Breath of the Wild



Zelda - Die Stadt der Liebe
Gut geschrieben und mit einigen überraschenden Features ist diese Story gewiss das Lesen wert! Und wie es ausgeht - das ahnt man hier wirklich erst ganz zum Schluss ;))

Autor: Rasada


1. Ein sonniger Tag

Die Sonne schien hell vom Himmel herab auf die Erde. Link lag unter dem Deku Baum und bräunte sich. Er dachte zurück, an längst vergangene Zeiten, an den Augenblick, an dem er Prinzessin Zelda zum ersten Mal traf. Immer, wenn er an sie dachte, wurde es ihm warm ums Herz, er merkte, er hatte sich verliebt. Doch ein anderer Gedanke ließ in fast auf Wolke Deku fliegen. Immer, wenn er an...

"Link! Komm, auf! Wir müssen zum Schloss! Der König will dich sprechen!" rief eine hohe, piepsige Stimme, die Navi gehörte. Navi war bei Links großen Abenteuern dabei gewesen. "... und Link, höre auf Navis Worte, denn es sind Worte der Weisheit..." Ja, dass hatte der Große Deku Baum einst gesagt, was er wohl heute sagen würde, wenn er etwas sagen könnte? Noch war der Deku Baum wieder ein kleiner Baum, der ein wenig Schatten spendete. Und das nur wegen Ganondorf, der unbedingt die Macht des Triforce besitzen wollte...

"Was ist los? Komm doch endlich!" rief Navi ungeduldig. Also Stand Link auf, nahm sein Spiegelschild und das Masterschwert, das neben ihm gelegen hatte und verließ das Dorf der Kokiri. Gedankenverloren ging er durch die Hylianische Steppe, bis er sich auf der Lon Lon Farm wiederfand. Mitten auf der Koppel stand Malon, die Epona fütterte. Link stützte sich am Zaun und sah Malon eine Zeit lang zu. Plötzlich verspürte er den Drang, seine Ocarina zu nehmen und zu spielen.

Er griff in die Tasche, zog seine Ocarina hinaus und setzte sie an die Lippen. Zuerst kamen leise Töne aus ihr heraus, doch schon bald waren sie so laut, dass Malon und Epona innehielten und dem Lied lauschten. Kaum hatte Link den letzten Ton gespielt, setzte sich Epona in Bewegung und lief auf ihn zu. Link streckte seine Hand aus und streichelte Epona liebevoll. Nun kam auch Malon.

Mit großen Augen starrte sie Link an. Dann kam sie mit der Sprache heraus: "He, bist du nicht der Junge aus dem Wald? Wie war noch gleich sein Name...? Ah ja, Link! Du siehst..., gut aus in dieser blauen Rüstung... hihihihi..." Sie erinnerte sich also noch an Link. Link spürte, wie ihm vor Freude kleine Tränen in die Augen stiegen. "Du erinnerst dich also noch an mich. Du bist erwachsen geworden, seit wir uns das letzte Mal vor drei Jahren sahen!" meinte Link.

Darauf schoss Malon die Röte ins Gesicht. "Was ist denn los?" fragte Link vorsichtig, aber Navi ersparte Malon die Antwort: "Nun komm Link. Ich denke nicht, dass das hier das Schloss ist!" Link seufzte tief. Dann sprach er zu Malon: "Wir sehen uns bald wieder.! Und rannte mit Navi in Richtung Schloss...

Am Schloss angelangt, sah Link die vielen Wachen vor und um das Schloss herum. Warum so starke Sicherheitsvorkehrungen? "Was willst du hier?" rief eine der nahestehenden Wachen. "Der König wollte uns sprechen!" rief Navi mit ihrer piepsigen Stimme zu ihm hinüber. "Hier könnt ihr nicht passieren!" rief eine andere Wache. "Wie kommen wir nur ins Schloss?" fragte Navi. "Ganz einfach..." entgegnete ihr Link und nahm seine Feenocarina aus der Tasche und spielte Zelda's Wiegenlied, das er einst von Impa erlernt hatte und nur Angehörige der Königsfamilie spielen durften. Sofort senkte sich die Zugbrücke und Navi riss vor Erstaunen den Mund auf.

‚Die beiden Helden' gingen über die Zugbrücke Richtung Marktplatz, wo einiges los war. Da Link keine Bomben, geschweige denn Deku-Nüsse hatte, ging er in einen der Läden, wo er beides erstehen konnte. Er hatte das Gefühl, dass er diese Gegenstände noch gebrauchen könnte. Als er den Laden verlassen hatte, machte er sich schnell auf den Weg zum König. Er passierte ein Tor und betrat den endloslangen Garten, in dem ein Weg zum Schloss führte. Nach einem langen Fußmarsch stand er vor dem großen Gebäude, in dem der König und seine Tochter, Prinzessin Zelda, lebten. Auf einem roten Teppich gelang Link zum König. Er verbeugte sich mehrmals.

"Ah Link, sei Willkommen!" rief der König sichtlich froh. "Du musst mir helfen. Nein, nicht nur mir, sondern auch allen, auf denen der Fluch der Liebe lastet. Bitte Link, du bist unsere einzige Hoffnung! Begib dich nach Kakariko, dort wirst du Impa finden. Sie kann dir alles über Ganondorfs neue Anschläge berichten. Nur sie kennt den Weg zur ‚geheimen Stadt', von der der ‚Fluch der Liebe' ausgeht. Nun geh, tapferer Link!"

Link verließ den Saal und dachte angestrengt nach. "Hallo Link!" rief eine ihm vertraute Stimmt. Link sah sich um und erblickte Zelda. "Lange nicht gesehen, Link!" "Ja, ich musste doch Hyrule, nein, die ganze Welt retten....!" "Ach so... Erinnerst du dich an die Ocarina der Zeit? Du hattest sie mir doch zurückgegeben. Nun,... ich will sie dir schenken. Dafür, dass du die Welt gerettet hast!" "Aber, ohne die Ocarina könnt ihr das Zeitportal weder öffnen, noch schließen!" "In der Zukunft, ... in der Gegenwart,... und in der Vergangenheit wütet Ganondorf schlimmer denn je... Eine Zeitreise wäre sinnlos..."

Link nahm die Ocarina und steckte sie in die Tasche, dabei fühlte er seine Feenocarina. "Sozusagen als Tausch, will ich dir meine Feenocarina geben!" meinte Link und drückte Zelda die Ocarina in die Hand. Zelda nahm die Ocarina und wurde puterrot. Sie senkte den Blick und murmelte ein Dankeschön. "Ich... ich... also,... ich muss jetzt mal los, die Welt retten..." Link trat langsam einige Schritte zurück, schnell drehte er sich um und rannte aus dem Schloss auf den Marktplatz. Dort angekommen wurde er langsamer, bis er schließlich mitten auf dem großen Platz stehen blieb.

"Was ist? Los weiter!" rief Navi ihm von oben zu. Link setzte einen überlegenden Blick auf. "Warum gab sie mir die Ocarina der Zeit? Ist es meine Bestimmung, dass ich sie haben soll und nicht die Königsfamilie?" brachte Link schließlich heraus. Da meldete sich Navi: "Kann ja sein, dass du sie noch für deine Mission brauchst..." "Ja, vielleicht... oder es soll mir bestimmt sein, weit in die Vergangenheit zu reisen... Sehr weit, so weit, um Ganondorf aufzuhalten..." "Nein, ganz bestimmt nicht! Du hast eine andere Aufgabe!" rief Navi ärgerlich. "Und nun komm endlich, Link! Wir sollen nach Kakariko gehen. Vielleicht wartet Impa schon auf uns..."

Also begab sich Link Richtung Ausgang. Es wurde langsam dunkel. "He du! Willst du noch raus? Es ist schon so dunkel! Wir wollen die Zugbrücke gerade herunterlassen!" rief einer der Wächter der Zugbrücke. "Wir wollen noch raus!" rief Navi, die schneller als Link war. "Passt aber auf die Monster auf! Ha ha ha ha!" meinte ein anderer Wächter. Link überquerte schnellen Schrittes die Brücke. Gerade war er auf der anderen Seite angelangt, als sich die Brücke auch schon hob. Link drehte sich auf der Stelle um und sah zu, wie sich die riesige Zugbrücke schloss.

Auf einmal gab es ein dumpfes Geräusch und jemand kicherte. Link zog sein Masterschwert hervor und drehte sich um, als auch schon ein Nachtschwärmer auf ihn zukam. Einige Hiebe mit dem Schwert genügten, um dem Geist den Garaus zu machen. Schnell zog Link eine Flasche hervor und fing den ‚Geist'. Nachtschwärmer konnte man immer gebrauchen. Man konnte sie verkaufen, eintauschen oder beim Kampf einsetzen. Wer weiß, wann man ihn gebrauchen könnte...

2. Kakariko

Die Hylianische Steppe war schnell durchquert. Schon bald erreichte unser Held Kakariko. Aber was war hier denn passiert? Sobald Link das ‚Eingangstor' passiert hatte, bemerkter er viele Unterschiede seit seinem letzten Besuch hier. Soweit das Auge reichte sah man keine Menschenseele. Link trat einige Schritte vor und sah in einer Ecke einen Bettler knien. Der Anblick Kakarikos war schrecklich. Überall waren Häuser zerstört, teilweise auch verbrannt. Ein anderes Haus stand sogar noch in Flammen. Hier konnte nur einer gewütet haben - Ganondorf!

"Lass uns Impa suchen!" meinte Navi, doch Link würde sie nicht suchen müssen, denn er wusste noch ganz genau, wo Impa wohnte. Geradewegs schritt er auf das Haus zu. Er klopfte. Einige Zeit war nichts zu hören außer den lodernden Flammen. Auch beim zweiten Klopfen tat sich nichts.

Doch da hatte Link eine Idee. Er kramte nach seiner Ocarina, die er von Zelda bekommen hatte, setzte sie an die Lippen und spielte das königliche Wiegenlied. Fast sofort danach öffnetet sich die Tür und eine Frau trat einen Schritt heraus. "Was willst du hier?" raunzte sie Link an. "Ich... ich möchte... ich möchte zu Impa." Stotterte Link erschrocken. "Der König sagte, ich solle zu ihr gehen. Wohnt sie nicht mehr hier?"

Die Frau starrte Link an, als sei er ein Geist oder eine heilige Erscheinung. "Impa? Sie wohnt schon noch hier, aber... sie... ja, wo ist sie eigentlich? Jusepa! Komm doch mal her!" Eine große, schlanke Frau mit blonden Harren trat neben die Frau, die die Tür geöffnet hatte. "Jusepa, weißt du, wo Impa hingegangen ist? Dieser junge Mann möchte sie sprechen - Befehl vom König!" "Impa? Hmmmmmm... Sie wollte, glaube ich, zum Friedhof, oder du findest sie auf dem Todesberg! Ich weiß es leider auch nicht... tut mir Leid..." meinet die schlanke Frau namens Jusepa.

"Los Link, gehen wir sie suchen! Weit weg ist sie sicher nicht, denn sie hat es sich ja zur Aufgabe gemacht, Kakariko zu beschützen! Ich denke, dass sie auf dem Friedhof ist, lass uns dort zuerst suchen!" mischte sich Navi mal wieder ein. "Ok, danke meine Damen..." sagte Link und schritt die Treppe hinab. Er ging geradewegs auf den Friedhof zu. Als er ihn betrat stockte ihm der Atem.

Da war jemand am Königsgrad und spielte das königliche Lied! Aber... das war nicht Impa, da war sich Link sicher. Der Schatten... das musste... - aber das konnte nicht sein. Nein, diese Idee verwarf er sofort, aber wer war es dann? Leise schlich Link sich zu der Person heran. Gerade erreichte er den Grabstein, als das Lied verstummte und sich das Grab öffnete, wobei es einen geheimen Eingang freigab. Da bestätigte sich Links unmöglicher Verdacht - es war Zelda! Aber warum war sie hier?

"Zelda!" rief Link. Zelda drehte sich um und erkannte Link. "Link! Was machst du denn hier? Suchst du auch Impa? Vater wollte, dass ich sie besuche, aber sie war nicht da. Jusepa meinte, sie sei hier, aber ich fand sie nicht. Da sah ich das königliche Grab und dachte, dass sie vielleicht dort unten ist, deswegen spielte ich das Wiegenlied, aber nun habe ich Angst hinabzusteigen. Kommst du mit hinunter? Bitte!"

Zelda setzte ihren Dackelblick auf. Link seufzte. "Immer diese Frauen, haben immer vor allem Angst und klammern sich an ihre Helden!" dachte Link. "Ok!" sagte er dennoch an Zelda gewandt. Er schritt auf sie zu, nahm ihre Hand und die beiden gingen hinunter in das Grab. Die Stufen waren dunkel. Auch im Grab brannten nur einige Fackeln. Eine Grabkammer war geöffnet.

Link wandte sich an Zelda: "Bleib du hier, ich schaue, ob Impa in der Kammer ist!" "Nein! Lass mich nicht allein, ich fürchte mich so sehr!" murmelte Zelda fast unverständlich. "Ok, aber wir schauen erst einmal um die Ecke, nicht, dass einer unserer Feinde dort drin ist!" Zelda nickte. Ihr war alles Recht, Hauptsache, sie war bei Link, ihrem Helden.

Vorsichtig trat Link auf den Eingang zu. Er lehnte sich an die Wand und atmete tief durch. Dann lehnte er sich ein Stück nach vorne und schaute um die Ecke. Vor Schreck riss er den Mund zu einen stummen Schrei weit auf. Er drehte sich zu Zelda um, um ihr zu sagen, was er gesehen hatte, als ein Mann aus dem Eingang trat. Link stieß Zelda mit sanfter Gewalt in eine Nische in der Ecke. Nun war der Mann im Licht zu sehen. Link hielt schnell Zelda den Mund zu, damit sie nicht schrie, denn der Mann war - Ganondorf!

Aber wie kam er in das Grab hinein? Die Antwort kam schnell. Ganondorf sprach in einer komischen Sprache - der Eingang schloss sich, die Flammen erloschen und der Eingang öffnete sich. Ganondorf trat ins Freie und das Grab schloss sich mit einem dumpfen Schlag von Stein auf Stein.

Da standen nun Link und Zelda in der Nische, zitterten am ganzen Leib und sahen nichts. Dann erklang das königliche Lied ganz nah. Es öffnete sich wieder die Grabkammer und hervor kam Salia. Woher kannte sie das Lied? Die Flammen brannten schon einige Minuten, als Link und Zelda aus der Nische hervorkamen.

Salia stieß zuerst einen erschrockenen Schrei aus, erkannte aber dann Link. "Link! Da bist du ja! Zelda? Was machst du denn hier?" "Was machst du eigentlich hier? Und woher kennst du das königliche Schlaflied?" stieß Link hervor. "Alle Weisen kennen es! Nur mit diesem Lied können wir in dieses Grab, und auch in die Kammer, in der wir Weisen uns manchmal treffen. Heute hatte ich mich dort mit jemanden verabredet, aber keiner erschien. Doch plötzlich platzte Ganondorf herein. Er wollte uns, die Weisen, doch keiner war da - außer mir. Ich hatte mich natürlich versteckt. Aber was macht ihr hier?" verteidigte sich Salia.

"Wir..., ähm, ich suchte Impa, da der König wollte, dass ich zu ihr gehe. Aber sie war nicht zuhause. Jusepa meinte, sie sei auf dem Friedhof - oder auf dem Todesberg. Da der Friedhof näher war, suchte ich diesen zuerst auf. Da sah ich eine Gestalt. Es war Zelda, die das königliche Wiegenlied spielte. Danach traute sie sich nicht hinein. Als ich sie dann ansprach, erzählte sie mir, dass sie auch Impa suchte und dachte, dass sie vielleicht im Grab wäre, also gingen wir hinein. Doch dann kam Ganondorf aus der Gradkammer. Wir versteckten uns. Als Ganondorf weg war, war es so dunkel, dass wir uns nicht hinaus trauten. Dann kamst du aus der Grabkammer, ja, so war das..." erzählte Link. Während er erzählt hatte, hatte Zelda stumm genickt.

"Ah ja,..." meinte Salia nur. "Komm, erst mal gehen wir aus der Grabkammer, hier ist es mir nicht mehr geheuer, seit Ganondorf da war." Mit diesen Worten packte Salia die Beiden und zerrte sie aus dem Königsgrab. Mittlerweile war es dunkel geworden und einige Nachtschwärmer glitten über die Wege hinweg. Das war komisch, dann normal fand man diese nur in der Hylianischen Steppe.

"Nun Link, wohin willst du Impa suchen gehen?" fragte Salia, als sie sich auf dem Weg zu Impa's Haus machten, denn Zelda wollte - und sollte auch von Link aus - dort bleiben. "Ich werde mich auf zum Todesberg machen! Jusepa meinte doch, Impa sei vielleicht dort!" antwortete Link. "Ich werde mitkommen!" rief Salia. So brachten sie Zelda zu Impa's Haus und begaben sich zum Gebirgspfad, hoch zum Todesberg.

 

 
3. Auf dem Todesberg

Während sie so ihres Weges gingen, sprachen sie zusammen. Dann brachte Link seine Frage vor, die ihm schon lange auf der Zunge lag: "Warum warst du eigentlich im Grab? - Ich weiß, du hattest dich verabredet, aber das meine ich nicht! Als du mich und Zelda sahst, sagtest du: ‚Ach Link, da bist du ja!...' Warum? Und warum wolltest du mich unbedingt begleiten?? - Ich meine, da ist doch sicher was dahinter! Stimmts - oder hab ich Recht?"

Kaum war Link mit seiner Frage fertig, wurde Salia feuerrot im Gesicht und drehte sich von Link weg. "Ich... Ich... ähm, ich mache mir Sorgen um dich - und die Welt..." Nur irgendwie hatte Link den Verdacht, dass dies nicht stimmte.

Nach einem ewig langem Fußmarsch kamen die beiden auf dem Todesberg an. Auf dem großen Stein hockte - wie könnte es anders sein - eine riesengroße Eule. Salia bekam bei dem Anblick große Augen. Link hingegen steuerte geradewegs auf einen dunklen, fast verborgenen Eingang zu. "Nun komm schon! Wir haben nicht Ewig Zeit!" rief Link, der schon halb im Eingang verschwunden war. Salia löste den Blick von dem riesigen Ungetüm und rannte Link nach, in den dunklen Eingang.

Sie gelangten in einen riesigen Raum, der hell erleuchtet war. Vorne, auf einem großen Triforce, dem heiligen Relikt der drei Göttinnen, stand Impa und unterhielt sich mit einem zauberhaften Geschöpf - einer Fee der Magie. "Oh, wer seit ihr?" hörte Link die Fee rufen. "Oh, du bist es Link!" Darauf drehte sich Impa ruckartig um. "Link! Wir haben uns ewig nicht mehr gesehen! Oh! Bist du aber gewachsen."

"Ja, aber deswegen bin ich nicht hier! Ich muss mit dir reden! Der König meinte, ich solle zu dir kommen, um etwas über den Fluch der Liebe zu erfahren!" "Stimmt. Der Fluch der Liebe, nun ja, was soll ich sagen. Also, ich glaube, ich fange dort an zu erzählen, wo du schon wieder in Kokiri warst und es gar nicht mitbekommen hast! Also, du hattest Ganondorf besiegt, aber irgendwie schaffte er es zu überleben. Nach einiger Zeit gelangte er wieder an die Macht und wütete schlimmer denn je. Fast gaben wir alle Hoffnung auf. Du hast gesehen, wie Kakariko aussieht! Es war schrecklich! Aber irgendwann hörte es auf. Es war seelenruhig, so fingen wir an, alles zerstörte in Kakariko wieder aufzubauen. Doch Ganondorf gab keine Ruhe. Er griff uns zwar nicht an, aber er schickte einen Fluch über Hyrule und die Hylianische Steppe. Einzig allein die Gerudos blieben verschont. Ganondorf selbst nannte diesen Fluch den ‚Fluch der Liebe'! Bald darauf verliebten sich viele in ihre Feinde und Freunde. Es gibt nur einen Weg, den Fluch zu brechen: du, Link, musst in die Stadt der Liebe und Ganondorf entgültig besiegen! Allerdings ist der Zugang dorthin versperrt. Man sagt sich, man könne den Zugang nur mit einem besonderem Lied öffnen. Ich weiß, wo der Zugang liegt, aber das Lied kenne ich nicht. Es gibt nur einen einzigen ‚normalen' Menschen, einen Mann aus Hyrule, der das Lied kennt. Du musst ihn suchen, allerdings nicht nur ihn, sondern auch eine besondere Ocarina! Man sagt, sie sei irgendwo in Hyrule versteckt! Link, nur du kannst Ganondorf bezwingen, wir zählen auf dich! Bitte, suche die Okarina und den Mann! Komme dann zu mir zurück, ich werde dir den Weg zur geheimen Stadt weisen!"

"Klingt nach einem Abenteuer! Liebe Fee, hast du nicht eine Beigabe für mich, um dieses Abenteuer zu meistern?" rief Link aus. "Nein, da musst du schon meine Schwestern besuchen gehen!" "Ach noch etwas!" meinte Impa. "Du musst dich beeilen, denn der Fluch breitet sich immer mehr aus und wir wissen nicht genau, ob man die Menschen nach der Qual noch heilen kann!"

"Wird schon schief gehen!" meinte Salia und stand auf. Während Impa erzählt hatte, hatte Salia sich auf der Treppe zum Wasser hingesetzt. "Ich werde Link begleiten!" setzte sie dann hinzu. Link riss den Mund auf: "Nein! Das wirst du nicht, dass ist viel zu gefährlich für dich!" "Warum..." setzte Salia an, doch Impa unterbrach sie: "Salia, bleib hier! Das ist wirklich viel zu gefährlich! Gerade du bist eine wichtige Weise!"

So ließ sich Salia aber nicht bezwingen. Sie schrie so laut sie konnte: "Warum soll ich denn nicht mitgehen? Ich habe schon genug Abenteuer bestanden!" "Nun werde vernünftig..." redete die Fee der Magie auf Salia ein. Nach langem Unterhalten ließ sich Salia überreden: "Ok, ich werde wieder nach Kokiri zurückkehren, allerdings nur unter einer Bedingung! Link wird nicht allein ziehen!"

"Aber..." wendete Link ein. "Ok, vereinbart, ich werde Link begleiten!" rief Impa und log Salia somit an. "Aber..." setzte Link erneut an. Allerdings zwinkerte Impa Link nur zu. "Wie wäre es, wenn dich die Eule draußen nach Kokiri bringt? Geh einfach hinaus und sprich sie darauf an!" wendete sich Impa nun wieder an Salia. So verließ Salia den Raum. "Was sollte das? Ich kann allein auf mich aufpassen!" rief Link. "Ich weiß, ich wollte nur, dass Salia dich allein lässt. Ich werde natürlich in Kakariko auf dich warten! Und nun geh Link, du hast eine Mission!" Also verließ Link die Halle und auch den Todesberg und ging zur Lon Lon Farm.

4. Das etwas andere Geschenk

Auf der Lon Lon Farm fand Link Malon nicht wie gewohnt auf der Koppel. Also ging Link ins Haus, wo Talon stand. "Du suchst Malon? Ha, nein, sie ist nicht hier, zumindest nicht hier im Haus ! Aber ich habe etwas besonderes für dich! Hier nimm es ruhig an!" Link nahm das nützliche Geschenk - es war eine Flasche! Die kam gerade Recht, um etwas von der frischen Milch von der Farm zu besorgen.

Link verließ das Haus und ging zum Stall. Er ging zu der Kuh in der Ecke, als er ein Wimmern hörte. Er dachte, er habe sich verhört und wandte sich wieder der Kuh zu. Doch da war wieder etwas, ein Schluchzen. Es kam aus der anderen Ecke des Stalles. Langsam und leise machte sich Link auf den Weg zu dem Geräusch. Er näherte sich auf Zehenspitzen dem wimmern und schluchzen.

Zusammengekauert in einer Ecke saß Malon. "Was ist den los? Warum weinst du?" fragte Link vorsichtig. Malon antwortete darauf nur: "Ganondorf!" "Was hat er getan?" "Er war hier. Er sagte, wenn ich ihm nicht bald Epona gebe, wird er meinen Vater töten!"

"Das kann er doch nicht machen!" rief Link entsetzt. "Weiß dein Vater schon etwas davon?" "Nein, ich habe Talon noch nichts davon gesagt, Ganondorf ist vor 10 Minuten gerade erst aus dem Stall herausgestürmt, sprang auf sein Pferd und ritt Richtung Gerudo Festung!" brachte Malon hervor. "Stimmt, er ist Anführer der Gerudos, aber Epona bekommt er sicher nicht! Das werde ich ihm austreiben und ich habe da auch schon eine Idee! Ich wollte sowieso zur Gerudo Schlucht! Gib mir Epona mit, ich werde mich als Boten ausgeben, um Ganondorf Epona zu bringen und..."

"Das ist eine Super Idee!" rief Malon aus. "Nimm Epona, sie ist draußen auf der Koppel, sie vertraut dir ja sowieso." Malon wischte sich die letzte Träne aus den Augen und fing an zu lächeln, denn sie wusste, alles wird wieder gut. "Wenn du deinen Plan verwirklicht hast, kannst du Epona behalten, solange du sie brauchst!" "Danke!" sagte Link begeistert.

"Bis bald..." sagte Malon traurig, als Link den Stall verließ. Link schloss die Tür, wandte sich nach rechts, bog um die Ecke und ging zum Eingang der Kuppel, auf der Mitten drin Epona graste. Link ging auf Epona zu, streckte die Hand aus, um sie zu streicheln, als Epona so schnell sie konnte weglief. Allerdings war auch die kein Problem für Link. Er zückte seine Ocarina und spielte das Lied, dass Malon ihm vor Ewigkeiten beigebracht hatte, mit dem er Epona rufen konnte. Kaum war der letzte Ton erklungen, rannte Epona auf unseren Helden zu und ließ sich streicheln.

Link stieg auf Epona und die zwei verließen die Lon Lon Farm auf dem üblichen Weg - über den Zaun auf der gegenüberliegenden Seite der Koppel. Link mochte diesen Sprung sehr, er bewies, dass Epona sehr kräftig war. Nun stand er direkt vor dem Aufstieg zur Gerudo Festung. Er lenkte Epona den kleinen Hügel hinauf, bis sie vor einem Baumstamm standen. Langsam stampfte Epona über den schmalen Baumstamm, bis sie auf der anderen Seite waren. Link stieg hinab, nahm die Zügel von Epona und brachte sie über die Brücke zur Gerudo Festung.

Link trat auf den großen Platz. Dort, wo normal 20 Gerudo-Wächterinnen Wache hielten, waren heute viele Stände. Link band Epona an einen Pfahl in der Nähe und schlenderte über den kleinen Markt. In seiner Börse klapperten die Rubine fröhlich umher, so dass er große Lust bekam, etwas zu kaufen. Da! Ein Stand mit einem "Nachtschwärmerverkäufer"! Ja, genau so einen Stand suchte er schon länger, seit er den Geist gefangen hatte.

Er ging hinüber zu dem Stand und zeigte dem Verkäufer den Geist. Der Mann untersuchte den Geist aufs Gründlichste und kam zu der Entscheidung, es sei ein Nachtschwärmer. Also gab er Link ein besonderes Geschenk, denn Nachtschwärmer waren kostbar. Bei dem Geschenk handelte es sich um einen Köcher, in den man bis zu 100 Pfeile hineinstecken konnte! "Klasse! Mal wieder die Ausrüstung erweitert!" freute sich Link. Er steckte die Pfeile aus seinem alten Köcher in den neuen und schlenderte gemütlich zu einem Stand mit Pfeilen und Köchern, wo er seinen alten Köcher gegen 50 Pfeile getauscht bekam.

Nun war der neue Köcher voll, allerdings die Börse noch nicht erleichtert. Auf der Suche nach einem Stand, wo er etwas nützliches ersteigern konnte, fand er einen Verkäufer, der die wunderbarsten Ocarinas verkaufte. "Was kann ich für sie tun?" fragte der Mann hinter der Theke. "Ich sehe mich nur einmal um..." meinte Link und ging zu einem der Verkaufstische. Bald fand er eine schöne "Waldocarina", die einem Baum ähnelte und eine "Dekuocarina", die fast als Deku Baum zu erkennen war. Allerdings konnte Link sich nicht entscheiden, welche er kaufen sollte, denn er wollte Salia eine Ocarina schenken. "Kann der Herr sich nicht entscheiden?" fragte der Händler, als er Link besah, der schon seit einer guten Viertelstunde die zwei Ocarinas betrachtete, aber noch keine Entscheidung gefällt hatte. "Ja, so ist es, welche von den beiden würden sie mir empfehlen?" "Gar keine. Die sind beide schlecht, ich habe hier ein viel besseres Model. Eine "Ocarina der Liebe"! Sie ist etwas sehr besonderes! Sieh her!" rief der Verkäufer und hielt eine Ocarina in Händen, die einem Herz mehr als ähnlich sah.

"Die ist schön! Die nehme ich!" schrie Link vor Begeisterung, gerade so, als sei er in den Bann der Liebe zu dieser Ocarina gefallen. "Das macht dann 300 Rubine!" meinte der Händler. Link griff in seine Börse und suchte 300 Rubine zusammen. Dann nahm er die Ocarina, steckte sie ein und ging zu Epona, mit der er sich auf den Weg zu dem Anführer der Gerudos machte.

 

 
5. Eine Idee gelingt nicht ganz

Link hatte keine Probleme sich in der Gerudo Festung zu bewegen, die eigentlich nur Frauen betreten durften. Er hatte vor einiger Zeit vier Zimmermänner aus ihren Gefängnissen befreit und danach den Gerudo Pass erhalten. Nun war er ein Kokiri, ein Hylianer und ein Gerudo, dennoch kämpfte er gegen den Anführer der Gerudos, Ganondorf.

Link schaute sich um, wo war eigentlich der Raum, in dem Ganondorf war? Er war noch nie beim Anführer der Gerudos hier in der Festung gewesen. Er erinnerte sich an Ganons Schloss, wo er heldenhaft gegen Ganondorf gewonnen hatte, dieser ihn aber nicht einfach so gewinnen lassen wollte und sich in Ganon verwandelt hat, der für unseren tapferen Helden kein Problem war.

Link sah sich um, noch kannte er sich aus, dort drüben... Sein Blick schweifte nach links,... dort war die Gespensterwüste, wo der Geistertempel war. Aus den Klauen der Killer Ohmaz, die sich den Tempel und zugleich Naboru unter den Nagel gerissen hatten, hatte Link sich schon einmal befreit. Naboru sollte eine Art Mutterersatz für ihren Herrn, Ganondorf, werden.



Link starrte geradeaus. Aus einem Eingang eines Diebesgrabes, wo er den ersten Zimmermann gefunden hatte, kam eine Gerudo. War es...? Nein, oder doch, sie war es! Link rannte auf die Gerudo zu. "Hallo Naboru, schön dich mal wieder zu sehen!" rief er begeistert aus. "Link...! Was machst du hier? Seit du den Gerudo Pass hast und mich gerettet hattest, warst du ja nicht mehr hier! Nun rück mit der Sprache raus, sag, was machst du hier?" sagte Naboru, die sichtlich erstaunt war.

"Ich war auf der Lon Lon Farm, wo ich Malon traf. Sie sagte mir, dass Ganondorf Epona wolle. Eigentlich sollte Malon sie bringen, aber ich bot ihr an, da ich sowieso hierher wollte, dass ich Epona gerade mitnehme!" log Link und fügte hinzu: "Sag mir nur, wo finde ich Ganondorf?" "Sehr gute Frage!" rief Naboru aus. "Hm,... Er könnte hier sein,... wenn Malon das Pferd hierher bringen sollte, dann muss er hier sein! Also, ich bringe dich hin, lass das Pferd hier angebunden!"

Naboru nahm Link am Arm. "Sag mal, was ist denn das? Dass sind ja Titanhandschuhe! Da fällt mir ein,... wolltest du mir nicht die Krafthandschuhe bringen, sobald du sie hast? Also, wo sind sie?" "Ähm, gute Frage,... Ich habe die Titanhandschuhe bekommen, allerdings die Krafthandschuhe... also, ja,.. die hab ich verkauft..." sagte Link vorsichtig. "Nun gut, ich will dir verzeihen, aber nur, weil du mir geholfen hattest!"

Naboru zog Link in eines der Diebesgräber, geradewegs in das, aus dem sie gekommen war. Kaum waren die beiden um die Ecke gebogen, sah Link das vertraute Gefängnis, in dem der Zimmermann war. Nun waren dort allerdings ganz andere Gefangene. An der Wand standen noch immer einige der Krüge, die Link nicht zerschlagen hatte. In der einen Ecke standen Kisten. Naboru zog Link allerdings weiter, wieder hinaus, und direkt in einen Geheimgang, den Link noch nie und nimmer gesehen hatte.

In dem Gang war es stockfinster, nur einige Fackeln erhellten die Umgebung. Unten angelangt, war eine schön verzierte Tür, Naboru glitt durch diese Tür und ließ Link draußen warten. Was würde auf ihn zukommen?

Die Tür öffnete sich wieder, Naboru kam heraus und sagte: "Du kannst eintreten..." Entschlossen ging Link durch die Tür und fand sich in einem riesigen unterirdischen Gewölbe. Er folgte einem roten Teppich, bis er vor einer Treppe stand. Oben war eine Art Thron. Von dorther kam nun eine leise, aber gut vernehmliche Stimme...

"Gut, Link... Ich weiß zwar nicht, warum Malon sich nicht her traut, aber ich denke, du weißt, warum Malon mir lieber Epona aushändigt... Gut, denn, ich lasse ihren Vater am Leben... Unter einer Bedingung... Du musst einen Kampf gegen mich gewinnen..." Nun war der gut ausgetüftelte Plan zunichte. Damit hatte keiner gerechnet. Link schluckte. Er fasste Mut und rief Ganondorf zu: "Nein, das Leben Talons ist mehr wert als Epona und nicht im Kampf zu gewinnen, aber wie wäre es mit Epona gegen mich, ich werde dir dienen bis in alle Ewigkeit, du kannst tun und lassen, was du willst. Hauptsache, du lässt BEIDE am Leben!"

"Dein Leben ist dir nichts wert?! Ich denke nicht, dass du diesen Tag überleben wirst..." "Hauptsache, Talon lebt!" rief Link tapfer zurück. "Nun gut, lass uns kämpfen, aber ruh dich erst von deiner Reise aus, Naboru wird dich in deine Zelle geleiten... har har har har..." Nach diesen Worten klatschte Ganondorf in die Hände und auf der Stelle stand Naboru vor Link, packte ihn, warf ihn auf den Boden und Link wurde bewusstlos...

6. Kampf der Giganten

Seine Glieder fühlten sich schwer... Vorsichtig versuchte er seinen Arm zu heben... Die morgendliche Sonne erhellte den Raum wage. Link blinzelte... Doch nach einer Millisekunde schloss er seine Augen schnell, denn er wurde geblendet. Die Sonne strahlte ihm direkt ins Gesicht.

Langsam und vorsichtig stützte Link seinen Arm auf die Erde und erhob sich gemächlich. Er kniete sich, hielt die Augen aber immer noch geschlossen. Er nahm seine Hand und zog sich ein bis zwei Meter von der Sonne weg. Nun blinzelte er wieder. Er schlug die Augen ganz auf. Sein Kopf pochte wie wild, als hätte ihm jemand eines mit einem Stahlhammer über den Kopf gebraten.

Nun nahm er seine Umgebung war. Er erinnerte sich. Naboru, Malon, Ganondorf,... Was würde heute geschehen? Würde er den Kampf gewinnen, oder kläglich gegen Ganondorf verlieren, der schließlich der Großmeister des Bösen war! "Sitz nicht so dumm herum!" rief eine Stimme, wie aus weiter Entfernung. "Iss lieber dein Mittagessen!" Die Stimme schien näher zu kommen. Wer war es? Link hörte ein dumpfes Geräusch. Jemand stellte einen Teller neben ihn, der bis zum Rand mit einer komisch aussehenden Brühe gefüllt war.

"Tztztz... Link! Warum musst du dich immer in so missliche Lagen bringen?" sagte eine Stimme. Leise vernahm Link das Tapsen von Schuhen auf dem Boden, die Näher kamen. "Merkst du nicht, dass du nur Unheil anrichtest?" Nun erkannte Link die Stimme. Es war Naboru, die auf ihn zugetrottet kam und sich vor ihm niederbeugte. "Aber dein Charme gefällt mir... Das muss ich dir lassen. Aber ich darf in dem Kampf nicht parteiisch sein! Trotzdem, ich stehe auf deiner Seite! Du weißt, ich wollte mich nie Ganondorf anschließen! Dieses Scheusaal hat mich aber doch überredet ihm zu dienen! Allerdings bin ich nie und nimmer treu!"

"Nun verstehe ich gar nichts mehr..." meinte Link und fasste sich am Kopf, der ihm ganz schön dröhnte. "Erst tust du so, als wärst du seine treueste Dienerin und nun dieses Geständnis..." "Nun Link, auch wir Gerudos haben Geheimnisse... Link, ich muss dir sagen, du gefällst mir wirklich! Ich hoffe, du wirst diesen Tag überleben! Es könnte ja sein, dass du..." "Vergess diesen Gedanken! Ich werde gewinnen!" "Und was, wenn nicht?" "Er denkt, du wärst seine treuste Dienerin! Denk dir etwas aus, ihn auf den Gedanken zu bringen, mir eine Revanche zu geben!"

Naboru starrte ihn mit leeren Augen an. Anscheinend dachte sie nach. "Nein... Du musst gewinnen..." Bei diesen Worten drehte sie sich um und lief aus dem Raum. Link entdeckte einen Dolch, der in einer Ecke lag, anscheinend hatte ihn Naboru liegen gelassen. Er nahm den Dolch und steckte ihn ein. Nun wandte er sich seinem Mittagessen und Frühstück in einem zu. Er fühlte sich wie ausgehungert. Er hatte das Gefühl, dass er kaum angefangen hatte, als er schon mit dem Essen fertig war.

Er stand auf. Was würde ihn nun erwarten? Langsam schritt er auf das Gitter zu. Einige Stimmen kamen näher. Link vermutete Gerudo Wächterinnen, die auf einem Wachgang waren. Aber da hatte er sich wohl geirrt. Zwei Wächterinnen, unter ihnen Naboru, kamen um Link zu holen.

Also war es nun soweit. Link fühlte nach seinem Köcher. Pfeile hatte er. Wenn er Glück hatte, hatte er sogar noch Lichtpfeile, die Ganondorfs Macht besiegen konnten. Die Wächterinnen standen nur vor der Zelle. Naboru sperrt auf, und zog Link hinaus. Sie packte ihn hart an den Armen, eine andere Gerudo-Wächterin kam ihr zu Hilfe, so dass Link nicht fliehen konnte.

Link hatte keine Wahl, er musste sich von den Wächterinnen wegschleifen lassen. Nach dem Fußmarsch waren sie vor der Tür, hinter der Link das Grauen erwartete. Sie öffneten die Tür und warfen ihn hinein.

"Har har har! Da bist du ja endlich! Hattest wohl Angst?" rief eine sehr vertraute Stimme. "Gut, wir werden kämpfen, Epona und das Leben Talons gegen dein Leben!" Ganondorf beschwor mit schwarzer Magie eine kleine Fläche in der Mitte, über der schwebte er. Link drängte sich in eine Ecke. Kam ihn dies nicht bekannt vor? Ja, genauso wollte Ganondorf den Kampf auch schon gewinnen, als er das letzte mal gegen ihn kämpfte. Nun würde er sicher wieder seine Energiebälle durch die Gegend feuern, die Link nur ein paar Mal...

Link war mitten in seinen Überlegungen, als auch schon ein Ball angeflogen kam. Er zückte sein Masterschwert und schlug den Ball mit aller Kraft zurück. Ganondorf bekam große Augen. Damit hatte er wohl nicht gerechnet. Mit schwarzer Magie, wie nur er es konnte, schleuderte er den Ball mit rasender Geschwindigkeit zurück. Link schlug. Ganondorf war am Ball. Bis schließlich... Nein! Ganondorf warf den Ball erneut zurück. Link scheiterte daran, ihn zurückzuschlagen und bekam ihn mit voller Wucht ab.

Schwer ließ er sich zu Boden sinken, Ganondorf lachte hämisch. "Ich bin noch lange nicht erledigt!" schrie Link vor Wut. Die nächste Runde wollte er gewinnen. Diesmal lief Ganondorf länger auf sich warten, bis er endlich seinen Energieball durch die Gegend schleuderte. Link schleuderte ihn mit aller Gewalt zurück, Ganondorf ließ sich allerdings nicht unterkriegen. Mit einem gekonnten Schlag traf der Ball nach einigen Wechseln Ganondorf. Link nahm so schnell er konnte Bogen und Lichtpfeile, schoss auf Ganondorf, der der Macht des Lichts nicht standhalten konnte und sprang auf die andere Seite, um Ganondorf mit dem Schwert ein paar Schläge überzubraten. Ganondorf ließ dadurch an Kampf immer noch nicht für Gewonnen abpfeifen.

Er hob die Hände und beschwor Magische Bälle herauf. Link sah es, macht sich für eine Wirbelattacke bereit, lud sein Schwert auf und als die Bälle hin fast erreichten ließ er seine Wirbelattacke los, die Ganondorf hart traf. Schnell schlug Link sooft er konnte auf ihn ein.

"Hör auf! Ich gebe mich geschlagen!" rief Ganondorf schmerzerfüllt. "Du hast gewonnen! Nimm Epona mit! Und ich lasse Talon am Leben!" "Das ist, was ich hören wollte!" sagte Link und verschwand aus der Tür. Davor stand Naboru. "Link,..." sagte sie. "Es ist deine Bestimmung, den Fluch zu brechen, der mich an dich fesselt! Den Fluch der Liebe! Allerdings ist es bei mir kein Fluch! Aber egal! Du musst den Fluch brechen... Das Lied, du weißt sicher davon,... Ich kenne den Mann, der es kennt. Er lebt auf dem Todesberg. Link, eile zu ihm!" Naboru warf etwas auf den Boden und verschwand. "Was sollte denn dieser Auftritt?" dachte Link. "Na, egal, auf ins neue Abenteuer!"

 

 
7. Die Zwillingsmaske

Link stand noch einige Zeit da, gefesselt von dem, was Naboru gesagt hatte. Einige Gedanken ließen ihn nicht los. Warum hatte Naboru ihm von diesem Mann erzählt? Nun gut, sie sagte, sie würde sich nie Ganondorf zuwenden. Sollte es Rache sein? Oder wollte sie Link helfen? Ist sie wirklich in ihn verliebt? Ist es nicht der Fluch, der sie an ihn fesselt?

All diese Fragen begleiteten ihn, als er quer über den Platz ging. Die Händler waren nicht mehr da. Stille hüllte die Gerudo Festung ein. Langsamen Schrittes ging er zu dem Pfahl, an dem er Epona angebunden hatte. Zärtlich streichelte er das weiche Fell. Ein neuer Gedanke ließ ihn nicht los. Hielt Ganondorf sein Versprechen? Oder würde er wieder etwas neuen aushecken und Talon doch töten? Und wollte er Epona nicht doch irgendwie erreichen? Link stieg auf Epona. Er wollte sich erst einmal zum Todesberg begeben, um den Mann zu suchen, der das Lied kennt. Danach würde er bei Salia vorbeischauen. Er war sich sicher, dass sie wieder zurück nach Kokiri gegangen war. Erst dann würde er der Lon Lon Farm einen Besuch abstatten, um sich zu vergewissern, dass Ganondorf wirklich nichts im Schilde führte. Sofort würde er Talon jetzt nicht umbringen, dafür hatte Link ihn zu hart getroffen.

Link ritt mit Epona aus der Gerudo Festung hinaus, über die Brücke, den Baumstamm über der kleinen Schlucht und geradewegs nach Kakariko. Seine Gedanken ließen ihn nicht los. Gedankenverloren ritt er über die Brücke neben Hyrule, zu einer großen Treppe, die hoch zu Kakariko führte. Epona blieb vor der Treppe stehen und ließ Link absteigen. Link streichelte sie ein letztes Mal, bevor sie sich aufmachte zu dem Baum, um ein wenig Graß zu fressen. Langsam, Stufe für Stufe ging Link die riesige Treppe hinauf, bog um die Ecke und Ging einige letzte Stufen hinauf. Immer noch stand keine Wache da, allerdings eine andere Person, die Link ja nur zu gut kannte.

"Hallo Impa." "Link... Was machst du hier?" "Na ja, ich war auf der Lon Lon Farm. Dort habe ich erfahren, dass Ganondorf Epona haben wollte und vorhatte, Talon zu töten. Deshalb bin ich auf in die Gerudo Festung, wo ich gegen Ganondorf gekämpft habe, mit Erfolg! Danach habe ich Naboru getroffen, die mir sagte, dass der Mann, der das Lied kennt, auf dem Todesberg ist. Nun bin ich auf den Weg dorthin. Ist Salia eigentlich schon wieder zurück nach Kokiri?" "Ja..." antwortet Impa knapp. "Warum stehst eigentlich du hier - und keine Wache?" "Nun ja, seit Ganondorf hier war, haben diese Memmen keinen Mumm mehr Wache zu halten, außer einer, er steht oben, an der Grenze Kakariko's zum Gebirgspfad, er wird dich durchlassen, keine Sorge." Meinte Impa. "Nun geh aber, rette uns und die Welt!"

Link ging, ohne ein weiteres Wort zu sagen, die nächste Treppe empor und stand vor dem Gitter, dass sich öffnete und ihn durchließ. Den Gebirgspfad hinauf wollte er nicht. Also bestieg er eine Wundererbse. Die ihn, ohne an den bergherunterrollenden Kugeln vorbei zu müssen, auf einen der oberen Abschnitte brachte. Nun musste er nur noch einen langen Weg entlanggehen, bis er vor einer Skulltullawand stand. Aber, was war das denn? Er brauchte nicht einmal die Skulltullawand hinaufzugehen, dann rechts war wie von Zauberhand ein anderer Weg erschienen. Er vermutete, dass der Weg nun, da der Biggoron weg war, zu sehen war. Er ging diesen Weg entlang und kam an einer Hütte an, die, so schien es, bewohnt wurde. Überall hangen auf Wäscheleinen Hemden und andere Kleidungsstücke, die der Bewohner wohl getragen haben musste.

Link ging auf die Hütte zu und klopfte an die Tür. Link wartete. Vergebens, keiner öffnete die Tür. Er schlug schon fast auf die Tür ein, als er wieder klopfte. Er war so wütend. Warum war er nur den ganzen Weg hierher gereist? Vergebens? Um niemanden zu finden? Ein drittes Mal klopfte Link, doch wiederum keine Antwort. "Na toll,... hier muss aber doch jemand wohnen!" rief Link ärgerlich aus. Er drehte sich um und ging den ganzen Weg wieder hinunter, nach Kakariko und in die Hylianische Steppe hinaus. Epona stand noch immer am Baum und rupfte einen Grashalm nach dem anderen raus, um ihn genüsslich zu verspeisen. Link ging auf sie zu, streichelte sie und stieg auf. Epona hob ihren Kopf, drehte sich um und lief über die Brücke, in die Richtung nach Kokiri. Vor dem runden Durchgang blieb sie stehen. Link stieg hinab und ging, ein letztes Mal Epona streichelnd, durch den Durchgang über die Brücke und hinein nach Kokiri, was ihm einen fürchterlichen Anblick bot.

Fast ganz Kokiri war auf den Beinen. Häuser brannten. Ein Mann mit einer Maske stand auf einem hohen Posten. Oder war es ein Geschöpf, dass Link noch nicht kannte? Mido rannte aufgeregt durch die Menge, doch dann erkannte er Link, lief auf ihn zu und schrie ihm entgegen: "Rette uns Link! Der Mann da mit der Maske will uns zerstören! Er trägt die Zwillingsmaske der Majora's Mask, die schon genug Unheil anrichten kann, wenn jemand sie in Händen hält! Nur das Problem ist, diese Maske ist noch böser! Hat man sie einmal aufgesetzt, trägt man sie bis an sein Lebensende oder bis der Fluch gebrochen wird!" "Und wie kann ich den Fluch brechen?" rief Link als Antwort. Mido rannt noch zwei Meter auf Link zu. Nun stand er vor ihm. "Du musst die Maske berühren, dann fällt sie ihm ab!" war seine Antwort.

Nun hieß es also wieder, dass Link seinen Mut zeigen musste. Schnellen Schrittes lief er auf den Mann zu, sprang mit einen Satz neben ihn und zog sein Schwert. Nun sah er auch, wie der Mann Kokiri zerstören konnte. Er ließ aus seinen Händen Feuerstöße hinauszischen. Ganz knapp entkam Link dem ersten Feuerstoß, lief auf den Mann zu und streckte die Hand aus. Schnell war er an der Maske, berührte sie und sie fiel vor den Mann auf den Boden.

"Was? Wo bin?" rief der Mann aufgebracht. "Und wer bist du?" "Mein Name ist Link. Sie hatten diese Maske auf, die Zwillingsmaske der Majora's Mask. Sie machte sie böse. Aber da sie nun erlöst sind, können sie mir ja vielleicht das Lied beibringen, mit dem ich das Portal zur "Stadt der Liebe" öffnen kann!" "Nun gut, ich lehre dich diese Melodie..."

8. Der Eingang zur Hölle

Link stand da und wusste nicht wie ihm geschah. Er spürte eine Kraft in sich, als er das Lied lernte, dass ihm das Portal öffnen würde. Diese Kraft, so kam es ihm vor, stärkte ihn, um gegen den Fluch ankämpfen zu können. Das Lied wurde leiser. Nun war es gar nicht mehr zu hören. Die Töne klangen aber immer noch in Links Ohren. Das Lied war wunderbar. Er konnte die Melodie nicht mehr vergessen. Einfach atemberauschend! Nur... Er hatte eine Aufgabe...

"Danke! Ich werde das Lied nie vergessen. Ich muss nur noch die Ocarina finden, mit der ich das Portal öffnen kann!" "Diese hältst du bereits in Händen! Es ist deine Herz - Ocarina!" rief der Mann aus. "Nun kannst du also das Portal öffnen, dass den Eingang zur Stadt der Liebe verschließt! Ich danke dir ebenfalls, dass du mich von dem Fluch befreit hast. Und nun... Ade!" rief der Mann, der noch vor 5 Minuten unter dem Bann der Maske lag, sprang in die Luft und verschwand auf unerklärliche Weise.

Link wusste, er musste nun zu Impa, ihr alles erzählen und dann auf zur Stadt der Liebe! Also drehte er sich um, rannte aus Kokiri raus, zu Epona, stieg auf, ritt aber noch nicht los. Er wollte doch noch zu Lon Lon Farm! Na dann auf! Nicht das Ganondorf sein Verspreche nicht hielt! So wie man ihn wohl kannte, würde er es brechen.

Eilends ritt er mit Epona zur Lon Lon Farm, die friedlich mitten in der Hylianischen Steppe lag. Epona war anscheinend noch nie so schnell, ihre Mähne wehte durch den Wind und ihre Hufen pochten nur auf dem Boden. Schnell hatte Link die Lon Lon Farm erreicht, sprang ab und rannte auf die Farm. Niemand. Auch in der Scheune war niemand. Im Wohnhaus vielleicht? Auch niemand. Was hatte Ganondorf mit ihnen gemacht? Aber halt! Es gab doch noch den Turm auf der Koppel! Link lief wie noch nie. Seine Schritte halten in der Koppel wieder. Langsam wurde es Nacht. Endlich war er bei dem Turm angekommen. Aber warum war ein Brett davor? Link riss das Brett ab, schlug die Tür auf und sprang mit einem gewaltigen Satz mitten in den kleinen Raum. In einer Ecke gedrängt standen Malon und Basil. Von Talon keine Spur.

"Wo ist Talon?" fragte Link, bevor jemand überhaupt den Mund aufmachen konnte. Seine Stimme zitterte. Die Angst, Talon wäre etwas zugestoßen war zu groß. "Er... er hat sich hier in der Nische versteckt..." meinet Basil. Auch seine Stimme klang ängstlich und von seiner Arroganz war nichts mehr zu hören. Nun war auch Talon aus seinem Versteck gekrochen, bewegte sich auf Link zu und schüttelte seine Hand. "Hallo Link! Wie bin ich froh, dich hier zu sehen und nicht Ganondorf! Seine Leute haben uns nämlich hier eingesperrt!" "Also hatte er sein Versprechen doch gehalten... Nun, ich muss zu Impa. Ich werde den Fluch brechen." "Dann geh Link... Wir vertrauen dir und stehen zu dir..."

Link ging erneut in die Hylianische Steppe, schwang sich auf Epona und ritt nach Kakariko, wo er Impa in ihrem Haus fand. Er erzählte ihr die ganze Geschichte und Impa führte ihn zu einem Portal. Der Weg dorthin war nicht zu beschreiben. Er war viel zu kompliziert. Wie sich Impa den Weg nur merken konnte?! Nun stand Link da und die selben Töne schwangen um ihn her. Es war, als würde er wieder in Kokiri stehen und die Kraft durchflutete ihn erneut. Der große Stein, der das Portal bildete, zersprang und gab einen endloslangen Weg frei. "Hier trennen sich unsere Wege, Link" sagte Impa leise, aber vernehmlich und verschwand.

 

 
9. Die geheime Stadt

Nun stand Link also da, einsam und verlassen. Die Kraft durchströmte ihn noch stark. Er wusste, die Weisen, Zelda und Salia würde ihm zur Seite stehen. Also tritt er ein in den dunklen Gang. Es schien ihm ewig, da er durch den dunklen Gang ging, der sich bei jeden Schritt verdunkelte. Bald konnte er die Hand vor Augen nicht mehr sehen. Doch die Kraft verließ ihn nicht, sie stärkte ihn und ließ ihn weiter in die Dunkelheit eindringen.

Nach einiger Zeit sah er ganz weit entfernt einen leuchtenden Punkt. Das musste der Ausgang aus dem Gang sein. Seine Schritte hallten nun auf einmal von den Wänden wieder. Alles war schaurig. Der Punkt wurde größer. Er näherte sich dem Ausgang, dem Licht. Seine Augen fingen langsam an zu schmerzen, da er sich schon längst an das Dunkle im Gang gewöhnt hatte. Er blieb stehen, schloss die Augen und wartete einen Moment.. Er öffnete wieder die Augen, die nun nicht mehr so stark schmerzten.

Weiter, immer weiter drang er in den Gang ein, bis der Punkt schon sehr gut zu sehen war. Seine Augen hatte Link nur noch halb offen, da ihn das Licht sehr blendete. Er beschleunigte seine Schritte. Bald musste der Lichtpunkt doch vor ihm sein. Endlich hatte er das Ende des Ganges erreicht. Das Licht blendete ihn stark. Obwohl es draußen noch dunkel gewesen war, schien es so, als schien in dieser großen Kammer die Sonne. Er blickte sich um. Hier schien eine große leere Kammer zu sein, ähnlich der Wüste, doch auf der anderen Seite erblickte er eine Tür, auf die er sich nun zu bewegte und öffnete.

Kaum hatte er die Tür hinter sich geschlossen, erkannte er den Raum wieder, in dem er war. Mehrere Säulen standen in diesem runden Raum. Oben sah man Spinnennetze und eine riesige Spinne, die Link nur zu gut kannte! Gohma! Jetzt hatte ihn die Spinne doch entdeckt. Tapfer stand Link ihr gegenüber. Nun wusste er endlich, wozu er früher die Deku - Nüsse gekauft hatte! Als er dieser gepanzerten Riesenspinne zuletzt gegenübergetreten war, war er noch kleiner gewesen. Navi hatte er erst kennen gelernt und diese Spinne war eine Art Prüfung gewesen.

Nun hatte er es also wieder mit ihr zu tun, aber nicht mit dem kleinen, stumpfen Kokiri - Schwert, sondern mit dem Masterschwert, dem heiligen Schwert, dass er noch von dem Zeitportal besaß. Nun gut, er musste Gohma anscheinend besiegen um den nächsten Raum betreten zu können. Er warf eine Deku Nuss in Gohmas Auge und schlug in das nun grüne gewordene Auge. Schnell bewegte sich die Riesenspinne auf die Wand zu. Nun würde sie also ihre Gohma - Kinder legen. Und da hatte Link Recht, schon fielen die drei Eier zu Boden, die er schnell mit dem Schwert zerschlug. Nach zwei weiteren Treffern dieser Art war Gohma erledigt und er erkannte eine Tür auf der anderen Seite, war sie vorhin auch schon da gewesen? Das war jetzt aber auch nicht so wichtig. Er stürmte auf die Tür zu, öffnete ihn und betrat den nächsten Raum, in dem er wusste, was ihn höchstwahrscheinlich erwarten würde.

Und er hatte Recht. Diesen viereckigen Raum mit Lava in der Mitte und den Sandwegen erkannte er wieder. Nun erwartete ihn also King Dodongo! Bomben hatte er ja noch genug. King Dodongo rollte auf die gegenüberliegende Seite von Link, der eine Bombe nahm, entzündete in diesem Wesen in den Mund warf. Die Bombe explodierte und Link konnte dem Viech einige Schläge mit dem Schwert verpassen, sprang noch gerade rechtzeitig zur Seite um nicht von dem wegrollenden King getroffen zu werden. Nun war es genau auf der anderen Ecke angekommen, wo es einige Schritte stampfte und nun wieder auf Links Ecke zurollte. Link rannte auf die andere Ecke und wiederholte seine Bomben-Attacke und versetzte dem Viech wieder einige Schläge. Das ganze noch einmal und King Dodongo war besiegt. Nun erschien auf der anderen Seite eine Tür, die Link sogleich benutze, um dem nächsten Gegner gegenüberzutreten.

Nun war es wieder ein runder Raum, in ihm ein großer Tentakel namens Barinade. An ihrer Seite hingen einige Kinder. Drei Verbindungen hatte sie sich zur Decke geschaffen, die er in frühen Tagen mit dem Bumerang zerschlage hatte, doch dieser war nun zu klein für ihn. Und nun? Hier würde er wohl scheitern. Er würde die nächsten 5 Gegner nicht bezwingen können, denn dies waren die Tempel - Gegner und viel schwerer also diese leichten Gegner. Nun gut, probieren wir es einmal mit dem Enterhacken! Und es funktionierte! Link freute sich riesig.

Nun drehte sich der Riesententakel auf der Stelle. Link schoss mit dem Enterhacken auf den Körper, was er früher auch mit dem Bumerang machen musste. Ihre Kinder lösten sich von ihrem Körper und Link zerschlug sie alle. Nun waren wieder neue Kinder da und die gefährliche Barinade drehte sich und ging im Kreis herum. Wieder ein Schuss mit dem Enterhacken und die Kinder fielen ab. Gleichzeitig war die Barinade gelähmt. Auch diesmal zerschlug Link alle Kinder auf einmal mit der scharfen Klinge seines Schwertes. Nun hatte sie keine Kinder mehr und Link schoss auf den sich drehenden Köper der Barinade, die nun gelähmt dastand. Mit einigen Schlägen war sie besiegt. Die nächste Tür erschien. Er nahm die Tür und stellte sich dem nächsten Gegner entgegen.

Der Raum war eine runde Bildergalerie, in der er Phantom Ganon treffen würde. Es hingen 9 Bilder an den 10 Ecken verteilt. Link nahm den Bogen und drehte sich im Kreis. Phantom Ganon ritt in einem der Bilder heran, in dem daneben aber auch! Aus welchem kam er? Er nahm das rechte und Link schoss einen Pfeil auf ihn, als er lila leuchtete. Dies wiederholte er drei mal und Phantom Ganon kam in einen anderen Status. Er schwebte über dem Boden und schoss, wie schon Ganondorf, mit Energiebällen durch die Gegend, die Link ein paar Mal zurückschlug und ihn mit dem Schwert einige Hiebe versetzte. Dies noch ein paar mal und Phantom Ganon war besiegt. Die nächste Tür erschien allerdings noch nicht. Plötzlich zersprang eines der Bilder, aus dem Phantom Ganon kommen wollte und dahinter war eine Tür. Link nahm sie und erreichte den nächsten Raum.

Diesmal war in der Mitte eine Plattform mit 9 Löchern und rundherum Lava. Der runde Raum wirkte durch die eckige Platte gar nicht rund. Link sprang über eine Plattforum und erreichte so die große Plattform. Die kleiner Plattform verschwand in der Lava und er stand Volvagia, einer Art Drachen, gegenüber. Schnell packte er den Stahlhammer und wartete geduldig, bis sie aus einem der Löcher kam. Schnell schlug er zu und schlug einige Male mit dem Schwert auf sie. Dies gefiel Volvagia allerdings nicht und sie schwebte nun über die Plattform und ließ einen Steinhagel herunterfallen, dem Link auswich, indem er sich an die Seite der Plattform hängte. Noch einige Treffer dieser Art und Volvagia zerfiel zu einem Skelett. Eine kleine Plattform erschien und ein Muster an der Seite war zu erkennen. Eine Tür, doch Link wusste, dass es keine Tür war, erschien. Er stellte sich auf die Plattform und warf eine Bombe auf die Tür und zerstörte sie so. Nun war die Tür eine Brücke und er konnte eine andere Tür durchqueren.

Dahinter war wieder ein viereckiger Raum. An den Seiten waren Wege, in der Mitte Wasser mit 4 Plattformen. Hier erwartete ihn Morpha. Das Wasserungetüm lehnte sich gerade über eine Plattform und ein kleiner Kern schoss in den Körper hinein. Link zog ihn mit dem Enterhacken an sich heran und versuchte, nicht gegen die Stacheln an den Seiten der Wände zu rennen. Er schlug mit dem Schwert auf den Kern ein, der sich nun wieder hüpfend ins Wasser begab. Neun Treffer und Morpha war erledigt. Nun konnte er die nächste Tür durchqueren.

Dort war wieder eine viereckige Platte, weit oben. Auf jeder Seite je eine kleine. Link kletterte auf die Große hinauf und Kotake und Koume erschienen, die zwei Zwillingshexen. Nun warf Kotake ihren Eiszauber auf Link zu, den er mit dem Spiegelschild geschickt auf Koume warf. Einige Treffer dieser Art brachten die Hexen in ein neues Stadium. Sie wurden zu einer Hexe, der Sexy Thermo-Hexy! Dies war eine Eis - und Feuerhexe! Sie warf gerade einen Feuerstrahl, den Link auf sie zurückleitete, noch zweimal Feuer und sie lag auf dem Boden der Plattform. Link sprang hinüber und schlug sie hart. Dies noch zweimal und die Hexy war erledigt. Die nächste Tür ließ ihn seinem letzten Gegner gegenüberstehen.

Der Gegner dieses Raumes war Bongo Bongo. Eine sechseckige Trommel war in der Mitte. Zwei Hände spielten darauf. Link sprang auf die Trommel und lähmte die Hände mit Schwert und Pfeilen. Dann nahm er das Auge der Wahrheit heraus und sah den großen Körper mit einem roten Auge auf sich zukommen. Dieses Auge lähmte er mit Pfeilen und traf Bongo Bongo hart. Dies noch ein paar Mal und er war besiegt. Die nächste Tür ließ in ihn den nächsten Raum eintreten und Link fragte sich, was nun auf ihn zukommen würde.

Im nächsten Raum standen Malon, Naboru und Salia. Wie kamen sie hierher? Plötzlich bebte es und ein Monster kam auf Link zu. Er vermutete, dass dies der Fluch war. Einige Treffer mit dem Schwert besiegten ihn. Erst jetzt bemerkte er, dass die drei Personen in der Mitte, Malon, Naboru und Salia in einer Art Trance waren. Sie erwachten aus dem Schlaf, als ein Strahl auf die Drei zukam und sie auswichen. Eine Statue hinter ihnen wurde zu Stein. Die Drei wunderten sich und standen rücklings zu dem Fluchwerfer. Wieder kam ein Strahl. "Ich mag euch, auch wenn es keine Liebe ist. Für euch riskiere ich mein Leben, oder werde sogar zu Stein!" rief Link, als der Strahl in traf und er zu Stein wurde...

- Ende -


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