Breath of the Wild Erweiterungspass



The Legend of Zelda - Zeldas Schwester

Autor: Sina


Die Nacht war rabenschwarz. Donner grollte in der Ferne und bizarre Blitze
zuckten am Himmel. Ein Junge stand einsam in der Steppe. Erste Regentropfen
fielen und es war kalt. Bitterkalt. Nur in kurze Hosen und ein ärmelloses
Hemd bekleidet begann er zu zittern. Er musste sich bewegen, um nicht zu
erfrieren! Trotz seiner Verletzungen begann er mühsam zu laufen.

Wären nur Schwert und Schild nicht so schwer! Aber er konnte sie einfach
nicht liegenlassen, der Feind war nur knapp hinter ihm. Der Regen
durchmischte sich mit Hagel und die Landschaft erbleichte von den eisigen
Körnern. Das Blut aus seinen Wunden hinterließ eine tiefrote Spur hinter
ihm. Er durfte nicht aufgeben. Sonst wäre alles verloren. Für immer.

"Für immer verloren!" ging es ihm noch durch denn Sinn, dann schwand ihm das
Bewusstsein.

Ganon konnte es nicht glauben. Vor ihm lag Link auf dem Boden wie ein
Lämmchen auf der Schlachtbank. Nur zappelte er nicht einmal mehr. Sein Leben
hing nur noch an einem dünnen Faden. Der Herr der Finsternis zögerte nicht
lang und machte seinen langersehnten Traum wahr: mit einem Hieb von seinem
Schwert war es vorbei! Link zuckte noch einmal auf, dann stieg seine Seele
ins Nirvana auf.

Ganon stöhnte vor Lust, als die Macht des Triforce des Mutes auf ihn
überging. Nun war alles vollkommen. Er hatte alle drei Triforce-Fragmente.
Zelda hatte er schon vor drei Tagen überwältigt und zur Frau genommen - nur
Link als letzter unbekannter Faktor war noch im Weg gewesen... Das Reich der
Finsternis kam auf Hyrule herab und NIEMAND würde es je wieder ändern
können! Der Morgen dämmerte über Hyrule unter dem grausamen Lachen von
Ganon...

Link schreckte jäh aus seinem Traum auf. Es war seltsam. Er hatte Ganon
schon lange nicht mehr gesehen, aber doch spürte er, dass er doch da war.

Draußen regnete es. Link saß in seiner Wohnung in Hyrule und dachte über die
Geschehnisse der letzten Jahre nach. Das größte Stück, das übrig geblieben
war, war die Erinnerung daran, als er den Auftrag bekam, Hyrule vor
Ganondorf zu beschützen. Am Anfang musste er die drei heiligen Steine
finden. Den Kokiri-Smaragd, den Feuer-Opal und den Zora-Saphir. Als er diese
drei Steine endlich zusammenhatte, war Ganondorf schon ins Schloss
eingebrochen. Auf der Flucht warf Prinzessin Zelda ihm die Okarina der Zeit
zu. Mit diesem Instrument konnte er in der Zitadelle der Zeit das Zeitportal
öffnen und das Masterschwert aus dem Sockel ziehen. Letztlich hatte er Ganon
und Ganondorf besiegt und alles war gut geworden.

Das war vor zwölf Jahren. Mittlerweile war das Leben in Hyrule wieder
eingekehrt und der tägliche Trubel auf dem Marktplatz ging weiter. Das
Masterschwert und sein Schild lehnten an der Wand. Link betrachtete sie
nachdenklich. Dann fiel ihm etwas ein. Mido, der Anführer der Kokiri, hatte
ihn Eingeladen, in den Wald u kommen. Link und er waren Freunde geworden,
nachdem
Salia, die Weise des Waldes befreit wurde. Vorher, als Link noch ein Kind
war, haben sie sich immer wieder gestritten.

Link sprang auf und verließ seine Wohnung. Fast wäre er von einer Horde
Leute umgerannt worden, die aufgeregt über den Marktplatz lief. Sein
Kokiri-Schwert hatte er zur Vorsicht mitgenommen. Vor Dekuranhas und
ähnlichem Gevieh war man ja nie sicher. Auch wenn es etwas klein war, hatte
das Kokiri-Schwert Link am Anfang sehr geholfen.

Im Wald angekommen sieht er sich erst einmal um.
Nichts ist mehr so, wie es früher war. Seit der Deku-Baum seine Stelle als
Beschützer des Waldes an Salia abgegeben hat, wuchsen hier allerlei seltsame
Pflanzen. Salia hatte freiwillig die Stelle als Waldoberhaupt angenommen, da
sonst die ‚bösen’ Pflanzen die Macht über den Wald gehabt hätte. Nachdem er
ein paar Dekuranhas den Garaus gemacht hatte, war Link endlich im
Kokiri-Dorf angekommen.

Sofort kamen ein paar der Bewohner auf ihn zu. „Hallo! Hallo Link! Schön,
dass du gekommen bist“ ein wenig verdattert über den Ansturm erwidert er
„Ja. Ich freue mich auch, wieder hier zu sein.“ Mido kam keuchend angerannt.
„Du kommst gerade richtig. Da vorne sind zwei, die…“ Mido musste gar nicht
weiterreden, den Link war schon losgerannt, um die beiden Streithähne
auseinander zu ziehen. „Hey! Lasst das doch mal!“ Mit ein wenig Mühe
trennte er die beiden voneinander, damit sie sich nicht gegenseitig die
Köpfe einschlugen.

„Jetzt ist aber genug.“ Die beiden zappelten in der Luft. „Warum um Himmels
willen seid ihr beide aufeinander losgegangen?“ Der eine fing an. „Der hat
mir meine Okarina weggenommen!“ Darauf erwiderte der andere: „Oh! Hat dir
der böse böse Bubi dein Spielzeug weggenommen?“ Genervt fuhr Link ihn an.
„Gibst du ihm jetzt seine Okarina zurück, oder sollen wir hier stehen
bleiben und so weitermachen?“ Widerwillig gab der Junge dem anderen seine
Okarina zurück. „Geht doch.“ Mido stand ein wenig staunend daneben. „So
einfach geht das? Erwachsen zu sein hat schon seine Vorteile.“ Link lachte.
„Aber nicht nur.“
Mido zog die Schultern hoch. „Wenn du meinst…Ach übrigens, du solltest
mitkommen!“

Erstaunt ging Link neben Mido her, der rannte. „ Sag mal, warum bist du
eigentlich so schnell?“ japste Mido. „Tja, gute Frage. Weiß ich selbst
nicht.“

Plötzlich blieb Mido stehen. „Wir sind da.“
Vor ihnen erstreckte sich eine große Rasenfläche, mir vielen kleinen und
großen Blumen. Und mitten drin ein kleiner Tempel, der direkt neben dem
toten Deku-Baum stand. „Das ist Salias Haus.“ Erklärte Mido dem staunenden
Link. Da kam Salia auf einmal heraus.

„Schön, dass du da bist.“ Salia lachte ihr helles, unbeschwertes Lachen.
Ihre Miene verdunkelte sich ein wenig. „Link, komm doch bitte einmal her.
Und Mido, du gehst am besten ins Dorf zurück und rufst die anderen
zusammen.“ Mido und Link warfen sich unwissende Blicke zu. Link folgte Salia
in den Tempel hinein. „Ich habe sehr schlechte Nachrichten.“ Link sah sie
entsetzt an. Schlechte Nachrichten? „Die Eule Kebora Gebora
hat mir erzählt, wie verschiedene Teile des Landes verrückt spielen. In
Zoras Reich zum Beispiel sinkt das Wasser. Auf dem Todesberg sind alles
Donnerblumen explodiert und hier wächst alles wie Unkraut.“

Salia riss eine Ranke von der Wand. „Ich habe den Auftrag erhalten, dir
mitzuteilen, dass du in den verschiedenen Welten wieder für Ordnung sorgen
sollst.“ Link stöhnte. „Das ist nicht wahr. Wieso passiert das immer dann,
wenn ich gerade irgendwo meine Ruhe haben will.“
Salia lächelte. „Du bist eben der Auserwählte.“ „Leider.“ Murmelte Link in
sich hinein. „Dann werde ich mich jetzt eben auf den Weg machen.“ Link
wollte gerade gehen, da hielt Salia ihn noch einmal zurück. „Ach und Link.“
„Ja?“ „sag Mido bloß nichts davon. Ich werde jetzt mit ihnen reden.“ Link
nickte. „Ist gut.“

Auf dem Weg zurück zu seinem Haus dachte Link noch einmal über das nach, was
Salia gesagt hat
Als er durch das Tor zum Marktplatz lief, fiel ihm etwas Merkwürdiges auf.
Es war so still. Zu still.
Schon sprang etwas von oben auf ihn zu. Link wich gerade noch aus und sah
jetzt in ein Paar leuchtend weiße Augen. „Vvvverschwwwinde,
Menschengesindel!“ Zischte das Wesen und sprang auf Link zu. Doch dieser
wich noch einmal aus und lief nun zu seiner Tür. Er stieß sie auf, holte
sein Schwert, und das Schild heraus und machte, das er wieder nach draußen
kam. Das seltsame Wesen kam zischend auf ihn zu. „Sssissaliiria
Ffffrraaaggiiirria Liran!“ Link bemerkte zu spät, dass dies ein Zauber war
und flog rückwärts gegen eine Wand. Die Sonne ging langsam unter. Link
rappelte sich auf und stand dem Wesen, das kleiner als ein Kind war wieder
gegenüber.

„Vvvverschwinde!“ rief das Ding. „Nur zu gern.“ Link rannte so schnell er
konnte aus dem Tor. „Was war das denn nun schon wieder?“ fragte er sich
selbst. Ein Wolf jaulte.“ Auch das noch!“ Schon kamen ein paar Knochengänger
aus dem Boden. „Ihr nervt, wisst ihr das?“ Link beachtete sie nicht und lief
in Richtung Todesberg.

Als er in Kakariko angekommen war, stockte er. Auch hier war alles still.
Link beeilte sich in Richtung Eingang zu dem Pfad zum Todesberg zu kommen.
Das Gittertor, das sonst immer zu gewesen war, stand sperrangelweit offen.
Die Wache, die es eigentlich bewachen sollte, lag auf der Erde. Link lief zu
ihr. „Oh. Hallo. Ich kenne dich doch, oder?“ flüsterte sie. „Was ist hier
passiert?“ fragte Link voller Ungeduld. „Ein seltsames Wesen ist hier vorbei
gekommen und hat mich überwältigt. Dann ist es in Richtung Berg gelaufen.“
Berg? Dachte sich Link. Dann heißt das ja… Er beeilte sich, den Pfad hinauf
zulaufen. Endlich oben angekommen stürmt er in das Goronendorf.

Der Anblick lässt ihm einen Schauer über den Rücken laufen. Überall lagen
oder saßen verletzte Goronen. Wieder erblickte er ein seltsames, schwarzes
Wesen. Es schien Link auch zu sehen und murmelte etwas. Ein Strahl hellen
Lichtes zerbrach ganz knapp neben Link einen Stein. Einen großen Stein. „Das
war knapp.“ Meinte der erleichtert. Schon traf ihn ein harter Schlag auf die
Schulter, sodass stolperte. Eines der schwarzen Viecher hatte einen Stein
genommen und ihn damit abgeworfen. Als Link wieder auf den Beinen stand, war
er umringt von ihnen.

Sie gingen langsam auf ihn zu, als ob sie darauf warten würden, dass er
angreift. Und genau den Fehler machte Link. Nachdem er scheinbar alle Wesen
beseitigt hatte, wollte er sich weiter umsehen, als plötzlich jeder der
kleinen Biester wieder aufstand und seine Fangzähne zeigte.

Link war verwirrt. Was war das? „Beiseite!“ rief eine dunkle Stimme in das
zischen der Wesen hinein. „Geht beiseite, ihr, die ihn mir netterweise
gefangen habt.“ Link schluckte. Diese Stimme kannte er. Aber das konnte
nicht sein…

Als er aufblickte stand Ganondorf vor ihm. „Was…“ Link wusste jetzt nicht
mehr weiter. Ganondorf war direkt vor ihm und Flucht war unmöglich, da diese
kleinen Viecher immer noch um ihn herumstanden. Blieb nur noch eines. Der
Kampf. Ganondorf lachte laut. „Hahaha! Tja Link! Diesmal sitzt du in der
Falle!“

Link blickte sich um hinter ihm Wand, vor ihm Ganondorf, und überall neben
ihm Kleine, nervige Biester. „Beantworte mir zwei Fragen.“ Ganondorf sah ihn
erstaunt an. „Du willst vor deinem Tod noch Fragen stellen? Nun, wie du
willst.“ „Was sind das für Wesen und wie bist du wieder hierher gekommen?“
„Nun, diese Wesen sind Kobolde, schwarze Kobolde, auch Shinakis genannt. Und
ich? Ha! Ich bin durch DICH wieder hierher gekommen!“ Link erschreckte.
Durch ihn? Wie war das möglich? „Jetzt fragst du dich sicherlich, wie. Nun,
Erinnerst du dich? Du hast Vor fünf Monden etwas gefunden. Eine Art Stein.
Darin war meine Seele gefangen. Und jetzt! Jetzt habe ich mir einen neuen
Körper geschaffen. Ich danke dir, aber trotzdem töte ich dich jetzt und
hier!“

Link erinnerte sich. Vor fünf Monaten hatte er tatsächlich einen merkwürdig
aussehenden Stein gefunden und ihn weit ins Wasser des Hylia-Sees geworfen.
Einfach nur so. Und jetzt sollte er dafür bezahlen, dass er Ganondorf
besiegt hatte? Link machte sich bereit. Ganondorf ebenfalls. Dann stürmte
Links bisher größter Feind, außer Majora, auf ihn zu. WUMM. Voll in den
Stein. WUMM. Wieder kein Treffer. Ganondorf war zu langsam. „Hör auf
auszuweichen!“ schrie er Link an. Noch während er das sagte, bekam er einen
Schwerthieb in die Seite. „Ha! Glaubst du ernsthaft, das würde mir schaden?“


Plötzlich und vollkommen unerwartet für Link zog Ganondorf ein zweites
Schwert und schlug damit auf Link ein, der seinen Schild als Deckung nahm.
Doch Link wusste, er konnte dass nicht lange durchhalten. Tatsächlich brach
er langsam aber sicher zusammen. Ganondorf durfte nicht siegen. Er durfte
einfach nicht. Das Bild von Zelda erschien in Links Erinnerung. Ganondorf
durfte nicht siegen! Mit einer enormen Kraft, stieß er Ganondorf rückwärts.
Dann fiel Link zu Boden. Ein Shinaki hatte ihm mit voller Wucht einen Stein
an den Kopf geworfen. Link verlor das Bewusstsein, dachte aber kurz vorher
noch etwas. ‚Jetzt ist es aus.’

Tatsächlich wollte Ganondorf zum letzten, entscheidenden Schlag ausholen,
doch dann fiel ihm etwas Besseres ein. „Wenn ich Link gefangen nehme, wird
Zelda mir gehorchen wie ein kleiner Hund. Und ich kann ihn im Kampf aufs
Feld schicken.“ Da kam sich Ganondorf furchtbar schlau vor. Und so schleppte
er Link zum Teufelsturm und ließ ihn dort in einen der vielen Kerker werfen.
Am nächsten Tag wachte Link mit ungeheueren Kopfschmerzen auf. Als er sich
umsah, fing er plötzlich an zu zittern. ‚Jetzt ist Hyrule verloren. Wenn
Ganondorf mich gefangen hält, wird Zelda alles tun, um mich zu befreien.
Genauso Mido und Salia. Das kann einfach nicht gut gehen.’ Als er aufstehen
wollte, sank er gleich wieder zurück. Der Mistkerl hatte ihn am rechten
Fußgelenk anketten lassen, sodass er nicht laufen konnte.


„Na, auch endlich wach?“ rief eine Wache hämisch durch die Tür. „Dann kann
ich ja hereinkommen.“ Link saß am Boden und starrte die gegenüberliegende
Wand an.
„Was guckst du denn so traurig?“ Die Wache grinste ihn an. Sie war in den
Raum gekommen. „Master Ganondorf hat mir eigentlich verboten, zu dir herein
zu kommen, aber ich quäle unsere Gefangenen immer gerne.“ Link ließ das
kalt. Sollte dieses Fratzengesicht doch mit ihm machen, was sie wollte. Er
hatte andere Sorgen. Die Wache schien wirklich das zu machen, was sie
wollte. Mit dem Schwert ritzte sie an seinem Arm entlang, worauf er ihn
einfach wegzog.

„Na, da haben wir wohl einen kleinen Spielverderber!“ Das Fratzengesicht hob
mit der Schwertspitze Links Kopf an. „Entweder du spielst mit, oder ich
werde dem Master mitteilen, dass du rebellierst.“ ‚Dann hast du ja einen
neuen Namen, Fratzengesicht. Ab heute nenne ich dich nur noch Fratzenpetze.’
Dachte sich Link nur und schob die Klinge weg. Fratzenpetze knurrte. Dann
hörte sie etwas und schien sich zu freuen. „Der Master kommt.“ Damit hüpfte
sie aus dem Raum und schloss die Tür wieder zu. „Ahhh! Er Ist also endlich
wach!“ Ganondorf lachte. „Nun denn. Du bekommst übrigens Gesellschaft.“
Diesmal kamen Ganondorf und Links neuer ‚Freund’ herein. „Wie ich sehe hat
Patze ganze Arbeit geleistet. Link grinste innerlich. Hieß der Typ wirklich
Patze? Na, was für ein Zufall…

Ganondorf nahm einen Schlüssel vom Bund am anderen Ende des Raumes. Link
ließ ihn nicht aus den Augen. Dann ließ er von ein paar seiner Wachen ein
Mädchen Hereinstoßen.
Link sah sie genauer an. Sie hatte langes, blond-rotes Haar und von weitem
sahen ihre Augen ein wenig schwarz aus. „Was gibt es da zu gucken?“ Fuhr sie
ihn an. „Nichts. Nichts. Nur deine Augen sind seltsam…“ Das Mädchen lachte.
„Das sagen viele. Aber auch nur, weil niemand ihre richtige Farbe gesehen
hat. Eigentlich sind sie grün. Aber sie wirken immer schwarz.“ „Wer bist du
eigentlich?“ „Das werde ich di nicht sagen.“ Meinte das Mädchen strikt
darauf. „Du könntest genauso gut ein Spion von Ganondorf sein.

„Ach, und warum kettet er mich dann an?“ „Der Kerl ist zu allem fähig, mein
Lieber.“
In diesem Punkt gab Link ihr Recht. Ganondorf war wirklich zu allem fähig.
„Und wer sagt mir, dass du kein Spion bist?“ Diese Frage hatte Link
eigentlich nur so gestellt und war umso verblüffter über die Antwort. „Wenn
ich ein Spion wäre, wüsste ich das.“
„Wenn du meinst.“ Link besah sich die Kette, die ihn festhielt. Doch die
waren so gut wie unzerbrechlich. Wie schon gesagt. So gut wie.

Das Mädchen ging auf Link zu. „Wenn du mir deinen Namen sagst, könnte ich
mich eventuell dazu überreden lassen, dir meinen zu sagen. „Mein Name? Link,
falls das jetzt so wichtig ist.“
„Noch nie gehört. Aber ich glaube schon, dass ich dir vertrauen kann. Mein
Name ist Saya.
Macht dir das Ding das Leben schwer, oder was?“

„Voll ins Schwarze.“ Seufzte Link. „Na das haben wir gleich.“ Saya kniete
sich herunter und murmelte etwas. Plötzlich sprang die Kette auseinander.
„Tztz. Ganondorf. Wenn ich du wäre hätte ich das wenigstens mit einem Zauber
belegt.“ Link staunte nicht schlecht. „Woher kannst du das denn?“ „Noch nie
was von Magiern gehört?“ Link schüttelt den Kopf. Oder hatte er doch schon
mal einen Magier getroffen? Er wusste es nicht mehr.

„Kennst du den Zauberer?“ „Klar. Das sind die Leute, die Zauberstäbe haben.
Die meisten können das aber auch ohne.“ Woher wusste er das denn noch mal?
Er glaubte aus einem Buch. Doch Saya schüttelte nur den Kopf. „Oh Mann. Das
ist schon so gut wie falsch. Zauberer sind Leute, die Zauberstäbe benutzen.
Vielleicht auch andere Sachen. Egal.“

Saya stand wieder auf. „Magier sind aber sozusagen besser. Sie müssen zwar
die Magischen Zauber erst lernen, aber dann können sie sie meistens auch
ohne Hilfsmittel.“ Link stand ebenfalls auf. „Dann ist Ganondorf Magier?“
„Weiß ich nicht. Könnte aber gut sein.“

Saya sah sich im Raum um. „Hm. Hier muss es doch irgendwie herausgehen.“
„Vielleicht an den Ranken.“ Antwortete Link gelangweilt. „nein. Da ist ein
Gitter. Oder siehst du schlecht?“
„Kannst du nicht die Wand einzaubern?“ Ein passenderes Wort war Link im
Moment nicht eingefallen. „Nein. Draußen stehen ersten knapp zwanzig Wachen
und zweitens kommt da eine merkwürdige Aura aus der Wand. Irgendwie…na ja,
wie ein Baum fühlt sich das an.“ Link dachte an Navi. Nein. Nein, dass
konnte nicht sein. Navi war verschwunden.

Schon am nächsten Tag, Saya war die ganze Zeit herumgelaufen und hatte einen
Ausgang gesucht, kam wieder die Fratzenpetze herein. „Ihr sollt mitkommen!
Jaja! Jetzt wird euch der Meister bestrafen!“ ‚Hat der irgendwas an den Kopf
gekriegt, oder warum freut der sich so?’ Link belustigte der Anblick des
Mannes sehr, der jetzt von einem Bein auf das andere hüpfte.

Als der Mann Link seine Fußfessel abnehmen wollte, sah er, was passiert war.
„Ohh! Das wird den Master gar nicht freuen!“ ‚Nervensäge’ dachte sich Link
nur. Zwei ziemlich stark (Wenn ich sage stark, dann meine ich das auch so)
aussehende Ritter kamen herein. Einer schnappte sich Link, der andere Saya.
Beiden wurden die Hände auf den Rücken gebunden. „Soll mich das jetzt in
irgendeiner Weise davon abhalten, dir das Hirn zu verbrutzeln?“ fragte Saya
übermütig. Die Wache wurde sichtlich nervös. „Stell dich nicht so an! Was
sollte die Kleine den schon machen?“ Die Wache, die Saya festhielt
schluckte. „Die hat schon ein ganzes Heer mit einem Wink -Zack! Einfach
umgehauen!“

Saya grinste. „Tja, Sozusagen Klein aber fein. Dabei bin ich sogar fast so
groß wie du, Ritterchen“ Im Thronsaal angekommen, blickt sich Link wieder
um. Schwarze Wände, roter Teppich, Fußboden in Schwarz-rot. Der Kerl hatte
eindeutig zwei Lieblingsfarben. Ein heftiger Druck auf die Schulter zwang
ihn in die Knie. Sicherlich, freiwillig hätte er sich nie vor Ganondorf
hingekniet. Aber was blieb ihm bei diesen Muskelprotzen übrig? Als er zu
Saya blickte, stand diese seelenruhig da, während die Wache sich abmühte,
sie herunter zu bekommen. Als sie Link’s Blick bemerkte, zwinkerte sie ihm
zu. „Magie muss man haben.“

Doch schon bald wurde ihr dies scheinbar zu langweilig und sie kniete sich
hin, worauf die Wache stöhnte. „Hättest du dir das nicht früher überlegen
können?“ Ganondorf kam zu Saya.
„Du hast Magie gelernt? Du bist doch noch nicht einmal Erwachsen!“ Saya
blieb kalt. „Wenn du wüsstest, Ganondorf, wenn du wüsstest.“ „Was soll ich
wissen?“ schrie Ganondorf sie an.

„Och. Dies und das. Zum Beispiel, dass ich sicherlich fünfmal Älter als du
bin. Aber verstehen tust du das ja nicht. Mit einer Erbse im Kopf geht das
ja auch schwer.“ Link staunte. Woher nahm Saya bloß so viel Mut? Bisher
hatte er nur einen… Nein, mit ihm zwei gesehen, die Ganondorf so ansprachen.
Ihn, wie schon gesagt und Majora. Aber der kümmerte sich auch um gar nichts.

Ganondorf wandte sich von ihr ab. „Ah! Und da ist ja auch unser Link.“
Unser? Soweit Link wusste gehörte er nur sich selbst. Oder nahm Ganondorf
plötzlich Besitzansprüche auf ihn?
„Warum hast du mich eigentlich nicht getötet, als du es konntest?“ Entweder
er sagte es ihm jetzt, oder…Na ja, oder nicht. Ganondorf lachte. „Nun, wie
ich es so gerne mache erzähle ich meinen Gefangenen, was ich mit ihnen
vorhabe.

Link wartete gespannt. „Ich werde dich schon morgen auf das Feld schicken,
damit du gegen Hyrule kämpfst! Und dieses Mädchen da auch!“ „Dieses Mädchen
hat einen Namen.“ Warf Saya dazwischen. „Unterbrich mich nicht!“ „Warum
nicht?“ Ganondorf tat so, als hätte er Saya’s letzte Bemerkung nicht gehört.
„Zelda wird alles tun, um dich zu retten! Hahaha! Ich in so schlau!
Gerissen, wie ein Fuchs!“ „Das einzige was hier gerissen ist, ist dein
Gehirn, soweit überhaupt eines vorhanden ist.“ Murmelte Saya, aber nur so
laut, dass Link es hörte. Er musste unweigerlich grinsen. „Was Grinst du so
blöd? Lachst du mich aus?“ fuhr Ganondorf ihn an. „Nein! Überhaupt nicht!“
Link betonte das so ironisch, dass es Ganondorf eigentlich hätte auffallen
müssen. Aber entweder er hatte es wieder ‚überhört’ oder er war einfach zu
blöd.

Er fing wieder an. „Und wenn du tot bist, habe ich zwei Fliegen mit einer
Klappe geschlagen! Du bist aus dem Weg und Zelda wird auch vor Kummer
sterben! Haha!“ Link hörte ihm schon gar nicht mehr zu, als er weiter
redete. Saya zog seine ganze Aufmerksamkeit in den Bann. Sie hatte die
beiden Wachen so verzaubert, dass sie nicht reden konnten und hatte ihre
Fesseln beseitigt. Jetzt hatte sie die Hand wie einen Mund geformt und äffte
Ganondorf stumm nach. Als dieser zu ihr blickte versteckte sie schnell die
Hand hinter dem Rücken und grinste ihn an. Link prustete los. „Was hat sie
gemacht? Antworte mir, Wache!“ Der Angesprochene blickte ihn verzweifelt an
und versuchte es mit Zeichensprache. „Willst du mich veralbern?“ schrie
Ganondorf. Saya schnippte einmal leise mit den Fingern und schon kam ein
Redeschwall aus dem Mund des Ritters. „-und dann hat sie mich verzaubert,
dass ich nicht reden konnte“

„Ruhe!“ donnerte Ganondorf.“ Was wollte der denn jetzt? Ruhe oder jemanden,
der ihm sagte, was geschehen war. „Bringt sie wieder in die Zelle.“

Wieder unten angekommen, meinte Link, dass Ganondorf ja auch hätte
herunterkommen können.

„Tja, Das ist er wohl. Faul und ziemlich arrogant.“ Link fiel etwas ein.
„Wie alt bist du eigentlich? Fünfmal so alt wie Ganondorf siehst du gar
nicht aus.“ Im Gegenteil. Sie schien sogar etwas jünger als Zelda zu sein.
So ungefähr dreizehn. „Na, eigentlich bin ich ja auch vierzehn.“ ‚Fast!’ ich
vergessen habe, hat mir einen dachte sich Link dabei. ‚nur um ein Jahr
verschätzt!’ „Aber irgend so ein Idiot, dessen Name gemeinen Spruch
aufgehalst. Damit bin ich um knapp fünfhundert Jahre gealtert. Nur hat sich
damit meine Magische Kraft sozusagen erweitert und ich hab ihn ins Nirvana
geschickt. Jetzt sehe ich so aus, als wäre ich vierzehn, bin aber
fünfhundertvierzehn.“ Auch mal ganz schön.

In der folgenden Nacht konnte Link nicht schlafen. Morgen würde er
gezwungenermaßen gegen Hyrule kämpfen. Er hatte sich schon überlegt, einfach
abzuhauen und auf die andere Seite zu laufen, verwarf den Gedanken aber
gleich wieder. Wahrscheinlich hatte Ganondorf das vorausgeahnt. Saya schien
überhaupt nicht müde zu werden. Sie saß nur in der Ecke und ließ dann und
wann vor Langeweile ein paar grüne und rote Funke umherfliegen. Wieder
erinnerte sich Link an Navi.

Navi war verschwunden. Sie konnte einfach nicht hier sein. Oder doch? Saya
hatte gesagt, das eine Aura in der Wand war. Link drehte sich um. An der
besagten Wand wuchsen grüne Ranken und hellgrünes Zeug, wo Link nicht wusste
was es war. Doch er hielt Abstand davon, seitdem er gesehen hatte, wie eine
Ameise dort hineingekommen war und prompt verschwand. Er tastete die
unbewachsenen Stellen ab. Dann hörte er etwas. „Wenn doch nur Link käme.
Oder Salia, oder… oder sonst irgendjemand. Wenn mich doch nur jemand finden
würde!“ Das war doch Navi`s Stimme! „Navi?“ fragte Link ein wenig irritiert.
Stille. „Link? Link! Wo bist du? Nein, besser, wo bin ich???“ Link tastete
weiter hastig die Wände ab. „Wer ist Navi?“ fragte Saya. „Meine Fee.“ Saya
stand auf. „Geh mal zur Seite.“ Ein wenig unsanft schubste sie Link zur
Seite. „Navi? Du hörst mich ja. Du solltest jetzt am besten die Augen
zumachen, sofern du welche hast. Und egal was passiert, bleib bloß still
liegen, sitzen, schweben, in welcher Verfassung du auch immer dich gerade
befindest.

Sie schloss die Augen. „Dazu muss ich jetzt einen Zauberspruch aufsagen,
Navi, also wundere dich nicht. Und die Sprache kennst du sicherlich auch
nicht. Sie ist nämlich schon lange nicht mehr in Gebrauch.“ Saya sprach
weiter. In einer so seltsamen und doch faszinierenden Sprache, dass Link
nicht weghören konnte.

„Rima Elidestra, Hirane Sildra Raire Imgendeskri Rei Meri, Halendes Navi.“
Die Wand öffnete sich einen Spalt breit. Navi flog so schnell auf Link zu,
dass es diesen fast umhaute.
„Navi! Du warst die ganze Zeit hier?“ Link freute sich, dass seine
Begleiterin jetzt endlich wieder da war. „Ja ja! Ganondorf dieser ….
(Ihr müsst euch da das schlimmste Schimpfwort Reindenken, dass euch
einfällt. Es trifft nicht einmal annähernd.) hat mich da reingesteckt!“

„In eine Wand??“ Saya sah sie erstaunt an. „Ideen muss man haben.“ Link
tanzte um Navi herum. „Endlich bist du wieder da! Ich hab dich riesig
vermisst.“ „Sonst geht es dir gut, oder?“ fragte Saya und erntete einen
bösen Blick. „Lass mich doch.“ „Ist ja gut. Nicht gleich aufregen.“ Saya
winkte mit einer Handbewegung Navi zu sich. „Sag mal, Kennst du jemanden
Namens Zelda? Der da ist ja nicht ansprechbar.“ Sie deutete auf Link, worauf
Navi kicherte. „Aber natürlich kenne ich Prinzessin Zelda! Und unter uns:
Link mag sie wirklich gerne!“ Navi kicherte erneut und Saya’s Augen fingen
an zu leuchten. „Sie ist Prinzessin? Ich freu mich für sie! Das hat sie
wirklich verdient!“

Navi flog um Saya herum. „Du ähnelst ihr ein kleines bisschen.“ „Ich hoffe
doch, immerhin ist sie…“ Weiter kam sie nicht. Wieder stürmten die Wachen
auf Saya und Link zu und packten sie. Navi versteckte sich gerade noch
rechtzeitig bei Saya in der geschlossenen Hand.

Als sie nach draußen gestoßen wurden, fiel Regen wie aus Eimern. Es war
mittlerweile Tag geworden. Link’s ‚Aufpasser’ drückte diesem ein Schwert in
die Hand, das mindestens zwei Kilo wog. Nicht so leicht, wie sein
Masterschwert, aber immer noch besser als gar nichts.
Saya bekam ein kleines Messer. Das jedoch warf sie bei der nächsten
Gelegenheit unbeobachtet in einen der kleinen Sturzbäche, an denen sie
entlanggingen. Überall lagen Leichen verstreut. Mancher wurden sogar von dem
starken Wind weggetragen, mitten hinein in das Wasser. Dann sahen sie aus,
als würden sie schwimmen.

Dann erhob sich vor ihnen ein riesiges Feld. Das Gras, das dort anscheinend
früher gewachsen war, war zertrampelt und hinterließ nur noch Erdflecke. Das
Kampfgeschrei drang an ihre Ohren und vor ihnen tobte der Kampf zwischen
Hyrulianern und Gerudos. Vereinzelt entdeckte Link auch Goronen und andere
Wesen. „Los! Dort hin!“ Beide Ritter hatten ihre Schwerter gezogen und
trieben Link und Saya, die ein ernstes Gesicht aufgesetzt hatte, vorwärts.

Hätte Link jetzt die eine Wache getötet, wäre Saya dran gewesen. Hätte er
die andere zuerst getötet, wäre er umgebracht worden. Es war sozusagen
aussichtslos. Er musste versuchen, irgendwie selbst am Leben zu bleiben und
keinen Hyrulianer oder andere, ‚nette’ Leute zu töten. Als Zelda, die auch
verbissen um ihr Königreich kämpfte ihn erblickte, erschrak sie. Hatte Link
die Seite gewechselt? Doch als sie seinen Gesichtsausdruck sah, war sie sich
sicher. Link wurde gezwungen, zu kämpfen.

Auch erblickte sie Saya. Irgendetwas an ihr kam ihr vertraut vor. Sie
schüttelte den Kopf. Sie musste sich konzentrieren. Auf dem Feld angekommen,
wurden Saya und Link nach ganz vorne gestoßen. In die Gefahrenzone. Zelda
befahl ihren Leuten, ihm nichts zu tun.
Von Saya sagte sie nichts, deswegen stürmten drei Mann auf sie zu, die
jedoch mit einer Bewegung Sayas wieder zurückgeschleudert wurden.
Unbeschadet. „Wieso? Wieso macht sie das?“ Zelda verstand die Welt nicht
mehr. Doch sie hatte besseres zu tun.

Link hatte eigentlich so gut wie nichts zu tun. Die ‚Gegner’ schienen ihn
einfach zu übersehen, stürmten dafür auf Saya los. Jeder ohne Erfolg. Nur
mit einem hatte sie Probleme. Darunia, einer der Weisen lachte sie aus. Was
willst du?“ Und schleuderte ihr einen angebissenen Stein entgegen. Doch Saya
wich aus. Und zwar so richtig sauer. „Zufälligerweise versuche ich gerade
niemandem zu Schaden! Und du hast nichts Besseres zu tun, als mich mit
angefressenen Steinen zu bewerfen?“ Sie schleuderte ihm etwas entgegen, was
ihn fast zu Fall brachte. Zelda sah das und riss mit ihrer Magischen Kraft
einen Spalt in die Erde. Einen sehr tiefen Spalt. Saya fiel, konnte sich
aber gerade noch an der Kante festhalten. Link stürzte herbei. Doch bevor er
sie richtig erreicht hatte, trat Darunia Saya auf die Hand. „Das ist für den
Zauber, den du mir entgegen geworfen hast!“ Wieder stürzte sie in die Tiefe,
doch Link bekam ihre Hand noch zu fassen. „Halt dich bloß fest!“ „Was
anderes hab ich auch nicht vor.“ Gab Saya zurück und Link zog sie hoch.
Zelda lief herbei. „Warum hast d…du ihr geholfen?“ Ihre Stimme zitterte.
„Zelda Vorsicht! Schrie Saya und stieß sie zur Seite. In dem Augenblick
wurde Saya von einem dunklem Schwert durchbohrt. Dem Schwert von Ganondorf.
Noch während er lachte schlug Link ihm den Kopf ab. „Miese kleine Ratte.“

Er blickte zu Zelda, die vor Saya kniete. „Jetzt weißt du, warum ich ihr das
Leben gerettet habe. Sie ist kein Feind.“ Navi entflog Saya’s Hand. Saya
hatte sie die ganze Zeit beschützt. „Oh nein!“ Sie schwirrte um sie herum.
„Was hat Ganondorf nur gemacht?“ Zelda schluchzte. In dem Moment öffnete
Saya leicht die Augen. „Zelda. Ich muss… dir etwas…sagen.“ Sie machte eine
kleine Pause. „Ich…bin deine…Schwester.“ Ihre Augen schlossen sich wieder.
„Was? Meine Schwester? Aber…“ Zelda erblickte einen kleinen, kaum
erkennbaren Stein um Saya’s Hals. Es war ein Halbmond. Zelda zog etwas an
einer Kette heraus und steckte es an Saya’s Halbmond. Die andere Hälfte, des
Mondes. „Nein! Link! Weißt du ihren Namen? Ich will den Namen meiner
Schwester wissen!“ „Saya. Sie heiß…hieß Saya.“ Er sah zu Boden. Zelda nahm
Saya’s Hand. Dann sah sie auf. „Sie ist noch nicht ganz tot! Ich merke, wie
Blut durch ihre Hand läuft!“ (nebenbei: Zelda spürte den Puls)

Plötzlich fällt etwas Link direkt auf den Kopf. DONG! „Holzkopf!“ rief etwas
von oben. Die Eule Kebora Gebora! „Benutze das Weise! Es ist von Salia!“
rief sie noch und flog dann weg.
Link hob den Stein auf. An ihn waren zwei Sachen gebunden. Ein Zettel,
wahrscheinlich ein Brief und eine Blume.

Link las den Brief in aller Eile durch.

Lieber Link.
Ich habe gehört,
dass Saya, Zeldas Schwester
schwer verletzt worden ist
Dies ist eine Heilpflanze.
Lege sie auf die Wunde und sie wird verheilen.
Salia


Link tat, was auf dem Zettel stand und tatsächlich. Saya zuckte kurz
zusammen. Doch ihre Verletzung war weg.
Zelda sprang auf und strahlte. Sie und Navi tanzten um Saya herum.
Obwohl…Nein Navi flog eigentlich und ging dabei auf und ab und auf und ab.
Schnellstens wurde Saya ins Schloss zu einem Heiler gebracht. Der Kampf war
beendet. Als Link Ganondorf den Kopf abgeschlagen hatte, war die Seele von
Ganondorf aus seinem Körper ab in die Hölle gestiegen. Da, wo er hingehörte.
Die restlichen Ritter gaben sofort auf, denn ohne Meister waren sie wie
kopflose Hühner. Nur Patze wurde nie wieder gesehen.

Schnell wachte Saya auf. Sie setzte sich auf und wunderte sich. In so einem
Zimmer war sie noch nie gewesen. Überall standen kostbare Dinge herum. Wie
in einem Schloss. Einem Schloss? Zelda hatte ihr also geglaubt. Innerlich
sprang sie hoch vor Freude. Zelda, ihre Schwester.

Die beiden wurden getrennt, als Zelda von ihrem Stamm, einer Art Dorf,
bestehend aus Gerudos, die nicht auf Ganondorfs Seite waren, Magiern,
Hyrulianern und anderen Leuten
wegmusste. Ihre Bestimmung war eine andere, als die von Saya. Dabei sahen
sich die beiden nicht einmal ähnlich. Zelda hatte blondes Haar und
bläulich-grüne Augen.

Saya dagegen dunkelgrüne Augen, die von weitem schwarz aussahen und blond
rotes Haar. Doch der größte Unterschied war, dass Saya Magierin war und
Zelda Hyrulianer. Auch wenn beide spitz zulaufende Ohren hatten, war das ein
großer Unterschied. Zelda kam herein.

„Du bist wach?“ „Nein. Ich schlafe noch tief und fest.“ Beide mussten
lachen.
„Ich bin mächtig froh, dass du noch lebst.“ Zelda nahm Saya in den Arm. „Und
ich erst.“
Zelda ließ sie wieder los und strahlte Saya an. „Du siehst zwar fast gar
nicht wie ich aus, aber in deinem Gesicht kann ich nichts entdecken, dass
mir zeigen würde, dass du mich anlügst.“

„Warum sollte ich auch meine eigene Schwester anlügen?“ fragte Saya und
grinste. Link kam japsend herein und ließ sich auf einen der bunt verzierten
Stühle fallen. „Was hast du denn?“ Saya sah ich an. „Ich hab nur grad eben
mal Mido aus dem Schloss gejagt. Der Kleine ist verdammt schnell geworden.“
„Mido? Wer ist das?“ fragte Saya. „Jemand aus dem Kokiri-Dorf.“ Antwortete
Link. „Aha. Sagt mir jetzt wirklich viel, da ich auch genau weiß, was Kokiri
sind.“ Saya blickte Link herausfordernd an. Der stöhnte nur. „Kokiri sind so
ne’ Art Hyrulianer nur in Kinder Form. Und Wachsen tun die auch nicht. Leben
im Wald.“ Fügte er noch hinzu, als habe er das vergessen.

„Na jetzt sind ja alle wieder vereint!“ Niemand hatte bemerkt, dass Impa
hereingekommen war. „Hallo Saya! So sieht man sich wieder! Als ich dich das
letzte Mal gesehen habe, da warst du noch ein Kleinkind!“ „Du hast sie
gekannt?“ Impa schien die Wut in Zeldas Stimme nicht zu hören. „Ja. Saya
wurde geboren, als du vier warst.“ Zelda stürmte auf die lachende Impa zu.
„Ich glaub ich gehe dann mal!“ rief sie noch und war schon aus der Tür.
Zelda hinterher. Link stand auch auf. „Ich muss auch los. Mido versucht
bestimmt schon wieder, ins Schloss zu kommen.“ Damit verschwand auch er.
Saya lehnte sich ins Kissen zurück. „Impa hat schon Recht. Dann sind wir ja
wieder vereint, ich und Zelda.“

Ende



The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Creating a Champion - Hero's Edition








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