieren brachte Impa ihn zu Zelda. Link erzählte ihr sein Erlebnis beim Hylia-See. Das schockte sie natürlich, doch sie beschloss, sofort zu handeln.

Zusammen ritten sie zur Farm und holten Malon ab. Mit ihr gingen sie dann zum ausgetrockneten See. Der Anblick war schrecklich. Link sagte: "Wartet hier. Ich muss mit König Zora sprechen. Ich bin bald wieder da." Malon flüsterte ihm zu: "Bitte sei vorsichtig!" Dann stieg Link von Epona ab und lief in Zora´s Reich. Dort versuchte er Ruto zu finden, doch sie war nicht da. Deshalb ging er zu König Zora und fragte ihn, wo seine Tochter sei. Doch dieser wusste nur, dass sie gestern mit Topou, ihrem Verlobten, beim Hylia-See schwimmen war. "Oh nein!" dachte Link. Doch er wollte den König aus Zora´s Reich nicht beunruhigen und erwähnte nichts über das Verschwinden des Sees.

Betrübt kehrte er zurück zu Malon und Zelda. Doch dort bekam er den nächsten Schock. Neben Malon und Epona stand ein weißes Pferd. Darauf saßen ein französischer Junge und seine kleine, zahme Schlange. Er lief hin und rief: "Malon, wer ist das? Und was ist das für eine Schl... Schl... Schlange? !" "Das sind Antuan, sein Pferd Paladin und seine kleine Schlange Charlotte. Ist sie nicht süß?" antwortete Malon. "Süß? Die ist alles andere als süß!" "Sei gefälligst nicht so gemein zu meiner kleinen Charlotte! Du wirst mit ihr leben müssen, denn ich werde euch ab jetzt begleiten."

Ein bisschen sauer auf Malon war Link schon. Aber das ging schnell wieder vorbei. Er schwang sich zu Malon auf Epona und sie ritten wieder zur Farm. Unterwegs flüsterte Link Malon zu: "Warum hast du erlaubt, dass er mit uns kommen darf?" "Sei nicht wütend, Link. Erstens kann er uns auf der Farm helfen..." "Das kann ich auch!" protestierte Link, doch Malon blieb ruhig und fuhr fort: "Ja. Aber eine zusätzliche Arbeitskraft kann auch nicht schaden. Und außerdem kann er Vater helfen." "Wenn das so ist... Trotzdem hättest du mich fragen können. Salia kann ihm sicher auch helfen." Doch Malon hörte gar nicht mehr zu.

Als sie auf der Farm ankamen, führte Malon Antuan sofort zu ihrem Vater. Dieser war mittlerweile aufgewacht und Basil hatte ihm eine Suppe gekocht. Anfangs war Talon nicht damit einverstanden, dass ein Fremder ihn heilen sollte, doch als Malon anfing zu weinen, willigte er ein. Antuan untersuchte ihn und kam zu dem Entschluss, dass er nur viel Schlaf brauchte. "Salia hätte uns das auch sagen können!" meinte Link, doch als Malon ihn böse anschaute, gab er keinen Mucks mehr von sich. Dann trat Zelda in den Raum und sagte: "Talon braucht doch viel Schlaf. Also lassen wir ihn allein und diskutieren draußen weiter."

Im Wohnzimmer überlegten sie, was sie tun könnten. Da hörten sie plötzlich, wie jemand an der Türe klopfte. Malon machte auf und bat die Gestalt, einzutreten. Es war Salia und sie war völlig durchnässt. Basil brachte ihr eine warme Decke und dann erzählte sie ganz aufgeregt: "Ein schreckliches Gewitter! Der Deku-Baum, die ganzen Kokiri, die Häuser! Alles weg! Link, du musst mir helfen!" Das konnte sie noch sagen, bevor sie zusammenbrach. Link trug sie in ein Bett. Als er wieder aus dem Zimmer kam, sagte er: "Ich muss nach Kokiri. Sofort." Mit diesen Worten lief er aus dem Haus zu Epona.

Schwungvoll stieg er auf und ritt nach Kokiri. Dort sagte er zu sich selbst: "Dachte ich es mir doch! Es sieht genauso aus, wie beim ausgetrockneten Hylia-See. Zuerst ein Sturm und dann ist alles weg." Er drehte um und ritt so schnell er konnte zurück zur Farm. Als er dort ankam war es schon dunkel. Talon war mittlerweile wieder auf den Beinen. Er öffnete Link die Türe und dann überlegten sie, was hinter dem geheimnisvollen Verschwinden des Sees und Kokiri stecken könnte.

Zelda war es, der eine mögliche Lösung einfiel. Sie begann zu erzählen: "Vor vielen Jahren besiegte Link Ganondorf und verbannte ihn in die Hölle. Könnte es sein, dass er zurück gekommen ist und eine neue böse Tat vorbereitet?" "Nein. Das ist unmöglich. Ich habe ihn endgültig vernichtet." "Aber was könnte es sonst sein?" Und schon wieder waren sie ratlos. Malon hatte eine Idee, doch die war vollkommen unmöglich: "Das kann doch nicht sein. Es ist doch nur ein Kindermärchen..." sagte sie zu sich selbst. "Wie bitte? Was für ein Märchen?" fragte Link.

"Die Geschichte kennt ihr sicher. Vor Hunderten von Jahren lebte ein gewisser Arak. Als er siebzehn Jahre alt war, wurden seine Eltern getötet und er wollte sich dafür rächen. Sein Plan war es, manche Orte auf der Erde verschwinden zu lassen, alles Leben darauf zu vernichten und die Skelette auferstehen zu lassen. Doch eine Gruppe mächtiger Zauberer konnte ihn aufhalten und in eine Statue verwandeln. Sie steht bis heute in der tiefsten und dunkelsten Höhle unter einem Hügel in Hyrule. Niemand hat je den Eingang zu dieser Höhle gefunden. Das ist die Geschichte. Aber ich kann nicht wirklich daran glauben." "Ja. Dieses Märchen kenne ich. Meine Mama hat sie mir oft vorgelesen, als ich noch klein war. Vielleicht können wir mehr darüber in einem der Bücher in der königlichen Bibliothek finden." sagte Zelda. "Einen Versuch wäre es wert. Antuan und ich können dazwischen den Hügel und die Höhle suchen. Vorausgesetzt er hat davor keine Angst." meinte Link. "Natürlich habe ich keine Angst davor!" schrie Antuan Link an.

Epona und Paladin galoppierten über das weite Grasland der hylianischen Steppe, und Link rief: "Wir sollten uns aufteilen, dann finden wir den Eingang zur Höhle sicher schneller." "Ich bin deiner Meinung. Aber denk daran: Das ist eine Ausnahme!" So ritt Link nach Westen und Antuan nach Osten. Sie suchten alle Hügel ab, doch sie fanden den Eingang zur Höhle nicht. Inzwischen hatten Malon und die anderen in einem der vielen Bücher etwas entdeckt. Es war die genaueste Beschreibung, wie man zu der Höhle kam und wie man sie öffnete. Link und Antuan kehrten traurig und erschöpft zum Schloss zurück. Als sie die Karte sahen, waren sie sofort wieder fröhlich. Sie beschlossen, zur Farm zu gehen und erst am nächsten Tag zu dem Berg zu gehen. Doch wie Antuan so war, ritt er in der Nacht allein weg. Link hatte ihn dabei beobachtet und ritt ihm nach. Erst als sie bei dem Hügel ankamen, merkte Antuan, dass Link ihm die ganze Zeit gefolgt war. "Warum hast du nicht bis morgen Früh gewartet?" schrie Link ihn an. Antuan antwortete etwas ängstlich: "Ich wollte der Prinzessin beweisen, dass ich kein Feigling bin." "Das bist du soundso. Es hätte weiß Gott was passieren können! Warum sag ich das eigentlich? Na ja es ist egal. Wenn wir schon hier sind, können wir gleich die Statue suchen." Und sie machten sich auch sofort ans Werk, die Höhle zu öffnen. Dann gingen sie hinein. Kaum waren sie durch, schloss sich das Tor auch schon wieder. Sie sahen viele Skelette am Boden liegen und Antuan klammerte sich an Charlotte fest. Link ging voraus. Nach einer Weile kamen sie in einen Raum, in dem ein Sockel war. Darauf stand geschrieben: In dieser Höhle, auf diesem Sockel soll er für immer ruhen. Er, dessen Name nie wieder erwähnt werden soll. Der Name des Schreckens und der Furcht:
ARAK. Ein kalter Schauer lief Link über den Rücken, denn auf dem Sockel stand keine Statue, sondern es lagen überall Teile von Steinen herum. In diesem Moment hörten sie ein fürchterliches Lachen. Es kam von einem Felsvorsprung über ihren Köpfen. Kurz darauf trat eine Gestalt hervor. Doch es war zu dunkel, um sie zu erkennen. Dann kam sie aus dem Schatten und Link stieß einen kurzen Schrei aus. Antuan rief geschockt: "Link! Der sieht ja genauso aus, wie du!" Die Gestalt sah wirklich so aus, wie er. Allerdings war sein Gewand blau und rot und es war überall zerrissen. Und er hatte einen Stab in der Hand. Plötzlich sagte er: "Ich bin Arak, Meister der schwarzen Magie und baldiger Herrscher über ganz Hyrule!" Dann begann er wieder zu lachen. Link rannte so schnell er konnte und rief: "Komm Antuan!" Dieser tat, was Link gesagt hatte und folgte ihm in Richtung Ausgang, der plötzlich aufging. Link und Charlotte waren schon draußen, aber als Antuan zwei Meter vor der Felstüre war, schloss sie sich wieder. Charlotte drehte sich voller Schrecken um und ihr kamen Tränen in die Augen, als die Höhle plötzlich in sich zusammen brach. Dann sahen sie ein helles Licht aus den Trümmern des ehemaligen Gemäuers. Link wurde schwarz vor den Augen und als er wieder aufwachte, lag er in einem Bett auf der Lon-Lon Farm. Salia saß neben ihm. Sie weinte. Als sie merkte, dass Link wach war, kam Freude über ihr ganzes Gesicht und sie sagte leise: "Endlich bist du wieder wach. Ich dachte schon, du wachst nie mehr auf! Epona und Paladin sind her galoppiert und haben uns zu dir gebracht. Charlotte war die ganze Zeit über bei dir und hat darauf geachtet, dass dir nichts passiert. Jetzt erzähl´ mal, warum ihr ohne uns gegangen seid und wo Antuan ist." Als sie Antuan erwähnte, senkte Link den Kopf und erzählte ihr schließlich, was vorgefallen war. Dann gingen sie zu Talon und den anderen. Link berichtete über die vergangene Nacht. Als Talon endlich zu Wort kam, sagte er traurig: "Arak hat Malon entführt. Ein helles Licht kam und kurz danach war sie verschwunden." "Ich werde mich sofort auf den Weg machen und sie suchen!"sagte Link entschlossen und ohne, dass ihm auch nur irgendwer widersprechen konnte lief er nach draußen, spielte Epona´s Lied und galoppierte auf ihr davon. Unterwegs sah er plötzlich eine kleine hellblaue Kugel auf sich zukommen. Erfreut rief er ihr zu: "Hallo Navi! Wie waren deine Ferien? Hast du dich gut erholt?" Navi antwortete: "Hallo Link! Warum hast du jetzt wieder dein normales Gewand an und wo zum Teufel ist Malon?" "Was meinst du, Navi?" "Vor zehn Minuten bist du auf einem komischen Pferd mit einem komischen Gewand und mit Malon in den Armen an mir vorbei geritten!" "Navi! Wo genau war das? Das war nicht ich, sondern Arak, er hat Malon entführt! Ich erkläre dir alles später!" Die kleine Fee zeigte Link den Weg und dieser erzählte ihr alles über die Geschehnisse, die passiert waren, als sie nicht hier war. Als sie alles einigermaßen verstanden hatte, kamen sie zu einem Ort, an dem Link noch nie zuvor war. Alles sah so vertraut aus, aber doch anders als sonst. Link entdeckte ein Loch im Boden und weil er glaubte, Malon´s Stimme von da unten gehört zu haben, sprang er hinein. Das Loch schien keinen Boden zu haben, denn Link fiel immer weiter in die Tiefe. Dann sah er plötzlich den Boden und ihm wurde schwarz vor den Augen... "Link! Link! Wach doch auf! Alles wird gut." Er öffnete seine Augen und blickte in Malon´s Gesicht. Dann sah er, wie sie zur Seite gezerrt wurde und bemerkte, dass er gefesselt war. Er hörte Antuan´s Stimme sagen: "Ich hoffte dass du nie mehr aufwachst, Link. Aber wie es das Schicksal wollte, habe ich mich getäuscht." "Antuan was sagst du da!? Sei nicht blöd! Erkennst du mich nicht?" "Es hat keinen Zweck, Kleiner. Er steht unter meinem Bann und erkennt dich nicht. Hahahahaha!" sagte Arak, der unbemerkt in einer Ecke des Raumes stand und Malon fest hielt. Dann sah er auf der Spitze von Arak´s Stab eine Flasche in der eine kleine Fee lag. Es war Navi. Sie war so geschwächt, dass man ihren zarten Körper erkennen konnte. Link versuchte sich zu befreien, doch er schaffte es nicht. Plötzlich sah er Charlotte neben Arak am Boden liegen. Sie hatte einen kleinen Dolch im Maul und kam langsam auf ihn zu. Link befürchtete, dass sie ihn erstechen wollte und geriet in Panik. Charlotte kroch auf seinen Bauch, holte aus und zerschnitt Link´s Fesseln. Dieser wollte sich bedanken, doch Arak war so wütend, hob seinen Stab und schoss einen grauen Strahl auf Charlotte und sie wurde zu Stein. Was er nicht bedachte, war, dass die Glasflasche, in der Navi gefangen war, auf den Boden fiel und zerbrach. Navi nahm ihre letzten Kräfte zusammen und flog zu Link. Er war mittlerweile aufgestanden und breitete seine Hände aus, in diesen brach Navi dann zusammen. Link lief zu Malon, die am Boden lag, half ihr aufzustehen und lief mit ihr zu einer Tür. Diese ging wie von selber auf und die zwei liefen durch. Arak hob die Hand und Antuan schnappte sich die versteinerte Charlotte und lief ihnen nach. Als er durch die Tür gegangen war, schloss sie sich wieder. Link und Malon liefen einen langen, dunklen Gang entlang. Dicht hinter ihnen war Antuan. Ruckartig blieb Malon stehen denn vor ihnen sah sie einen hellen Lichtstrahl, der senkrecht zur Decke leuchtete. Link schrie: "Worauf wartest du? Los komm!" Malon schloss die Augen und dann zerrte er sie hinein. Als sie die Augen wieder öffnete, lagen sie mitten in der hylianischen Steppe. Neben ihnen standen Epona und Paladin. Sie stiegen auf Epona, worauf diese davon galoppierte. Nach ein paar Minuten hörten sie das Wiehern eines Pferdes. Malon schaute nach hinten und sah Antuan, der die noch immer versteinerte Charlotte in den Armen hielt und auf Paladin hinter ihnen her galoppierte. Sie ritten Richtung Lon-Lon Farm, doch wo diese noch vor ein paar Stunden gestanden war, war jetzt nur noch das Gras von der hylianischen Steppe. Nichts wies daraufhin, dass hier jemals eine Farm war. Malon sprang von Epona und lief dorthin, wo vor einiger Zeit ihr Zimmer war und begann zu weinen: "Vater! Wo bist du? Du kannst mich doch nicht einfach allein lassen!" Auf Link und Antuan hatte sie völlig vergessen. Die zwei waren inzwischen von Epona und Paladin abgestiegen und standen sich gegenüber. Antuan wagte es tatsächlich, mit seinem Degen im Miniformat, den Link immer Zahnstocher nannte, ihn zu bedrohen. Doch als Link das Masterschwert hob, bekam Antuan es mit der Angst zu tun und verkroch sich hinter Paladin. Erst als Link ihm versprach, ihm nichts zu tun, kam er wieder hervor. Und nun wussten sie auch, was das Heilmittel gegen Arak´s Bann war: Angst. Da Antuan das ja hatte, war er geheilt. Das schlechte daran war, dass Antuan jetzt richtig merkte, dass Charlotte versteinert war. Als er sie sah, begann er sofort zu weinen. "Hallo! Ich bin auch noch da!" Es war Malon und sie war sehr wütend wegen des Verschwindens der Farm und ihres Vaters. Sie stieg auf Epona, wartete bis Link bei ihr und Antuan auf Paladin waren, und dann galoppierten sie wieder zu Arak´s Versteck. Als sie dort angekommen und ins Loch gesprungen waren, Link war dieses Mal nicht ohnmächtig geworden, sahen sie auch schon Arak. Er stand einige Schritte entfernt, und zwar mit dem Rücken zu ihnen. Doch er schien bemerkt zu haben, dass sie hier waren, denn er drehte sich blitzschnell um und schnappte sich Malon. Dann rannte er mit ihr einen finsteren Gang entlang. Die anderen zwei liefen ihnen natürlich nach. Sie sahen einige Meter weiter vorne ein großes Tor, das sich langsam schloss. Sie wären beide durchgekommen, doch irgend etwas musste ja passieren. Antuan stolperte und Charlotte fiel ihm aus der Hand. Sie flog in hohem Bogen über Link´s Kopf hinweg und genau zwischen das Tor. Link wollte sie wegnehmen, doch dann fiel ihm plötzlich ein, dass er schreckliche Angst vor Schlangen hatte. Nun musste er sich entscheiden: Entweder er half Antuan, oder Malon (was ihm natürlich viel lieber war, doch dann müsste er Charlotte nehmen).

Schließlich lief er doch zu Charlotte und packte sie. Er rannte zu Arak, doch einen Meter vor ihm schien er gegen eine unsichtbare Wand zu laufen. Link fiel zu Boden und sah, wie Arak Malon in seine Arme stieß. Er musste eine Art Schutzschild mit seiner Magie um sich herum aufgebaut haben. Dann hörte Link ihn sagen: "So Kleine. Jetzt wirst du der falschen Schlange Gesellschaft leisten! Hahahahaha!" Mit diesen Worten schoss er wieder einen grauen Strahl aus seinem Stab. Diesmal war er auf Malon gerichtet. Im letzten Moment sagte Link: "Malon ich würde alles für dich tun, denn ich liebe dich! Für dich werde ich sogar zu Stein!" Und das geschah dann auch. Link sprang nämlich vor Malon und der Strahl traf ihn.....

....."Neeeeein!!!!!", schrie Malon verzweifelt. Sie warf sich vor den versteinerten Link und begann bitterlich zu weinen. Einerseits aus Trauer und andererseits aus Zorn nahm sie sich Link´s Bogen, zielte und schoss einen Pfeil auf Arak. Doch der konnte ihn mühelos mit seiner Magie abblocken. Danach brauchte Arak einige Sekunden, um seine Kräfte wieder zu sammeln. Auf diesen Moment hatte Malon gewartet. Sie schoss einen Eispfeil ab und traf Arak, worauf dieser sofort vereist wurde.

Malon schaute sich im Raum um und entdeckte einen Schalter. "Das muss der Schalter für die Tür sein!", dachte sie und betätigte ihn. Wie sie erwartete, öffnete sich auch schon das Tor und Antuan lief herein. Er sah Malon und Arak und sagte: "Juhu, Link hat es geschafft! Aber... Wo ist er denn?" Als er ihn erblickte, war er starr vor Schreck. Malon sagte: "Wir müssen ihn schnell da raus holen! Hilf mir, ihn wegzuschaffen." Antuan bemerkte einen kleinen Schubkarren und deutete drauf: "Ich hab was gefunden! Damit bringen wir ihn schnellstens weg!"

Jetzt erst bemerkten sie, dass Charlotte keine Statue mehr war. Besser gesagt Malon merkte es und rief: "Charlotte? ! Du bist ja nicht mehr aus Stein! ..... Das bedeutet also... Ja! Arak kann immer nur eine Person zu Stein machen. Wenn wir ihn dazu bringen könnten, jemand anderen zu versteinern, dann wird Link wieder normal! Aber wie sollen wir das bloß machen?" Sie stellten Link in den Schubkarren und brachten ihn so schnell sie konnten aus Arak´s Versteck.

"Was sollen wir jetzt nur tun? Und wo sollen wir Link hinbringen? Der Hylia-See, der Kokiri-Wald und jetzt auch noch die Farm. Alles ist weg!" schrie Malon. Sie weinte. Sie und Antuan saßen mitten in der hylianischen Steppe im Schatten eines Baumes. "Vielleicht können wir ihn zum Schloss bringen?" meinte Antuan und Malon antwortete: "Ins Schloss? Daran habe ich ja noch gar nicht gedacht! Antuan, du hast zur Abwechslung einmal etwas sinnvolles gesagt. Danke. Vielen Dank!" Dann umarmte sie ihn und flüsterte ihm zu: "Erzähl das bloß nicht Link!" Antuan lief rot an, zögerte einen Moment und dann erwiderte er: "Äh... Okay Malon."

"Ach ja, das hätte ich fast vergessen: Charlotte! Komm doch mal her." Charlotte, die weinend bei Link´s Statue saß, tat, was Malon ihr gesagt hatte. "Arme Charlotte. Ich weiß, dass du Link sehr magst, und ich kann dir mit Sicherheit sagen, das er bald wieder keine Statue mehr ist!" Und zur Verwunderung von Antuan und Malon hörten beide plötzlich eine fremde Stimme. Sie sagte: "So etwas glaube ich dir gerne, Malon!" "Aber... Wer hat da... Wer hat das gesagt?" entgegnete sie. "Na, ich natürlich!" sagte die fremde Stimme.

Malon schaute sich um, doch sie konnte niemanden sehen. Dann hörten sie wieder die Stimme: "Wo schaust du denn hin, Malon? Hier unten! Bei deinen Füßen!" Malon schaute zu ihren Füßen, aber sie sah nur Charlotte. Sie war sauer und rief: "Zeig dich endlich! Wer oder was bist du?" "Ich bin es. Oder hast du mich übersehen? Du hast doch gerade hergeschaut!" Malon sah noch einmal zu Charlotte und sah sie an. Dann sagte sie: "Doch nicht etwa du, Charlotte? !" "Na endlich. Du hast es erfasst."Antuan hatte das ganze beobachtet und schaute Charlotte schief an, bevor er fragte: "Seit wann kannst du sprechen, Charlotte?" "Seit mich diese Kopie von Link versteinert hat." Dann fügte sie leise hinzu: "Na ja... Eigentlich finde ich ihn ganz nett..." Nachdem Charlotte das gesagt hatte drehte Antuan durch.

Er schrie: "Er hat zuerst dich und jetzt Link versteinert und alles was DU dazu zu sagen hast ist: Eigentlich finde ich ihn ganz nett! ? Das darf doch wohl nicht wahr sein! Warum habe ich nur so ´ne blöde Schlange?" Charlotte versteckte sich hinter Malon und presste die Augen zu. Malon war mittlerweile total sauer auf Antuan und schrie ihn so laut an, dass jeder normale Hylianer Kopfschmerzen davon bekommen hätte müssen: "Der einzige Blöde hier bist eindeutig DU! Du solltest froh sein, dass Charlotte das alles überlebt hat und jetzt sprechen kann, aber du schreist sie an, dass sie Angst bekommt und sich hinter mir versteckt! Bist du jetzt denn völlig durch geknallt?!?! Komm Charlotte, wir müssen Link ins Schloss bringen." Sie drehte sich zu Charlotte um, lächelte sie an und setzte sie zu Link in den Schubkarren. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, schob sie ihn Richtung Marktplatz und Schloss.

Antuan schaute ihnen nach, aber dann entschied er, dass es jetzt das Beste sei, ihnen nicht zu folgen, sondern abzuwarten. Er dachte: "Oh merde. Ich hoffe, sie kommt wieder, um mich abzuholen. Aber was, wenn nicht?" So setzte er sich wieder hin und wartete. Etwas später schlief er ein.

Malon stand gerade vor dem Tor des Schlosses und verhandelte mit den Wachen, die sie nicht einließen. "Bitte! Ich muss zu Prinzessin Zelda! Ich bin eine Freundin von ihr. Und mein Freund wurde wie sie ja sicher sehen versteinert. Bitte lassen sie mich doch hinein!" Aber die Soldaten blieben hartnäckig: "Da könnte ja jeder wildfremde kommen und sagen: Ich bin ein Freund des Königs! Lasst mich herein! Und dann wäre ihm der König hilflos ausgeliefert! Solange du keine Erlaubnis hast, darfst du nicht herein!" "Na gut. Auf Wiedersehen. Und dann hab ich eine Erlaubnis!", sagte sie gereizt.

Malon schob den Karren vor sich her und entfernte sich soweit von den Wachen, bis sie sie nicht mehr hören konnte. Dann sagte sie zu Charlotte: "Du bist klein und schnell. Bitte schleiche dich durch den Schlossgarten hinein und hol Zelda!" "Wird gemacht, Malon!" Sie schummelte sich an den Soldaten vorbei und schlich ins Schloss.

In der hylianischen Steppe dämmerte es gerade und Antuan wachte auf. Da es schon so spät war und Malon nicht gekommen war, machte sich Antuan auch auf den Weg zum Schloss. Als er endlich den Eingang zum Marktplatz gefunden hatte, schloss sich vor seinen Augen das riesige Tor und er stand vor einem gewaltigem Wassergraben.

"Warum? Warum passiert so etwas immer mir? Das kann es doch nicht geben! Merd!"schrie er. Und schon kam das nächste Unglück: Plötzlich stand ein riesiges Skelett hinter ihm und brüllte ihn an. "AAAAAH! Was... Was... Was zum Geier ist das denn?" Noch dazu hatte das Ungetüm ein großes Schwert in der Hand. Es war größer als Link´s Masterschwert. Das Monster holte aus und schlug zu. Doch im letzten Moment wurde er von etwas weggestoßen. Als Antuan aufstand und sah, wer oder was ihm das Leben gerettet hatte, bekam er einen großen Schreck: Es waren Paladin und Epona. Antuan und Malon hatten völlig vergessen, dass sie am Eingang von Arak´s Versteck gewartet hatten.

Epona stellte sich gerade auf ihre Hinterbeine und trampelte mit ihren Vorderbeinen auf dem Kopf des Skelettes herum. Plötzlich fiel er ab und wurde zu Staub. Das Monster irrte jetzt kopflos durch die Steppe während Antuan auf Paladins Rücken davon galoppierte. Vor ihnen trabte Epona.

Inzwischen war Charlotte bei Zelda angekommen. Diese freute sich sehr, als sie sie erblickte und rief: "Charlotte! Was machst du denn hier? Na egal. Komm her!" Doch Charlotte kam nicht, sondern sie begann zu berichten: "Prinzessin, komm schnell! Es ist etwas furchtbares mit Link passiert!" "Aber... Charlotte, warum kannst du sprechen?" "Ich erklär dir alles auf dem Weg nach draußen! Aber jetzt komm schnell mit!" Doch aus dem Erklären auf dem Weg wurde nichts, denn plötzlich kam Impa herein und fragte: "Prinzessin, mit wem sprichst du?" "Mit mir, Impa. Aber ich kann jetzt nichts erklären, weil wir so schnell wie möglich zu Malon und Link müssen!", sagte Charlotte. "Bevor hier irgend jemand irgendwohin geht, erklärst du uns, was mit Link los ist, Charlotte!" schrie Zelda. "Das würde mich auch interessieren!" sagte Impa, die ziemlich erstaunt auf Charlotte blickte. Charlotte antwortete: "Na ja... Äh... Arak hat Link... Äh... versteinert. Und jetzt müsst ihr ihm helfen! BITTE!" Nun hatte Charlotte Tränen in den Augen und Impa sagte: "Link ist versteinert? Da gefällt mir gar nicht gut! Ich weiß einen viel schnelleren Weg, um zu ihnen zu kommen." Sie schnappte sich Charlotte, nahm Zelda´s Hand und warf eine Nuss auf den Boden.

Sekunden später standen sie genau vor Malon. "Charlotte! Du hast es geschafft! Äh... Hallo Prinzessin." "Nenn mich doch einfach Zelda, Malon!" "Na gut Prin... Zelda. Hier ist Link." Als sie Link´s Namen aussprach, begann sie zu weinen. Impa sah sich Link an und meinte: "Das ist gar nicht so schlimm wie es aussieht. Und auch nicht so schlimm, wie ich befürchtet habe. Keine Angst, Malon. Das kriegen wir wieder hin." Sie lächelte Malon an. Dann schaute sie wieder ernst zu Zelda und sprach: "Bringen wir sie rein. Ich denke, Malon hat großen Hunger." Zelda nickte, aber Charlotte sagte: "Und was ist mit mir? Ich hab auch einen Bärenhunger!" Malon wusste nicht, ob sie jetzt wegen Link weinen, oder wegen Charlotte lachen sollte. Schließlich wischte sie sich die Tränen weg und begann zu lachen. Dann erzählte sie noch schnell die Sache mit den Soldaten und sie einigten sich auf etwas, um es den Wachen heimzuzahlen.

Malon ging allein später wieder mit dem Holzkarren zu den Wachen hin und rief: "Darf ich bitte rein? Ich hab jetzt eine Erlaubnis." "Na das ging aber schnell! Und wo ist sie jetzt, deine Erlaubnis?" "Sie kommt gleich." Malon grinste den Wächter an und dann begann sie Epona´s Lied zu singen. Sofort erschienen Zelda und Impa hinter der Wegbiegung und als der Nachtwächter sie sah, verbeugte er sich vor Zelda und sie sagte: "Oh! Hallo Malon! Was machst du denn um diese Zeit noch hier?" "Ich wollte euch eigentlich besuchen kommen, aber dieser fiese Wachmann hat mich nicht rein gelassen! Ist das nicht eine Frechheit?" Impa antwortete: "Hab ich dir nicht gesagt, dass du die Freunde von der Prinzessin ins Schloss lassen sollst? Ich glaube, ich werde andere Wächter aufstellen müssen. Was meint ihr, Prinzessin Zelda?" "Das wäre eine gute Lektion für ihn, aber ich denke, wir sollten es ihm noch einmal verzeihen!" "Wie ihr wünscht, Prinzessin. Aber du lass ab jetzt die Freunde der Prinzessin herein, Soldat!" sagte Impa. Nichts ahnend öffnete der Wächter das Tor und sie gingen ins Schloss. Aber sie merkten nicht, wie eine unsichtbare Gestalt, die sie die ganze Zeit beobachtet und belauscht hatte, ihnen folgte. Diese unheimliche Gestalt wartete nur auf den richtigen Moment, um sich an jemandem für etwas rächen zu können...

Während dem köstlichen Festmahl fragte Zelda plötzlich: "Wo sind eigentlich die anderen?" Malon schluckte und antwortete: "Es sind nur noch wir zwei übrig. Alle anderen sind verschwunden. Auch die Farm und mit ihr mein Vater, Basil und Salia." "Du vergisst da wen, Malon. Antuan, Paladin und Epona sind auch noch da!" rief Charlotte von einem Ende des Tisches. "Ach ja. Antuan und die Pferde... Oh Gott! Antuan ist noch immer in der hylianischen Steppe!"

Impa stand auf und sagte: "Er ist noch in der hylianischen Steppe? Wir müssen ihn suchen. In der Nacht ist es gefährlich, wenn man nicht in der Stadt ist. Ich werde ihn finden!" Mit diesen Worten lief sie aus dem Zimmer. "Hoffentlich findet sie ihn. Aber was ist, wenn nicht? Dann bin ich schuld." Malon sah traurig zu Zelda und die antwortete ihr: "Keine Angst. Impa hat bis jetzt jeden gefunden. Ich bin sicher, dass sie auch diesen komischen Franzosen findet." Nach dem Essen gingen sie zu Bett und schliefen sich aus. Anscheinend war auch die unsichtbare Gestalt hungrig, denn sie ging, als die Prinzessin und Malon schliefen, in die Küche und aß, bis sie satt war. Aber dann machte sie noch etwas. Sie nahm eine kleine Flasche aus ihrem Umhang und füllte etwas daraus in eine Saftflasche.

Am nächsten Morgen wachte Malon auf und ging auf den Balkon. Von draußen hatte man einen wunderschönen Anblick auf die Steppe. Aber zu dieser Zeit schien sie unheimlich leer zu sein. "Normalerweise kann man von hier aus auf eure Farm sehen, Malon." Es war Zelda. Sie war gekommen um Malon zu sagen, dass das Frühstück serviert war. Malon folgte der Prinzessin in den Speisesaal und setzte sich. Dann kam einer von Zelda´s Dienern. Er hatte eine Saftflasche auf seinem Tablett und goss etwas davon im Malon´s Glas. Dann verschwand er wieder, ohne jemals ein Wort gesagt zu haben. Schließlich nahm Malon ihr Glas und trank. Bei der Türe stand wieder der Diener, der Malon´s Glas gefüllt hatte. Er rieb sich die Hände und ein breites Grinsen machte sich auf seinem Gesicht erkennbar.

Nach dem Essen gingen Malon und Zelda vor das Schloss und warteten auf Impa. Plötzlich wurde Malon schwindelig und schlecht. Sie erzählte es der Prinzessin und die antwortete: "Du hast wahrscheinlich zu viel gegessen. Leg dich ein bischen hin und ruh dich aus." "Werd ich machen, Zelda." Allein ging sie in ihren Schlafraum und legte sich ins Bett. Schon nach kurzer Zeit schlief sie ein und sie hatte einen sehr merkwürdigen Traum...

Sie saß an dem Rand eines Brunnens und schaute sich in ihr Spiegelbild. Plötzlich tauchte Arak neben ihr auf. Doch sie erschrak nicht, sondern stand auf und umarmte ihn. Dann gab er ihr einen Kuss auf die Wange. Es war so, als wäre das selbstverständlich. So, als wären sie sehr gute Freunde und würden sich schon lange kennen...

Dann wachte sie auf, aber sie war trotzdem noch müde. So, als hätte sie drei Nächte lang nicht geschlafen. Dann bemerkte sie, dass die Vorhänge sich bewegten, obwohl die Fenster geschlossen waren. Aber nicht, als würden sie durch den Wind bewegt. Es kam ihr so vor, als ob jemand dahinter stehen würde. Alles kam ihr merkwürdig vor und deshalb stand sie auf und schob die Vorhänge zur Seite. Doch es stand niemand dahinter. Oder doch? Plötzlich fiel ein Tarnumhang vor ihren Füßen auf den Boden und vor ihr stand... Arak. Es war so ähnlich, wie in ihrem Traum. Malon glaubte, dass Arak ihr Freund war. Ihr bester Freund. Sie umarmte ihn und er küsste sie. Malon schloss die Augen und plötzlich spürte sie, wie Energie ihren Körper durchströmte. Dunkle, böse Energie...

...Malon drehte Arak den Rücken zu. Er knöpfte ihr Kleid auf und half ihr heraus. Sie legte sich wieder ins Bett und zog sich die Decke bis über die Ohren, so dass sie nichts mehr sehen konnte. Dann merkte sie, wie sich Arak neben sie gesellte. Er machte eine schnelle Handbewegung und die Vorhänge des Himmelbettes schlossen sich...

Später hörte Malon ein Geräusch: Es kam von der Türe. Sie löste sich aus Araks Umarmung und drehte sich um. Die Vorhänge öffneten sich und erlaubten Malon den Blick zur Tür. Es war Zelda. Sie war gerade ins Zimmer gekommen, um zu sehen, ob es Malon schon besser ging. Malon erschrak, denn sie wollte natürlich nicht, dass Zelda Arak bemerkte, deshalb sah sie wieder hinter sich, aber Arak war verschwunden. Sein Umhang lag allerdings noch immer am Boden. "Wie ich sehe, geht es dir besser, Malon. Hey, was ist das für ein Umhang, der da liegt?" Fragte sie. "Das? Ähm, das ist nur ein ganz normaler Stoffetzen, Prinzessin..." antwortete Malon, doch Zelda glaubte ihr nicht und ging näher.

Aber als sie Malon in die Augen sah, bekam sie einen Schreck, denn das Licht war aus ihnen verschwunden und sie waren schwarz und leer. "Was in aller Welt ist das?" rief sie, "Was ist mit deinen Augen passiert, Malon?" "Nichts, was soll denn damit sein?" meinte sie ernst. "Na ja, sie sind so leer, irgendwie." "Das ist doch wohl mein Problem und nicht eures, Prinzessin, oder?" "Malon! Wie redest du mit mir? Ich wollte doch nur nett sein und dir sagen, dass Impa mit Antuan und den zwei Pferden zurückgekehrt ist, aber du hast dich total verändert," sagte Zelda traurig, "aber wenn du willst, laß ich dich jetzt alleine. Wenn du Lust hast, kannst du die anderen begrüßen gehen. Sie sind im Speisesaal und warten auf dich. Außerdem werden Impa und ich jetzt versuchen, Link wieder normal zu machen."

"Ja ich komm dann nach..." antwortete Malon genervt. Kaum war Zelda aus dem Zimmer verschwunden, tauchte Arak plötzlich wieder auf. Er ging zu Malon und sagte: "Das hast du gut gemacht, Malon. Mach so weiter und bald haben wir unser Ziel erreicht. Dann werden wir Hyrule beherrschen und dieser Link wird endlich das tun, was ich will! Hahahahaha!" Malon lachte hämisch mit, aber dann verstummte sie plötzlich und fragte: "Arak, sind meine Augen wirklich schwarz und leer? So wie die eines Fisches? Ich hasse Fische." "Mach dir darum keine Sorgen, Kleines. Überlaß das einfach nur mir... Und jetzt geh und verhindere, dass dieser Störenfried Link wieder erweckt wird!"

Wie Arak gesagt hatte, ging Malon auch aus dem Raum in den Speisesaal. Nachdem sie gegangen war, schlich Arak auf den Balkon, sah auf die Steppe und holte eine Okarina heraus. Aber sie war nicht, wie die von Link graubraun oder blau, sondern schwarz und blutrot. Sie sah furchterregend aus, genau wie ihr Besitzer - dann spielte er eine eigenartige Melodie. Sie klang so ähnlich wie Eponas Lied, aber irgendwie anders. Ein paar Sekunden später kam ein Pferd angetrabt. Es war ebenfalls schwarz und hatte eine blutrote Mähne. Der Balkon war einige Meter über dem Boden, aber Arak hüpfte einfach und problemlos darüber und landete direkt auf dem Rücken des Pferdes. "Los, Fiury!" schrie er und das Pferd trabte so schnell davon, dass Araks pechschwarzen Haare und seine Mütze in der Zugluft wehten.

Malon war inzwischen im Speisesaal angekommen und begrüßte ihre Freunde. "Malon! Wie konntest du mich nur allein draußen in der Steppe lassen?!" fragte Antuan als er sie kommen sah. "Ganz einfach. Ich ging ins Schloß und du kamst nicht mit!" antwortete Malon frech. "Aber da war ein riesiges Skelett! Das hätte mich beinahe umgebracht!" "Ich hab dir nie gesagt, dass du nicht mitgehen sollst. Das heißt, du bist selbst daran schuld." Antuan riß seine Augen auf und glaubte, dass er sich verhört hatte. Malon merkte das und sagte: "Du hast richtig gehört, du dummer Franzose. Du bist selber schuld. Und jetzt nerv mich nicht mehr mit deinem öden Gequassel." "Malon, was ist mit dir los?" rief Charlotte, die auch im Zimmer war und das Gespräch gehört hatte.

"Nichts. Was soll denn sein? Ihr geht mir auf die Nerven und das ist alles. So. Kann mir jetzt bitte einer von euch sagen, wo Link ist?" Antuan sagte kein Wort, denn er war ziemlich beleidigt, weil Malon ihn einen "dummen Franzosen" genannt hatte. Charlotte wollte es ihr sagen, aber als sie Antuans bösen Blick bemerkte, als sie ihr Maul aufmachte, klappte es sofort wieder zu. Malons Miene verfinsterte sich. "Sagt es mir! Na los, ich will es endlich wissen! Beeilt euch!" "Zuerst entschuldigst du dich, klar?" meinte Antuan. "NEIN! Sag mir endlich wo dieser verdammte Link ist!!!"

Antuan und Charlotte erschraken. "Ver... ver... verdammter Link?" fragte Charlotte ungläubig. "Ach, sagt mir doch einfach, wo er ist und laßt mich dann in Ruhe." Antuan wollte etwas sagen, aber alles was er herausbrachte war: "A... a... aber..." Dann lief er heulend aus dem Raum. "Malon, was ist mit dir? Hast du was falsches gegessen oder so?" fragte Charlotte. Malon zuckte zusammen. "Ich... ich hab nichts gegessen, Charlie." "Charlie? Seit wann nennst du mich Charlie?" "Gefällt dir Charlie etwa nicht?" sagte Malon mit einem bösen Blick. "Doch, doch! Ein sehr schöner Name! Komm mit, ich zeig dir wo Link ist." "Na endlich!" dachte Malon und rieb sich die Hände. Sie folgte Charlotte in einen langen Gang. Am Ende war ein kleines Zimmer. Die Waffenkammer. "Öffne die Tür, Malon" bat Charlotte, "dahinter ist Link."

Malon öffnete die Türe, ging hinein und schloß sie wieder. Charlotte blieb draußen. Wie sie gesagt hatte stand Links Statue im Inneren des Raumes. Die einzige Lichtquelle war ein kleines Fenster. Der Lichtstrahl davon fiel genau auf den kalten Stein. Malon ging auf ihn zu. "Endlich." Hörte sie Araks Stimme hinter sich, "Malon, du bist einfach phantastisch! Und diese nervende Schlange und den dummen Franzosen hast du auch abgeschüttelt. Perfekt!" Er fing an zu lachen. Es war ein schreckliches Lachen. Es war schlimmer als das von Ganondorf. Viel schlimmer. Malon stimmte mit ein. Plötzlich hörte er auf und sagte: "Und jetzt bring es zu Ende. Zerschlage die Statue, Malon!" "Womit, Geliebter?"

"Such dir etwas aus, Kleine. Die Auswahl ist hervorragend." grinste er. Malon sah sich um. In einer Ecke des Raumes bemerkte sie ein großes Schwert. Der Griff war aus purem Gold. Die Klinge war mit funkelnden, spitzen Edelsteinen verziert. Malon streckte die Hand aus und nahm es in sie. "Wunderbar" sagte Arak. Malon ging auf Link zu, holte aus und... ließ das Schwert fallen. Sie fiel auf die Knie und sah ihren wahren Geliebten an. Eine Träne kullerte ihr über die Wange. Sie sah zu Arak. Seine roten Augen funkelten böse. "Du! Verräter! Wie konnte ich dir nur vertrauen?" schrie Malon ihn an.

Arak holte einen kleinen Beutel hervor. Er öffnete ihn vorsichtig. Malon sah ihm gebannt dabei zu. Langsam holte Arak ein bisschen von dem glitzerndem Staub, der sich im Beutel befand, heraus und streute es über Malon. Sie wollte sich wehren, aber sie war wie gelähmt. "Malon, er ist der Verräter, nicht ich! Und jetzt töte ihn endlich!" sagte er ruhig. Malon stand auf. "Nein. Ich werde dir nicht mehr gehorchen. Unsere Liebe ist stärker als alle Zauber der Welt zusammen!" rief sie. Arak ging ein paar Schritte zurück. "Du wirst mir schon noch gehorchen, das verspreche ich dir!" Mit einem lauten Knall verschwand er in einer Rauchwolke.

Malon wurde zurückgeworfen. Sie prallte gegen eine Wand und kurz darauf hörte sie Schritte hinter der Türe. Dann ging sie auf und Zelda und Impa standen davor. "Malon! Ist dir was passiert?" rief die Prinzessin und lief zu ihr. "Keine Angst, Prinzessin, mir geht es gut." Zeldas Augen leuchteten vor Freude. "Malon, du bist wieder ganz die Alte!" Auch Impa war froh. Doch als sie das große Schwert sah, mit dem Malon vorgehabt hatte, Link zu töten, verfinsterte sich ihre Miene schnell. Sie funkelte Malon an. "Was hat das zu bedeuten?" sagte sie streng. "Das Schwert? Ich weiß nicht... Ich kann mich nicht mehr erinnern... Da war ein Knall und dann... dann seid ihr gekommen. Mehr weiß ich nicht. Es tut mir leid, Prinzessin. Wirklich." "Ist schon gut, Malon. Impa ist nur wieder ein bisschen voreilig." grinste die Prinzessin.

"Jetzt haben wir aber genug geredet. Komm Prinzessin. Laß uns Link helfen." meinte Impa streng. Zelda sagte nichts, sie klatschte nur dreimal in die Hände und zwei Diener erschienen. Zelda zeigte auf Link, die Diener nickten, hoben ihn auf und legten ihn auf eine steinerne Platte, die Malon vorher nicht bemerkt hatte. Die Prinzessin trat näher und Impa folgte ihr. Zelda stellte sich beim Kopfende des Steintisches, Impa ihr gegenüber auf. Beide falteten die Hände und schlossen die Augen. Malon stand da und schaute interessiert zu. Das Schauspiel hatte sie in ihren Bann gezogen. Langsam kehrte die Farbe in Links Körper zurück. Nach einigen Minuten höchster Konzentration brach Impa das Ganze ab.

Sie öffnete die Augen und senkte ihre Hände. "Impa, was..." weiter kam Malon nicht, denn das Kindermädchen der Prinzessin unterbrach sie. "Sei ruhig! Die Prinzessin muss sich konzentrieren." Sagte sie leise, aber doch bestimmend. Malon wendete ihren Blick von Impa ab. Was die Prinzessin gerade tat, hätte Malon nie erwartet. Sie küßte Link. "Zelda!" rief sie, "Bei den Göttinnen, was tut ihr da?" Die Prinzessin erschrak. Sie sah Malon an. Tränen stiegen ihr in die Augen, bevor sie aus dem Raum lief. Impa folgte ihr. Malon sah den beiden noch eine Zeit lang nach. Sie waren schon längst verschwunden als sie plötzlich eine Stimme hörte. Sie drehte sich um. "Link!"

Sie rannte zu ihm, umarmte ihn und sagte: "Oh Link, ich dachte, ich hätte dich für immer verloren!" Sie drückte ihn fest an sich und küßte ihn. "Malon, was... Was ist passiert? Und wie komme ich hier her?" Malon sah ihn an. "Hast du denn alles vergessen?" "Ich weiß nur noch... Charlotte... Sie war... Ja genau! Sie war versteinert!" "Das war bloß ein Alptraum..." log sie. Es fiel ihr schwer, aber Impa hatte es Malon, Antuan und Charlotte verboten, Link die Wahrheit zu sagen. "... Und selbst wenn es stimmen würde, jetzt sind wir wieder vereint!" Link verstand zwar nicht, was sie damit meinte, aber er vertraute Malon. Er war noch zu schwach um alleine aufzustehen, deshalb half Malon ihm dabei.

Irgendwo anders. An einem mehr oder weniger weit entfernten Ort: Jemand blickte in eine klare Kristallkugel. Nein, es war nicht nur eine. Es waren drei Kugeln. Sie waren die einzigen hellen Dinge in dem Raum. Es war so finster, dass man nicht einmal erkannte, wo die Wände des Zimmers endeten. Auch die Gestalt war nicht zu erkennen. Sie murmelte einige unverständliche Worte und strich mit ihren Händen über die Kugeln. Es war zweifellos eine Frauenstimme. Doch sie wurde von einem lauten Knall unterbrochen. Ohne sich von der Kugel abzuwenden, sagte sie wütend: "Arak! Was fällt dir eigentlich ein, hier einfach so hereinzuplatzen?!"

"Verzeiht mir, Königin Skara. Aber ich habe Neuigkeiten für euch." "Ist es wenigstens wichtig?" fragte Skara. Sie klang gereizt. "Sehr wichtig, meine Königin." "Dann erzähl endlich." "Es geht um diesen Link. Und seine kleine Freundin, Malon." "Um Link? Fahr fort, Arak." Sagte sie. Ihre Stimme war plötzlich nett geworden. "Malon ist meinem Bann entkommen. Ihre Liebe ist zu stark. Ich kann nichts..." "Ruhe" schrie Skara, "Liebe... Was ist schon Liebe im Gegensatz zu meiner Macht?" fragte sie zornig. Arak antwortete nicht. "Sag schon, Arak. Was bedeutet Liebe für dich?" Doch Arak blieb weiterhin stumm. Er wußte es genau, aber es schien so, also wollte er es Königin Skara verheimlichen, denn er blickte hinunter zum Boden. "Du weißt es nicht? Das ist auch gut so, Arak. Sehr gut... Und jetzt verschwinde!" "Jawohl, meine Königin." Mit einem weiteren Knall verschwand Arak in einer Rauchwolke...

Malon und Link gingen zusammen in den Speisesaal. Dort fanden sie Impa. Erst als sie genauer hinsahen merkten sie, dass auch Zelda anwesend war. Impa tröstete sie. "Was ist denn mit Zelda los?" fragte Link Malon leise. "Ähm... Sie... Link, bitte erwarte jetzt keine Antwort von mir. Es tut mir leid, aber ich..." Impa hatte die zwei bemerkt. Sie flüsterte Zelda etwas zu, woraufhin diese aus dem Zimmer verschwand. "Link. Schön dass du aufgewacht bist!" "Aufgewacht? Sagt mal... Was ist hier eigentlich los? Was ist mit mir passiert?" Impas Miene verfinsterte sich. Malon begann mit einem: "Du..." Doch Impa unterbrach sie. "Malon!" sagte sie streng. "Es ist spät. Ich denke, ihr solltet euch nun in eure Zimmer begeben. Ich werde euch hinführen." Ohne dass ein weiteres Wort fiel, klatschte sie in die Hände, ging zu den beiden und zerrte sie auseinander. Ein Diener kam herein, stützte Link ab und brachte ihn aus dem Speisesaal.

Impa funkelte Malon böse an. "Hab ich dir nicht gesagt, du sollst deinen Mund halten?" "Doch aber..." "Kein aber, Malon! Du wirst schweigen. Es ist besser so. Ist das klar?!" "Ja Impa." antwortete Malon bedrückt. Danach folgte sie Impa in ihr Gemach. Das Kindermädchen der Prinzessin öffnete die Türe. Malon trat ein. Sie hörte wie die Tür von außen versperrt wurde. Fassungslos legte sie sich ins Bett und begann zu weinen. Kaum hatte sie ihren Geliebten Link wieder mußte sie ihn belügen. Malon zog sich um und legte sich wieder hin. Kurze Zeit später schlief sie ein...

Als Malon erwachte war alles dunkel. Sie war eingehüllt in pechschwarze Nacht. Malon sah hinauf. "Die Sterne... Sie sind heute wunderschön..." dachte sie. "Link? Link, wo bist du?" hörte Malon jemanden sagen. Die Worte wiederholten sich immer und immer wieder in ihrem Kopf. "Diese Stimme... Ich kenne sie... Das ist doch... Prinzessin! Wo seid ihr? Prinzessin Zelda!" rief Malon. "Endlich habe ich dich gefunden! Endlich bin ich bei dir!" hörte sie wieder Zelda. Malon lief der Stimme entgegen. Da waren sie. Zelda und Link. Malon blieb abrupt stehen. Ihr stockte der Atem. "Link!" rief sie. Malon wollte rennen, aber sie konnte nicht. Sie konnte einfach nicht glauben, was sie da sah: Zelda und Link. Sie küßten sich. "NEIN! Link, was tust du da? Du liebst mich und nicht sie!" schrie Malon. Aber Link und Zelda ignorierten sie. "Neeeeeeein!"

Schweißgebadet wachte Malon auf. "Den Göttinnen sei dank! Es war nur ein Traum." dachte sie erleichtert. Sie ließ sich zurückfallen, aber sie landete auf etwas, das nicht das Bett war. "Aaah!" rief sie. "Wer, wie, was, wo, wann?! Was ist passiert, Malon?" "Aaah! Link! Was machst du denn hier? Du hast mich zu Tode erschreckt!" "Oh... Das wollte ich nicht, Malon. Wirklich nicht!... Aber... Malon, du bist ja ganz naß!" "Ich... ich hatte nur einen Alptraum. Nichts weiter!" Sie wollte ihm nicht erzählen, was in ihrem Traum passiert war. Es würde Link nur unnötig beunruhigen. Er gab ihr einen Kuß und sagte: "Schlaf jetzt wieder, Malon. Morgen müssen wir weiter nach den verschwundenen Orten suchen!" "Ich werds versuchen, Link. Gute Nacht."

Sie schloß die Augen. Hatte Angst. Angst, dass der Traum wiederkommen konnte. Plötzlich legte Link seine Arme um Malon und sie fühlte sich gleich viel sicherer. Malon war gerade dabei, wieder einzuschlafen, als Link etwas sagte. "Du Malon," begann er, "ich liebe dich." Sie öffnete ihre Augen und sah Link an. "Ich dich auch." "Kann ich dich was fragen." "Alles was du willst, Link!" "Was ist wirklich passiert? Was war los mit mir?" Malon zögerte. Aber sie wollte ihn nicht noch mehr belügen. Sie wußte, dass er ihr vollkommen vertraute. Deshalb begann sie zu erzählen. Die ganze Geschichte. Bis zu dem Zeitpunkt an dem Impa losgegangen war, um Antuan und die Pferde zu suchen. Viel mehr wußte sie nicht.

"...Nachdem das passiert war, gingen wir zu Bett. Am nächsten Tag, nach dem Frühstück sind wir vor das Schloß gegangen, um auf Impa und die anderen zu warten. Aber mir wurde schlecht und ich habe mich hingelegt. Das Nächste, an das ich mich erinnern kann, ist, dass Arak mit einem lauten Knall verschwunden ist. Dann sind Zelda und Impa gekommen und haben dich wieder erweckt. Den Rest kennst du ja." Den Kuß, den Zelda Link gegeben hatte, verschwieg sie Link. Sie log damit schließlich nicht.

"So war das also... Ich war eine Statue... Weißt du, ich glaube, ich habe etwas geträumt, während ich versteinert war." "Wirklich? Was denn?" "Es war total komisch. Ich und Zelda... Wir haben uns geküßt. Vor deinen Augen. Du hast geschrien und gerufen, dass ich aufhören soll. Dass ich dich liebe und nicht Zelda. Und irgendwann war es dann aus. Ich bin aufgewacht. Einfach dagelegen. Und dann habe dich gesehen. Du bist gekommen und hast mich um..." "Link, ich hatte den selben Traum. Nur eben aus meiner Sicht." sagte Malon. Sie wollte gar nicht, aber es war einfach aus ihr herausgeplatzt.

"Was denkst du, hat das zu bedeuten, Malon?" fragte Link. Ich weiß nicht... ICH WILL ES AUCH GAR NICHT WISSEN!! Können wir bitte damit aufhören, darüber zu reden!" "Natürlich, wenn du es willst." Sagte Link, "Gute Nacht, Malon. Ich liebe dich." Kurz darauf schlief er wieder. Link atmete ruhig und gleichmäßig. Aber Malon hatte zuviel Angst. Es war falsch gewesen, was sie zuvor gesagt hatte. Sie wollte unbedingt wissen, was dieser Traum zu bedeuten hatte. Verliebte sich Link schließlich in Zelda? Würden sie heiraten und auf Malon vergessen? Sie nicht mehr beachten? Viele solcher Gedanken schwirrten Malon durch den Kopf. Irgendwann, ungefähr um drei Uhr Morgens schlief sie schließlich doch auch noch ein.

Als sie erwachte war es schon fast Mittag. "Danke, ihr Göttinnen. Danke, dass ich diesen Alptraum nicht mehr hatte!" dachte sie, "Aber wo ist Link?" Malon zog ihr Alltagsgewand an. Sie ging aus ihren Gemächern direkt in den Speisesaal. "Guten Mittag, Malon!" grinste Link. "Hallo Link." Rief sie, lief zu ihm und küßte ihn. Zelda schaute schnell weg. "Zelda, was hast du denn?" fragte Link. "Nichts. Nur... ich... ähm... Ich habe nichts, ist das klar?!" schrie sie. "Natürlich, warum bist du dann so rot im Gesicht?" sagte Link vergnügt. "Ich? Rot? Ich bin doch gar nicht rot..." sagte die verzweifelte Prinzessin.

"Oh doch." meinte Malon. "Na schön! Bin ich eben rot! Ich habe auch allen Grund zum rot sein!" rief Zelda. Sie war aufgestanden und hatte dabei ihren Sessel umgestoßen. Außerdem hatte sie Tränen in den Augen. "Der Grund ist: Ich... ich... ich..." sie wurde immer leiser und verstummte schließlich ganz. Sie sah zum Boden. "Oh ihr Göttinnen... Warum? Warum ist mir das bloß passiert?" dachte sie. Sie funkelte Malon böse an. Dann schweifte ihr Blick von ihr ab und sie betrachtete Link. "Link. Ich... ich liebe dich, Link. Ich tu es schon lange! Aber ich konnte es dir nie sagen!" "A... a... aber Prinzessin!" riefen Link und Malon erstaunt.

Eine Weile sahen sich die drei nur verdutzt an, doch dann unterbrach Zelda die Stille. "Ich habe mir immer vorgenommen, dass ich es vergesse, aber ich konnte einfach nicht. Ich habe jedes mal Höllenqualen erlitten, als ihr euch geküßt habt!" Sie sah wieder hinunter. Einige Tränen fielen auf die kalten Fliesen. Link stand auf, ging zu Zelda, umarmte sie und sagte leise: "Das ist doch nicht so schlimm, Prinzesschen! Du kannst nichts dafür." "Natürlich kann ich etwas dafür, du Dummkopf! Wer soll denn sonst dafür verantwortlich sein?" Wieder klatschten Zeldas Tränen auf dem Boden auf. Link gab Zelda einen Kuß auf eine Wange. "Link! Nein, hör auf damit! Bitte!" schrie Malon. Link sah sie verständnislos an.

"Zelda ist traurig. Ich möchte doch nur die zukünftige Herrscherin von Hyrule ein bisschen trösten. Hast du denn gar keine Gefühle? Versetzt dich mal in ihre Lage, Malon!" sagte Link unüberlegt. "Versetzt dich mal in meine Lage! Stell dir doch mal vor, ich würde plötzlich Antuan küssen! Was würdest du dann tun?" "Wenn er traurig wäre, würde ich es verstehen." Jetzt war es Malon, die weinte. "Link, was ist nur mit dir los? Du bist so anders... So komisch!" rief sie und lief aus dem Schloß in den Schloßgarten. Sie setzte sich an den Rand des Springbrunnens - er wurde nach Ganondorfs Verbannung in die Hölle zu ehren von Link errichtet - und blickte in ihr Spiegelbild. Sie war traurig. In Gedanken vertieft. Deshalb merkte sie auch nicht die Frau, die plötzlich neben ihr stand.

Bis sie ihre Hand auf Malons Schulter legte. Malon erschrak und fiel fast in den Brunnen, aber die Frau hielt sie fest. "Ähm... Guten Tag, kann ich ihnen irgendwie behilflich sein?" fragte sie. Die Frau hatte ein aquamarin blaues Kleid an. Es war schön mit einem Muster aus blutroten Rosen verziert. Um ihre Hüfte hatte sie einen ebenfalls blutroten Gürtel, der mit blauen Rosen verziert war. Ihre Hände steckten in blutroten, nicht verzierten Handschuhen. Sie hatte pechschwarze Haare, die bis zum Boden reichten. "Du siehst traurig aus, mein Kind." "Das bin ich auch. Es geht um meinen Geliebten. Aber... Das interessiert euch sicher nicht." "Doch, doch! Bitte fahrt fort...Wie ist denn euer Name, schönes Kind?"

"Malon. Nennt mich Malon." "Malon?! Sagtet ihr wirklich Malon?" "Ja, warum?" fragte Malon. "Ich suche eine Malon, die hier mit ihrem Geliebten... Ich glaube er hieß... Pink... nein das war es nicht... Vielleicht Flink... nein auch nicht..." "Link?" "Ja genau! Sein Name ist Link!" "Ihr könnt nur mich meinen. Ich liebe Link, aber ich bin mir nicht mehr sicher, ob er mich..." Die Fremde unterbrach sie. "Sehr gut. Endlich habe ich dich gefunden, Malon!" ihre Stimme klang plötzlich ganz anders als zuvor. Nicht mehr so nett, sondern bösartig und kalt. Sie wurde in ein helles Licht getaucht, das Malon blendete. Kurz darauf hatte sie ein pechschwarzes Kleid mit einem pechschwarzen Gürtel und pechschwarze Handschuhe an. Ihre Haare waren noch länger geworden als zuvor und ihre vorher so schönen wasserblauen Augen leuchteten nun blutrot.

Sie war wunderschön, aber doch furchterregend. Malon schrie, doch ihre Rufe gingen in dem Gelächter der Frau unter. Sie begann zu reden. "Ich bin Skara, Herrin der Dunkelheit und Meisterin der schwarzen Magie." Malon rannte weg. "Du willst fangen spielen? Wie du wünschst!" Die Herrin der Dunkelheit erhob sich in die Luft. Sie schwebte nun einen Meter über dem Boden. Dann flog sie der verzweifelten Malon nach. Sie war unheimlich schnell. Malon schrie so laut sie konnte. "Link! Link hilf mir! Bitte Link!" "Gleich hab ich dich." Hörte sie Skaras Stimme knapp hinter sich. "Komm schon, Malon! Nur noch ein paar Meter, dann hast du es geschafft!" dachte Malon. Vor sich sah sie schon den Eingang ins Schloss, doch kurz davor wollten ihre Beine nicht mehr. Malon stolperte und fiel hin. Plötzlich ging das Schlosstor auf.

Link kam heraus gerannt. "Du kommst zu spät, Link! Sieh sie dir an, deine kleine Freundin. Noch ein Schritt weiter und sie ist tot!" lachte Skara. Link blieb abrupt stehen. Skara hatte ihren linken Arm um Malons Bauch gelegt, mit der rechten Hand hielt sie ihren Hals fest. Sie drohte damit, den linken Arm loszulassen und Malon zu erwürgen. "Laß dein Schwert fallen, Kleiner." Das Masterschwert fiel zu Boden. "Link, hilf mir bitte! Ich habe Angst..." rief Malon. Link fiel auf die Knie. "Ich kann nicht..." rief er verzweifelt. "Wie rührend. Ich heule gleich!" grinste Skara. Was sollte Link tun? Sich umbringen lassen? Zusehen wie seine Geliebte Malon stirbt? Nein. Das auf gar keinen Fall! "Eine Bewegung und sie ist tot." Wiederholte Skara. Danach flog sie mit Malon davon. "Ich werde nicht zulassen, dass du stirbst, Malon! Hab keine Angst! Ich rette dich!"...


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